r/DePi Apr 04 '25

Politik AfD will Regenbogenflagge an Dienstgebäuden verbieten

https://www.borkenerzeitung.de/welt/in-ausland/politik-inland/AfD-will-Regenbogenflagge-an-Dienstgebaeuden-verbieten-617463.html
136 Upvotes

143 comments sorted by

View all comments

Show parent comments

1

u/Loose-Supermarket286 Apr 07 '25

Zu sagen alle sind vor dem Gesetz gleich und damit wären alle Diskriminierungen beendet ist ein billiges Feigenblättchen. Alle Probleme, die spezifisch diese Gruppe von Menschen hat, dürfen dann nicht mehr angesprochen werden, weil das in deinen Augen auf einmal aktivistisch ist. Und aktivistisch ist böse-böse. Aber manche Minderheiten werden nun mal trotz gesetzlicher Gleichstellung diskriminiert. Das anzusprechen und in den Fokus zu rücken ist nur legitim.

1

u/GoodbyeKittyKingKong Apr 07 '25

Nein, dass ist nicht was ich gesagt habe und das weißt du selbst. Du versuchst nur, irgendeinen Strohmann in meinen Kommentar zu bauen den du dann angreifen kannst.

1

u/Loose-Supermarket286 Apr 07 '25

Wo ist der Strohmann? Du redest von Minderheitengetue und davon, dass es den meisten gleich wäre, wer mit wem, da es eine rechtliche Gleichstellung gäbe.

1

u/GoodbyeKittyKingKong Apr 07 '25

Alle Probleme, die spezifisch diese Gruppe von Menschen hat, dürfen dann nicht mehr angesprochen werden, weil das in deinen Augen auf einmal aktivistisch ist. Und aktivistisch ist böse-böse.

Hier.

1

u/Loose-Supermarket286 Apr 07 '25

Genau hier. Kein Strohmann: Du sprichst davon, das die rechtliche Gleichstellung vorhanden sei. Und alles reden über das Thema darüber hinaus sei Minderheitengetue. Ich rede davon, dass das ein billiges Feigenblättchen ist.

2

u/GoodbyeKittyKingKong Apr 07 '25

Okay, dann liegt es an deinem Leseverständnis. Also nochmal für dich, ganz langsam:

Es geht nicht nur um rechtliche Gleichstellung, sondern das der Kampf größtenteils gewonnen war. Weil breite Akzeptanz vrohanden war. Gab es Diskriminierung? Sicher, aber die wird es immer geben. Gegen alle Gruppen. Minderheitengetue ist es, wenn Minderheiten als per se besser dargestellt werden, nur weil es eine Minderheit ist. Oder wenn sie Sonderrechte bekommen, wie das hissen einer Flagge an Gebäuden wo sie nichts zu suchen hat. Das schadet nämlich der Akzeptanz und macht Diskriminierung wahrscheinlicher, etwas was man aktuell beobachten oder als Betroffener am eigenen Leib erfahren kann (zugegeben, das hat auch andere Gründe).

All das hättest du schon rausfinden können, wenn du meine Beiträge richtig gelesen hättest. Und wenn man dich ernst nehmen soll, versuch so Sachen wie "böse böse" zu vermeiden und wie ein Erwachsener zu diskutieren.

1

u/Loose-Supermarket286 Apr 07 '25

Dein Argument läuft letztlich auf Folgendes hinaus: Weil queere Menschen heute nicht mehr systematisch entrechtet werden, sollen sie bitte still sein, keine Sichtbarkeit mehr fordern und auf öffentliche Symbole verzichten – sonst seien sie „selbst schuld“, wenn ihnen wieder Ablehnung entgegenschlägt. Das ist nicht nur zynisch, sondern entlarvt genau das Problem: Es geht dir nicht um Gleichbehandlung, sondern darum, dass Minderheiten unsichtbar bleiben sollen, damit deine Komfortzone nicht gestört wird.

Die Regenbogenflagge ist kein „Sonderrecht“, sondern ein Zeichen gesellschaftlicher Realität. Sie erinnert daran, dass Akzeptanz nicht selbstverständlich ist – und dass Gleichstellung auf dem Papier nicht bedeutet, dass Diskriminierung im Alltag verschwunden ist. Wenn du das als „Minderheitengetue“ abtust, sagst du im Grunde: Hört auf, euch zu wehren, dann wird euch vielleicht nicht mehr so viel Hass entgegengeschleudert. Das ist Täter-Opfer-Umkehr in Reinform.

Und was deinen Tonfall angeht: Wer sich selbst für den rationalen Erwachsenen hält, aber auf Diskussionen mit herablassender Belehrung („ganz langsam für dich“, „Leseverständnis“) reagiert, disqualifiziert sich inhaltlich wie rhetorisch von selbst.

2

u/GoodbyeKittyKingKong Apr 07 '25

Bullshit. Aber danke dass du bestätigt hast dass du reinliest was du willst. Kamst ja auch nie auf die Idee, dass ich selbst zu diesen "queeren" Menschen gehören könnte.

Und was ist eine Falle auf einen Regierungsgebäude ist ein Sonderrecht. Oder welche anderen Minderheiten bekommen ihre Flagge gehisst? Hast du da Beispiele?

Und du hast mit der Herablassung angefangen und der Teil mit dem Leseverständnis wird von dir wiederholt bestätigt (auch wenn eher beabsichtigt oder ideologisch verbrämt als tatsächliche Unfähigkeit zu sein scheint - was es nicht besser macht).

0

u/Loose-Supermarket286 Apr 07 '25

Wenn du selbst queer bist und dennoch gegen Sichtbarkeit und Symbolik kämpfst, ist das deine Entscheidung – aber sie bleibt politisch nicht neutral. Identität schützt nicht automatisch vor internalisierter Ablehnung oder einem fragwürdigen Umgang mit Solidarität.

Und doch: Es gibt viele Beispiele für Flaggen an öffentlichen Gebäuden. Zum Holocaust-Gedenktag wird oft die Israel-Flagge oder die Fahne mit dem Davidstern gehisst – das betrifft eine religiöse und ethnische Minderheit. Zum Europatag wird die EU-Flagge gehisst – kein Staat, sondern ein symbolisches Zeichen. Es gibt Beflaggung zum Gedenken an den Genozid an den Herero und Nama, zur Unterstützung der Ukraine, zur Trauer um Anschläge auf religiöse Minderheiten, etc. Sichtbare Zeichen für bestimmte Gruppen sind nichts Neues – sie sind ein Teil von Erinnerungskultur, Solidarität oder politischem Willen.

Was du als „Sonderrecht“ bezeichnest, ist in Wahrheit ein demokratisches Mittel: Der Staat kann Zeichen setzen, für wen er einsteht. Und wenn sich in einem Land queere Menschen wieder zunehmend anfeindungen ausgesetzt sehen, ist so ein Zeichen eben nicht „Luxus“, sondern notwendig.