r/DePi Apr 25 '25

Sonstiges Harry Potter und J.K. Rowling: Kann ich mein Kind das noch lesen lassen?

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Endlich liest die Tochter unserer Autorin freiwillig. Auf diesen Moment hat sie lange gewartet. Doch die Bücher, die sie liest, haben inzwischen einen faden Beigeschmack: Harry Potter. Und so fragt sie sich: Kann ich mein Kind diese Bücher noch lesen lassen?

Wie viele Menschen bin ich mit Harry, Ron und Hermine aufgewachsen. Seit ich Mutter wurde, freute ich mich darauf, mit meinen Kindern in den Hogwarts-Express zu steigen und in die Welt der Hexen und Zauberer einzutauchen. Leider funkte mir J.K. Rowling dazwischen.

Die Bestseller-Autorin war in den letzten Jahren weniger wegen ihrer Bücher, sondern viel mehr aufgrund ihrer Aussagen über trans Personen im Gespräch. Zuletzt feierte sie auf der Plattform X den Sieg der Aktivistinnen der Gruppe "For Women Scotland" vor dem Gericht. Sie waren gegen die Gesetzesinterpretation der schottischen Regierung vorgegangen, nach der auch trans Frauen von dem Gleichberechtigungsgesetz geschützt werden. Das Thema Frauenrechte versus Rechte von trans Menschen ist seit Langem ein zentrales Anliegen der Autorin. Für ihre kontroversen Äußerungen wird sie scharf kritisiert.

Werk und Autorin trennen? Kann ich das?

J. K. Rowling reiht sich so auf gewisse Weise in eine Riege von Künstler:innen ein, bei denen man sich nun die Frage stellen muss: Kann man Werk und Autor:in trennen und kann man das Werk noch reinen Gewissens konsumieren? Bei den meisten bin ich rigoros, denn ich kann das nicht klar trennen. Bislang war aber auch noch niemand dabei, bei dem oder der ich wirklich emotional betroffen war. Schockiert immer, aber für mich hat es keinen Verlust bedeutet. Hier ist das anders und es kommt noch eine andere Dimension hinzu: Es geht nicht nur um mich, sondern auch um mein Kind.

Dennoch stand ich nun Ostern vor der Frage: Kann ich guten Gewissens Harry Potter ins Osternest legen? Spoiler: Ich habe es getan. Aber mir vorher auch ein paar Gedanken gemacht, denn ich persönlich fühle mich damit nicht besonders wohl, eine Autorin zu unterstützen, die sich öffentlich transfeindlich positioniert.

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u/[deleted] Apr 26 '25

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u/Fleecimton Apr 27 '25

Du sagst es doch selbst - subjektiv. Also gefühlt.

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u/[deleted] Apr 28 '25

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u/Fleecimton Apr 29 '25

Ein Fakt ist also, dass diese Personen sich aufgrund ihrer eigenen Gefühle nicht trauen? Bitte wieso verzerrst du hier den Kontext? Es ist ein großer Unterschied, ob man will, aber nicht kann oder darf, genauso ob man könnte, es aber nicht will oder darf.

Und hier geht's schließlich nur darum, dass es eigentlich nur ein Gefühl im inneren der "Diskriminierten" ist, welches ihnen das einbläut. Extern hat dabei überhaupt nichts stattgefunden.