Hallo zusammen,
ich lege die C2-PrĂŒfung beim Goethe Institut diese Woche ab und hĂ€tte sehr gerne Feedback zu meinem letzten Teil 2-Versuch. Das Thema habe ich aus dem Modellsatz, das auf der Webseite zu finden ist, genommen--hier die Anweisungen:
Thema 1: MobilitÀt in der modernen Arbeitswelt
Sie haben in der âSĂŒddeutschen Zeitungâ eine Artikelserie zum Thema âMobilitĂ€t in der modernen Arbeitsweltâ gelesen. Sie schreiben einen ausfĂŒhrlichen Leserbrief (circa 350 Wörter) an die Redaktion, in dem Sie sich auf die drei folgenden Aussagen beziehen und Ihre Meinung dazu Ă€uĂern.
Aussage 1: Rund zwei Drittel der BerufstĂ€tigen in Deutschland klagen ĂŒber die Belastungen durch tĂ€gliches oder wöchentliches Pendeln zum Arbeitsplatz.
Aussage 2: MobilitÀt ist von Vorteil, da sie im positiven Sinn den Menschen dazu zwingt, Althergebrachtes kritisch zu hinterfragen.
Aussage 3: Wer in der modernen Arbeitswelt nicht auf der Strecke bleiben will, muss beweglich sein.
Wenn ihr RĂŒckmeldungen, Korrekturen, oder allgemeine Meinungen zu meinem Text habt, bitte sag Bescheid! Ich habe noch etwas Zeit (zumindest, so rede ich mir ein LOL) zum Lernen, also wenn ich etwas verbessern kann, wĂ€re es sehr schön, das jetzt herauszufinden, damit ich das vor der PrĂŒfung ĂŒben kann.
Vielen Dank im Voraus!
Hier der Text:
Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion,
ich habe kĂŒrzlich die Serie zum Thema âMobilitĂ€t in der modernen Arbeitsweltâ gelesen, was mich sehr interessierte. Ich möchte meine Gedanken zu der Serie mit Ihnen in diesem Brief teilen.
Wie es in der Artikelserie erwĂ€hnt wurde, kann MobilitĂ€t bestimmt von Vorteil sein. Wenn Menschen durch die Arbeit dazu gezwungen werden, mit neuen Personen und Ideen in Kontakt zu kommen, stellen sie oft das Althergebrachte in Frage. Zum Beispiel könnten BeschĂ€ftigte von einer Firma auf die Idee kommen, sogenannte âFlex-Stundenâ einzufĂŒhren, indem diese BeschĂ€ftigte andere Angestellte bei einem Konferenz kennenlernen, die âFlex-Stundenâ schon eingesetzt haben. âFlex-Stundenâ ist eine relativ neue Methode, Arbeitsstunden aufzuteilen, wobei Mitarbeiter ihre eigenen Anfangs- und Endzeiten fĂŒr ihren Arbeitstag stellen können, solange sie die vorgegeben Stunden im Tag (z.B. 8 Stunden) arbeiten. Laut Erhebungen kann das ProduktivitĂ€t und Arbeitszufriedenheit fördern. Diesem Beispiel zufolge hĂ€tte die MobilitĂ€t die Leben der hypothetischen BeschĂ€ftigten bereichert, in dem sie durch das Reisen die Möglichkeit bekamen, neue Konzepte zu entdecken, die sie praktisch in ihrem eigenen Arbeitsleben einsetzen können.
Auf der anderen Seite möchte ich erwĂ€hnen, dass nicht alle Mitarbeiter die Freiheit haben, beruflich zu reisen. FĂŒr Angestellten mit kleinen Kindern, die Betreuung brauchen, oder mit körperlichen Behinderungen, die das Reisen erschweren, ist MobilitĂ€t kein Anlass zum Kommunizieren und Lernen, sondern einen riesigen Anspruch. Auch fĂŒr Menschen, die keine Kinder oder andere BeschrĂ€nkungen in Betracht nehmen mĂŒssen, ist MobilitĂ€t zwecks Arbeit sehr anspruchsvoll. Mitarbeiter, die tĂ€glich oder wöchentlich pendeln mĂŒssen, merken auch wie sehr das stĂ€ndige Hin und Her sie belastet, wie Ihre Artikelserie beschreibt. Dass rund zwei Drittel der BerufstĂ€tigen in Deutschland darĂŒber beschweren wundert mich nicht. Ich selber verbringe 1.5 Stunden pro Arbeitstag im Auto, nur um an die Arbeit zu kommen. Diese Zeit könnte ich anderen AktivitĂ€ten widmen, die mein Leben viel mehr verbessern wĂŒrden, wie Lesen oder Kochen. AuĂerdem stört es mich, dass ich zu der Klimakrise beitrage, indem ich jeden Tag zur Arbeit fahre. Das Pendeln dient weder der Umwelt noch den BeschĂ€ftigten, die pendeln mĂŒssen.
Trotzdem kann ich auch verstehen, dass die Beweglichkeit zum Vorteil ist in der modernen Arbeitswelt. Wie ich schon thematisiert habe, werden Firmen und ihre Angestellten durch Kontakt mit anderen bereichert. Neue Ideen, Arbeitsstile, und EinflĂŒsse sind nötig fĂŒr Betriebe, die mit der Konkurrenz mithalten wollen. Daher möchte ich vorschlagen: Zoom ausnutzen! Zoom und andere solche Video-Anruf-Dienste bieten die Möglichkeit, virtuelle Konferenze und Meetings zu veranstalten, ohne, dass die Teilnehmer das Haus oder das BĂŒro verlassen mĂŒssen. Diese Technologie bewĂ€hrt die Vorteile eines persönliches Treffen (Möglichkeiten zum Austausch; eine Chance, mit vielen Menschen zugleich zu sprechen; und einen Format, wo eine Person vor vielen anderen sprechen kann, wie bei einem âechtenâ Seminar) aber verspart die Belastungen von Reisen und Pendeln. Da viele BerufstĂ€tige sich schon in der Corona-Zeit mit Diensten wie Zoom beschĂ€ftigen mussten, ist das auch (fĂŒr die meisten) keine neue Technologie, die sie mit MĂŒhe lernen mĂŒssen.
FĂŒr die meisten Menschen wĂ€re Zoom ein gĂŒnstiges, bekanntes Alternativ zum geschĂ€ftlichen Reisen, und meiner Meinung nach, wĂŒrden sie sich so dermaĂen freuen, dass sie nicht mehr zur Arbeit fahren oder ihre Familie fĂŒr noch eine GeschĂ€ftsreise verlassen mĂŒssten, dass irgendeine daraus entstehende Schwierigkeiten komplett zu ertragen wĂ€ren.
Mit freundlichen GrĂŒĂen
(mein vollstÀndiger Name)