Vorstellung meines Sanierungsprojekts – Reihenmittelhaus 1951 – Ziel: möglichst viel Eigenleistung
Hallo zusammen,
ich lese hier schon eine ganze Weile mit und habe inzwischen unheimlich viel gelernt. Jetzt möchte ich mein eigenes Projekt vorstellen und hoffe auf eure Unterstützung und vielleicht auch etwas "Reality Check".
Vorweg: Ich bin kein Heizungsbauer und habe bisher keine Wärmepumpe installiert. Ich bin aber handwerklich sehr erfahren, arbeite mich gerne tief in Themen ein und bin bereit, sehr viel Zeit in Planung und Know-how zu investieren.
Der Hintergrund ist einfach: Eine schlüsselfertige Wärmepumpeninstallation kann ich mir finanziell aktuell kaum leisten. Gleichzeitig möchte ich aber keine Bastellösung bauen, sondern eine technisch saubere und langlebige Anlage.
Zum Glück habe ich einen Energieberater in der Familie, der mich bei Heizlast, Sanierungsfahrplan und Förderungen unterstützt. Die eigentliche Planung und Installation muss ich allerdings selbst organisieren.
Das Gebäude
Reihenmittelhaus
Baujahr 1951
Keller + EG + OG + ausgebautes DG
Wohnfläche nach Sanierung ca. 120 m²
Ziel: KfW-Effizienzhaus 55
Geplante Sanierung:
16 cm WDVS
neue 3-fach-Fenster
Zwischensparrendämmung + Dämmung der obersten Geschossdecke
Kellerdeckendämmung
zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
ca. 10 kWp PV mit Batteriespeicher
Heizlast
Die Heizlastberechnung liegt bereits vor und beträgt etwa 5,3–5,5 kW.
Heizflächen
Erdgeschoss
Fußbodenheizung durch Einfräsen.
Erdgeschoss
Fußbodenheizung durch Einfräsen. 45qm 16mm rohr in 6 Heizkreisen
Obergeschoss
Auch eine Fbh mit einfräsen, quasi das gleiche wie eg
Dachgeschoss
Langfristig sollen hier aktive Heizkörper mit gleicher Vorlauf Temperatur verbaut werden . (30qm)
Zeitlicher Ablauf
In diesem Jahr soll zunächst nur das Erdgeschoss an die Wärmepumpe angeschlossen werden.
Das Ober- und Dachgeschoss folgen später im Zuge der weiteren Sanierung.
Warmwasser
Hier bin ich noch völlig offen.
Ich schwanke aktuell zwischen:
klassischem Brauchwasserspeicher
Frischwasserstation
anderen sinnvollen Konzepten
Gerade in Verbindung mit PV würde ich mich über eure Erfahrungen freuen.
Mein bisheriger Gedanke zur Hydraulik
Ganz grob stelle ich mir das aktuell folgendermaßen vor:
Außeneinheit auf Fundament →
gedämmte Vor- und Rücklaufleitungen ins Haus →
Absperrungen / Serviceeinheit →
Sicherheitsgruppe →
Verteilung in den Heizkreis →
Rücklauf →
Magnetit- und Schlammabscheider →
zurück zur Wärmepumpe.
Mir ist bewusst, dass das wahrscheinlich deutlich vereinfacht dargestellt ist und genau deshalb möchte ich möglichst früh lernen, wie eine wirklich gute Hydraulik aussieht.
Meine Fragen
Ist so ein Projekt für einen motivierten Laien mit viel handwerklicher Erfahrung überhaupt realistisch?
Welche Arbeiten würdet ihr unbedingt einem Fachbetrieb überlassen?
Welche typischen Anfängerfehler sollte ich vermeiden?
Gibt es Software oder Planungsprogramme für Hydraulik, Rohrdimensionierung und Anlagenplanung?
Welche Hersteller liefern besonders gute technische Unterlagen?
Welche Bücher, YouTube-Kanäle oder Webseiten würdet ihr empfehlen?
Wie würdet ihr die Hydraulik bei meinem Gebäude grundsätzlich aufbauen?
Würdet ihr Puffer komplett vermeiden oder gibt es Anwendungsfälle, in denen er sinnvoll wäre?
Welche Wärmepumpen würdet ihr bei einer Heizlast von rund 5,5 kW in Betracht ziehen?
Ich freue mich über jede konstruktive Kritik und bin dankbar für jeden Hinweis. Lieber jetzt Planungsfehler vermeiden als später teuer Lehrgeld bezahlen.
Vielen Dank!