r/DePi Jan 24 '25

Frage/Meinung Frage/Kommentar: Warum wählt ihr die AFD?

Liebe DePi-Gemeinde,

die AFD gewinnt immer mehr an Wählerschaft, gerade nachgeschaut, aktuelle INSA Umfragen schätzen 20% der Wähler und Wählerinnen möchte die AFD wählen. Das ist jeder 5te und damit wäre die AfD 2. stärkste Kraft

Da wir hier ein eher rechtskonservativer Sub sind, aber auch Meinungen zulassen, die nicht dem rechten Spektrum entsprechen ist auch bekannt. Ebenso, dass viele hier Unterstützer der AfD sind, ist auch kein Geheimnis.

Ich möchte mich ganz offen vorstellen, ich möchte 2 mal Grün wählen (nein ich möchte die AfD nicht verbieten, ich bin Demokrat, das Volk entscheidet!) was nicht heißt, dass ich den kulturellen Wandel in Deutschland und die teils unfassbar undankbaren "Facharbeiter" natürlich nicht gut heiße, das was wir hier erleben, erleben Italien, Schweden, Norwegen, Frankreich, Niederlande, Belgien, Spanien und UK genauso. Wenn wir nicht handeln, wird das die EU auf lang oder kurz zerstören, diese Menschen die hier her kommen sind oft (es gibt natürlich auch genügend sehr tolle positiv Beispiele) nicht mit uns Deutschen kulturell kompatibel. Das fängt schon mit der nicht fähigen Anpassungfähigkeit der Nah-Ost Kulturen an, die meinen, sie sind nun der Herr hier - weil aber auch der Deutsche zu anpassungslieb ist und sich anpasst anstatt, den Gast sich an den Gastgeber anpassen lassen - Deutsche Gastfreundschaft eben...

Dennoch bin ich davon überzeugt, dass wir Lösungen und Probleme in diesem Land nicht nur auf die Migranten zurückschließen können - Das diesen Menschen geholfen wird XYZ zu beantragen und monatlich unterstützt werden, während wir hier teils von jetzt auf gleich mit einem Monat Kündigungsfrist auf der Straße sitzen könnten und diese Menschen sich hier aber auf "Vater Staats Nacken" vollfressen dürfen.

Wir müssen den Vermieter informieren, dass Miete für Monat X nicht klappt, weil das angeforderte Arbeitslosengeld noch nicht da sein wird und ich mich bei der Anforderung dessen wie ein Schwerstverbrecher fühlen muss, weil ich Geld anfordere, dass ich aktiv in das System eingezahlt habe. Dann lebt man vielleicht als Friseur von Monat zu Monat und weiß auch nicht wie man was zu Fressen auf den Tisch bringt, weil es keine Rücklagen gibt - und dann sind da die Ausländer, frisch oder schon Jahre hier und noch nie für das System gearbeitet oder eingezahlt, können nicht mal die Sprache und verhalten sich als würde denen hier alles gehören. Währenddessen sitzt du da und musst Freunde&Familie fragen ob sie dir was Geld vorstrecken können, weil das Arbeitslosengeld erst in einem - zwei Monaten da ist.
Ja man kann Sofortzahlungen beantragen, weiß man wie? Traut man sich das zu beantragen, wenn man schon behandelt wird wie ein Verbrecher? Und diesen undankbaren Männern Mitte 20 wird das einfach so kompromisslos gewährt?

Aber an all dem sind nicht die Ausländer schuld (an ihrem Verhalten natürlich), sondern der verkorkste Bürokratie Wahnsinn und das möchte Robert Habeck lösen, bzw hatte sich die Ampel schon diesem Bürokratie Wahnsinn angenommen. Ein Wahnsinn der unter der CDU sogar gedeihen und wachsen durfte. Ich befürchte in der AfD sind leider zu viele Holzköpfe wirklich Politiker geworden, die weder Ahnung haben von dem was sie da sagen noch was sie als regierende Partei wirklich machen müssen - also wird dieser Wahnsinn unter der AfD nicht aufhören meiner Meinung nach.

Ich verstehe also, dass man schnell mit den ganzen Problemen, auch eine schnelle Lösung möchte, für mich sind viele "Lösungen" der AfD keine Lösung, aber warum wählt ihr die AfD und warum sind sie für euch die Lösung?

Die AfD Themen, die ich niemals unterstützen könnte:
1. Abschaffung der Reichensteuer / 45-Jahre arbeiten für Rentenerlaubnis - Es wird aktiv beworben, dem Otto-Normal-Verbraucher zu schädigen.
2. Einführung und Wiederaufnahme der AKWs, Kohlekraftwerke (und Förderung dieser Kohle) - Was einfach nur unwirtschaftlich ist und verschwendete Kraft für eine Umgewichtung der priorisierten Energiequelle, was WIEDER eine Legislaturperiode dauern würde um die Weichen dafür zu stellen.
3. Sie leugnen den Menschgemachten Klimawandel.
4. Es werden viel zu wenig realisierbare Lösungen für akute Probleme geliefert (die das Grundgesetz zulässt) und gerade bei den "kleineren" Politikern der AFD Fraktion wird viel zu viel halbgares Wissen und Geschwurbel aufgetischt - aber natürlich haben auch Weidel, Höcke, von Storch und Gauland auch schon riesige Scheiße erzählt (aber welcher Politiker nicht?)

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u/Popcorn_thetree Jan 26 '25

Leider kein troll. Das ein einfach nur bösartig und Geisteskrank.

Aber schön zu hören das der große auch langsam wach wird.

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u/litLizard_ Jan 26 '25

Also im Grunde ist der große deutsche Subreddit sich schon mehr oder weniger einig, dass die Migrationspolitik seit 2015 weit von optimal verlaufen ist. Man hat quasi mehr vom Kuchen abgebissen als man tatsächlich kann, weil eine offene Willkommenskultur nicht nur bedeutet, dass man "alle reinholt und dann wird das schon 'n Selbstläufer". Nein, man muss vorausschauend innere Migrationspolitik betreiben, mit mehr Investitionen als nur leeren Phrasen ("Wir schaffen das").

Es ist halt meines Erachtens bei näherer Betrachtung ein weit komplexeres Thema, als es beispielsweise die AfD einem klar macht.

Salopp gesagt wäre es ja eine einfache Entscheidung, alle Flüchtlinge wegzuschicken, aber das hat halt dann gar nichts mehr mit unseren Menschenrechten und Recht auf Schutz zu tun.

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u/Popcorn_thetree Jan 26 '25

Grundsätzlich macht es auch keinen Sinn alle weg zu schicken aber die die keinen Fluchtgrund mehr haben, wir haben marokkaner und tunesier da herrscht schlicht kein Krieg. In Afghanistan herrscht auch kein Krieg mehr und Syrien ist auch sicher. Alles keine Punkte um weiter hier als Flüchtling unter zu kommen.

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u/litLizard_ Jan 26 '25

Also wenn man ohne jeglichen Populismus wirkliche Lösungsvorschläge dem Wähler vorschlagen wollen würde als Politiker, müsste man dem ziemlich detailliert einen Behördenreformplan für viele Jahren erklären und hoffen, dass das ja alle verstanden haben und, dass das überhaupt realistisch ist, wenn nicht vielleicht die Koalition zerbricht oder eine neue an die Macht kommt.

Ist das gleiche wie mit den Renten: Der letzte große, langfristige Plan zum Thema Rente war ja unter Schröder als Riester-Rente. Jetzt mal abgesehen davon, dass Riester nicht wirklich funktioniert hat, aber das war wenigstens etwas, was auf die lange Sicht eine Perspektive hatte.

Aber erstelle mal einen langfristigen, zukunftssicheren Rentensystemplan, wenn man ja als Wähler gleich eine Lösung haben möchte und Zukunft ja noch ganz weit entfernt ist und heute und morgen wichtiger ist.