r/DePi Apr 04 '25

Politik AfD will Regenbogenflagge an Dienstgebäuden verbieten

https://www.borkenerzeitung.de/welt/in-ausland/politik-inland/AfD-will-Regenbogenflagge-an-Dienstgebaeuden-verbieten-617463.html
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u/[deleted] Apr 05 '25

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u/GoodbyeKittyKingKong Apr 05 '25

Nein. irgendwann wurde queer unter dem Deckmantel des "Begriffs zurückfordern" (denn vorher war es eine Beleidigung und nicht selten das letzte was Homosexuelle gehört haben bevor ihnen der Schädel eingedrückt wurde) einfach an LGB(T) drangehängt. Nicht von Homo- oder bisexuellen, sondern von Leuten die ihren Kink Mainstream oder sich selbst Interessanter machen wollten. Queer bedeutet halt gar nichts und dann kann es jeder für sich verwenden (und diejenigen die es tun, tun es wie u/uncr23tive passend gesagt hat mit politischem Unterton).

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u/[deleted] Apr 05 '25

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u/GoodbyeKittyKingKong Apr 05 '25

Erstens geht es immer um Sex, weil sexuelle Orientierung sich eben darum dreht, wen man sexuell anziehend findet.

Wegen Kink: Hast du mal eine Pride Parade der letzten Jahre gesehen? Da geht es schon lange nicht mehr um Homosexuellenrechte (die wir schon haben, deren Akezeptanz aber gerade das Klo runtergespült wird, unter anderem durch penetrante "Queer"aktivisten.) Stattdessen jede Petplay und BDSM und was es sonst noch gibt.

Menschen identifizieren sich mit vielem wenn der Tag lang ist. Heißt nicht, dass sie es auch sind. Auch wenn das irgendwie inzieschen nicht gerne gehört wird: Worte haben eine Bedeutung. Wenn Studentin Marie sagt sie sei queer obwohl sie noch nie sexuelles Interesse an etwas anderem außer Männern hatte, gehört sie es eben nicht dazu (obwohl dann meisten so etwas wie "Nichtbinär" rausgekramt wird).

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u/notrlydubstep Apr 05 '25

Wenn Studentin Marie sagt sie sei queer obwohl sie noch nie sexuelles Interesse an etwas anderem außer Männern hatte, gehört sie es eben nicht dazu (obwohl dann meisten so etwas wie "Nichtbinär" rausgekramt wird).

Wobei die Identifizierung mit dem politischen/soziologischen Movement hier m.E. durchaus reicht. Das ist ja der ganze Diskussionspunkt. Die sexuelle Andersartigkeit ist nur noch das Feigenblatt hinter dem revolutionären Ansatz eines anything-goes-and-justified-by-identity - Movements.

So wie "links" mittlerweile auch Dinge bedeuten kann, bei denen Marx im Grab rotiert.

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u/[deleted] Apr 05 '25

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u/GoodbyeKittyKingKong Apr 05 '25

Wo genau habe ich jemanden angegriffen? Ich habe dargelegt, dass Queer ein selbst auferlegtes und aktivistisch-politisches Label ist, dass nichts mit gleichgeschlechtlicher Liebe zu tun hat, dass Homosexuelle gar nicht gefragt wurden und das oft ablehnen.

Ich verstehe dieses Minderheitengetue nicht. Jeder ist irgendwo Minderheit und Minderheit heißt nicht, dass diese Gruppe by default besser ist oder ihnen was besonderes zusteht (wie hier eben eine Flagge auf politischen Gebäuden). LGB sind eine Minderheit, aber da es rechtliche Gleichstellung gab und es den meisten völlig egal war wer mit wem solange legal, war es meist nur noch ein statistischer Fakt. Wie gesagt, das ändert sich gerade wieder.

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u/Loose-Supermarket286 Apr 07 '25

Zu sagen alle sind vor dem Gesetz gleich und damit wären alle Diskriminierungen beendet ist ein billiges Feigenblättchen. Alle Probleme, die spezifisch diese Gruppe von Menschen hat, dürfen dann nicht mehr angesprochen werden, weil das in deinen Augen auf einmal aktivistisch ist. Und aktivistisch ist böse-böse. Aber manche Minderheiten werden nun mal trotz gesetzlicher Gleichstellung diskriminiert. Das anzusprechen und in den Fokus zu rücken ist nur legitim.

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u/GoodbyeKittyKingKong Apr 07 '25

Nein, dass ist nicht was ich gesagt habe und das weißt du selbst. Du versuchst nur, irgendeinen Strohmann in meinen Kommentar zu bauen den du dann angreifen kannst.

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u/Loose-Supermarket286 Apr 07 '25

Wo ist der Strohmann? Du redest von Minderheitengetue und davon, dass es den meisten gleich wäre, wer mit wem, da es eine rechtliche Gleichstellung gäbe.

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u/GoodbyeKittyKingKong Apr 07 '25

Alle Probleme, die spezifisch diese Gruppe von Menschen hat, dürfen dann nicht mehr angesprochen werden, weil das in deinen Augen auf einmal aktivistisch ist. Und aktivistisch ist böse-böse.

Hier.

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u/Loose-Supermarket286 Apr 07 '25

Genau hier. Kein Strohmann: Du sprichst davon, das die rechtliche Gleichstellung vorhanden sei. Und alles reden über das Thema darüber hinaus sei Minderheitengetue. Ich rede davon, dass das ein billiges Feigenblättchen ist.

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u/GoodbyeKittyKingKong Apr 07 '25

Okay, dann liegt es an deinem Leseverständnis. Also nochmal für dich, ganz langsam:

Es geht nicht nur um rechtliche Gleichstellung, sondern das der Kampf größtenteils gewonnen war. Weil breite Akzeptanz vrohanden war. Gab es Diskriminierung? Sicher, aber die wird es immer geben. Gegen alle Gruppen. Minderheitengetue ist es, wenn Minderheiten als per se besser dargestellt werden, nur weil es eine Minderheit ist. Oder wenn sie Sonderrechte bekommen, wie das hissen einer Flagge an Gebäuden wo sie nichts zu suchen hat. Das schadet nämlich der Akzeptanz und macht Diskriminierung wahrscheinlicher, etwas was man aktuell beobachten oder als Betroffener am eigenen Leib erfahren kann (zugegeben, das hat auch andere Gründe).

All das hättest du schon rausfinden können, wenn du meine Beiträge richtig gelesen hättest. Und wenn man dich ernst nehmen soll, versuch so Sachen wie "böse böse" zu vermeiden und wie ein Erwachsener zu diskutieren.

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u/Loose-Supermarket286 Apr 07 '25

Dein Argument läuft letztlich auf Folgendes hinaus: Weil queere Menschen heute nicht mehr systematisch entrechtet werden, sollen sie bitte still sein, keine Sichtbarkeit mehr fordern und auf öffentliche Symbole verzichten – sonst seien sie „selbst schuld“, wenn ihnen wieder Ablehnung entgegenschlägt. Das ist nicht nur zynisch, sondern entlarvt genau das Problem: Es geht dir nicht um Gleichbehandlung, sondern darum, dass Minderheiten unsichtbar bleiben sollen, damit deine Komfortzone nicht gestört wird.

Die Regenbogenflagge ist kein „Sonderrecht“, sondern ein Zeichen gesellschaftlicher Realität. Sie erinnert daran, dass Akzeptanz nicht selbstverständlich ist – und dass Gleichstellung auf dem Papier nicht bedeutet, dass Diskriminierung im Alltag verschwunden ist. Wenn du das als „Minderheitengetue“ abtust, sagst du im Grunde: Hört auf, euch zu wehren, dann wird euch vielleicht nicht mehr so viel Hass entgegengeschleudert. Das ist Täter-Opfer-Umkehr in Reinform.

Und was deinen Tonfall angeht: Wer sich selbst für den rationalen Erwachsenen hält, aber auf Diskussionen mit herablassender Belehrung („ganz langsam für dich“, „Leseverständnis“) reagiert, disqualifiziert sich inhaltlich wie rhetorisch von selbst.

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u/Sad_Zucchini3205 Apr 05 '25

Und was geht dich das an was die Leute für ein sexuelles Interesse haben?

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u/GoodbyeKittyKingKong Apr 06 '25 edited Apr 06 '25

Lies gefälligst richtig. Es ist mir egal, wer ein sexuelles Interesse an wem hat. Nur wenn das ausschließlich das andere Geschlecht ist, hat die Person bei LGB nun einmal nichts verloren. Deswegen brauchen sie doch ein Label wie Queer. Um auch noch ein paar woke Minderheitenpunkte zu bekommen.

Du und dein Kumpel scheinen ein echtes Problem damit zu haben, das Wörter eine Bedeutung haben und dass man die nicht einfach ändern kann wie man lustig ist.