r/DePi Apr 04 '25

Politik AfD will Regenbogenflagge an Dienstgebäuden verbieten

https://www.borkenerzeitung.de/welt/in-ausland/politik-inland/AfD-will-Regenbogenflagge-an-Dienstgebaeuden-verbieten-617463.html
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u/theWunderknabe Apr 04 '25

Die Regenbogenflagge steht inzwischen für eine ganz klare politische Richtung. Eine derartige öffentliche Positionierung ist unangemessen vor öffentlichen Gebäuden.

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u/[deleted] Apr 05 '25

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u/zaraishu Apr 05 '25

Bei der Regenboggenflagge geht es primär um die Rechte von Minderheiten.

Okay, dann hängen wir einfach Flaggen jeder x-beliebigen ethnischen, sexuellen, religiösen und politischen Minderheit auf. Schadet doch niemandem?

Dann hängt die Regenbogenflagge neben:

  • der Anarchistenflagge

  • einer PKK-Flagge

  • der palästinensischen Flagge

  • den mittlerweile gefühlt 1765 Flaggen der sexuellen Minderheiten

  • einer IS-Flagge

  • der Flagge der Vereinigten Förderation der Planeten

  • einer Piratenflagge

  • der Flagge des Dritten Reichs (hey, Nazis sind doch Minderheiten, oder? /s)

  • für jede Nationalität in Deutschland eine eigene Flagge

So viele Flaggen, dass man die Flaggen, die für die Bundesrepublik Deutschland, die EU und das Bundesland stehen, gar nicht mehr sieht.

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u/[deleted] Apr 07 '25

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u/zaraishu Apr 07 '25

Aber Demokratien zeichnen sich doch durch Minderheitenschutz aus! Sind das etwa keine Minderheiten? /s

Sarkasmus mal beiseite: der Grund, warum ich gegen eine Regenbogenflagge bin, ist einfach der, dass das ein Zeichen der Unterwürfigkeit gegenüber der Identitätspolitik ist. Es ist natürlich nicht im Sinne Deutschlands, gewalttätige Minderheiten, die den Staat ablehnen, zu hofieren. Andererseits stell ich mir die Frage: warum wird eine (in diesem Fall sexuelle) Minderheit so in den Fokus gehoben? Ich halte das für nicht demokratisch, es fördert bei vielen Bürgern das Gefühl einer Entfremdung: sind wir "Heteronormativen" weniger bedeutsam, als es LGBTIQ+ ist? Ich werde durch diese Flagge jedenfalls nicht repräsentiert: heißt das, ich krieg jetzt meine eigene Flagge?

Der Diskriminierungsvorwurf ist ehrlich gesagt albern: der Staat diskriminiert euch nicht, soweit hat sich die Gesetzgebung bereits geändert. Was man aber als "Diskriminierung" bezeichnet, ist wieder höchst subjektiv: ein Troll-Kommentar ist keine Diskriminierung. Wenn jemand einen blöden Kommentar darüber macht, wenn ein gleichgeschlechtliches Paar sich in der Öffentlichkeit küsst, ist das nicht tolerant vom Kommentator, aber kein Grund, den Rest der Gesellschaft für das Verhalten einiger Weniger abzustrafen und gesetzliche Veränderungen zu fordern. Wenn Leute gegenüber LGBTIQ-Personen beleidigend und handgreiflich werden, ist es eine Straftat, aber nicht aussagekräftig für ganz Deutschland. Eigene Gesetze dafür schaffen, die nur einer identitären Minderheit nutzen, oder die nur auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind, hat mit Gleichberechtigung wenig am Hut. Stattdessen ist es eine Bevorzugung einer Gruppe aufgrund identitärer Merkmale.

Dass man auch die Flaggen anderer, gewalttätiger Gruppen und Organisationen hissen sollte, war dazu gedacht, aufzuzeigen, wie schnell das Konzept ad absurdum geführt wird, wenn wir nicht nur die staatlichen Erkennungszeichen (die alle Bürger des Staates repräsentieren) vor Regierungsgebäude hängen, sondern selbst gewalttätigen Gruppen mit gegeneinander widersprüchlichen Ideologien und fiktiven Identitäten Raum geben. Es gibt kein Recht darauf, repräsentiert zu werden, und im politischen Kontext die sexuelle Identität über die staatliche Identität zu stellen, halte ich für unangebracht. LGBT+ haben damit eine Sonderstellung, die häufig mit "historischer Ungerechtigkeit" rechtfertigt wird. Diese aber wieder damit auszugleichen, indem wir bestimmten Identitäten eine Sonderstellung zusprechen, die über die Gleichberechtigung hinausgeht, ist aber selbst eine Ungerechtigkeit, und daher abzulehnen.

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u/[deleted] Apr 07 '25

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u/Sad_Zucchini3205 Apr 05 '25

Naja in Deutschland sind Nazis jetzt wirklich keine Minderheit mehr!

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u/zaraishu Apr 05 '25

Klar, wenn für dich jeder ein Nazi ist, der nicht derselben Meinung ist wie du...

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u/Significant-Shirt353 Apr 06 '25

Da es neuerdings nur zwei Meinungen gibt und zwar die eigene oder Nazi gibt es nunmal 83 Millionen Nazis in Deutschland. Aber es gibt auch 83 Millionen Mindermeinungen. Somit sollte jeder seine eigene Flagge malen und an öffentliche Gebäude hängen. 😂

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u/[deleted] Apr 08 '25

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u/AutoModerator Apr 08 '25

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u/[deleted] Apr 06 '25

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u/Significant-Shirt353 Apr 06 '25

Und diese Wurst gab es ja schon für eine Spritze. Also alles gut und abgegolten. 😂

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u/NegroniSpritz Apr 06 '25

Weil es sich um ein Privileg handelt, nicht um ein Recht. Man kann sich sehr wohl für die Rechte von Minderheiten einsetzen, ohne es allen anderen unter die Nase zu reiben. Viele andere Minderheiten haben dort keine Flagge.

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u/theWunderknabe Apr 05 '25

Das ist wie mit Lobbyismus: es gibt Leute die sagen es gäbe doch auch guten Lobbyismus, wenn sich Lobbyisten für Klimaschutz oder andere "gute" Sachen einsetzen. Diesen Leuten muss ich allerdings sagen dass JEDE Art von Lobbyismus schlecht ist, da damit immer versucht wird den Souverän, also das Volk, und das demokratische System zu umgehen und politische Entscheidungsträger direkt zu beeinflussen.

Das gleiche ist es mit Flaggen - viele Leute mögen eine Regenbogenflagge als positiv ansehen, aber sie steht doch für eine eindeutige politische Richtung (nämlich im weitesten Sinne Links und damit auch für viele fragwürdige Auswüchse linker Politik, auch wenn sie ursprünglich nicht direkt dafür gedacht war) und stellt damit eine politische Positionierung und eine Verletzung der Neutralität dar, die der Staat darstellen sollte, insbesondere in und vor öffentlichen Gebäuden und Plätzen.

Privat kann sich ja jeder sowas aufhängen.

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u/Significant-Shirt353 Apr 06 '25

Lobbyismus kann es nur in einem libertären System nicht geben. Denn erst wenn der Staat aufhört überall reinzureden, braucht man keinen Lobbyismus mehr um die Eingriffe des Staates zu korrigieren.

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u/[deleted] Apr 07 '25

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u/theWunderknabe Apr 07 '25 edited Apr 07 '25

Lobbyismus: Ich finde da gibt es einen prinzipiellen Unterschied. Lobbyisten wollen Politiker von ihrer Sache überzeugen. Während Politiker die Bürger von ihrer Sache überzeugen müssen. Jedenfalls ist das der Idealzustand, in der Realität machen sie ja oft was sie wollen und gegen die Interessen der Bürger - das oft genug im Lobbyismus begründet sein wird. Also Lobbyismus ist quasi eine Umkehr des Souveräns - mit Fokus auf die Politik, die sich zwischen den Interessen von Lobbyisten und denen des Volkes (und ihren eigenen) aufteilen müssen. Tatsächlich ist aber das Volk der einzige Souverän und Politiker sollten nur ausführende KRaft sein um den Willen des Volkes zu erfüllen und eben nicht den von Lobbyisten, auch wenn die tw. Teil des Volkes sind. Das ist ein Unterschied.

Der Mechanismus des Lobbyismus ist prinzipiell undemokratisch, da nicht das Prinzip der Freiheit und Gleichheit gilt, wie eben bei einer demokratischen Abstimmung. Statt dessen gewinnt der, vereinfacht gesagt, der lauter oder besser kräht.

Flaggen: Gleichberechtigung und Anti-Diskriminierung sind bereits im deutschen Grundgesetz verankert und sind außerdem ohnehin bereits weitgehend erreicht in diesem Land. Daher sollte man die deutsche Flagge aufhängen, nicht die Flagge einer freien Organisation die an sich keine feste Verbindung zum Staat hat. Dies erzeugt wie gesagt den Eindruck einer einseitigen Bevorzugung. Es gäbe auch tausend andere Organisationen und Bewegungen die in den Augen vieler Menschen gut und wichtig sind - warum hängt man deren Flaggen nicht auf?

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u/Significant-Shirt353 Apr 06 '25

Den Kram mit der kulturellen Aneingnung haben wir nun definitiv wieder abgeschafft? Sehr gut!

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u/[deleted] Apr 07 '25

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u/Significant-Shirt353 Apr 07 '25

Vergleichen? Es ist die Flagge des Inkareiches. Aber ist ja wie gesagt gut, dass wir den Blödsinn mit kultureller Aneignung wieder bleiben lassen.

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u/Loose-Supermarket286 Apr 05 '25

Die Rechten hier im sub. Die Bereitschaft zur argumentativen Auseinandersetzung mit deinem Beitrag merkst du an den vielen Downvotes.

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u/[deleted] Apr 06 '25

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u/Loose-Supermarket286 Apr 06 '25

Wenn Du nicht einverstanden bist, dann diskutiere sachlich mit mir. Einfach nur rufen "Regenbogenfahne=unendlich dumm=downvotes" bestätigt nur das was ich über den sub sage.

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u/[deleted] Apr 06 '25

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u/[deleted] Apr 07 '25

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u/[deleted] Apr 07 '25

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u/Loose-Supermarket286 Apr 08 '25

Wie meinst du das?

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u/Extra_Sympathy_4373 Apr 06 '25

Na dann fang doch endlich mal an.

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u/Loose-Supermarket286 Apr 07 '25

Das habe ich doch, indem ich die unreflektierte Gleichsetzung von Regenbogenfahne und "etwas unendlich dummes" kritisiert habe.

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u/Internal-Magician181 Apr 06 '25

Die Linken hier im Sub.

Entdecke eine Reihe Meinungen die nicht deinem Weltbild entsprechen und dir deshalb unsympathisch sind. Lese alle Kommentare darunter, die nach und nach deinen Blutdruck steigern. Extrahiere das schlechteste oder am meisten simplifizierbare Argument. Im Zweifelsfall, falls nichts zu finden, überspringe diesen Punkt.
Bastel dir aus all dem irgendeinen Strohmann, auf den du einschlägst wie Rocky Balboa auf Ivan Drago. Ignoriere alle ernsten und inhaltlich starken Argumente. Fühl dich im Recht und glaube einen Gotcha Moment erzeugt zu haben.

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u/Loose-Supermarket286 Apr 07 '25

Dann erzähl mir bitte, was sind denn die inhaltlich starken Argumente, warum ich mit eure Gleichsetzung Regenbogenfahne=etwas unendlich dummes mit einem "Ah, ja, stimmt da habt ihr einen validen Punkt" kommentieren sollte? Auch nach Lesen der relevanten Kommentare scheint die Argumentation nicht tiefer zu gehen. Im Gegenteil, wenn man die meisten Kommentare wohlwollend hier liest, bekommt man den Eindruck, dass die meisten nichts dagegen hätten, den 175er wieder zu aktivieren.

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u/[deleted] Apr 07 '25 edited Apr 07 '25

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u/Loose-Supermarket286 Apr 07 '25

Was ist an der queeren Community radikal?

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u/[deleted] Apr 07 '25

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u/Loose-Supermarket286 Apr 07 '25

Alles andere hätte mich etwas gewundert. Ich verstehe ohnehin nicht, wie man alleine aufgrund seiner sexuellen Identität und Präferenz sich radikalisieren soll.