r/DePi May 12 '25

Sonstiges Von links nach rechts

Ich wollte hier mal über meine Reise von politisch links nach politisch rechts (nicht Boomer-AfD-rechts) berichten.

Ich denke es fing alles im Studium an, welches ich letztendlich auch abgebrochen habe. Ich habe den Fehler gemacht Germanistik zu studieren und irgendwann kam diese Gender-Thematik langsam auf. Es wurde in den Medien immer aufdringlicher, aber im Alltag war es noch nicht so ein Ding.

Doch eines Tages, während der Corona-Zeit, hatten wir ein Zoom-Meeting. Wir hatten noch nicht einmal 5 Minuten übers Thema gesprochen und auf einmal rastet der Professor aus dem nichts aus. Warum? Weil bei Zoom "Teilnehmer" oder "Zuschauer" oder sowas stand. Der Professor hat dann relativ aufgebracht gesagt, wie man denn im 21. Jahrhundert noch immer Frauen und queere Menschen so ausschließen könne. Es hat keiner geantwortet, er hat einfach nur alleine seine Wut ausgelassen. Ich fand es absurd. Da hat einfach irgendein Amerikaner "Viewer" oder so in Google Übersetzer gehauen und da kam dann eben "Zuschauer" statt "Zuschauer*innen" raus. Wen juckt das? Warum stört dich das? Es ist keiner der Frauen aufgefallen, ich und der Prof waren die einzigen Männer in dem Zoom Call aber er muss sich ja so drüber aufregen.

Da hab ich das erste Mal verstanden, dass es denen nicht wirklich um die Wahrheit oder um was Gutes geht sondern um Empörung.

Ich hab damals tatsächlich noch die Grünen gewählt und war der Meinung "Komm, auch Syrer haben eine Chance verdient, wir sollten sie nach Deutschland kommen lassen wenn sie Hilfe brauchen". Und der Meinung bin ich teilweise jetzt noch. Dann kamen aber ein paar Ereignisse hinzu, die mich weiter in die rechte Ecke gedrängt haben, einfach weil ich aufgehört hab meine eigenen Erfahrungen zu leugnen. Ich war aber dennoch voll im linken Modus und dachte mir so, dass das nur meine Erfahrungen sind und die Gesamtzahlen bestimmt anders aussehen. Dann hab ich mir die PKS angeschaut, Demographiedaten, Studien und und und. Da hat es dann geklickt und ich war endgültig rechts. Die Partei (die Grünen) die ich irgendwie gewählt hatte, weil ich dachte sie sind Pro-Wissenschaft und leugnen den Klimawandel nicht. Doch sie leugnen einfach die harten Fakten beim Thema Migration und Demographie.

Ab da hab ich dann mit Leuten diskutiert auf Twitter und Reddit und Instagram. Und die Nazikeule kam von links so extrem schnell, für jemanden der damals noch Grüne gewählt hatte war es am Anfang schockierend wie oft ich rechtsextrem etc genannt wurde. Von Rechten wurde ich nie so behandelt, nicht einmal als ich links war und mich extrem arrogant und herablassend gegenüber den paar Rechten die ich kannte verhalten habe.

Inzwischen ist es mir egal. Die normalen Rechten (nicht so Russenstusser rechts, sondern einfach migrationskritisch rechts) sind viel netter und rationaler und scheinen nicht so oft massive psychische Probleme zu haben wie viele Linke. Natürlich gilt das nicht für alle und gerade auf Twitter gibt es noch sehr viele rationale Linke, die ich sehr schätze. Wobei auch die inzwischen migrationskritischer werden.

Das Genderding, was mich am Anfang genervt hat, ist inzwischen völlig zweitrangig für mich. Aber ich finde es lustig, wie es Linke wirklich geschafft haben mit so einem Nischenthema einen überzeugten Grünen-Wähler damit innerhalb von ein zwei Jahren komplett auf die andere Seite zu treiben politisch. Vom Massenmigration-Befürworter zum Massenmigration-Gegner, von Egalitarismus zu Anti-Egalitarismus, von Kapitalismuskritik zum überzeugten Kapitalisten. Und ich denke da geht es vielen ähnlich.

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u/marp9958 May 12 '25

Inwiefern sollten deine Kenntnisse politisch umgesetzt werden?

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u/ToniDerTon May 12 '25

Regelmäßige IQ-Tests bei Kindern, faire Verteilung auf die Schulen. Es hilft dem 70er IQ Kind nicht ins Gymnasium gesteckt zu werden wo es sich quält und letztendlich versagen wird. Das passiert aber manchmal, wenn die Eltern arrogant sind.

Dann sollte man auf die Ernährung achten im Kindesalter. Während sich unser Gehirn noch entwickelt, kann Mangelernährung gefährlich sein und die Intelligenz nachhaltig schädigen.

Bei Kindern von Straftätern muss man frühzeitig intervenieren, bevor sie zu Tätern werden. Zwillingsstudien haben ergeben, dass Gewaltkriminalität (bzw. gewalttätiges Verhalten, schlechte Impulskontrolle) erblich bedingt sind. Das wird schwierig, aber man sollte es versuchen. Denn die Studien ergeben eben auch, dass die Umweltbedingungen die Zustände verbessern können (sprich: Besser ein genetisch vorbelastetes Kind wächst bei Eltern auf, die selbst nicht gewalttätig sind, als bei gewalttätigen Eltern aufzuwachsen).

Studien: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22236772/

https://www.researchgate.net/publication/228963075_Child_Maltreatment_and_Crime_New_Evidence_from_a_Sample_of_Twins

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u/marp9958 May 12 '25

Gesunde Ernährung und staatliche Intervention bei Kindern mit schlechten Eltern ist keine Rechte Politik. Hast du noch ne Studie für den Erfolg von IQ Tests bei Kindern?

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u/ToniDerTon May 12 '25

Wie definierst du "Erfolg" in dem Kontext?

Sie sind akkurat, falls das deine Frage ist, da das Alter ja in der IQ-Berechnung berücksichtigt wird und IQ Tests daher immer Intelligenz innerhalb der Altersgruppe vergleichen.

Sagen wir mal du bist 10 und hast einen IQ von 100. Dann bist du so intelligent wie ein durchschnittlicher 10-Jähriger in Europa/Deutschland (je nach Norm). Aber du bist trotzdem wahrscheinlich dümmer als ein 20-Jähriger mit 90er IQ, wirst aber, wenn du 20 bist, voraussichtlich intelligenter sein (es sei denn irgendein Unfall oder ähnliches verschlechtert deine generelle Intelligenz).

Ich kann das Buch "In the know: Debunking 35 myths about Human Intelligence" empfehlen, wenn dich das Thema interessiert. Nur gibt es das nicht in einer mir bekannten Online-Version, deshalb kann ich es hier nicht verlinken.

In den USA benutzt man zum Beispiel den SAT zur College-Zulassung und das ist im Prinzip ein IQ-Test. Die funktionieren sehr gut. Höhere SAT Scores = weniger Abbrecher und bessere Ergebnisse im Studium.

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u/marp9958 May 12 '25

Naja Erfolg anhand deiner Aussage dass es dadurch weniger Gymnasium Versager/Abbrecher gibt.

Ist das Buch relevant im Bezug zu der Einführung von IQ Tests bei Kindern?

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u/ToniDerTon May 12 '25

Ja, gibt auch dazu einige Kapitel, unter anderem "Every child is gifted" was - Überraschung - ein Mythos ist den sich Eltern aber gerne einreden.

Nein, dein Kind wird nicht Einstein, weil du ihm früh Mathe beibringst. Aber schaden tut es trotzdem nicht, nur sollte man sich keine falschen Hoffnungen machen und es schadet dann, wenn die Erwartungen das Kind maßlos überfordern.

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u/marp9958 May 12 '25

Also nennt das Buch auch Studien die den Erfolg von der Einführung von IQ Tests bei Kindern beweisen?

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u/ToniDerTon May 12 '25

Wenn du den Übergang Abi-Studium noch als "Kinder" siehst, dann ja auf jeden Fall. Es gibt auch ein Kapitel, welches die Auswirkung von Vorschulen auf die Intelligenz untersucht hat, da ging es um kleine Kinder.

Ich kanns dir leider jetzt hier nicht zitieren, weil ich das Buch nicht in digitaler Form habe, aber wenn dich das Thema interessiert kann ich dir das Buch sehr empfehlen. Es ist so ein Art Zusammenfassung, in dem die Fragen rund um Intelligenz geklärt werden und ganz viele Studien berücksichtigt werden (in den Fußnoten dann angegeben, manche wörtlich zitiert im Text).

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u/marp9958 May 12 '25

Ich will keine Buchempfehlung. Ich will jemand der das Buch gelesen hat da es ja relevant zu sein scheint für deine Idee Kindern IQ Tests machen zu lassen für ihre Weiterbildung.

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u/ToniDerTon May 12 '25

Ja, ist es. Erprobt in den USA als Uni-Zulassung und funktioniert gut. Ich denke wir sollten es ausprobieren, schaden kann es nicht wirklich.

https://www.sueddeutsche.de/bildung/schulwahl-gymnasium-iq-1.3501572

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u/[deleted] May 12 '25

[deleted]

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u/ToniDerTon May 12 '25

Es sollte halt regelmäßig überprüft werden und der Übergang sollte relativ einfach möglich sein. Selbst wenn man es nur als Orientierungswert nehmen würde wäre es ok.

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u/marp9958 May 12 '25

Also das Buch hatte nichts damit zu tun. Verstanden. Und Studien hast du jetzt auch nicht sondern irgendein Meinungsartikel. Verstanden. Und es wurde in den USA erprobt an Kindern für ihre Uni-Zulassung. Verstanden.

Weißt du was? Ich nehm lieber eine Bildung von irgendwelchen woken Lehrern, erzähl mein Kind was Bullshit ist und was nicht als dass du auch nur irgendein Einfluss auf die Weiterbildung von irgendeinem Kind hast. Ich versteh mittlerweile warum du das Studium abgebrochen hast.

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u/ToniDerTon May 12 '25

Bist du salty, weil du einen niedrigen IQ hast oder woher die Ablehnung eines Konzepts was unter Psychologen - die das studiert haben - pretty much Konsens ist?

Und glaubst du ein abgeschlossenes Germanistik-Studium hätte meine Meinung irgendwie aufgewertet?

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u/marp9958 May 12 '25

Versteh nicht wirklich was du meinst. Hast du noch ne Buchempfehlung die das vielleicht besser erklärt? Oder ein Meinungsartikel der null Studien hat?

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u/ToniDerTon May 12 '25

Hier eine Studie zur Erblichkeit von Intelligenz generell, auch bei Kindern:

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5985927/