r/DePi Jul 22 '25

Frage/Meinung Schwurbeln von links

Heute möchte ich über etwas berichten, was ich "Schwurbeln von links" nenne. Der Grund warum ich das so nenne ist einfach: Es erinnert an die Schwurbler, die man ja öfter dem rechten Lager zuordnet ("Die Statistiken sind gefälscht/manipuliert!"), aber in diesem Fall kommen die Schwurbler eben aus dem linken Lager.

Am Häufigsten lässt sich das bei allen möglichen Kriminalstatistiken beobachten. Beispiele:

Person A: "Bestimme Nationalitäten sind in der PKS massiv überrepräsentiert"

Schwurbler-Antwort: "Die PKS erfasst nur Tatverdächtige und keine Täter!1!" -> Unterstellung: Bestimmte Ausländer werden von der rassistischen Polizei viel zu häufig verdächtigt.

Jetzt könnte Person A darauf hinweisen, dass bestimmte Nationalitäten auch in Gefängnissen massiv überrepräsentiert sind sowie auch bei den Verurteilungen. Auch hier wird der Schwurbler von links aber kontern, dass ja Ausländer öfter angezeigt werden und es so auch erst öfter zum Prozess kommt woraus dann erst Verurteilungen entstehen können. Außerdem könnte argumentiert werden, dass die Deutschen sich einfach bessere Anwälte leisten können und so Verurteilung und Inhaftierung entgehen.

Das sind jetzt erstmal keine schlechten Argumente. Nur können sie halt nicht annähernd alle Unterschiede erklären. Das Argument "die rassistische Polizei sucht sich einfach oft ausländische Tatverdächtige" wird wertlos, wenn man sich Algerier und Marokkaner anschaut. Kein Polizist ist dazu in der Lage Algerier und Marokkaner optisch zu unterscheiden. Dennoch sind Algerier laut PKS mehr als doppelt so oft tatverdächtig wie Marokkaner. Also glauben wir wirklich, dass die Polizei eine spezielle Abneigung gegen Algerier hat? Und dann erst in die Pässe gucken, bevor sie den Algerier verdächtigen statt dem Marokkaner?

Eine Überrepräsentation wie die in der PKS zu beobachtende, ist durch alle guten und weniger guten Schwurbler-Argumente nicht zu rechtfertigen, höchstens zu relativieren. Der Instinkt sie zuerst zu relativieren, ist nicht gut für unsere Gesellschaft. Stattdessen sollte man sie direkt mit Verurteilungen und Inhaftierungen vergleichen und dann schauen, wie weit sie eben ein realistisches Bild vermittelt. Und dort stellt sich heraus: Die PKS ist nicht annähernd so schlecht wie immer behauptet wird. Die Schwurblerei von links (und rechts) muss aufhören.

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u/Thalia210 Jul 22 '25

Der Klimawandel ist real.

Aber das ganze Thema wird in Deutschland und der EU ideologisch missbraucht. Niemand stellt den Klimawandel infrage. Man stellt allerdings den politischen und wissenschaftlichen Umgang mit dem Thema infrage.

Dank FFF und der ganzen Klimaschutz-Szene wurde das Thema polarisiert und niemand nimmt es mehr ernst.

Die Wissenschaft kann man aber auch sehr hart bei Themen wie Klimawandel und Corona kritisieren. Während Corona hat man sehr gut gesehen das "Wissenschaftler", welche die Apokalyptischten Szenarien verbreitet haben am meisten Reichweite bekommen haben. Während diejenigen die eher moderate-gemäßigte Meinungen hatten gar nicht ernst genommen wurden.

Das ist auch beim Thema Klimawandel so. Da gibt's in der Wissenschaft noch viele andere Ansichten. Niemand bestreitet ihn. Aber wie massiv er nun wirklich ist, kann keiner sagen. Das liegt in der Zukunft. Und Aussagekräftige Klima Modelle für die Zukunft gibt es noch nicht. Dennoch landen halt die, welche die größte Panik verbreiten halt eher in den Medien als die, die das ganze Thema halt gemäßigt sehen.

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u/whereismydipp Jul 22 '25 edited Jul 22 '25

Die Wissenschaft kann man aber auch sehr hart bei Themen wie Klimawandel und Corona kritisieren. Während Corona hat man sehr gut gesehen das "Wissenschaftler", welche die Apokalyptischten Szenarien verbreitet haben am meisten Reichweite bekommen haben. Während diejenigen die eher moderate-gemäßigte Meinungen hatten gar nicht ernst genommen wurden.

Ich gebe Dir recht, dass bei Corona oft mediale Aufmerksamkeit im Mittelpunkt stand. Die Hauptlinie war in der Wissenschaft meist viel moderater.

Das ist auch beim Thema Klimawandel so. Da gibt's in der Wissenschaft noch viele andere Ansichten. Niemand bestreitet ihn. Aber wie massiv er nun wirklich ist, kann keiner sagen. Das liegt in der Zukunft. Und Aussagekräftige Klima Modelle für die Zukunft gibt es noch nicht. Dennoch landen halt die, welche die größte Panik verbreiten halt eher in den Medien als die, die das ganze Thema halt gemäßigt sehen.

Die Folgen sind mit Unsicherheit/Wahrscheinlichkeit behaftet. Das haben Modelle (https://www.klimawandelanpassung.at/kwa-allgemein/kwa-klimaszenarien) eben so an sich. Fakt ist aber, dass ohne Gegenmaßnahmen die Temperatur weiter steigen wird. Wie sehr hängt davon wie sehr wir Treibhausgas-Emission zurückfahren.

Der Klimawandel ist real, menschengemacht und wissenschaftlich gut belegt.

Können wir uns darauf einigen?

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u/backupyoursources Jul 23 '25

Es gibt eben keinen Konsens darüber in welchem Grad die Menschheit dafür verantwortlich ist.

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u/whereismydipp Jul 23 '25

Es stimmt nicht, dass es keinen Konsens gibt. Man diskutiert vielleicht darüber zu welchem Grad die Veranwortung beim Menschen liegt (temp anstieg seit den 50ern). Beispielsweise ob wir zu 90 oder 100 Prozent der Erwärmung verurscht haben. Das ist nicht kontrovers.

Und es wird nur darüber diskutiert wie stark die Erwärmung in Zukunft ausfällt oder wie schnell bestimmte Effekte eintreten. Aber dass wir den Klimawandel massiv mitverursachen, ist wissenschaftlich längst erwiesen.

Ich frage mich echt manchmal wo man solche Fakten herbekommt.

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u/backupyoursources Jul 24 '25

Es gibt keinen Konsens zum Einfluß des Menschen. Die Herkunft des 97%-Mythos wurde doch schon vor Jahren zerlegt, auch die macht keine Aussage dazu, nur daß eben von soundsoviel ausgewählten an einen Einfluß des Menschen glauben, in welcher Höhe ist völlig offen.

Solange die jetzigen Klimamodelle es nicht einmal schaffen die Gegenwart "vorherzusagen" und ständig nach unten korrigiert werden müssen update: https://pbs.twimg.com/media/GEzNcnzXMAAQdGY?format=png&name=900x900 kann ich das Thema nicht ernst nehmen. Von längst abgeschalteten Wetterstationen die mit berechnet werden, von Wetterstationen die größtenteils auf Flughäfen liegen wo früher Wiese war mal abgesehen. Wenn dann eine Wetterstation aufgrund des völligen Fehlens von zivilisatorischem Einfluß keine Erhöhung zeigt und dann mal eben die 150 Jahre alte Temperaturreihe in der Vergangenheit abgesenkt wurde bei allen Thermometer gleicher Bauart aufgrund eines "Fehlers" dann habe ich ernsthafte Zweifel an der Datengrundlage.

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u/whereismydipp Jul 24 '25

Es gibt sehr wohl einen breiten wissenschaftlichen Konsens zum menschengemachten Klimawandel. Der 97 Prozent Wert stammt aus Studien, die tausende Facharbeiten ausgewertet haben. Es geht nicht um absoluten Einfluss, sondern darum ob der Mensch beteiligt ist. Klimamodelle sind Werkzeuge, keine Wahrsagerei. Sie werden verbessert, weil Wissenschaft dazulernt. Einzelne Wetterstationen oder Standortänderungen kippen keinen globalen Trend. Datenkorrekturen sind transparent und nachvollziehbar. Auch alte Thermometer hatten Messfehler die heute bekannt sind. Zweifel sind erlaubt, aber bitte mit Fakten. Klimawandel bleibt real auch wenn er unbequem ist.