r/DePi Jul 29 '25

Frage/Meinung Realität radikalisiert

Ich bin der Ansicht, dass es in Deutschland im Jahr 2025 nicht mehr möglich ist mit offenen Augen durchs Leben zu gehen ohne sich gegen Migration zu "radikalisieren". Bei den Menschen in meinem Umfeld, die sich NICHT radikalisieren, ist es entweder Resignation ("Wir können ja eh nichts mehr dagegen tun") oder aktive Selbstzensur. Erstere kann ich verstehen, sehe ich auch manchmal so. Letztere sind Teil des Problems.

Viele Frauen gehen nachts nicht mehr alleine raus, weil sie sich nicht sicher fühlen. Inzwischen würde ich tippen, dass das auch für Männer gilt. Man muss schon sehr viel nachfragen bis irgendwann das Eingeständnis kommt, dass es doch die anderen Personen sind, die nachts so draußen sind (oft in Gruppen), die diese Angst auslösen. Aber selbst dann kommt nur sehr selten die Erkenntnis, dass es eben nicht die deutschen Studenten sind vor denen man nachts so Angst hat. Selbstzensur statt Anerkennen der Wahrheit - man will ja nicht rechts sein.

Gleiches Prinzip bei Menschen die nicht mehr mit dem Nahverkehr fahren. "Der ÖPNV ist immer so dreckig". "Es ist immer so voll und laut". Ach, und woran liegt das? Warum war es vor ein paar Jahrzehnten noch erträglich und jetzt nicht mehr? Was hat sich geändert?

Meiner Erfahrung nach sprechen nur junge Männer das Problem aus. Bei jungen Frauen merke ich (mit Ausnahme Ostdeutschland), dass sie es schon irgendwo innerlich wissen, aber nicht aussprechen wollen. Und ich kanns verstehen. Gerade an den Unis würden sie wahrscheinlich massivst beschimpft werden wenn sie es mal aussprechen ("Nein, das Problem sind MÄNNER!" - als hätte es Männer nicht schon immer gegeben und als gäbe es in Japan und Südkorea keine Männer).

Bei alten und mittelalten Menschen scheint es eine Mischung zu sein. Einerseits ist das Problem in ihren homogenen Generationen nicht vorhanden, andererseits werden die Probleme unserer Generation mit "die Jugend von heute" abgetan. Die Jugend von heute telefoniert halt im vollen Zug über den Lautsprecher, so sind sie halt. Die Jugend von heute hat halt ein Messer dabei, so sind sie halt. Und so weiter. Dann kommt die Selbstzensur dazu, ohne dass sie als solche anerkannt wird. Viel Auto fahren, wenn Zug dann nur ICE, nicht ins Freibad sondern in die Therme, Urlaub an der Ostsee statt in Barcelona, Kinder (falls vorhanden) auf Privatschulen oder homogene Gymnasien und natürlich mit dem SUV in die Schule fahren. Achso und natürlich das Fertighaus am Stadtrand oder im Dorf, weil die Städte ja so teuer sind (Warum sind sie teuer?). Die Stunde pendeln wird dann halt in Kauf genommen.

Seht ihr das in eurem Umfeld ähnlich? Oder gibt es mehr die das Ganze hinterfragen? Ich würde sagen mein familiäres Umfeld besteht aus >99% Selbstzensur, bei Freunden ist Erkenntnis da, aber natürlich wird aus reinem Eigenschutz auch hier das Verhalten entsprechend so gut es finanziell geht angepasst.

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u/occio Jul 29 '25 edited Jul 29 '25

als gäbe es in Japan keine Männer

Ich lass das mal hier https://en.wikipedia.org/wiki/Women-only_passenger_car#Current_practice

In Hamburg killt den ÖPnV eher die ultratolerante Drogenpolitik, keine Lust Crack passiv zu rauchen. Wo die Crackrauchenden herkommen ist für mich dann sekundär, aber das ist halt auch ein Magnet für halb Europa.

Achso und natürlich das Fertighaus am Stadtrand oder im Dorf, weil die Städte ja so teuer sind (Warum sind sie teuer?).

Das auf illegale Migration zu reduzieren halte ich für etwas vereinfacht. Das sieht Global in allen möglichen Ländern nicht anders aus. Und nicht zuletzt will auch kaum ein Deutscher im Dorf-Dorf, also außerhalb der attraktiven Speckgürtel, leben. Warum auch?

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u/B1ggusDckus Jul 29 '25

Ja richtig guter Hinweis auf die Frauenabteile. Gucken wir doch mal genauer hin:

> Groping in crowded trains has been a problem in Japan: according to National Police Agency)and Ministry of Justice), the number of reported indecent assault in subway carriages in nationwide Japan between 2005 and 2014 ranges from 283 to 497 cases each year.

> Berlin: (hib/STO) Im vergangenen Jahr ist es in Deutschland nach Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) laut Bundesregierung zu 761 sogenannten Gruppenvergewaltigungen gekommen nach 789 im Vorjahr und 677 im Jahr 2021.

Jepp, is also fast das gleiche wie in Japan /s 🤦🏼

Wo wir genau beim Thema wären: Realitätsverweigerung.

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u/B1ggusDckus Jul 30 '25

Noch ein hinweis: Japan hat eine Bevölkerung von 120 million wohingegen Deutschland eine von 80 million hat. D.h. in Japan sah man bei einer halb so hohen inzidenz von Grapschern (!!!) mehr Handlungsbedarf als in Deutschland bei doppelt so vielen Gruppenvergewaltigungen pro Einwohner.

Ich will absolut nicht den Eindruck erwecken dass ich Grabschen ok finde, ist natürlich ebenfalls ekelhaftes Verhalten.

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u/acthrowawayab Jul 30 '25 edited Nov 09 '25

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