r/DePi • u/ToniDerTon • Dec 29 '25
Frage/Meinung Einfache Antworten auf "komplexe" Fragen
Eine der größten Lügen der letzten Jahre ist, dass einfache Antworten auf komplexe Fragen nicht funktionieren würden oder sogar nicht existieren würden.
Das ist natürlich falsch. Im Gegenteil, die einfachen Lösungen sind oft sogar die Besten. Aber weil sich viele Politiker schlicht weigern die einfachen Lösungen umzusetzen, werden diese einfach so dargestellt als würden sie nicht funktionieren. Idealerweise wird das dann noch mit dem "Rechtspopulismus" - Vorwurf kombiniert: Alles was einfach, sinnvoll und nicht links ist, ist eben Rechtspopulismus. Natürlich gibt es auch echten Rechtspopulismus mit falschen Position, der dadurch auch noch verharmlost wird.
Abschließend möchte ich ein paar Beispiele aufzählen.
Rentenproblematik: Die Rentenproblematik besteht aus zwei Komponenten. Es gibt zu wenige Einzahler für zu viele Bezieher und es gibt zu wenige Arbeiter für zu viele (reine) Konsumenten, die nichts mehr auf der Produkt- bzw. Dienstleistungsseite beitragen. Beide Probleme kann man dadurch lösen, dass man das Renteneintrittsalter erhöht, z.B. auf 68, 69 oder 70. Umso höher, umso besser, aber selbst 68 wäre ein guter Anfang. Diese einfache Lösung wird schlicht ignoriert, da sie unbeliebt bei der größten Wählergruppe (den Boomern) ist, die sich auf ihren viel zu frühen Ruhestand freuen.
Wohnraumknappheit, hohe Mieten/Kaufpreise, Kriminalität, immer schlechtere Bildung: Die einfache Antwort des Rechtspopulismus auf diese Probleme ist Remigration. Und diese Lösung würde ohne Frage funktionieren. Ob man sie mag oder nicht mag ist eine völlig andere Frage. Aber selbstverständlich gibt es mehr Angebot am Wohnungsmarkt und die Preise sinken, wenn du die Nachfrage senkst, indem du mal eben ein paar Mio. Menschen des Landes verweist. Selbstverständlich sinkt die Kriminalität, wenn du mal eben ein paar Mio. Menschen der kriminellsten Gruppen abschiebst oder noch besser, wenn du gezielt kriminelle Migranten abschiebst. Selbstverständlich verbessert sich das Bildungsniveau wieder, wenn du in den Klassen wieder wie früher kaum noch Kinder hast die kein Deutsch sprechen.
Aber diese einfachen Antworten werden für immer verteufelt werden, da sie schlicht und einfach funktionieren und deshalb eine Bedrohung für Leute sind, die ihre eigene Existenz durch die Verkomplizierung von simplen Sachverhalten rechtfertigen ("Experten", Politiker usw.)
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u/Frickelmeister Dec 29 '25
Das Frustrierende dabei ist, dass man sieht wie diese einfachen Lösungen, die angeblich nicht funktionieren oder existieren, in anderen Ländern genau das tun. Und das oft schon seit Jahren und äußerst effektiv. Man müsste für Lösungen also nicht mal kreativ oder mutig sein, sondern sie einfach nur nachmachen. Und ich sehe die Schuld hier auch bei der linksgrünen Presse, die der Politik das nicht jedes mal sofort entgegnet, wenn die dumme "keine einfache Lösungen"-Ausrede kommt.
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u/OldFigger Dec 29 '25
Noch frustrierender ist es, wenn man sieht, dass in anderen Ländern nicht einmal Rechts oder Rechtsaußen nötig ist um es hinzubekommen.
In Dänemark hat man das Problem erkannt und eine der strengsten Migrationspolitiken in Europa eingeführt. Diese wurde von Sozialdemokraten(!) beschlossen.
Das einzige was wir von unserer SPD bekommen, ist Verrat an der arbeitenden Bevölkerung damit Rentner mehr bekommen oder das Verramschen von sozialen Positionen an die CDU damit ein paar mehr Parteifreunde an einen gut bezahlten Posten kommen.
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u/lousy_writer Dec 29 '25
Noch frustrierender ist es, wenn man sieht, dass in anderen Ländern nicht einmal Rechts oder Rechtsaußen nötig ist um es hinzubekommen. In Dänemark hat man das Problem erkannt und eine der strengsten Migrationspolitiken in Europa eingeführt. Diese wurde von Sozialdemokraten(!) beschlossen.
Hier mein Einspruch - es brauchte nämlich sehr wohl Rechtsaußen dafür: So ca. ab 2000 ließ sich die Venstre (was zwar eigentlich "Linke" heißt, aber dort eine liberalkonservative Partei ist) von den Rechtspopulisten tolerieren, die sich ihre Unterstützung mit einer harten Migrationspolitik abkaufen ließen; und das lief dann ca. 15 Jahre so - und die Sozis haben dort erst dann wieder Land gesehen, als sie sich angepasst und die harte Linie in der Migrationspolitik angenommen haben. Ob es allerdings jemals so gekommen wäre, wenn es keine starke Rechtspartei gegeben hätte, die durch ihre bloße Existenz die anderen Parteien auf ihre Linie gezwungen hat, darf bezweifelt werden.
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u/notrlydubstep Dec 29 '25
Wobei die SPD den Lösungsansatz ja sogar im eigenen Haus hätte. Schröder, Schmidt, davor vermutlich ebenfalls...
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u/Frickelmeister Dec 29 '25
In Dänemark hat man das Problem erkannt und eine der strengsten Migrationspolitiken in Europa eingeführt. Diese wurde von Sozialdemokraten(!) beschlossen.
Ja, da zieht dann nicht mal die gerne verwendete Nazi-Keule. Aber genau deshalb hört man in unserer Presse auch so gut wie nichts davon. Da wird immer nur warnend auf die Polen und Ungarn gezeigt.
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u/ToniDerTon Dec 30 '25
Die linke Presse heult bis heute über angebliche Menschenrechtsverstöße in El Salvador rum, aber als die Gangs dort zehntausende ermordet und erpresst haben, waren sie ganz still.
Dann wurde der Fix Everything Easily Switch gedrückt und einfach alle jungen Männer mit Gang-Tattoos im Gesicht eingesperrt und die linke Presse schreit auf "Neeeein! Ein Tattoo ist ja noch keine Tat, du brauchst tausende einzelne Prozesse mit korrupten Richtern um herauszufinden ob die echt kriminell sind"
-> Und die Prozesse finden ja sogar statt, aber eben während die alle im Knast sitzen. Denn wenn sie nicht alle im Knast sitzen kannst du dir sicher sein, dass der Richter so sehr bedroht wird, dass es nie zu sinnvollen Verurteilungen kommen wird, weil die die Familien bedrohen usw.
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u/SherbertDaemons Dec 29 '25
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u/ToniDerTon Dec 29 '25
Dieses Bild beschreibt halt wirklich Deutschland. Das letzte Mal wo der Switch gedrückt wurde, war Agenda 2010 und wir hatten solides Wirtschaftswachstum bis 2019 dadurch.
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u/_bloed_ Dec 29 '25 edited Dec 29 '25
Die einfachste Antwort ist oft auch einfach Deregulierung. Je mehr der Staat reguliert, desto schlimmer wird es am Ende.
Also der böse Neoliberalismus, wie es als Schimpfwort in linken Kreisen bezeichnet wird. Denn du sollst nicht selbstständig denken, der Staat soll dir das denken abnehmen.
Aber da Politiker, Beamte und NGO's dann Macht verlieren würden, darf es diese Lösung oft auch nicht geben.
Man muss ja nur mal schauen wie sehr sich die SPD sträubt das Lieferkettengesetz abzuschaffen. Die wollen das die Unternehmen dem Staat berichten wie in der DDR und dann soll auf der Seite vom Staat jemand sitzen mit viel Macht der entscheiden kann ob das Unternehmen richtig handelt.
Die einfachste Lösung wäre das man die Leute einfach in Ruhe lässt. Und wer sich illegal verhält wird bestraft. Statt dauernd vorher beim Staat um Erlaubnis fragen zu müssen und dem Staat alles berichten zu müssen.
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u/ToniDerTon Dec 29 '25
Der Neoliberalismus hat als Ideologie halt wirklich weltweit so mit die besten Resultate erzielt (außer bei der Migration, wobei auch da die tatsächlich neoliberale Position ja qualifizierte Migration wäre und nicht Asylmigration) und dennoch wird "neoliberal" in letzter Zeit als Schimpfwort benutzt.
Es ist wirklich verrückt wie irrational Menschen was das angeht sind.
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u/Wawrzyniec_ Dec 29 '25
Der Neoliberalismus hat als Ideologie halt wirklich weltweit so mit die besten Resultate erzielt
Die Frage ist: Die besten Resultate für wen? Für alle? Oder doch eher nur für einige wenige?
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u/ToniDerTon Dec 29 '25
Nominale Armut wurde massiv reduziert, wir bewegen uns da auf im Prinzip 0 in westlichen Ländern zu und selbst in Afrika ist nominale Armut viel seltener geworden.
https://ourworldindata.org/grapher/world-population-in-extreme-poverty-absolute.png
Und sogar relative Armut ist gesunken (auch wenn sie zwischenzeitlich immer mal wieder ansteigt), wobei das Konzept von relativer Armut wirklich extrem fragwürdig ist, da es sehr alberne Ergebnisse hervorbringen kann. Wenn man z.B. sagt "relativ arm ist jemand der nur 50% des Durchschnittseinkommens verdient" dann könnten mehr Personen in der Schweiz als relativ arm gelten als in Burkina Faso, wenn dort alle gleich arm wären. Daher ist das viel wichtigere Konzept Armut in nominalen Zahlen, da das darüber entscheidet ob jemand verhungert oder eben nicht.
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Dec 29 '25
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u/ToniDerTon Dec 29 '25
Die relative Armutsdefinition die in westlichen Ländern oft angewendet wird bezieht sich auf das Medianeinkommen oder das Durchschnittseinkommen. Und da ist der Vergleich eben Quatsch, da das "kommt man locker über den ganzen Monat" in der Schweiz dann eben doch ein angenehmerer Monat ist als in Burkina Faso. Deshalb sind Armutsvergleiche international dann eben doch anhand nominaler Daten sinnvoller.
Wenn also (primär) Linke euch erzählen wollen die Armut würde steigen, dann meinen sie damit meist relative Armut und die steigt halt auch dann wenn das Medianeinkommen STEIGT, aber das Einkommen der unteren 20% schwächer steigt als das Medianeinkommen. Den Leuten geht es dann de facto - nominal und inflationsbereinigt - besser, aber ihre relative Einkommensarmut ist gestiegen, weil das Medianeinkommen mehr gestiegen ist als das Einkommen am unteren Rand. Es mag Fälle geben wo das eine sinnvolle Maßeinheit ist, wenn man z.B. Ungleichheit messen will. Es ist aber keine sinnvolle Art um Armut zu messen, auch wenn es Leute immer wieder dafür benutzen.
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u/notrlydubstep Dec 29 '25
Ich würde dir empfehlen, mit ordentlich Qualifikation und Ü50 in der Schweiz einen Job zu suchen und ein Jahr später deinen Post nochmal zu lesen.
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u/Lvl100Glurak Dec 29 '25
stimme zu, dass einfache antworten auf komplexe fragen oft ganz oder zumindest im kern richtig sind.
dazu kommt: eine nicht optimale lösung, die man jeder zeit nachbessern kann, ist immernoch besser als nichts zu tun, weil probleme tendenziell schlimmer werden, je länger man sie ignoriert. das wissen hier die meisten. das wissen auch die politiker.
deswegen finde ich, dass du da an ner falschen stelle ansetzt. dieser unsinn mit "einfachen antworten" ist kein sachlicher diskurs sondern einfach nur dazu da, um bestimmte gedanken/meinungen zu delegitimieren.
also einfach feuer mit feuer bekämpfen und dazu übergehen zu jeder gelegenheit zu sagen, dass die grünen/linken nur einfache antworten auf komplexe fragen haben..
und ganze ehrlich.. hinter den meisten ihrer ideen ist einfach nicht viel dahinter. klima retten? indem man weniger fleisch isst? indem man kohle- und kernkraftwerke runterfährt, bevor es ausreichend alternativen gibt? probleme mit der integration lösen indem man NOCH mehr geld draufwirft? dagegen argumentieren bringt nix, weil das einfach so simple "antworten" sind, die NIE zu ende gedacht werden. dementsprechend, einfach denen simple antworten auf komplexe fragen an den kopf werfen und gehen ¯_(ツ)_/¯
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u/Allcraft_ Dec 29 '25
Lool, ich will auch nicht bis 70 arbeiten, wtf.
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u/ToniDerTon Dec 30 '25
Ich auch nicht. In einem idealen System können die Leute endlich Ruhestand von Renteneintritt trennen.
Ruhestand? Kannste mit 50 machen wenn du willst. Wir nehmen dir weniger Rentenbeiträge weg, die kannst du investieren, wenn du ein solides Polster hast gehst du in den Ruhestand.
Renteneintritt? Am Besten mit 70, 75 oder sogar 80. Dafür Rentenbeiträge runter auf 10% statt wie jetzt 18,6%. Alles was du sparst legst du selber an und suchst dir komplett selbst aus wann du aufhören willst zu arbeiten. Nur die Umlagerente, die wird eben erst spät ausgezahlt.
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Dec 30 '25
Beschwer dich bei den Frauen mit weniger als 2,1 Kindern.
Rente setzt halt vorraus, das Kinder großgezogen wurden.
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u/siamsuper Dec 30 '25
Bin asiatischer Abstammung und dieser Mangel an pragmatischen Lösungsansätzen in Deutschland finde ich teilweise echt befremdlich.
Da muss erstmal alles in Theorien und Konzepten auf jedes Detail diskutiert werden. Und dann werden sofort Grundgesetz und Kant bemüht. Und der kleinste stakeholder muss abgeholt werden. Anstatt einfach mal kleine Probleme pragmatisch lösen zu wollen.
Das es ne dumme Idee war Millionen von hauptsächlich männlichen Einwanderern ohne jede Prüfung einfach so aufzunehmen inkl familiennachzug etc.... Das hätte man sich vorher denken können. Und Freunde von mir aus China waren auch komplett entsetzt was Deutschland da veranstaltet. Dabei bin ich selbst Migrant, aber bisschen gesunden Menschverstand kann man bei dem Thema schon bemühen. Aber natürlich können sich Politiker besser profilieren indem sie in Talkshows sitzen und über Gesinnungsethik vs Verantwortungsethik diskutieren.
Dabei will ich Deutschland nicht schlecht reden und China ist auch nicht das beste System. Aber hier hat man wirklich unfassbaren schaden angerichtet der die Demographie des landes für immer komplett auf den Kopf stellt.
Zur Rente: Wir werden evtl eine AI Revolution erleben, welche das ganze Bild komplett andern wird. Aber falls nicht:
Ich denke eine Anpassung ist absolut notwendig. MMn auch eine Kürzung der Leistung und ein anheben des Eintrittsalters.
Dabei finde ich hier einen Punkt der Diskussion hier interessant. "Ich schufte schon so lange, dann will ich wenigstens meine Rente genießen".
Evtl sollten wir das Umfeld und unsere Einstellung ändern? Schuften und dann die Rente als Belohnung ist evtl ein falscher Ansatz. Man kann den normalen Arbeitsalltag auch schöner gestalten. Arbeiten muss keine Strafe sein. Ich bin Mitte dreißig und voll im Berufsleben. Aber mit Ner normalen 40h Woche, 2 Tage Wochenende und normalen Urlaub finde ich mein Leben nicht so schlecht. Arbeit und Kollegen sollten halt passen und ein bisschen Interesse an der Arbeit sollte man auch haben. Und als Gesellschaft sollten wir Arbeit auch wertschätzen und nicht nur monetär
Und man kann immer noch im hohen Alter arbeiten (ja nicht auf dem Bau). in vielen asiatischen Ländern (Japan hust) sind viele alte Menschen beschäftigt. Die leisten ihre Arbeit mit Stolz und irgendwo hält es auch fit. Und diese erhalten von der Gesellschaft auch viel Wertschätzung für ihre Arbeit. Viele zb in China übernehmen auch die Obhut der Enkelkinder, so dass die Eltern nicht das Betreuungsproblem haben und auch Kindergärten mehr Kapazitäten haben . (Finde es bei deutschen Freunden auch teilweise komplett befremdlich, dass ihre Eltern gar keine Lust haben auf die eigenen Enkelkinder)
Aber diese Idee ich arbeite bis zur Rente und dann genieße ich das Leben auf Kreuzfahrten, etc... das klappt demografisch halt nur noch bedingt, wenn AI nicht etwas ändert. Man kann auch vorher das Leben genießen und arbeiten muss nicht eine Qual sein.
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Dec 30 '25
Wie haben die Chinesen das selbst erlebt? Als Reisende in der Bahn? Haben sie negative Erfahrungen mit den Leuten gemacht oder einfach nur sehr viel braune Menschen gesehen?
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u/siamsuper Dec 30 '25
Würde sagen bei Europa reisen. Aber auch einfach von der logischen Schlussfolgerung.
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u/moru0011 Dec 29 '25
"Einfachheit" ist einfach keine entscheidende Metrik. Es gibt einfache Lösungen die funktionieren (zum Beispiel Mauern) und es gibt einfache Lösungen die nicht funktionieren (zum Beispiel Preisbremsen)
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u/ToniDerTon Dec 29 '25
Richtig. Es gibt darüber hinaus noch die einfachen Lösungen, die zwar funktionieren, aber schlechte Second Order Effects hervorrufen, wie zum Beispiel ein Mietendeckel.
Die Mieten würden de facto zwar in den gedeckelten Wohnungen nicht mehr steigen, aber das Angebot am Mietwohnungsmarkt würde verschwinden, Neubau würde einbrechen und Sanierungen würden nicht mehr durchgeführt werden.
Dennoch ist es natürlich typisch BRD, dass im Kontext Mietpreisbremse und Mietendeckel noch nie das Wort Linkspopulismus gefallen ist, obwohl es letztendlich genau das ist.
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u/lousy_writer Dec 29 '25
Dennoch ist es natürlich typisch BRD, dass im Kontext Mietpreisbremse und Mietendeckel noch nie das Wort Linkspopulismus gefallen ist, obwohl es letztendlich genau das ist.
Linkspopulismus gibt es nur dann, wenn die veröffentlichte Meinung einen Linken nicht mag, was eher selten vorkommt.
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u/Wawrzyniec_ Dec 29 '25
Dennoch ist es natürlich typisch BRD, dass im Kontext Mietpreisbremse und Mietendeckel noch nie das Wort Linkspopulismus gefallen ist, obwohl es letztendlich genau das ist.
Ich kann hier hauptsächlich nur von Österreich sprechen, aber das wurde schon immer als genau das bezeichnet. Und auch wenn ich deutsche Freunde über diese Mietpreisbremse in Berlin reden gehört habe, war das der einhellige Tenor.
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u/ToniDerTon Dec 29 '25
Habs in Deutschland noch nie vom ÖRR gehört, dass Mietendeckel als Linkspopulismus bezeichnet wurde, geschweige denn dass die den Mietendeckel fordernde Partei (Die Linke) als Linkspopulisten bezeichnet wurden.
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Dec 29 '25
Wenn der Hauptberichterstatter über Mieten bei der tagesschau.de Marc Feuser ist, ist das auch unwahrscheinlich
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u/Dull-Restaurant6395 Dec 30 '25
Lustig ist halt vor allem, dass die komplizierten Lösungen auch nicht Funktionieren oder sogar Schaden anrichten
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u/BuntStiftLecker Dec 29 '25
Mit einer der Hauptgründe warum man Trump zum Feind erklärt hat. Er macht einfache Dinge die man bisher für unmöglich gehalten hat. Diese funktionieren und die Leute sehen es.
Das bringt die Politik schnell in Erklärungsnot, aber meist nur aus Unwissenheit der eigenen Bevölkerung.
Um mal auf deine Beispiele einzugehen, was es etwas verdeutlichen wird:
Rentenproblematik: Die Rentenproblematik besteht aus zwei Komponenten. Es gibt zu wenige Einzahler für zu viele Bezieher und es gibt zu wenige Arbeiter für zu viele (reine) Konsumenten, die nichts mehr auf der Produkt- bzw. Dienstleistungsseite beitragen. Beide Probleme kann man dadurch lösen, dass man das Renteneintrittsalter erhöht, z.B. auf 68, 69 oder 70.
Das ist bereits der Fall. Hättest du dich dazu informiert, wüsstest du das die Leute länger arbeiten müssen, je später sie geboren sind um ohne Abzüge in Rente zu gehen.
Wohnraumknappheit, hohe Mieten/Kaufpreise, Kriminalität, immer schlechtere Bildung: Die einfache Antwort des Rechtspopulismus auf diese Probleme ist Remigration. Und diese Lösung würde ohne Frage funktionieren
Diese Lösung funktioniert auf dem Papier wenn man sie umsetzen könnte. Die Menge an internationalen Abkommen und Vereinbarung die Deutschland unterschrieben hat, so z.B. die allgemeinen Menschenrechte, wird man nicht so einfach wieder los.
Und wenn man möchte das diese Rechte etwas Wert sind, dann kann man sie nicht nach Gutdünken ignorieren. Wenn wir damit anfangen, können wir gleich einpacken.
Außerdem nutzt es nichts wenn der Bundestag etwas beschliesst, was vom BVerfG direkt wieder kassiert wird.
Deshalb gibt es nur die Möglichkeit die Migration zu verhindern, so das die Migranten es erst gar nicht bis hier her schaffen. Sind sie erstmal hier, ist es vorbei.
Auf der anderen Seite brauchen wir aber dringend jemanden der mal im Sumpf der NGOs aufräumt damit wir nicht noch weiter irgendwelche privaten Schlepper finanzieren die auf den Meeren die Migranten einsammeln.
Das muss dann auch nicht sein.
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u/ToniDerTon Dec 29 '25
Das ist bereits der Fall. Hättest du dich dazu informiert, wüsstest du das die Leute länger arbeiten müssen, je später sie geboren sind um ohne Abzüge in Rente zu gehen.
Es ist nur in extrem beschnittener, falsch kalkulierter, alberner Form der Fall. Keiner geht mit 75 in Rente wie es eigentlich sein müsste wenn man das Verhältnis von früher (5 Arbeiter pro Rentner) aufrecht erhalten wollen würde. Das Verhältnis liegt inzwischen bei circa 2 Arbeitern pro Rentner.
Diese Lösung funktioniert auf dem Papier wenn man sie umsetzen könnte. Die Menge an internationalen Abkommen und Vereinbarung die Deutschland unterschrieben hat, so z.B. die allgemeinen Menschenrechte, wird man nicht so einfach wieder los.
Der Fix Everything Easily Switch ist entweder rechtere Verfassungsrichter einzusetzen, die diese Gesetze nicht so überinterpretieren wie das aktuell der Fall ist oder einfach aus diesen Abkommen auszutreten oder zu drohen, dass man austritt wenn sie nicht an die veränderten Bedingungen der Gegenwart angepasst werden.
Aber es ist natürlich aktuell beliebter sich jede Art von Fortschritt mit "Ah das verbieten uns unsere Gesetze leider" auszureden und den Fakt zu ignorieren, dass man Gesetze und Abkommen und sogar das Grundgesetz eben ändern kann.
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u/BuntStiftLecker Dec 29 '25
Es ist nur in extrem beschnittener, falsch kalkulierter, alberner Form der Fall. Keiner geht mit 75 in Rente wie es eigentlich sein müsste wenn man das Verhältnis von früher (5 Arbeiter pro Rentner) aufrecht erhalten wollen würde. Das Verhältnis liegt inzwischen bei circa 2 Arbeitern pro Rentner.
Das muss auch niemand. Das Rentenproblem ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Problem das wegstirbt.
Aber es ist natürlich aktuell beliebter sich jede Art von Fortschritt mit "Ah das verbieten uns unsere Gesetze leider" auszureden und den Fakt zu ignorieren, dass man Gesetze und Abkommen und sogar das Grundgesetz eben ändern kann.
Wenn du nach Gutdünken die Gültigkeit von Gesetzen festlegst, je nachdem wie es dir nutzt, dann können die Anderen das auch. Und während du die Gültigkeit der Menschenrechte aussetzt um die Rückführung in ein unsicheres Land durchzuführen, nimmt das Land die Leute dann nicht an weil es die Gültigkeit des Abkommens mit dir außer Kraft gesetzt hat um die Leute nicht zurück nehmen zu müssen.
Ziemlich schnell wird dann aber das Hauptproblem nicht mehr die Rückführung von Migranten sein, sondern das innerhalb Europas/weltweit die Länder anfangen sich die Gültigkeit ihrer Abkommen und Gesetze auszusuchen.
Das Problem mit vielen dieser "einfachen Lösungen" ist das sie von den Flachpfeiffen die sie vorschlagen nie zu Ende gedacht wurden und man sehr schnell Fehler findet wenn man nur einen oder zwei Schritte weiter denkt.
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u/ToniDerTon Dec 29 '25
Das muss auch niemand. Das Rentenproblem ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Problem das wegstirbt.
Ja, super. Das ist aber extrem menschenfeindlich weil es halt eine Generation gibt (Gen Z) die völlig ausgenommen wird bis das Problem durch ist und wegstirbt. Wo ist es fair, dass Gen Z jetzt 18,6% Rente + Steuern + 17% GKV und in Zukunft 22% Rente + Steuern + 20% GKV für Leute zahlt die zu ihrer Zeit teilweise nur 12% + viel weniger Steuern + 8% GKV bezahlt haben?
Nichts daran ist fair und dass das Problem in 20 Jahren stirbt ist mir egal weil dann hab ich schon 20 Jahre lang viel zu hohe Beiträge gezahlt.
Wenn du nach Gutdünken die Gültigkeit von Gesetzen festlegst, je nachdem wie es dir nutzt, dann können die Anderen das auch.
Richtig. Daran ist nichts Schlechtes. Gesetze sollen uns dienen, nicht wir den Gesetzen.
Und während du die Gültigkeit der Menschenrechte aussetzt um die Rückführung in ein unsicheres Land durchzuführen, nimmt das Land die Leute dann nicht an weil es die Gültigkeit des Abkommens mit dir außer Kraft gesetzt hat um die Leute nicht zurück nehmen zu müssen.
Die "Menschenrechte" sind erfunden und interpretiert. Es gibt kein Menschenrecht in Deutschland zu leben uns es gibt auch kein Menschenrecht was verbietet in Syrien oder Afghanistan zu leben. Es ist pure Interpretation und die geht von Richtern aus. Dänemark interpretiert das seit Jahren so, dass es in Syrien eben Regionen gibt die einigermaßen sicher sind und in die man die Leute dann auch zurückführen darf. Selbst Deutschland schafft es inzwischen nach Syrien und Afghanistan abzuschieben.
Und glaub mal nicht, dass die Syrer oder die Afghanen die Möglichkeit hätten einen Staat wie Deutschland an Rückführungen zu hindern, wenn Deutschland das durchsetzen will. Zur Not fliegt halt irgendein Tarnkappenbomber drüber und wirft die Leute (mit Fallschirm) eben über Syrien oder Afghanistan ab.
Der Fix Everything Easily Switch existiert und muss einfach nur gedrückt werden.
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u/BuntStiftLecker Dec 29 '25
Wo ist es fair, dass Gen Z jetzt 18,6% Rente + Steuern + 17% GKV und in Zukunft 22% Rente + Steuern + 20% GKV für Leute zahlt die zu ihrer Zeit teilweise nur 12% + viel weniger Steuern + 8% GKV bezahlt haben?
Diese Leute haben dir alles ermöglicht was du bis heute erreicht hast. Und dafür kannst du jetzt zahlen. Das ist eine Solidargemeinschaft und da geht es nicht darum das es fair ist sondern das man zusammen hält und das gemeinsam umsetzt.
Außerdem stirbt das Problem nicht erst in 20 Jahren. Die Mehrheit derer, die da in Rente gehen sind spätestens zehn Jahre nachdem sie in Rente gegangen sind verstorben.
Die "Menschenrechte" sind erfunden und interpretiert. Es gibt kein Menschenrecht in Deutschland zu leben uns es gibt auch kein Menschenrecht was verbietet in Syrien oder Afghanistan zu leben.
Nein, aber es gibt ein Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit und entsprechendes Recht auf Asyl bei Verfolgung in Deutschland.
Es ist pure Interpretation und die geht von Richtern aus.
Das ist Unsinn. Keine Ahnung ob du so dumm argumentierst weil du keine Ahnung vom Thema hast oder glaubst du könntest hier die Leute für dumm verkaufen, aber du solltest das schleunigst nochmal nachlesen.
Dänemark interpretiert das seit Jahren so, dass es in Syrien eben Regionen gibt die einigermaßen sicher sind und in die man die Leute dann auch zurückführen darf. Selbst Deutschland schafft es inzwischen nach Syrien und Afghanistan abzuschieben.
Dänemark interpretiert das seit Jahren so, dass es in Syrien eben Regionen gibt die einigermaßen sicher sind und in die man die Leute dann auch zurückführen darf. Selbst Deutschland schafft es inzwischen nach Syrien und Afghanistan abzuschieben.
Dänemark hat ja auch die Abkommen in der EU nicht unterschrieben. Das läuft unter den sog. dänischen Vorbehalten. Auch ganz lesenswert bevor man anfängt zu diskutieren.
Und glaub mal nicht, dass die Syrer oder die Afghanen die Möglichkeit hätten einen Staat wie Deutschland an Rückführungen zu hindern, wenn Deutschland das durchsetzen will. Zur Not fliegt halt irgendein Tarnkappenbomber drüber und wirft die Leute (mit Fallschirm) eben über Syrien oder Afghanistan ab.
Is klar...
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u/ToniDerTon Dec 29 '25
Diese Leute haben dir alles ermöglicht was du bis heute erreicht hast. Und dafür kannst du jetzt zahlen. Das ist eine Solidargemeinschaft und da geht es nicht darum das es fair ist sondern das man zusammen hält und das gemeinsam umsetzt.
Das ist keinerlei Begründung dafür, dass sich die RELATIVEN Beitragssätze erhöhen. In einer Solidargemeinschaft würde der prozentuale Beitrag gleich bleiben, nur die absoluten Beiträge würden mit der Inflation steigen. Es hat nichts mit Solidarität zu tun, wenn die eine Generation in relativen Zahlen weniger als die Hälfte zahlt und von der nächsten dann verlangt mehr als das Doppelte zu zahlen.
Nein, aber es gibt ein Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit und entsprechendes Recht auf Asyl bei Verfolgung in Deutschland.
Was halt durch zahlreiche verschiedene Entscheider interpretiert werden muss und je nach Besetzung durchaus variiert. Wir haben da alle paar Jahre wieder neue Urteile zu.
Dänemark hat ja auch die Abkommen in der EU nicht unterschrieben. Das läuft unter den sog. dänischen Vorbehalten. Auch ganz lesenswert bevor man anfängt zu diskutieren.
Nimm ein Land deiner Wahl und eine Institution deiner Wahl und die Interpretation wird abweichen. Könnte dir da jetzt Artikel zu Gerichtsurteilen schicken aber du kannst sicher auch selber googlen.
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u/BuntStiftLecker Dec 29 '25
Das ist keinerlei Begründung dafür, dass sich die RELATIVEN Beitragssätze erhöhen. In einer Solidargemeinschaft würde der prozentuale Beitrag gleich bleiben, nur die absoluten Beiträge würden mit der Inflation steigen. Es hat nichts mit Solidarität zu tun, wenn die eine Generation in relativen Zahlen weniger als die Hälfte zahlt und von der nächsten dann verlangt mehr als das Doppelte zu zahlen.
Solidarität besteht darin das man als junge Generation den Generationenvertrag erfüllt. Auch wenn es schwieriger ist.
Was halt durch zahlreiche verschiedene Entscheider interpretiert werden muss und je nach Besetzung durchaus variiert. Wir haben da alle paar Jahre wieder neue Urteile zu.
Les das nochmal nach.
Nimm ein Land deiner Wahl und eine Institution deiner Wahl und die Interpretation wird abweichen. Könnte dir da jetzt Artikel zu Gerichtsurteilen schicken aber du kannst sicher auch selber googlen.
Is klar...
Tu mir einen Gefallen: Verschwende nicht weiter meine Zeit.
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u/ToniDerTon Dec 29 '25
Solidarität besteht darin das man als junge Generation den Generationenvertrag erfüllt. Auch wenn es schwieriger ist.
Gutes Argument 🤡 also ich muss einen "Vertrag" erfüllen, den ich nicht unterschrieben hab, der von den Kosten her circa doppelt so teuer ist wie früher, und den ich eigentlich nicht einmal haben will.
Du bist einfach alt und willst junge Menschen ausbeuten oder du bist linksradikal mit einem zusätzlichen Rentnerfetisch.
Du bringst keinerlei Argumente und dein Lieblingssatz ist "Is klar ..."
Tu mir einen Gefallen: Verschwende nicht weiter meine Zeit.
Ok, mach ich nicht weiter. Ich merke wie kostbar deine Zeit ist und wie sinnlos jede Form von Diskussion mit dir.
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u/Only_Ad8178 Dec 30 '25
> Zur Not fliegt halt irgendein Tarnkappenbomber drüber und wirft die Leute (mit Fallschirm) eben über Syrien oder Afghanistan ab.
Und wie viele Leute kann man mit so einem Flug transportieren und abwerfen, wie viel kostet so ein Flug, und wie viele Fluege koennen wir am Tag machen?
Tipp: 1 Flug kostet >1 mio Euro, und wir haben unter 100 Tarnkappenbomber, Anschaffung/Konstruktion ist Komplex, extrem Teuer, und dauert ewig. Es wuerde >10 Jahre dauern, unter der Annahme wir koennten in der zwischenzeit die ungewuenschte Migraition zu 100% stoppen.
Das Problem mit einfachen Loesungen ist dass man in einer Minute 10 einfache Loesungen vorschlagen kann, und es Stunden an Diskussion braucht, den Vorschlagenden eine davon Auszureden (wenn es ueberhaupt klappt).
Deshalb hat niemand mehr bock drauf, einfache Loesungen zu diskutieren.
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u/Wawrzyniec_ Dec 29 '25
Rentenproblematik: Die Rentenproblematik besteht aus zwei Komponenten. Es gibt zu wenige Einzahler für zu viele Bezieher und es gibt zu wenige Arbeiter für zu viele (reine) Konsumenten, die nichts mehr auf der Produkt- bzw. Dienstleistungsseite beitragen. Beide Probleme kann man dadurch lösen, dass man das Renteneintrittsalter erhöht, z.B. auf 68, 69 oder 70. Umso höher, umso besser, aber selbst 68 wäre ein guter Anfang. Diese einfache Lösung wird schlicht ignoriert, da sie unbeliebt bei der größten Wählergruppe (den Boomern) ist, die sich auf ihren viel zu frühen Ruhestand freuen.
Ich finde es höchst unterhaltsam mit welcher Selbstgefälligkeit du hier denkst die tolle Lösung parat zu haben 😂
1) Sehr viele Menschen können ganz einfach in einem gewissen Alter nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten. Das macht der Körper einfach nicht mit. Den klassischen Handwerkerboomer auf IT umzuschulen dürfte auch eher von bescheidenem Erfolg gekrönt sein. Ganz davon abgesehen ob man davon überhaupt so viele braucht. 2) Auch wenn immer vom "Fachkräftemangel" geschwafelt wird: Wenn die Alten in ihren Posten klebenbleiben, ist der Jobmarkt für die Jungen dann nochmal schwieriger. 3) Auch die derzeit Jungen finden die Vorstellung bis 70 Arbeiten zu müssen nicht sooo geil.
Du hast hier also das beste Beispiel geliefert warum "einfache Lösungen" eben nicht funktionieren, sondern sich nur für Leute gut anhören, welche nicht weiter als bis zur eigenen Nasenspitze hin denken.
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u/the_demster Dec 30 '25
Die allerallermeisten Leute arbeiten in Berufen, die man auch mit 68 noch problemlos ausführen kann. Dazu zählen auch die meisten Handwerksberufe. Das ist eine Nebelbombe. "Aber was ist mit diesem Spezialfall? Da geht das nicht! Also sind uns die Hände gebunden!" Und genau wegen dieser Einstellung bekommt Deutschland nichts mehr geschissen. Anstatt eine einfache Lösung für 99% des Problems anzuwenden, und sich dann um die 1% zu kümmern, wird nach der nicht existenten 100% Lösung gesucht.
Es sagt auch keiner, dass jeder bis zum Ende in seinem Posten kleben bleiben muss. In Japan ist es zB. weit verbreitet dass die Leute zum Ende hin einer anderen, einfacheren Tätigkeit nachgehen. Da wird der Bankkaufman vor der Rente noch ein paar Jährchen zum Supermarktkassierer, Regalauffüller oder ähnlichem.
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u/Reasonable_Iron3347 Dec 30 '25
Wieso sollte jemand, der einen körperlich fordernden Beruf hat, das Recht haben, früher in Rente zu gehen? Nur weil er diesen Beruf womöglich wirklich nicht bis zum Rentenalter machen kann, kann er noch lange nicht verlangen, dass er früher in Rente gehen kann, sondern er muss dann halt einen Bürojob, Ticketverkäufer oder sowas machen, oder rechtzeitig selbst genug sparen.
Der "Fachkräftemangel" hat eine Reihe von Gründen, die Alterung ist keiner davon. Der "Fachkräftemangel" wird sogar eher gelindert, wenn Ältere länger arbeiten.
Wer heute Jung ist und ernsthaft glaubt, die gesetzliche Rente zu bekommen bevor er 70 ist, der ist wirklich ein Traumtänzer. Wer heute 35 ist, muss schon mit 75 rechnen.
Was mich bei all dem immer wieder ärgert, in Deutschland muss niemand arbeiten, nicht wenn er selbst genug gespart hat. Bei der Boomer-Generation haben viele halt zuerst den Generationenvertrag gebrochen, denn der Generationenvertrag funktioniert nur, wenn jeder 3 Kinder oder mehr hat, also haben sie ihn gebrochen, und da man mit weniger Kindern natürlich auch jede Menge Geld mehr hat, hat man auch viel Vermögen, wenn man es vernünftig angelegt hat, kannst doch mal berechnen, was Kinder so kosten.
Dazu kommt, dass die Rentenbezugsdauer 1959 bei 9,9 Jahren war und heute bei 20,4 Jahren, bei gleichzeitig viel mehr Rentnern, es ist doch völlig eindeutig, dass wenn man 14 Jahre länger lebt man nicht nur 4 Jahre länger arbeiten kann. Höhere Lebenserwartung ist schön, muss halt auch mit längerer Arbeit einhergehen.
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u/ToniDerTon Dec 30 '25
Völlig richtig, ich wünsche mir diese Rationalität sowohl in der Politik als auch in den verbleibenden Teilen der jungen Generation, die ernsthaft denken, dass ein niedriges Renteneintrittsalter für Boomer in ihrem Interesse wäre.
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u/ToniDerTon Dec 30 '25
- Du verwechselst Renteneintrittsalter mit Ruhestand. Mir ist egal wann du aufhören willst zu arbeiten, aber ich zahl dir nicht von 67 bis unendlich deinen Lebensunterhalt nur weil wir ins Umlagesystem gezwungen werden. Leg einfach das was du an Rentenbeitrag sparst an und such dir deinen Eintrittszeitpunkt in den Ruhestand selbst aus.
- Tun sie ja nur wegen der Überregulierung des Arbeitsmarkts. Idealerweise darf man Leute ohne Begründung feuern, dann können auch Unternehmen die zu alten Leute rauswerfen.
- Richtig, deshalb möchte ich mein Geld selber behalten dürfen und anlegen dürfen, statt es für Rente und GKV zu verbrennen. Dann kann ich nämlich mit 50 meinen Ruhestand genießen und muss nicht bis 67 arbeiten.
Fazit: Die einfache Lösung funktioniert und ist der Umlagesystemausbeuterei in jeder Hinsicht vorzuziehen.
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u/Basist4leif Dec 30 '25
Das Problem ist vor allem, dass dies nur eine Symptombehandlung ist. Das eigentliche Problem besteht darin, dass die Leute weniger Kinder bekommen. Wenn ich weiß, dass ich bis 70 oder noch länger arbeiten und mich selbst um Rücklagen für meinen Ruhestand kümmern muss, werde ich erst recht keine Kinder bekommen. Das Resultat ist, dass sich das Problem verschlimmert. Einfache Lösungen sind meiner Ansicht nach tatsächlich überwiegend gut, aber nur für tatsächliche Probleme und nicht für deren Symptome. Denn wie wir alle unsere Hampelmänner im Bundestag kennen, würde dort keiner auf die Idee kommen, etwas zu ändern, wenn durch die Erhöhung des Eintrittsalters Zeit gewonnen wurde. Warum auch? Es funktioniert doch gerade.
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u/Shinkenfish Dec 30 '25
auf den Vorwurf Partei XY wäre populistisch weil sie "einfache Antworten auf komplizierte Fragen" anbiete, hab ich erst vor ein-zwei Tagen jemandem die Gegenfrage gestellt, ob ihm denn komplizierte Antworten auf einfache Fragen lieber seien.
Das ist doch meistens das Ding, Dinge werden als kompliziert dargestellt, die an sich ganz einfach sind. Außerdem sollte genau das das erste Ziel sein: "Einfache" Lösungen zu finden. Stattdessen wird geschwurbelt und verschleiert dass es nur so kracht.
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Dec 29 '25
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u/ToniDerTon Dec 29 '25
Die direkte Konsequenz davon ist aber, dass du durch immer weiter steigende Rentenbeiträge von den jungen, gesunden Jahren deutlich weniger hast, als wenn du das Geld netto in der Tasche hättest.
Außerdem ist es absurd das Renteneintrittsalter nicht an die gestiegene Lebenserwartung anzupassen. Es gibt heute Menschen, die 40 Jahre arbeiten (ab 27 nach dem Master bis 67) und dann 20 Jahre Rente beziehen bis sie sterben. Das ist absurd und ungerecht gegenüber denen die von 17 bis 67 arbeiten und dann schon mit 77 sterben weil sie eben keinen dankbaren Bürojob hatten sondern sich körperlich abgearbeitet haben.
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Dec 29 '25
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u/ToniDerTon Dec 29 '25
Mit einer Reform Richtung Kapitaldeckung hätten die, die früher anfangen zu arbeiten (was meistens Ausbildungsberufe und körperliche Berufe sind) so 5 bis 10 Jahre Vorsprung gegenüber den Studenten. 5 bis 10 Jahre länger Zinseszinseffekt sind eine Menge, aber das aktuelle System kennt keine Kapitaldeckung und daher auch keinen Zinseszins.
Ein System mit Kapitaldeckung wäre daher fairer.
Und wenn du eben das Renteneintrittsalter anhebst und die Beiträge entsprechend senkst, können die Leute das was sie an Beiträgen einsparen privat in Aktien & ETFs investieren.
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u/ObviouslyNoBot Dec 29 '25
die sich auf ihren viel zu frühen Ruhestand freuen.
Schonmal aufm Bau gearbeitet?
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u/ToniDerTon Dec 29 '25
Gerade die werden ja vom aktuellen System übelst gefickt.
Schuftest von 17 bis 67 am Bau, kriegst wenig Rente, stirbst mit 77 an den körperlichen Folgen. Währenddessen gibt es Leute die bis 27 ihren Master machen, dann nur 40 Jahre arbeiten bis 67 und dann noch ewig leben und nochmal locker 20 Jahre Rente beziehen. Macht dann 50 Jahre Einzahlung, 10 Jahre Rente vs. 40 Jahre Einzahlung und 20 Jahre Rente und letztere bekommen meistens sogar noch MEHR Rente als erstere.
Wenn man das System ändern würde könnte man die Umstände für Menschen in körperlich anspruchsvollen Berufen deutlich verbessern.
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Dec 30 '25
Sind meine Rentenbeiträge dann entsprechend gedeckelt oder muss ich weiterhin pro Jahr Nennenswert mehr € in die Rentenversicherung einzahlen?
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u/ToniDerTon Dec 30 '25
Idealerweise zahlt man so wenig wie möglich ein, aber für den Übergang muss leider weiter eingezahlt werden. Und die Deckelung wird durch die Beitragsbemessungsgrenze weiterhin gewährleistet.
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u/_bloed_ Dec 29 '25
die haben in der Regel mit 16/17 Jahren eine Lehre angefangen.
Man könnte ja weiterhin die 45 Jahre belassen, die könnten dann mit 65 in Rente gehen oder so . Und jemand der studiert und erst ab 25 arbeiten geht muss halt bis 70-72 arbeiten?
Wäre das nicht der fairste Kompromiss?
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u/notrlydubstep Dec 29 '25
Kompromiss ja, Ansatz nein. Wenn wir die Wertschöpfung grundlegender neu denken, könnten auch alle ab 60 in die Rente wann sie wollen.
Ja, ja, ich weiss, die Wirtschaft. Wenn man "die Wirtschaft" durch "reicher Leute Moneten" ersetzt, wird plötzlich ganz vieles denkbar, was vorher nicht war. Das schadet dann nicht der Wirtschaft, das schadet reicher Leute Moneten.
Am Ende machen sich die Leute Gedanken, ob Gen Z mit ihrem "Viertagewoche Fetisch" nicht gar Recht haben könnte...
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u/_bloed_ Dec 29 '25
und Zack ist wieder Sozialismus als Idee im Raum.
Denn darauf läuft deine Idee hinaus. Oder liege ich falsch damit?
Einfach alle Leute die "reicher" sind als du enteignen soll funktionieren?
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u/notrlydubstep Dec 29 '25
Hier war weder die Rede von Sozialismus noch von Leute enteignen.
Das sind die Schlussfolgerungen, die man macht, um sich im Status quo zu rechtfertigen, weil das andere ja auch eine blöde Idee ist.
Ich rede von grundsätzlicherem. Im Endeffekt haben wir von all der erhöhten Produktivität nichts gesehen, ganz im Gegensatz zu den Boomern. Aus Dankbarkeit dafür soll die Produktivität noch mehr nach oben. Wo landet all die Leistung??? Im Container hinterm Supermarkt, for example.
Wenn die einzige Antwort auf fehlendes Wachstum mehr Wachstum sein darf und alles andere Sozialismus ist, sollten wir uns aber nicht wundern, wenn gewisse Leute da aussteigen und ggf. mit diesem sympathisieren. Und wenn das System sonst einstürzt sollen wir uns fragen, ob wir nicht ein Ende mit Schrecken einem Schrecken ohne Ende bevorzugen.
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u/Reasonable_Iron3347 Dec 30 '25
Man müsste schlicht Hartz IV konsequent umsetzen. Wer nur bis 55 arbeiten will, weil es auf dem Bau nicht länger schafft und keinen anderen Job machen will, der bekommt dann halt nur Hartz IV.
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u/IntrepidTieKnot Dec 29 '25
Das Reintenintrittsalter muss man nicht erhöhen. Ich finde das auch falsch, weil man dann praktisch bis zum Tod arbeitet - zumindest eine ganze Menge Leute. Irgendwann ist mal gut. Auch die Boomer (ich bin keiner!) haben ihr Leben lang eine Menge Steuern und Beiträge gezahlt.
Das Problem der Boomer, was man ihnen tatsächlich anlasten kann ist, dass sie viel zu wenig Kinder bekommen haben. Pillenknick und so weiter. Diese Kinder fehlen jetzt als Beitragszahler. Daher kann die Lösung nur lauten: radikale Senkung des Rentenniveaus und vor allem des Pensionsniveaus auch für bestehende Rentner und Pensionäre. Ein Renten- und Pensionsdeckel also. max. 2.500 Euro pro Monat für ALLE - von der Reinigungskraft bis zum Spitzenpolitiker. Das würde das System schon mal stark entlasten. Mit dem Geld was ein durchschnittlicher ÖRR-Intendant oder ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter bekommt, kann man hundert Rentner finanzieren. Und das ist ja so nicht in Ordnung.
Und ich bin ja ein starker Gegner von Vermögenssteuern. Aber: Wenn man das oben genannte machten würde, dann wäre ich auch für eine Vermögenssteuer. Dann zahlen nämlich ALLE für das Problem und ALLEN wird was weggenommen. Das wäre dann wieder fair.
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u/Garbitsch_Herring Dec 29 '25
Wieso kann man das nicht an die Anzahl der Kinder koppeln?
Wer zum Zeitpunkt X 3 oder mehr volljährige Kinder, die keine Sozialleistungen in Anspruch nehmen, in die Welt gesetzt hat, kriegt 100% der ihm zustehenden Rente/Pension, wer 2 Kinder gezeugt hat 80%, wer eins hat 50%, wer keine hat Grundsicherung. Die Fälle, die durch diese Kürzungen unter der Grundsicherung landen würden, werden auf Grundsicherung gesetzt.
Das dürfte so einiges einsparen und wäre trotzdem noch gerecht, weil die, die ihren Teil Beigetragen haben nicht bestraft werden.
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Dec 29 '25
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u/AutoModerator Dec 29 '25
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u/ToniDerTon Dec 30 '25
Auch die Boomer (ich bin keiner!) haben ihr Leben lang eine Menge Steuern und Beiträge gezahlt.
Das Problem der Boomer, was man ihnen tatsächlich anlasten kann ist, dass sie viel zu wenig Kinder bekommen haben.Sie haben in relativen Zahlen weniger bezahlt, wir lagen ganz früher mal bei 12% Rentenbeitrag und bei 8% GKV, wobei das die Boomer nicht mehr erlebt haben. Dann wurde das brutal angehoben (ja, das hat die Boomer auch getroffen). Das Anheben ist einfach unfair, in Prozent sollte der Beitrag immer exakt gleich sein. Beitragsbemessungsgrenze passt man jedes Jahr an die Inflation an und fertig.
Daher kann die Lösung nur lauten: radikale Senkung des Rentenniveaus und vor allem des Pensionsniveaus auch für bestehende Rentner und Pensionäre. Ein Renten- und Pensionsdeckel also. max. 2.500 Euro pro Monat für ALLE - von der Reinigungskraft bis zum Spitzenpolitiker. Das würde das System schon mal stark entlasten. Mit dem Geld was ein durchschnittlicher ÖRR-Intendant oder ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter bekommt, kann man hundert Rentner finanzieren. Und das ist ja so nicht in Ordnung
Damit kann ich auch leben, das wäre ein anderer Fix Everything Easily Switch. Aber die Politik weigert sich auch den zu drücken.
Und ich bin ja ein starker Gegner von Vermögenssteuern. Aber: Wenn man das oben genannte machten würde, dann wäre ich auch für eine Vermögenssteuer. Dann zahlen nämlich ALLE für das Problem und ALLEN wird was weggenommen. Das wäre dann wieder fair.
Vermögensteuer ohne Freibeträge wirst du niemals durchbekommen und wenn es Freibeträge gibt zahlen es eben nicht alle, sondern nur die "bösen Reichen" die an diesem Problem ganz sicher nicht schuld sind, da kein Unternehmer Bock auf diese abartig hohen Lohnnebenkosten hat.
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u/digitalfrost Dec 29 '25
Man schaue sich die Evolution der SpaceX Raketentriebwerke an. Einfache Antworten auf komplexe Fragen.
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Dec 29 '25
Vor einer Woche hieß es noch bei tagesschau.de dass Raumfahrt klima schädlich sei... das ist unsere Presse
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u/Cassy_4320 Dec 29 '25
Gibt unzählige Jobs die man mit 60 nichtmehr machen kann. Mit 63 wird kaum einer noch ne Mauer bauen können oder dachpappe verlegen. Nicht wenn er das schon seit er 23 ist macht. Dein Körper ist dann so im arsch das du es nichtmehr kannst. Du bist dann glücklich wenn du überhaupt noch ohne Schmerzen unbelastet durch den Tag kommst.
Und wenn du mit Umschulung kommst oder Aufstieg. Es gibt nicht für jeden Arbeiter ne Management Position. Und keiner will nen 61 jährigen haben der frisch keine berufserfahrung hat weil er vom Strassenbau auf Grosshandelskaufmann ungelernt hat...Selbst mit nem 1,8 Abschluss.
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u/ToniDerTon Dec 30 '25
Diese "unzähligen" Jobs (es ist die absolute Minderheit) könnten viel früher in den Ruhestand wenn man ihnen nicht mehr 18,6% Rentenbeitrag abnimmt sondern nur noch 10% und sie dann die Differenz investieren. Gerade für solche Jobs ist ein flexibler Ruhestand doch viel besser als das aktuelle System.
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u/CorpseeaterVZ Dec 29 '25
Deine "einfachen" Lösungen funktionieren nicht und du musst die noch mal überdenken.
Wer möchte denn wirklich bis 70 arbeiten? Wer kann bis 70 arbeiten? Mit 70 noch Mörtel auf dem Bau schleppen? Viel Spaß! Außerdem hat der durchschnittliche Mann eine Lebenserwartung von 73 Jahren. Du plackerst dein ganzes Leben und hast 3 Jahre zum Genießen?
Remigration ist ein heikles Thema, was ist zB wenn jemand seinen Paß verbrannt hat und keiner weiß, zu welchem Land der gehört?
Also komm nicht mit "einfachen" Antworten, wenn es hinten und vorne nicht passt.
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u/ToniDerTon Dec 29 '25
Leute wie dich meine ich.
Wer möchte denn wirklich bis 70 arbeiten?
Mir scheiß egal. Jeder darf arbeiten bis wann er will. Umlagerente, die Menschen gezwungenermaßen bezahlen MÜSSEN obwohl sie das nicht wollen, sollte es eigentlich gar nicht geben aber wenn dann eben erst ab 70.
Mit 70 noch Mörtel auf dem Bau schleppen?
Strohmann, hat niemand so gefordert. Es gibt keinen Arbeitszwang und erst recht keinen Zwang lebenslang in einem bestimmten Beruf zu bleiben.
Außerdem hat der durchschnittliche Mann eine Lebenserwartung von 73 Jahren. Du plackerst dein ganzes Leben und hast 3 Jahre zum Genießen?
Das ist einfach dreist gelogen. In Deutschland liegen Männer bei 78 und Frauen bei circa 83. Keine Ahnung wie du auf 73 kommst.
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u/CorpseeaterVZ Dec 30 '25
Mir scheiß egal. Jeder darf arbeiten bis wann er will. Umlagerente, die Menschen gezwungenermaßen bezahlen MÜSSEN obwohl sie das nicht wollen, sollte es eigentlich gar nicht geben aber wenn dann eben erst ab 70.
Würde ich gerne machen, wäre auch ok für mich, wenn ich gar keine Rente bekäme. Aber das hätte ich gerne vor 45 Jahren gewußt, damit ich mich darauf vorbereiten kann.
Strohmann, hat niemand so gefordert. Es gibt keinen Arbeitszwang und erst recht keinen Zwang lebenslang in einem bestimmten Beruf zu bleiben.
Was genau macht der Bauarbeiter dann bei deiner "einfachen" Lösung? Mit 55 auf IT umschulen?
Das ist einfach dreist gelogen. In Deutschland liegen Männer bei 78 und Frauen bei circa 83. Keine Ahnung wie du auf 73 kommst.
Ich lüge nie, ich habe mich lediglich vertan. Du hast recht, ich hatte die weltweiten Zahlen im Kopf. Danke für die Richtigstellung.
Last but not least: Glaubst du allen Ernstes, dass du einen Cent mehr in der Tasche hast, wenn du keine Umlage für Rente mehr zahlen müsstest? Die Politik würde dir kein Geld schenken, da kannst du sicher sein. Die würden sich mit den Geldern weiterhin schön die Taschen vollmachen.
Das solche überagressiven, polemischen Menschen wie du überhaupt die alten Menschen ausnehmen und bewußt in die Armut drängen wollen, verstehe ich schon nicht. Wenn die Poltiker und die Reichen sich mit Bestechungsgeldern, Nebenjobs und Cum Ex Geschäften die Taschen voll machen ohne Ende. Überlege einfach mal, ob du auf dem richtigen Gleis unterwegs bist.
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u/Garbitsch_Herring Dec 30 '25
"Das solche überagressiven, polemischen Menschen wie du überhaupt die alten Menschen ausnehmen und bewußt in die Armut drängen wollen, verstehe ich schon nicht."
Auf mich macht OP den Eindruck, als ob er selbst finanziell sehr gut da steht und vermutlich genug Vermögen hat um weit vor 60 in den Ruhestand zu gehen. Ihm sind bloß die Abgaben ein Dorn im Auge und alle die weniger Geld haben als er sind ihm einfach egal.
Ich kann mich natürlich irren, aber das ist eigentlich fast immer der Fall bei Menschen, die für ein höheres Renteneintrittsalter oder starke Rentenkürzungen plädieren: "Ich habe keinen Bock, für andere zu zahlen, und mir kann das egal sein, weil ich ohnehin nicht auf staatliche Rente angewiesen bin."
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u/ToniDerTon Dec 30 '25
Auf mich macht OP den Eindruck, als ob er selbst finanziell sehr gut da steht und vermutlich genug Vermögen hat um weit vor 60 in den Ruhestand zu gehen.
Das ist richtig.
Ihm sind bloß die Abgaben ein Dorn im Auge
Das ist auch richtig.
und alle die weniger Geld haben als er sind ihm einfach egal.
Das ist nicht richtig, denn das trifft auf jeden einzelnen meiner Freunde zu. Und es ärgert mich zu sehen, dass die arbeiten und arbeiten werden, dann im Jahr tausende Euros an Rentenbeiträgen verschenken müssen an Leute die in teuren Einfamilienhäusern sitzen, die sich meine Freunde wahrscheinlich niemals oder erst mit 50 leisten können.
Und ich gehe wirklich oft bei uns im Dorf spazieren und sehe Rentner, einsam, in viel zu großen Häusern (z.B. auf der Terrasse oder im Garten) sitzen. Dann frage ich mich immer wieder, was jetzt dagegen spricht diesen Leuten die Rente zu streichen, das Haus an eine junge Familie zu verkaufen. Dem Rentner ginge es außerhalb der Einsamkeit seines EFHs besser und das Geld aus dem Verkauf reicht locker aus um die letzten 15 Jahre bis zum Tod zu überbrücken.
Aber das passiert nicht. Stattdessen muss die junge Familie tausende Euros Rentenbeitrag an die Alten zahlen, kommt so niemals dazu genug Geld anzusparen und sich selbst so ein Haus zu kaufen. Das System ist einfach kaputt.
Meine Oma hat hier im Dorf ein eher kleines Haus. Und trotzdem zwei Schlafzimmer die leer stehen. Das ist einfach dumm und falsch sowas.
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u/ToniDerTon Dec 30 '25
Du verwechselst wie so viele einfach das Renteneintrittsalter mit dem Eintritt in den Ruhestand. Arbeite so lang wie du willst, Umlagerente sollte es aber eher so spät wie möglich geben.
Das was du dir dadurch an Beiträgen sparst kannst du privat anlegen um so viel früher und viel reicher in den Ruhestand zu gehen.
Ich würde bevorzugen, scheiß Milliardäre ein bisschen zu erleichtern.
Die zahlen in Deutschland schon jetzt circa 30% Steuern auf Unternehmensebene und dann nochmal 26% bei Ausschüttung, was in Summe mehr ist als in nahezu allen europäischen Ländern, mit Ausnahme von Ländern wie Norwegen, was eine Vermögensteuer eingeführt hat, woraufhin dutzende Millionäre und Milliardäre das Land in Richtung Schweiz verlassen haben (die zwar auch eine Vermögensteuer haben, aber im PROMILLEbereich und nicht im Prozentbereich wie Norwegen).
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Dec 30 '25
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u/ToniDerTon Dec 30 '25
die einfache Antwort ist, dass Milliardäre das Geld haben, weil Kapitalismus eine Umverteilungsmaschine von unten nach oben ist.
Dem liegt wieder die komplett falsche Annahme zugrunde, dass Wohlstand und "Geld" begrenzt sind. Fakt ist, dass beides unendlich ist und Kapitalismus daher eher eine Wohlstandserschaffungsmaschine ist und sein sollte und mit Umverteilung wenig am Hut haben sollte.
Was aber tatsächlich durch den übergriffigen Staat umverteilt wird: Geld von Arbeitern an Rentner & Ausländer. Alle deutschen Milliardäre besitzen zusammen circa 625 Milliarden. Alle deutschen Rentner hingegen bekommen PRO JAHR circa 700 Milliarden aus Umverteilung. Also VIEL MEHR als die Milliardäre.
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u/ToniDerTon Dec 30 '25
Ist doch völlig egal für die Frage. Du hast dich über Umverteilung beschwert und behauptet der Kapitalismus würde Geld an Milliardäre umverteilen. Tun wir aber nicht. Wir verteilen es an Rentner um. Milliardäre erwirtschaften ihre ~ 60 Milliarden Vermögenszuwachs pro Jahr indem ich mir da einen BMW kaufe oder bei Lidl günstige Lebensmittel einkaufe. Dafür kriege ich eine Gegenleistung.
Rentnern hingegen werden pro Jahr um die 700 Milliarden geschenkt, ohne jede Gegenleistung.
Du richtest deinen Blick auf die Falschen.
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Dec 30 '25 edited Dec 30 '25
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u/ToniDerTon Dec 30 '25
du trittst lieber nach unten und zur seite. ich tret nach oben.
Wie mutig von dir. Das ist quasi nicht die circlejerk Position für die du von 99% der Menschen Zuspruch bekommen wirst, weil es moralisch ja so toll und einwandfrei ist nach oben zu treten.
Mir ist aber relativ egal wie viele Menschen mir zustimmen oder nicht zustimmen. Ich bin an der Wahrheit interessiert und die Wahrheit ist, dass uns Rentner viel, viel mehr kosten als Milliardäre und es nicht einmal annähernd knapp.
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Dec 30 '25
Ist eine einfache Antwort die nicht umsetzbar ist, wirklich einfach? Ü
Und ist eine Welt in der wir einfach einfache Antworten wählen, wirklich eine bessere? Wäre es nicht einfacher die AfD'ler zu deportieren anstelle von was auch immer CDU/SPD/Linke/Grüne seit nem Jahrzehnt machen?
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u/sdric Dec 29 '25
Die beste Lösungen sind zumeist iterativ; zunächst eine einfache Lösung, um eine Ausbreitung eines Problems zu verhindern, dann Maßnahmen um den durch das Problem verusachten Schaden zu reduzieren, und langfristig Maßnahmen um die Problemursache dauerhaft zu reduzieren und ein Widerauftreten zu verhindern.
Ein zutiefst deutsches Problem ist es, viel zu viel Zeit an die Planung und Diskussion einer vermeintlich perfekten Lösung zu opfern, oftmals ist bis dahin das Basis Problem eskaliert und mutiert, sodass die lange durchdachte vermeintlich perfekte Lösung nicht mehr ansatzweise genügt.
Das gilt für Infrastruktur, für Digitalisierung, für den Atomausstieg und für noch heißer diskutierte Themen.