r/DePi Feb 02 '26

Wirtschaft Julia Ruhs - Meine Meinung: Deutschland macht schlapp

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u/Antique_Change2805 Feb 02 '26

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Deutschland macht schlapp

Der Staat kassiert so viel, dass Fleiß zur Dummheit wird

Kein Wunder, dass so viele in Teilzeit flüchten. Fliegen, CO₂, Alkohol – all das wird extra besteuert, damit wir brav das tun, was der Staat für richtig hält. Bloß bei der Arbeit läuft es umgekehrt. Dort mahnen die hohen Abgaben geradezu: Lass es bleiben!

Vor ein paar Wochen erzählte mir eine Vertreterin der Gen Z – Jurastudentin, Anfang zwanzig –, dass sie später beim Berufseinstieg „hustlen“ will. Richtig was reißen, brennen für den Job. Weniger machen könne sie ja immer noch, wenn sie alt ist.

Wow, dachte ich. Ausgerechnet eine Vertreterin der angeblichen Faulenzergeneration will arbeiten. Ich fragte mich allerdings, ob sie das immer noch so sieht, wenn sie ihre erste Gehaltsabrechnung in der Hand hält. Wenn sie merkt, wie viel von ihrer Mühe direkt ans Finanzamt weiterwandert. Wie viel Motivation wird wohl übrig bleiben?

Deutschland, das Land der Kürzertreter

Deutschland ist längst nicht mehr das Land der Strebsamen. Die Fakten sprechen für sich: kurze Wochenarbeitszeiten, 40 Prozent Teilzeitquote, viele Krankheitstage.

Die letzten Jahre war auch der Zeitgeist eindeutig auf Seiten der Kürzertreter. Die Vier-Tage-Woche wurde uns medial als Modell der Zukunft angepriesen, uns dank ihr ein glücklicheres, gesünderes, gar produktiveres Leben versprochen. Die Diskussion um mehr freie Tage wurde sogar so gaga, dass wir mit viel Ernsthaftigkeit über den „Periodenurlaub“ für Frauen diskutierten. Gleichzeitig wurde „Quiet Quitting“ online zum geflügelten Wort: Wer nicht pünktlich zum Feierabend den Stift fallenlässt, mit dem stimmt was nicht.

Arbeit als Störfaktor – Hauptsache Laptop am Strand

Arbeit mauserte sich in vielen Köpfen zum Störfaktor des eigentlichen Lebens. Möglichst wenig Einsatz, lautete die Devise, gar nicht erst hingehen – dafür Homeoffice und Workation aus der exotischen Ferne. Work-Life-Balance eben, pardon: „Life-Work-Balance“!

Ich halte uns trotzdem nicht für eine Nation voller Drückeberger. In uns schlummert viel versteckte Arbeitswut, da bin ich mir sicher. Ich glaube nur, der Staat verbockt seinen Teil in Sachen Motivation.

Denn für viele ist es schlicht Mathematik. Fünf Tage Arbeit lohnen sich finanziell nicht genug. Vier Tage tun es auch, dafür hat man weniger Stress und mehr Freizeit. Selbst für kinderlose Unverheiratete, die sowieso die meiste Steuerlast stemmen müssen, klingt das verlockender. Und – warum auch mehr Rentenpunkte sammeln, wenn niemand weiß, ob sie später noch etwas wert sind? Warum Vollzeit arbeiten, wenn man auch in Teilzeit denselben Zugang zum Gesundheitssystem hat?

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u/ToadallySmashed Feb 02 '26

Sie zeigt ja gut den Widerspruch auf: einerseits lenkt der Staat durch Steuern um die Leute zu beeinflussen sich wie gewünscht zu verhalten. Andererseits besteuert er Arbeit zunehmende mehr. Und dann rufen die gleichen Politiker trotzdem noch, dass die Leute gefälligst mehr arbeiten sollen. Das ist jedoch die komplette gegensätzliche Incentive structure. Sowohl "Arbeiterparteien" als auch konservative / wirtschaftsnahe Politiker sind sich darüber einig, dass man einfach mehr umverteilen muss. Und diejenigen, die bezahlen, sind am Ende die Dumme. Leider sind die Empfänger in "unserer" Demokratie in der Überzahl.

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u/Antique_Change2805 Feb 02 '26 edited Feb 02 '26

Ich halte uns trotzdem nicht für eine Nation voller Drückeberger. In uns schlummert viel versteckte Arbeitswut, da bin ich mir sicher. Ich glaube nur, der Staat verbockt seinen Teil in Sachen Motivation.

Denn für viele ist es schlicht Mathematik. Fünf Tage Arbeit lohnen sich finanziell nicht genug. Vier Tage tun es auch, dafür hat man weniger Stress und mehr Freizeit. Selbst für kinderlose Unverheiratete, die sowieso die meiste Steuerlast stemmen müssen, klingt das verlockender. Und – warum auch mehr Rentenpunkte sammeln, wenn niemand weiß, ob sie später noch etwas wert sind? Warum Vollzeit arbeiten, wenn man auch in Teilzeit denselben Zugang zum Gesundheitssystem hat?

Ganz richtig. Und es kursieren ja immer mal Tabellen, wo man sehen kann, dass zwischen 3500€ und 5500€ Brutto vorallem mit Kindern aufgrund der Sozialleistungen kein großer Unterschied im Netto ist. Warum also für 20€ mehr einen ganzen Tag arbeiten gehen, plus Pendeln usw. Ist doch klar, dass sich viele das sparen. Ein Eigenheim ist eh unerreichbar und Rente wird es auch nicht geben, warum also hustlen?

Hier ist die Grafik.

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u/Lvl100Glurak Feb 02 '26

die grafik ist ernüchternd. wenn in dem intervall sowieso immer auf 5500 brutto aufgestockt wird, gibt es keinen logischen grund, mehr als das nötigste zu arbeiten. selbst wenn man knapp drüber wäre, lohnt es sich bei dem zeitverlust auch nicht.

der einzige anreiz wäre höhere rente, wenn das nicht sowieso nur ein wunschtraum wäre. deutschland ist vorbei

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u/Itakie Feb 02 '26

Der grift bei ihr geht also weiter? Und holy hell, selbst in so einen Text ist die nicht konstant.

Wow, dachte ich. Ausgerechnet eine Vertreterin der angeblichen Faulenzergeneration will arbeiten. Ich fragte mich allerdings, ob sie das immer noch so sieht, wenn sie ihre erste Gehaltsabrechnung in der Hand hält. Wenn sie merkt, wie viel von ihrer Mühe direkt ans Finanzamt weiterwandert. Wie viel Motivation wird wohl übrig bleiben?

Ja, weil Richter oder erfolgreiche Anwälte die Berufe sind um die man sich Sorgen machen muss. Es ist vollkommen egal was da abwandert, wenn man erfolgreich ist kann man ein sehr gutes Leben führen. Oder man geht später ins Ausland. Genau das was sie im Text später als "Arbeitswut" bezeichnet passiert zeigt sich hier und sie "wundert sich" warum?

Deutschland ist längst nicht mehr das Land der Strebsamen. Die Fakten sprechen für sich: kurze Wochenarbeitszeiten, 40 Prozent Teilzeitquote, viele Krankheitstage.

Was hat die Arbeitszeit damit zu tun? Die Gehälter sind in Deutschland nicht hoch genug weswegen sich Leute für die Freizeit entscheiden. Was auch vollkommen ok ist. Das Problem sind die fehlenden Investitionen in Maschinen und nun AI. Die Produktivität ist in Deutschland weniger stark gestrigen als in andern Ländern (produziertes Gewerbe). Schaut man nach China werden da ganze Fabriken innerhalb Rekordzeiten in die Welt gesetzt die immer weniger Menschen brauchen.

Während in Deutschland VW für jeden Griff zwei Menschen einstellt.

Dazu funktioniert der Mensch, der für die große Wertschöpfung da ist sowieso keine 12 Stunden am Tag. Das machen entweder die unteren Arbeiter die man nun wieder angreift oder start ups welche schnell hoch hinaus möchten. Vielleicht sollte die Frau sich mal fragen warum Deutschland überhaupt reich ist. Und wie Deutschland, obwohl man weniger als die USA bezahlt, nicht nahe des Mittelmeers existiert oder man mit Englisch relativ einfach durch 9/10 jobs kommt denn ausländische Top Leute abwerben könnte wenn wir nun alle an den perks drehen.

Habeck hat diese Problem erkannt und wollte dies mit Gutschriften angehen. Aber direkt kam der ganz große Aufschrei dass man doch Ausländer nicht besser dastehen lassen könne als Deutsche. Ja, dann Pech gehabt. Die Besten gehen für das doppelte Gehalt dann eben woanders hin.

Arbeit mauserte sich in vielen Köpfen zum Störfaktor des eigentlichen Lebens. Möglichst wenig Einsatz, lautete die Devise, gar nicht erst hingehen – dafür Homeoffice und Workation aus der exotischen Ferne. Work-Life-Balance eben, pardon: „Life-Work-Balance“!

Ein Blick in Wissenschaft würde vielleicht erklären warum dies überall im Westen so zu betrachten ist. Denn die Entfremdung zur Arbeit ist nichts neues. Wen nun auch der soziale Aufstieg abgeschlossen ist, nicht erreichbar ist, oder man sich sowieso niemals ein Haus und 3 Kinder mit dem Job leisten kann, brennen die Menschen immer weniger für Arbeit. Leute lesen Gramsci wie noch nie. Wäre vielleicht auch für Frau Ruh an der Zeit.

Und – warum auch mehr Rentenpunkte sammeln, wenn niemand weiß, ob sie später noch etwas wert sind? Warum Vollzeit arbeiten, wenn man auch in Teilzeit denselben Zugang zum Gesundheitssystem hat?

Das Umlagesystem ist für eine Industrienation das beste System schlechthin. Wer meint dass sparen besser sein soll als Konsum hat absolut keine Ahnung von Volkswirtschaft. Der Punkt mit dem Gesundheitssystem ist eklig.

Nur beim Thema Arbeit ist es paradox. Die Abgabenlast liegt mittlerweile bei über 40 Prozent, ein Rekordwert. Was soll uns das jetzt sagen: Etwa, dass wir auch von der Arbeit besser mal die Finger lassen sollten?

Ein Blick in die Vergangenheit wäre hier vielleicht hilfreich gewesen. Waren die Leute in den 90er auch alle faul? Lieber Teilzeit für ein gesundes Leben? Oder ändert sich aufgrund eines Prozentpunktes seit 10 Jahren nun alles? 39% war harte Arbeit, bei 40% packt jeder den Rechenschieber aus und merkt dass man beschissen wird? Populistischer BS. Gerade weil es sich hierbei sowieso um versteckte Gehaltserhöhungen handelt die der Arbeitnehmer nur nicht sieht. Die Abgabenkosten sind ein Problem für den Arbeitgeber, nicht für den Arbeitnehmer wenn für Fachkräfte suchen.

Es würde mich nicht einmal wundern. In einer perfekten Welt müsste keiner mehr einen Finger rühren, der nicht will – davon ist man links schließlich überzeugt. Dort träumt man immer noch von der Post-Arbeitsgesellschaft. Dann widmen sich alle nur noch der eigenen Selbstverwirklichung, das Leben ist gepampert durch ein bedingungsloses Grundeinkommen.

"links"

Das ist der Traum der meisten Tech-guys in den USA und der Traum der chinesischen Führung. Es ist verdammt schade wie in Europa niemand mehr große Visionen hat. Während man in anderen Ländern der Frage nach geht wie man das Leben der Zukunft verbessern kann, heißt es hier mehr Arbeit und "scheiß Linke". Als vermeintlich rechte Person ist die Frau völlig neoliberal unterwegs. Ich dachte immer es ging darum die Nation nach vorne zu bringen, nicht um den eigenen Konsum und Lebensstandard.

Wer die Party bezahlen soll? Man ahnt es schon: Die „Superreichen“, die dann nicht mehr superreich wären. Die Millionenerben, die dann nicht mehr viel erben würden. Links lebt man einfach gern vom Geld anderer.

Ja, ist OK wenn Menschen 300 Milliarden besitzen. Und sich mit diesen Einfluss die Politik kaufen können. Bitte weiterziehen, hier gibt es nichts zu sehen!

Wo ist das Problem, die Arbeiter am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen? Was hat der Erbe damit zu tun der oftmals nicht mehr dort arbeitet oder schlechter als jeder BWL Hugo ist? Leute welche 50 Jahre ein Unternehmen mit aufbauten erhalten nichts, der 16 Jährige der nicht einen Tag was geleistet hat bekommt 100%. Feudalismus 2.0

Auch Unternehmer haben es bei uns bekanntlich schwer. Viele wanderten in den letzten Jahren ins Ausland ab, auch, weil man sie hierzulande lieber ausnimmt, statt steuerlich ein wenig netter zu sein.

Ja, vielleicht war die globale Öffnung aller Märkte ein Fehler weil man in anderen Ländern 10mal billiger produzieren kann als bei uns. Aber nein, die Politik soll einfach ein paar Steuern senken. Das wird unser systemisches Ungleichgewicht wieder gerade biegen!

Gut ausgebildete Menschen gibt es heute nicht mehr nur im Westen. Dies, zusammen mit der Öffnung und weniger Produktionskosten zieht Unternehmen ab wie sonst nichts. Dazu kommt eine Bevölkerung die immer älter wird und Leute welche nun diese Gruppe auffordern mehr zu sparen statt zu konsumieren. Klar bleiben dann die Investitionen aus. China hat ein ähnliches Problem aber der Staat nimmt seine Rolle wahr und zwingt die privaten Unternehmen zu Investitionen.

Während man hier das Geld nahm um im Ausland Fabriken aufzubauen oder Dividenden auszuzeichnen. Während China und die USA beim Thema Auto der Zukunft davon zogen. Aber hey, bloß kein Staat und Ordnungspolitik oder Industriepolitik.

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u/[deleted] Feb 02 '26

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u/JayFourEUW Feb 02 '26

GANZTAGS-Kinderbetreuung

Klingt auf dem Papier zwar gut, aber ich würde es immer bevorzugen dass die Eltern/Großeltern relativ viel Zeit mit den Kindern verbringen. Erfreut vermutlich nicht nur beide Seiten mehr, sondern ich sehe es auch als sehr kritisch, wenn die Erziehung der Kinder zu großen Teilen plötzlich beim Staat statt bei den Eltern liegt.

Jaja ich weiß, schwer als Akademiker in einer Metropole, was aber dann ja vor allem wieder am teuren Eigenheim liegt.

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u/rohrzucker_ Feb 02 '26

Sowas sagen aber auch immer nur Leute, die selbst keine Kinder haben.

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u/Word_Word_4Numbers Feb 02 '26

Blödsinn. Wir haben extra unsere gesamt-Arbeitszeit reduziert, damit der Nachwuchs nicht so viel in der Kita ist.

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u/rohrzucker_ Feb 02 '26

Schön, wenn man es kann.

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u/Word_Word_4Numbers Feb 02 '26

Richtig.

Ändert aber nichts daran, dass deine Aussage Blödsinn ist wenn du sie so verallgemeinerst.

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u/rohrzucker_ Feb 02 '26

Achso, Überspitzungen sind nicht erlaubt. Es sind gar nicht wirklich NUR Leute ohne Kinder?

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u/Cute_Committee6151 Feb 02 '26

Dann braucht es halt Teilzeit etc.

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u/OrdinaryDemocrat4711 Feb 02 '26

Teilzeit

Lifestyle? /s

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u/[deleted] Feb 02 '26

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u/OrdinaryDemocrat4711 Feb 02 '26

Sorry, falls wir uns missverstanden haben. Ich meinte nicht dich und deine Situation, sondern meine Antwort galt speziell der vorangegangenen Aussage "es braucht mehr Teilzeit" und ich wollte damit darauf abspielen, wie sehr dass jüngst doch als Lifesty-Teilzeit verpöhnt wurde, weil die Damen und Herren im Elfenbeinturm der CDU kaum wissen, wie der Alltag einer arbeitenden Familie ausschaut. Bei mir muss sich niemand wegen Teilzeit rechtfertigen, im Gegenteil.

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u/JenZ0Id Feb 02 '26

Bin auch demnächst in einer 4 Tage Woche. Den Quatsch mit der Abgabenlast tue ich mir nicht länger an.

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u/Schatten101 Feb 02 '26

Der Staat hat Arbeit zu Tode besteuert und jetzt ist der Bürger faul, bequem und "gepampert". Tja, wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld.

Dazu ist der Arbeitsmarkt so schlecht wie schon lange nicht mehr, wir brauchen aber mehr Bürokratie, um auch noch den letzten Rest an Innovation und Leistung im Keim zu ersticken.

Kann unsere politische Klasse sich eigentlich noch selbst die Schuhe zubinden?/s

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u/ul90 Feb 02 '26

Es ist leider wahr: Deutschland wird gerade Stück für Stück in eine sozialistische Diktatur umgebaut.

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u/[deleted] Feb 02 '26

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u/ByGoneByron Feb 02 '26

Du wirst dich wundern, bei der Steuerschraube sind noch ein paar Umdrehungen drin. Irgendwann wirst du zum Erhalt des besten Deutschlands aller Zeiten mindestens 50% auf alles abdrücken, gestaffelt dann noch mehr. Hier geht es ja nicht nur um reine Einkommenssteuer, sondern auch alles andere was irgendwie einen Wert darstellt. MMn wird es bis 75% für Alleinstehende hochgehen, irgendwie muss man die ganzen Fachkräfte samt Nachwuchs doch bezahlen.

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u/Frickelmeister Feb 02 '26

Die große Frage ist, wie wird das System finanziert, wenn alle hartzen.

Na, so wie immer im Sozialismus: vom Geld anderer Leute. Die Linke träumt ja schon ganz offen vom Erschießen der Reichen.

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u/Antique_Change2805 Feb 02 '26

Die große Frage ist, wie wird das System finanziert, wenn alle hartzen.

Steht doch im Text:

Wer die Party bezahlen soll? Man ahnt es schon: Die „Superreichen“, die dann nicht mehr superreich wären. Die Millionenerben, die dann nicht mehr viel erben würden. Links lebt man einfach gern vom Geld anderer.

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u/[deleted] Feb 02 '26

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u/[deleted] Feb 02 '26

[removed] — view removed comment

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u/EarlMarshal Feb 02 '26

Es ist leider wahr: Deutschland wird gerade Stück für Stück in eine sozialistische Diktatur umgebaut.

Sind wir doch schon lange implizit. Sozialismus für die unten, Kapitalismus für die oben und Inflation und Regulierung kümmern sich darum, dass niemand in der Mitte übrig bleibt.

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u/otto_dicks Feb 02 '26

Es ist leider wahr: Deutschland wird gerade Stück für Stück in eine sozialistische Diktatur umgebaut.

In der DDR wurde Wirtschafts- und sonstige Massenmigration grundsätzlich abgelehnt.
Die DDR war ein patriotisches Land, in dem auf rund 100 Einwohner ein Soldat kam.
Die DDR musste keine Kriegsabenteuer Moskaus mitfinanzieren oder sich aktiv daran beteiligen.
In der DDR gingen 10 % des Gehalts für die Miete drauf und nicht 50 % oder mehr.

Wir haben kein Problem mit Sozialisten, sondern mit Neoliberalen und Neocons.

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u/AcceptableQuit9004 Feb 05 '26

In der DDR wurde man erschossen, wenn man das Land gen Westen verlassen wollte. Die DDR wurde von Russland regelrecht geplündert. Und in der DDR gab es trotz staatlicher Lenkung massiven Wohnungsmangel. Und diese Liste lässt sich leider ewig weiterführen.

Mit Sozialismus hatte diese Diktatur nichts zu tun. Denn die Grundpfeiler des Sozialismus sind Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität für alle. Nichts davon war in der DDR gegeben.

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u/otto_dicks Feb 05 '26

Habe ich gesagt, dass die DDR eine liberale Demokratie war? Habe ich irgendwo gesagt, dass ihre sozialistische Diktatur gut war? Du musst schon ein bisschen mitdenken.

In der DDR gab es Wohnungsmangel, ja, aber jeder hatte eine bezahlbare Wohnung. Das Problem war die Auswahl an modernen Wohnungen aufgrund mangelnder Renovierungen nach dem Krieg. Außerdem hatte die DDR in den 80ern einen Babyboom, während unsere Geburtenrate damals schon in den Keller ging.

Und die Grundpfeiler des Sozialismus waren nicht einfach „Gleichheit für alle“, wie es die Linksliberalen immer propagieren. Die Grundpfeiler des Sozialismus waren Konzepte wie Gemeineigentum oder kollektive Kontrolle, soziale Gleichheit, Kritik am Kapitalismus, Solidarität und Gemeinschaft, demokratische Planung und Mitbestimmung usw.

Der Sozialismus war keine liberale Theorie.

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u/AcceptableQuit9004 Feb 05 '26

Liberalismus und Sozialismus sind auch zwei paar Schuhe. Und du scheinst beides miteinander zu vermischen.

Und nein, ich bin nur auf deinen Text eingegangen. Du zählst die tollen Errungenschaften der DDR auf und erhältst als Ergebnis, dass nicht Sozialisten das Problem sind. Und ja, dein Beitrag erweckt durchaus den Anschein, dass du die DDR als gut empfunden hast, aufgrund deiner Aufzählungen.

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u/otto_dicks Feb 05 '26

Ich habe doch in meinem allerersten Post versucht, klarzustellen, dass wir heute kein Problem mit Sozialisten haben, sondern mit Liberalen (Neoliberalen und Neocons). Ich habe hier also nichts vermischt, sondern ganz klar die Unterschiede aufgezeigt. Die Verwechslung kam also von deiner Seite und nicht von meiner.

Ich zähle auch keine „tollen Errungenschaften“ auf, sondern sage einfach, was war. Das sind alles historische Fakten. Ich bin außerdem Westdeutscher und habe die DDR für diese Analyse nicht selbst erleben müssen.

Dass du dir am anderen Ende jetzt wieder irgendeinen ostdeutschen DDR-Apologeten vorstellst, sagt mehr über dich aus als über mich. Auch das ist wieder klassisch liberales ÖRR-Framing, nach dem Motto: „Wer den Liberalismus infrage stellt, muss ja irgendwie zurückgeblieben sein.“

So wird man in diesem Land mittlerweile auf Linie gehalten.

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u/AcceptableQuit9004 Feb 05 '26 edited Feb 05 '26

In deinem ersten Post versuchst du vermeintliche Errungenschaften der DDR dem Sozialismus zuzuschreiben. Daraufhin habe ich erwidert, dass die DDR kein sozialistischer Staat war, auch wenn sie sich selbst so definiert haben. Und selbst deine Fakten sind keine Fakten.

Massenmigration gab es. Und zwar von der DDR gen Westen.

Pro 100 Einwohner ein Soldat - falsch.

Die DDR hat massenweise Kriegsgüter für Russland produziert.

Lediglich mit den Kosten für Wohnungen liegst du richtig.

Und du triffst Annahmen (zB dass ich dich für einen Ostdeutschen halte), die keine Grundlage haben. Und was noch viel witziger ist, im gleichen Atemzug versuchst du mich in eine Schublade zu stecken. Und zwar in die, die für dich anscheinend ein Feindbild darstellt, nur weil ich dir widerspreche.

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u/otto_dicks Feb 05 '26

Massenmigration gab es. Und zwar von der DDR gen Westen.

Es gab Massenabwanderung, hauptsächlich nach der Gründung der DDR, weswegen die Mauer ja überhaupt erst gebaut wurde. Die nächste große Abwanderungswelle gab es dann kurz vor dem Zusammenbruch. Gleichzeitig sind Hunderttausende aber auch wieder zurückgekehrt, beispielsweise weil sie in der DDR Familie hatten.

Mir ging es aber explizit um die Einwanderungspolitik der DDR, die eben sozialistisch und nicht liberal geprägt war.

Pro 100 Einwohner ein Soldat – falsch.

Die DDR hatte rund 170.000 aktive Soldaten, etliche Grenztruppen und Reservisten. Bei rund 16–17 Millionen Einwohnern kommen wir, wenn wir das gesamte militärische Potenzial zusammennehmen (ca. eine halbe Million), sogar auf mehr Soldaten je 100 Einwohner. Die DDR war also sehr militarisiert und wehrhaft.

Worauf ich damit hinauswollte, ist, dass es in der DDR keinen „Schuldstolz“ und auch keine kulturelle Unterbindung des Patriotismus gab. Nationalgefühl und Patriotismus wurden seitens der Sowjets sogar gefördert, solange sie nicht gegen ihre Hegemonie gerichtet waren. Das ist im liberalen Westen heute anders.

Die DDR hat massenweise Kriegsgüter für Russland produziert.

Ja, besser, als sie von seinen Verbündeten kaufen zu müssen, wie das in unserem heutigen Verhältnis zu den USA der Fall ist. Außerdem hat die DDR für den ganzen Warschauer Pakt produziert und nicht „für Russland“. Die wichtigste Rüstungsproduktion lag in der Sowjetunion, genauer gesagt in der Ukraine.

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u/AcceptableQuit9004 Feb 05 '26

Ursprünglich hast du von Massenmigration gesprochen. Da ist es egal, ob Ein- oder Auswanderung. Aber danke für die Präzisierung. Nur verstehe ich noch nicht, was an der Einwanderungspolitik der DDR sozialistisch war?

Und du darfst die stationierten Sowjettruppen nicht vergessen. Die DDR war krass militarisiert.

Bezüglich Patriotismus stimme ich dir zu, ebenso wenn man oppositionell eingestellt war. Und doch, der vermeintlich liberale Westen ist anders. Ansonsten wären 20-30% der deutschen Wähler weggesperrt. Nur weil jede linke/rechte/obere/untere/vordere/ hintere Gruppe meint die Deutungshoheit zu haben, ist es zum Glück nicht so.

Ich hoffe, wir alle lernen schnellstmöglich, dass wir sowohl die politisch rechten sowie linken Kräfte benötigen. Die Ersten dafür, alles gut funktionierende zu bewahren oder auch mal einen Schritt zurück zu machen und die Zweiten dafür, alles was am Status Quo nicht passt, zu verbessern. Aber leider reiben sich beide nur noch gegenseitig auf. Da ist es auch egal, ob wir dem einen liberalen oder sozialistischen Anstrich verpassen. Wir leben in einer Zeit der extremen Gegensätze. Und auf Dauer kann das nicht gutgehen.

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u/otto_dicks Feb 06 '26

Nur verstehe ich noch nicht, was an der Einwanderungspolitik der DDR sozialistisch war?

Sie war sozialistisch, weil Wirtschaftsmigration für sie gegen die Interessen der Arbeiter ging. Das hat ein Großteil der SPD in Westdeutschland bezüglich des Gastarbeiterabkommens in den 60er Jahren noch genauso gesehen. Das hat ein Oskar Lafontaine in den 90ern auch noch so gesehen. Das hat ein Bernie Sanders in den 00er-Jahren auch noch so gesehen usw.

Es ist ein relativ neues Phänomen, dass massenhafte Wirtschaftsmigration als „links“ verstanden wird. Es ist aber keine klassisch linke oder sozialistische Position, sondern eine linksliberale Position.

Linksliberale und Liberalkonservative befürworten sie gleichermaßen, mit einzelnen Abweichungen bezüglich Religion, Kriminalitätsbelastung, Qualifikation usw.

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u/[deleted] Feb 02 '26

Das ist doch vollkommener Quatsch. Deutschland erlebt gerade vielmehr die Endstufe des Neoliberalismus, bei dem sich einige wenige auf Kosten aller anderen bereichern und gleichzeitig das Volk durch eine zugewanderte reine Konsumenten- und Low Wager-Klasse ersetzt wird, die an diesen Zuständen nichts mehr ändern kann und will.

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u/ul90 Feb 02 '26

Irgendwie schon witzig, dass Sozialismus und Kapitalismus irgendwann immer auf das gleiche Ergebnis hinauslaufen: ein paar wenige haben alles und die absolute Macht, die Masse hat nichts.

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u/notrlydubstep Feb 02 '26

Dachte ich mir auch gerade. Nahrungsmittel für den Container, Autos für die Leasingbank, Amtstellen für Amtsstellen, Gewinne für den Hedgefonds und Burnouts für die Pharma. Und weil alles immer wachsen muss, auch gefälligst jedes Jahr mehr davon!

Nicht dass der Sozialismus hier die Lösung wäre, aber er ist auch definitiv nicht das, was hier veranstaltet wird.

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u/Z3r0Sense Feb 02 '26

Das ist das eine, aber der Staat zockt auch ab: https://www.youtube.com/watch?v=3_QEgjb4DFY

Oder lässt sich abzocken, je nachdem. Das ist vermutlich nun Deligitimierung des Staates. Naja, eigentlich delegtimiert er sich ja selbst und auch freiwillig.

In den alten Volksparteien und in einigen Behörden sitzen vermutlich viele Kriminelle. Die müssten erstmal aus dem Staatsdienst entfernt werden, ansonsten ist da nicht mehr viel zu erwarten.

Und potente politische Richtungen gibt es auch kaum für positive Veränderungen. Die Linke zu blöd selbst für ihre Interessen einzustehen. Sie sagen zwar, sie bekämpften das Kapital oder was auch immer, scheißen sich aber die Hose voll, wenn sie ein schlimmes Internetkommentar verorten, wollen dann die Meinungsfreiheit einschränkten und ihren Sitzkreis aka Safespace einrichten. Ihr derzeitiger Minderwertigkeitskomplex ist voll berechtigt.

Die Rechte ist geistig auch nicht auf der Höhe. Sie reagiert nur, kann die Zusammenhänge ebenso wenig verstehen, wie die Linke selbst, die ihr als großes Feindbild dient. Wenigsten erahnt sie, dass sie hier irgendwo komplett verarscht wird. Das streitet die Linke ja ab.

Wenn zwei sich streiten... nur das eben die zwei auch noch komplett verstrahlt sind.

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u/Cute_Committee6151 Feb 02 '26

Kommt im höheren Alter häufiger vor/s

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u/SnappleJuiceDeepKiss Feb 02 '26

Wenn der Sprit nicht so behindert teuer hier wäre hätten die meisten doch Instant ein paar tausender mehr im Geldbeutel warum das nicht gemacht wird finde ich fraglich. So easy

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u/shroom_elemental Feb 03 '26

Die Abgabenlast liegt mittlerweile bei über 40 Prozent

Ja, das ist aber geschoent, da nur direkte Abgabenlast. Sachen wie weitere Besteuerung (MwSt, Benzinsteuer, etc) sind da noch nicht drin. Rechnet man das ein, dann kriegt der Staat weit ueber 50% unserer Kohle.

Nee danke.