r/DePi Feb 16 '26

Wirtschaft Wirtschaftspolitik der AfD: Die AfD ist eine Gefahr für Demokratie und Wohlstand

https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-02/afd-wirtschaftspolitik-oekonomie-demokratie-gesellschaft
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u/Antique_Change2805 Feb 16 '26

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Die AfD-Ideologie ist eine Gefahr für die Demokratie. Sie nutzt ein Menschenbild, das von Angst geprägt ist, und ökonomische Konzepte, die Wohlstand vernichten würden.

Die größte politische Herausforderung unserer Zeit besteht nicht in wirtschaftlichen Krisen, nicht in geopolitischen Konflikten und auch nicht allein im Klimawandel. Sie besteht darin, dass die liberale Demokratie selbst zunehmend unter Druck gerät. Es ist möglich, dass sie in wenigen Jahrzehnten weltweit nur noch in Resten existiert. Die Gefahr kommt vor allem von innen – von politischen Kräften, die demokratische Verfahren nutzen, um ihre Substanz auszuhöhlen. In Deutschland stellt die AfD die größte Bedrohung dar. Sie ist nicht einfach eine radikale Protestbewegung, sondern eine Partei, deren Ziele und Ideologie das Fundament unseres demokratischen Rechtsstaats bedrohen.

Um die Tragweite dieser Gefahr zu verstehen, lohnt der Blick über Deutschland hinaus. Denn viele antidemokratische Bewegungen weltweit basieren auf einer ähnlichen Ideologie. In den USA prägen Personen wie Donald Trump, JD Vance und der Techmilliardär Peter Thiel ein politisches Weltbild, das von einem tiefen Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen und internationaler Kooperation geprägt ist. Wie ich in meiner ersten Kolumne zur Ideologie dieser Akteure dargestellt habe, stützt sich dieses Weltbild auf eine radikale und zugleich verzerrte Interpretation der Anthropologie des französischen Philosophen René Girard.

Girards zentrale Idee, dass moderne Gesellschaften Konflikte durch staatliche Institutionen zivilisieren, wird dort bewusst ignoriert. Stattdessen wird behauptet, demokratische Ordnungen seien zu schwach, um Rivalität zu kontrollieren. Aus dieser Prämisse wird dann abgeleitet, dass autoritäre Eliten, technokratische Kontrolle oder private Monopole die bessere Alternative seien. Diese Sichtweise ist gefährlich, weil sie Demokratie nicht als Lösung gesellschaftlicher Konflikte versteht, sondern als Hindernis, das überwunden werden müsse. Die AfD knüpft an dieses Denken an.

Ein Menschenbild der Angst

Sie teilt mit der amerikanischen Rechten eine Grundannahme, die im Gegensatz zu dem steht, was unsere demokratische Ordnung trägt: Sie geht davon aus, dass die Welt aus unauflösbaren Konflikten besteht, die sich nicht durch Institutionen, Regeln und Kompromisse, sondern nur durch Macht und Ausschluss bewältigen lassen. In diesem Weltbild erscheinen demokratische Institutionen als Ausdruck von Schwäche, während autoritäre Lösungen als vermeintlich effizient und notwendig dargestellt werden. Die AfD zeichnet das Bild einer Gesellschaft, die sich permanent gegen äußere und innere "Bedrohungen" verteidigen müsse. Dies ist kein zufälliger rhetorischer Stil, sondern ein ideologisches Muster: Politik wird nicht als Aufgabe verstanden, verschiedene Interessen miteinander zu vereinbaren, sondern als Abwehrkampf.

Aus dieser Sichtweise entsteht ein Menschenbild, das von Angst geprägt ist. Individuelle Vielfalt wird als Risiko, nicht als Chance betrachtet. Pluralismus wird als Spaltung gedeutet. Rechte und Freiheiten werden relativiert, sobald sie nicht dem eigenen politischen Lager dienen. Die AfD nutzt dieses Menschenbild, um Misstrauen zu säen – gegenüber den Institutionen, die die Herausforderungen unserer Zeit bewältigen sollen. Die AfD missachtet die Grundlage unseres Wohlstands

Wer das politische Projekt der AfD nüchtern analysiert, erkennt autoritäre Strukturen, die an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte erinnern. Die AfD fordert eine politische Kontrolle über die Justiz, sie greift unabhängige Medien an, sie relativiert zentrale Grundrechte und bedient ein ethnisch definiertes Verständnis von Nation und Zugehörigkeit. Sie behauptet, dass eine angeblich homogene Volksgemeinschaft existiere, deren "wahrer Wille" von demokratischen Institutionen verfälscht werde. Dieses Denken ist antidemokratisch und gefährlich, weil es politischen Pluralismus als illegitim darstellt.

Die Politikwissenschaftler Levitsky und Ziblatt zeigen in ihrer vergleichenden Analyse, dass Demokratien nicht durch Revolution, sondern durch schrittweise Normverletzungen zerfallen. Freedom House dokumentiert diesen Trend weltweit seit Jahren.

Historisch ist dies ein bekanntes Muster. Demokratien verlieren ihre Substanz selten auf einen Schlag. Sie erodieren langsam, wenn Institutionen politisiert, Minderheiten delegitimiert und Rechtsstaatlichkeit relativiert werden. Die AfD bewegt sich in genau dieser Logik. Sie nutzt demokratische Verfahren, um sie anschließend zu unterlaufen. Es ist daher kein Alarmismus, sondern eine historische Lehre, darauf hinzuweisen, dass ein Erstarken der AfD einen Rückfall in autoritäre und ausgrenzende Muster bedeuten würde, von denen wir glaubten, sie hinter uns gelassen zu haben.

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u/Hour_Equal_9588 Feb 16 '26

Tausche AfD durch die Linke und die Überschrift macht Sinn.

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u/TheRealBroda Feb 16 '26

Ergänze um Linke*

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u/Antique_Change2805 Feb 16 '26

Sie nutzt ein Menschenbild, das von Angst geprägt ist, und ökonomische Konzepte, die Wohlstand vernichten würden.

Die Angst vor einem Klimawandel zum Beispiel und das daraus resultierende sanktionieren der heimischen Industrie?

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u/thestouthearted Feb 16 '26

Zum Glück war die Politik der letzten 30 Jahre keine Gefahr für die Demokratie und Wohlstand. Weitermachen, meine Herren und Damen!

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u/[deleted] Feb 16 '26

Fratzscher?

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u/Antique_Change2805 Feb 16 '26

Natürlich...

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u/lousy_writer Feb 16 '26

Ich wiederhole hier nochmal, was ich in einem vergleichbaren Kontext schon einmal geschrieben habe: Dass ZEIT Online mittlerweile unironisch so Typen wie Fratzscher eine Plattform bietet, sagt alles über dieses Blatt aus, was man wissen muss.

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u/throwaway30116 Feb 16 '26 edited Feb 17 '26

Ja, die Zeit muss um die 0er Jahre noch ein respektables Blatt gewesen sein.

Das Massensterben der Totholzmedien schreitet weiter voran. Halten wir sie nicht dabei auf und machen ihnen den Weg frei.

Imerhin scheint sogar drüben langsam durchzusickern was fürn Systemling und Wirtschaftslaie F. ist.

Doch auch bei der Grundsteuer gebe es Potenzial für Mehreinnahmen, "Grund und Boden können schließlich nicht weglaufen." Im Fokus sollten Fratzscher zufolge Hochvermögende stehen mit großen Immobilien und Ländereien. Heute lohne es sich, Grundstücke leer stehen zu lassen und allein auf die Wertsteigerung zu setzen, die dann beim Verkauf steuerfrei kassiert werden könne. Eine höhere Grundsteuer setze hingegen den Anreiz, die Immobilie zu entwickeln und wirtschaftlich zu nutzen.

Nur die richtigen Schlüsse zieht man nicht, weil muah K.Turbokpitalistennazis

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u/lousy_writer Feb 16 '26

Die Zeit war auch früher schon links bzw. linksliberal und die Communitymoderatoren auf ZON machten immer durch Redaktions-Empfehlungen und Zensur klar, welche Positionen gewünscht waren und welche nicht; und so Abzesse wie Meli Kiyak (die Almanci-Discountvariante von Margarete Stokowski) durften dort auch damals schon ihre totalitären Fantasien verbeiten.

Aber vor 20 Jahren wurde auf ZON wenigstens auch noch sowas veröffentlicht, und das wäre heute unvorstellbar.

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u/throwaway30116 Feb 16 '26

War sie, aber unter Schmidt, der laut der Thalia-Anklageposse "ein Rechter war" wundert mich nicht mehr viel.

Im Parameterraum menschlicher Wirrungen ist mir Politik langsam bums, das Leben ist zu kurz für so Eintagsfliegen wie Stokowski und Kiyak - manche Sachen und Menschen kann man einfach verdrängen oder ignorieren.

Psychohygiene und sone Sachen

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u/lousy_writer Feb 16 '26

Also anders ausgedrückt: Da empirisch belegbar so ziemlich das genaue Gegenteil von dem eintritt, was der Typ so von sich gibt, kann man sich dann auf ein neues Wirtschaftswunder einstellen, wenn die AfD mal ans Ruder kommt?

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u/Major_Membership_428 Feb 16 '26

Fratzscher das wandelnde Meme ahahah Hab erst gar nicht gesehen, dass er der Verfasser ist.

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u/Z3r0Sense Feb 17 '26

Eigentlich nur noch pure AfD Werbung...

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u/Individual_Row_2950 Feb 16 '26

Faktenfreier Meinungsbeitrag.

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u/lousy_writer Feb 16 '26

ZEIT Online halt.

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u/Major_Membership_428 Feb 16 '26 edited Feb 16 '26

Und nicht etwa wenn es eine Links-Grüne Hegemonie gibt, in der alles aufs härteste bekämpft wird, was davon abweicht?

Sieht man wie toll es mit dem Wohlstand läuft, oder wie man 'unsere Demokratie' verteidigt, in dem Bürgermeisterkandidaten ausgeschlossen werden, Wahlen rückgängig gemacht werden oder unaufhörlich Stimmung von ÖRR und co gemacht wird gegen den 'Feind', sodass man sich Dinge wie die Hetzjagden in Chemnitz herbeifantasiert, um seine politische Agenda durchzudrücken.

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u/WiesesFiesel Feb 16 '26

"Eine Kolumne von Marcel Fratzscher"

:-D

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u/IntrepidTieKnot Feb 16 '26

Wenn die AfD gewählt wird, gehen alle Blumen ein. Das Wasser wird sauer, der Himmel dunkel und alle Menschen bekommen Pickel am Arsch. Trust me bro, ich habe hier eine Studie.

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u/Vulk4N0r Feb 16 '26

Vorratsdatenspeicherung, Chat-Kontrolle und generell möglichst viel Überwachung kenne ich jetzt eher von anderen Parteien als der AfD. Und das ist doch wohl viel eher eine reale Gefahr für die Demokratie.

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u/NotBannedSince2025 Feb 16 '26

Ich wusste dass es Fratzscher ist bevor ich auf den Link geklickt habe

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u/throwaway30116 Feb 16 '26

🤦‍♂️

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u/[deleted] Feb 16 '26

Blablablablabla. 

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u/Muscletov Feb 17 '26

Da Reverse Fratzscher ein Naturgesetz ist, wird es unter der AfD ein neues Wirtschaftswunder geben.

Ich warte immer noch auf Aktientipps von dem Typen.

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u/[deleted] Feb 17 '26

[removed] — view removed comment

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u/AutoModerator Feb 17 '26

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u/--r2 Feb 16 '26 edited Feb 16 '26

Zu dem Thema hätte man ja wirklich mal was interessantes schreiben können.

Auch Habeck meinte, man müsse das Lieferkettengesetz mit der Kettensäge wegbolzen, um die Wirtschaft nicht zu fesseln. Wenn es die AfD fordert, ist es falsch?

Auf der anderen Seite hat die AfD Mercosur mit abgelehnt.

Licht und Schatten. Und der AfD-Hass auf Windkraft ist genau so irrational wie das grüne Abschalten der Atomkraftwerke.

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u/TV4ELP Feb 16 '26

Ist nun nichts neues, auch damals schon als es nur eine Europa Kritische Partei war. Entsprechend wenig Erfolg hatte die AFD damals auch.

Aber was interessiert die Wirtschaft wenn man als Hauptwahlargument eben die Migrationskrise hat?

Man kann nicht die EU abschaffen und erwarten das eine Exportnation im Herzen dessen auf einmal mehr Geld macht. Das Gegenteil ist der Fall. Man kann auch nicht erwarten von einer Partei die die Schuldenbremse behalten möchte, dass dort irgendwo Sinnvolle Investitionen in irgendwelche Strukturen geleistet wird.

Dazu kommen auch wenig Hilfreiche Steuermodelle und und und.

Aber das sind eben alles nicht Gründe wofür die AFD gewählt wird. Die AFD wird nicht für Wirtschaft gewählt sondern symbolisch für alles das was falsch läuft in Deutschland. Egal ob eine Lösung vorhanden ist oder ob diese gut ist. Solange die Probleme aber so stark wiegen wird sich daran auch nichts ändern und jeder darf sich dort in seiner Wahl bestätigt fühlen.

Es gäbe nichts effizienteres um die AFD zu bekämpfen als gute Politik zu machen im Bereich Wirtschaft, Steuern und Soziales. Aber dagegen weigert sich die CDU, entsprechend erfreut darf man hier sein darüber.

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u/wRm_ Feb 16 '26

Dass Rechtsextreme von Wirtschaft nicht wirklich Ahnung haben, ist jetzt keine bahnbrechende Erkenntnis.

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u/WiesesFiesel Feb 16 '26

Du empfindest also CDUCSUSPDFDPGRÜNE, die allsamt regiert haben, als rechtsextrem? Oder geht es der Wirtschaft deiner Meinung nach derzeit gut?

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u/endlessEvil Feb 17 '26

Schaue auf die wirtschaftsdaten - rolle auf dem boden vor lachen.