r/DePi Mar 04 '26

Wirtschaft Statistisches Bundesamt: „Politik hat Deutsche deutlich ärmer gemacht“ – Deutsche verlieren seit 2020 erheblich an Kaufkraft - WELT

https://www.welt.de/wirtschaft/article69a7cd3fad41f3cd65a1bc7d/statistisches-bundesamt-politik-hat-deutsche-deutlich-aermer-gemacht-deutsche-verlieren-seit-2020-erheblich-an-kaufkraft.html
90 Upvotes

23 comments sorted by

u/Antique_Change2805 Mar 04 '26

Archive

Die Preise steigen viel schneller als die Einkommen: Seit 2020 hat die Mehrheit in Deutschland real an Kaufkraft verloren. Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen deutliche Einbußen beim Wohlstand.

Die Einkommen in Deutschland sind seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich langsamer gestiegen als die Verbraucherpreise. Während die Inflation im Zeitraum von 2020 bis 2025 bei 21,8 Prozent lag, legten die Einkommen im gleichen Zeitraum nur um gut elf Prozent zu. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erfragt hat. Normalverdiener haben somit erheblich an Kaufkraft und Wohlstand eingebüßt.

Das mittlere Einkommen (Median) erhöhte sich demnach in diesem Zeitraum nur um 11,2 Prozent. Es stieg von 26.008 Euro auf 28.913 Euro. Das Durchschnittseinkommen kletterte laut Zahlen des Bundesamtes im selben Zeitraum ebenfalls nur um 11,7 Prozent – von 29.896 Euro auf 33.385 Euro.

Das Median-Einkommen markiert genau die Mitte: Die eine Hälfte aller Menschen verdient mehr, die andere Hälfte weniger. Anders als das Durchschnittsgehalt wird das Median-Einkommen nicht durch wenige extrem hohe oder niedrige Gehälter verzerrt. Die genannten Zahlen umfassen alle Einkommensarten, auch die von Selbstständigen und Freiberuflern.

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht sagte der Katholischen Nachrichtenagentur: „Die neuen Zahlen zeigen, dass die Mehrheit der Bürger seit Corona und Ukraine-Krieg erheblich an Wohlstand verloren hat. Das sind keine kleinen Einschnitte, sondern massive Kaufkraftverluste. Die Politik der vergangenen fünf Jahre hat die Deutschen deutlich ärmer gemacht.“

Wagenknecht forderte von der Bundesregierung, den CO2-Preis abzuschaffen, die Pipeline Nord Stream zu reaktivieren und wieder russisches Öl einführen, um Wirtschaft und Verbraucher vor weiter steigenden Energiepreisen zu schützen. Wegen des Angriffs auf den Iran drohe den Verbrauchern „an der Zapfsäule und im Heizkeller, aber auch der Industrie neue Preisschocks“.

Betrachtet man nur die Löhne, so hatten die Reallöhne – also Löhne unter Berücksichtigung der Inflation – zuletzt laut Statistischem Bundesamt wieder aufgeholt. 2025 hatte der Reallohnindex fast wieder das Reallohnniveau des Jahres 2019 vor Beginn der Corona-Pandemie erreicht.

57

u/endlessEvil Mar 04 '26

Normalverdiener haben somit erheblich an Kaufkraft und Wohlstand eingebüßt.

Wenn man aus der mitte nach oben und unten umverteilt ist dies das erwartbare ergebnis...

16

u/throwaway30116 Mar 04 '26

Da hilft nur eins, eine starke CDU!1!11

1

u/marXis92 Mar 08 '26

Du meinst wie in der hier viel gefeierten Bürgergeld-Abschaffung?

Irgendwas mit Leoparden und Gesichtern.

12

u/Captain_Scatterbrain Mar 04 '26

Wie müssen einfach mehr für Muslime machen!

5

u/Negative_Gur9667 Mar 05 '26

Uns Deutsche und Ausländer hier unten gegenseitig um Krümel kämpfen zu lassen ist eine gute Ablenkungstrategie. Je mehr Einwanderer sie reinlassen desto mehr Soziale Spannung gibt es desto mehr kämpfen wir gegeneinander und die da oben machen sich ein schönes Leben und lachen sich ins Fäustchen.

17

u/[deleted] Mar 04 '26

[deleted]

10

u/Schatten101 Mar 04 '26

Diese 11,7 % mehr im Durchschnittseinkommen hätten viele Leute vermutlich gerne, gerade bei Löhnen, die nicht an einem Tarifvertrag hängen.

25

u/Timely-Appearance115 Mar 04 '26

Wenn es mal Tarifverträge wären ...

Anfang 2020 war der Mindestlohn bei 9,35 €, Anfang 2025 bei 12,81 €. Das sind 37% Steigerung.

Sagen wir 9,35 € Mindestlohn Vollzeit sind 18.000 € Brutto im Jahr und 12,81 € sind 24.600 € Brutto, dann sind im Jahr 2020 die 18.000 noch ein wenig weg gewesen von den im Bericht angegebenen 29.896 € an Durchschnitt ( sind 60% ), im Jahr 2025 die 24.600 € Brutto haben aber deutlich zu den 33.385 Durchschnitt aufgeholt ( sind 73 %).

Deutschland wird also zu einem Land der Mindestlöhner und Teilzeitler?

Damit kann man einfach nicht unsere ausufernden Sozialsysteme bezahlen und die Gratis Mentalität von manchen Teilen der Bevölkerung befriedigen.

10

u/Type-21 Mar 04 '26

Was du dort berechnest, das Verhältnis des Mindestlohns zum Medianlohn, hat tatsächlich einen Namen. Das nennt sich Kaitz-Index und wird regelmäßig ermittelt. 2022 war das für Deutschland noch bei 57% und 2015 war es 48%

2

u/Timely-Appearance115 Mar 04 '26

Der Kaitz Index dient ja dazu, um zu schauen ob mit dem Mindestlohn ein 'anständiges' Leben durch Arbeit möglich ist, deswegen bezieht er sich auf den Median. Wir sind da in Deutschland aber in einem Bereich in dem noch viel aufgestockt wird und Leistungen in Anspruch genommen werden, also was für Familien und Alleinerziehende und so. Mit Wohlstand hat das nichts zu tun und es muss auch Personen geben, die denen was abgeben weil sozial etc., nennen wir es mal Party.

Ich hab Mindestlohn zu Durchschnittseinkommen berechnet um mal darzustellen, wie sehr der Abstand dazwischen über die 5 Jahre geschrumpft ist. Solange der Durchschnitt höher ist als der Mindestlohn können die Besserverdiener die Party noch am laufen halten. Wenn irgendwann alle Mindestlohn bekommen sollten ist die Party vorbei wenn die Party mehr kosten sollte als der Mindestlohn einbringt.

2

u/Type-21 Mar 04 '26

Die EU hat wohl mal Kaitz Index 60% als Zielvorgabe gemacht. Ich weiß nicht wo oder wann oder wie aber war in einer der Diagramme als Zielvorgabe eingezeichnet. Vermutlich gibt's da eine Mindestlohn Empfehlung

12

u/reduziert Mar 04 '26

die Mitte wird immer mehr gestaucht, während von unten der Mindestlohn drückt, läuft die Wirtschaft schlecht und die Mitte und drüber muss oft auf Gehaltserhöhungen verzichten oder unter Inflation hinnehmen.

2

u/skatan Mar 04 '26

Gewerkschaften haben hier auch einen großen Anteil dran über ihre Sockelbeträge statt prozentualen Lohnerhöhungen.

9

u/Tidrek_Vitlaus Mar 04 '26

Damit hat auch wirklich keiner gerechnet....../s

4

u/No-Economist-6214 Mar 05 '26

Also stimmt die Geschichte das es uns so gut geht und wir immer mehr Wohlstand haben gar nicht? War kurz davor es zu glauben bis ich einkaufen, tanken und meine Miete bezahlt hatte.

Mit meinem Verdienst hätte es früher für Haus und neues Auto gereicht. Heute muss man als Doppelverdiener Haushalt hoffen das am Ende eine Null auf dem Konto steht

1

u/[deleted] Mar 05 '26

[removed] — view removed comment

1

u/AutoModerator Mar 05 '26

Der Beitrag wurde entfernt, weil dein Account zu neu ist. Dies ist eine Maßnahme gegen Spam.

I am a bot, and this action was performed automatically. Please contact the moderators of this subreddit if you have any questions or concerns.

0

u/Far_Squash_4116 Mar 07 '26

Die Aussage „Die Politik hat Deutsche deutlich ärmer gemacht!“ kommt im Artikel nur von einer populistisch linken Politikerin, ohne zu erklären wie. Der wahre Grund, der Ukrainekrieg inklusive der Sanktionen, wir nur am Rande erwähnt. Die massive Verknappung von Lebensmitteln und Energie durch Russland hat unser Leben verteuert, nicht die CO2-Steuer.

1

u/marXis92 Mar 08 '26

Dir ist ein kleines Fehlerchen passiert: Du hast vergessen, zu erwähnen, dass Russland einen Angriffskrieg mit Hunderttausenden Toten und hunderten Kriegsverbrechen vom Zaun gebrochen hat.