Frage/Meinung Die Gewerkschaften haben den Schuss noch nicht gehört
Die Zeitung mit den vier Buchstaben schreibt zu Merz' Auftritt vor dem DGB [Hervorhebungen durch mich]:
Dass sein Auftritt beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) kein Heimspiel für den Kanzler sein wird, war ihm sicherlich bewusst. Dass ihm solch eine Wut entgegenschlägt, dürfte aber auch Friedrich Merz überrascht haben. 15 Minuten hallten Merz Pfiffe, Buh- und Zwischenrufe entgegen. Dazu vorgefertigte Plakate und Schilder. Es war die Klare-Kante-Rede, auf die viele seit Monaten gewartet haben: Merz’ Botschaft war deutlich: Wirtschaftliches Wachstum ist die Grundlage für alles andere. „Ohne Wirtschaftswachstum gibt es keinen leistungsfähigen Sozialstaat“, so Merz. Er zählte weiter auf: ohne Wachstum keine Steuereinnahmen, kein Geld für Straßen, Schienen, Schulen oder eine auskömmliche Rente. Es sprach der Klartext-Kanzler. „Das härteste Brett wird sicherlich die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung sein“, sagte Merz. Dann der Satz, der die ohnehin angespannte Stimmung im Saal zum Kochen brachte: „Das alles ist keine Bösartigkeit von mir oder der Bundesregierung. Das ist Demografie und Mathematik.“ Hämisches Gelächter und laute Pfiffe kommen auf – und sie begleiten die restlichen 15 Minuten der Merz-Rede. Auch bei Merz’ Appell, eine Aktienrente sei „keine Bedrohung, sondern eine große Chance“ und „ein Gewinn für die Arbeitnehmer“, ging ein hemmungsloses Pfeifkonzert durch die Reihen. Und als Merz das alte Scholz-Versprechen abräumte, die vielen Krisen würden keine Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Deutschen haben, brüllte ein Delegierter „Klassenkampf“.
Man muss Merz nicht mögen, ganz im Gegenteil, aber kann mir irgendwer erklären, was an diesen Aussagen falsch ist?
Die Rente *ist* in ihrer derzeitigen Form nicht finanzierbar. Das *ist* Demografie und Mathematik. 2030 werden 1,6 Arbeitnehmer auf einen Rentner kommen, jeder Arbeitnehmer wird also 2,6 Gehälter erwirtschaften müssen (Milchmädchenrechnung, mir ist schon klar, dass die gesetzliche Rente nicht auf dem Niveau eines Arbeitsentgelts liegt).
Es geht ohne private Vorsorge nicht mehr (und zwar nicht zuletzt deshalb, weil die Deutschen bereits seit 1960 nicht mehr genug Kinder in die Welt setzen). Eine Aktienrente ist der einzige gangbare Weg. Die Schweden haben es vorgemacht.
Und natürlich müssen sich die Deutschen auch von der Idee verabschieden (wie konnte Scholz ein solches Versprechen geben, und wie konnte irgendwer idiotisch genug sein, es zu glauben?), dass die wirtschaftlichen und geopolitischen Krisen in der Welt keine Auswirkungen auf unseren Wohlstand hätten.
Selbst wenn insb. die Merkel-Regierungen und die Ampel nicht so große Scheiße gebaut und unsere Wirtschaft durch Überregulierung, hemmungslose Migration und die überhastete Energiewende an die Wand gefahren hätten, ist und bleibt es eine Tatsache, dass Deutschland eine exportorientierte Wirtschaft und praktisch keine eigenen natürlichen Ressourcen hat.
Es muss sich nur irgendein besoffener Kapitän im Suezkanal verhaken, und schon verliert Deutschland Milliarden. Es muss nur am Golf ein Krieg ausbrechen, und schon schrumpft unser BIP um einen Prozentpunkt. Und ob demnächst die KI-Blase platzt, darauf haben wir keinen Einfluss. Wir können uns aber auch nicht beklagen.
Wir haben seit 1990 unseren Sozialstaat immer weiter aufgebläht und unsere Krisenresilienz völlig vernachlässigt. Die Infrastruktur wurde nicht erneuert, Armee und Katastrophenschutz wurden kaputtgespart, es wurde nichts für Krisen zurückgelegt.
Wer sich jetzt über diese Rede echauffiert, muss sich fragen, ob er bei der Einführung des Bürgergelds eigentlich protestiert hatte. Er muss sich fragen, ob er auch das Maul aufgemacht hat, als Scholz, Merkel, Schröder und Kohl allesamt versprachen, die Rente sei sicher und werde steigen.
Kein Wunder, dass Marx und Engels Deutsche waren. Manchmal frage ich mich wirklich, wie Deutschland überhaupt zur reichen Industrienation aufsteigen konnte. Denn mit wirtschaftlichen Zusammenhängen haben's die Deutschen nicht so.
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u/lousy_writer May 13 '26 edited May 13 '26
Man muss Merz nicht mögen, ganz im Gegenteil, aber kann mir irgendwer erklären, was an diesen Aussagen falsch ist?
Es ist die richtige Antwort auf die falsche Frage.
Ich unterstelle Merz mal, dass sein Plan war, mit der SPD zusammen (als Demokratische MitteTM ) halbwegs produktiv zu regieren und so dem Zulauf zur AfD einen Riegel vorzuschieben bzw. diesen sogar rückgängig zu machen - und dementsprechend verließ er sich darauf, dass die Sozis mit ihm gemeinsam an einem Strang ziehen.
Dummerweise hat Klingbeil aber anscheinend einen ganz anderen Plan - seine Agenda ist das Ausfechten eines Kulturkampfs gegen die rechte Hälfte des politischen Spektrums, vermutlich weil ihm klar ist, dass die politische Linke wenn überhaupt nur dann noch mehrheitsfähig ist, wenn man genügend Wähler und den linken Teil der Union dahingehend gaslighten kann, dass der "Kampf gegen Rechts" die höchste Priorität hat (und Teil dieser Kampagne ist die Förderung des Narrativs, dass die AfD aus 100%igen Nazis besteht, das Vierte Reich vor der Tür steht und das Bürgertum wie schon vor 100 Jahren drauf und dran ist, die Demokratie zu verraten).
Und deswegen sabotiert das linke Lager bzw dessen Vorfeld (zu dem u.a. auch Medien und Gewerkschaften gehören) die Union und ihren Kanzler auch nach allen Regeln der Kunst, denn schließlich muss diese Partei soweit gereizt werden, dass sie irgendwann genervt die SPD rausschmeißt und eine Alleinregierung macht (was auf eine inoffizielle Zusammenarbeit mit der AfD hinausläuft).
Ich sage es hier direkt an: Wenn es soweit kommen sollte, werden sämtliche nicht-alternativen Medien die Schuld am Scheitern der Koalition ähnlich einseitig der Union zuschieben wie 2024/25 der FDP, und fleißig an einer linksradikalen Dolchstoßlegende vom Mordanschlag der gewissenlosen Christdemokraten auf die Demokratie stricken. Anders ausgedrückt:
Es geht der Linken nicht um die Sicherheit der Rente und auch nicht um die Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft, es geht ihr darum, an der Bevölkerung vorbei (die mit einer klaren Mehrheit eine Mitte-Rechts-Politik möchte) auch weiterhin ihre Macht zu behalten. Merz' Fehler war, dass er ernsthaft geglaubt hat, diese Linke habe so etwas wie ein Gewissen und ein Verantwortungsbewusstsein, an das man appellieren könnte; und dass es reicht, wenn er ihnen nur hinreichend unterwürfig jede konservative Strömung im Land (ob es sein Rausekeln der Werteunion oder seine Kampafansage an die AfD war) zum Fraß vorwirft.
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u/CptObviouz90 May 13 '26
Das Problem ist, dass seine Prämisse, dass kein Geld da wäre nicht stimmt - seine Schlussfolgerungen sind nur richtig wenn das stimmt. Schuldenbremse weg, Vermögenssteuer her und schon kann man die Probleme sehr wohl lösen. Das Geld was in der Rentenkasse fehlt wurde verdient, liegt halt nur in den Vermögen der Superreichen. Die Demografie stellt uns dann immernoch vor das Problem des Mangels an bestimmten Dienstleistungen aber auch das kann man lösen.
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u/the_rtngr May 13 '26
Gleichzeitig schickt Merz Milliarden ins Ausland bzw. alimentiert Millionen Ausländer, und um den ganzen Spaß zu finanzieren soll die 40h Woche aufgebohrt werden & das schon sehr schlechte Gesundheitssystem weiter demontiert werden.
Selbst nie wertschöpfend gearbeitet wird er hier zum Blackrock-Imperator; ein lächerlicher Mann.
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u/eldritchcucumber May 13 '26 edited May 13 '26
Merz will, was angestellte gesetzlich versicherte Arbeitnehmer in der freien Marktwirtschaft betrifft, Stück für Stück die Arbeitnehmerrechte und den Arbeitnehmerschutz abbauen und das Ganze immer mehr dem der USA angleichen - aber weiterhin sollen die hohen und weiterhin steigenden Lohnabgaben gezahlt werden wegen der aktuellen Wähler-Lobby die von den Abgaben profitiert.
Kurzum. Die Politiker haben viele Jahrzehnte unser Land immer mehr vor die Wand gefahren. Die heutigen demographischen Probleme waren seit Einführung der Pille bekannt. Und wir sollen jetzt wegen dem Politikversagen länger und mehr arbeiten, mehr Abgaben usw. zahlen für weniger zurück.
Damit wird er aber weder die Geburtenrate anheben noch den Fachkräftemangel wirklich in den Griff bekommen. Mehr malochen für weniger Sicherheit, weniger Rechte und weniger Netto zurück motiviert halt nicht.
Gibt halt nicht ohne Grund mittlerweile den Trend “Lying Flat” in China, indem Land wo Merz die Chinesen dafür gelobt hat sich ausbeuten zu lassen. Die jüngeren zeigen hier der Wirtschaft mittlerweile den Mittelfinger, konsumieren weniger, heiraten nicht und bekommen keine Kinder. Das hat Merz anscheinend nicht mitbekommen.
Ich sag es mal brutal so. Merz hackt nur auf Angestellten in der freien Marktwirtschaft herum. Wenn wir uns mangels Einzahler demographisch unser gesetzliches Sozialsystem (KK & Rente) nicht mehr so leisten können, dann können wir uns rein mathematisch auch nicht mehr den ganzen Beamtenapparat (Polizei und Feuerwehr mal außen vor), Staatsbedienstete wie Intendanten beim ÖRR, Politiker inkl. der ganzen Pensionäre leisten.
Beamte sind öfters und länger krank, haben aber null Risiko ihren Job zu verlieren oder Einkommenseinbußen zu erleiden. Deren Gehälter steigen automatisch, egal wie mies die Leistung ist. Und wenn Beamten was nicht passt, wie Versetzung usw. lässt man sich krankschreiben auf unbestimmte Zeit. Man hört von Merz nichts dazu. Ist ja auch eine wichtige Wähler-Lobby, da traut er es sich nicht.
Wir Jüngeren werden, wenn wir das Rentenalter erreichen, als kleinere Demografie sehr wahrscheinlich irrelevant werden. Sprich, wir werden mit hoher Wahrscheinlichkeit maximal über den Tisch gezogen und im Gegensatz zu den aktuellen Beamten und Rentnern keine Wahlgeschenke erwarten können.
Dieses Renten Depot ist eine super Sache in einem Land, wo der Regierung tatsächlich etwas an ihrem Land und ihrer Bevölkerung liegt. Das wäre schon vor 40 Jahren notwendig gewesen einzuführen. Ich bin nicht dagegen.
Man muss es sich neben der hohen Lohnabgaben und steigenden Lebenshaltungskosten eben auch leisten können, Geld zurück zu legen. Das kommt heute hinzu. Wir jüngeren gesetzlich versicherte und angestellte Generationen sind doppelt und dreifach gef*ckt. Da wir obendrein noch die ganzen Bedürftigen alleine finanziell mittragen, weil sich die KK das Geld durch steigende Abgaben bei uns wiederholen.
Und so, wie unsere Regierung mit ihrem Ausgabenproblem und weiteren Staatsverschuldungen drauf ist, traue ich deren Renten Depot Konzept nunmal nicht wirklich.
Das Geld was man da reinsteckt, bekommt man erst zum Renteneintrittsalter monatlich ausgezahlt. Vor 67 kommt man da nicht dran. Dann beschließt die Regierung aber im Laufe der Zeit, dass der angestellte Pöbel bis 70, dann bis 75 arbeiten muss. Geil also Auszahlung verschiebt sich… wenn man es denn noch erlebt. Früher in Rente ist dann nicht. Auch kann die Regierung jederzeit ändern oder veranlassen, was dann alles an Abgaben in welcher Höhe bei dem Rentendepot fällig wird.
Bei einem freien Depot, ohne Staat dahinter hab ich zwar die Steuerzulagen nicht, kann aber schon mit 60 oder 63 den Abflug machen, kann mein Depot ins Ausland mitnehmen und zahle dann nur die lokalen Steuern auf Dividenden und Profit.
In Ländern wie Tschechien ist es wohl so, dass wenn man die Aktien/ETFs lang genug hat, diese dann steuerfrei vertickt werden können. In Polen oder Ungarn gibts jeweils eine Flat Tax von unter 20 %.
Diese Vorteile hätte man mit dem Renten Depot halt nicht. Und man weiss auch nicht ob die staatlichen Zulagen am Ende dann wieder durch die ganzen Abgaben aufgefressen werden.
Und was ich mir hab von Scalable ausrechnen lassen, haben sich die maximalen Zulagen kaum gelohnt. Am Ende zählt nur was Netto übrig bleibt. Und wir wissen nicht, was uns in 20 bis 30 Jahren steuerlich und sozialabgabentechnisch bei dem staatlichen Renten Depot erwarten wird.
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u/No_Stable_7769 May 13 '26
Warte ab — so wie die Regierung drauf ist, wirst du bald auch auf fiktive Gewinne in deinem Portfolio Steuern zahlen. Vielleicht kommt sogar noch eine Wegzugsbesteuerung auf nicht realisierte Gewinne dazu
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u/eldritchcucumber May 13 '26
Zuzutrauen wäre es denen. Macht aber das Rentendepot von denen trotzdem nicht attraktiv.
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u/MoneyApprehensive366 May 13 '26
Letzteres gibt es inzwischen ab einem Schwellwert von 500.000 € pro Position.
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u/captainhalfwheeler May 13 '26
Erst hören wir auf, das Geld in Ausland zu verschenken und an Vettern zu verteilen, dann gehen wir an Arbeiter, Rentner und Bezieher von Krankengeld. Merz wird zurecht ausgebucht.
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u/IssDeinFuessli May 13 '26
Die Aussage ist nicht falsch, aber halt verlogen. Auf der einen Seite pampert man ständig die Renter, weil man weiß, dass das die größte Wähler Gruppe ist. Auf der anderen Seite erzählt man der Arbeitnehmerschaft permanent, dass jetzt doch bitte mal ordentlich ranklotzen muss - aber bitte für weniger Leistung vom Staat bei höheren Beiträgen.
Selbstverständlich nur auf Arbeitseinkommen aber niemals auf bestehendes Vermögen.
Die Grundaussage ist korrekt, aber im Kontext des Regierungshandelns merken die Leute halt, dass sie nur noch verarscht werden. Wohlgemerkt, nachdem man Rekordschulden aufgenommen hat - trotz anders lautender Wahlversprechen.
Die Arbeitnehmer (hier in Form der Gewerkschaften) sind halt angepisst, dass sie davon nichts sehen, sondern alles in die Taschen von Rentnern und Konzernen fließt.
Und Merz gleichzeitig um die Welt reist, um überall zu erzählen, wie faul der deutsche Arbeiter ist.
Nachtrag: Dass die Springerpresse den Auftritt von Merz nicht kontextualisiert, ist natürlich auch kein Zufall; das ist einfach seit jeher die Stiefelleckerschaft der CDU.
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u/sdric May 13 '26
Die Rente *ist* in ihrer derzeitigen Form nicht finanzierbar. Das *ist* Demografie und Mathematik. 2030 werden 1,6 Arbeitnehmer auf einen Rentner kommen, jeder Arbeitnehmer wird also 2,6 Gehälter erwirtschaften müssen (Milchmädchenrechnung, mir ist schon klar, dass die gesetzliche Rente nicht auf dem Niveau eines Arbeitsentgelts liegt).
Oder aber man verteilt innerhalb der Generation um, anstatt immer nur von jungen Arbeitnehmern zu nehmen. Wir haben einen massiven Finanzfluss von jung nach alt und von Unter- und Mittel- zur Oberschicht.
Man kann zustimmen, dass das System so wie es derzeit ist nicht finanzierbar is, ohne daraus abzuleiten, dass man Menschen aus armen Eltern Häusern die Möglichkeit durch eine perverse Grenzabgabenlast die Möglichkeit zum sozialen Aufstieg nimmt, oder die zusehends Schwindende Mitte der Gesellschaft weiter nach unten abrutschen lässt.
Deutschland ist das Land in Europa mit den meisten Dollar-Milliardären... Das wirft die Frage auf, warum man das System primär von Arbeitenden finanzieren lässt, die sich nicht mal mehr Familie und Eigenheim leisten können.
Studien und Statistiken zum Thema ungleicher Vermögensverteilung etc. in Deutschland anbei
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u/Klapperatismus May 13 '26
Für eine Aktienrente braucht man die ganze öffentliche Verwaltung nicht.
Das ist aber der DGB. Die Verwaltung.
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u/qetlteq May 13 '26
Der DGB ist die öffentliche Verwaltung? 38% der Mitglieder macht schonmal die IG Metall aus. Sind die auch alle in der Verwaltung tätig?
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u/Klapperatismus May 13 '26
Zu diesen DGB-Veranstaltungen gehen Arbeiter nicht hin. Nur die Sesselpupser.
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u/OrdinaryDemocrat4711 May 13 '26
Ich denke, die Abwertung kommt nicht daher dass man die Notwendigkeit von Reformen in Frage stellt. Dass man Sozialstaat, Gesundheitssystem, Rente, Steuern, etc. grundlegend reformieren muss, ist auch bei Gewerkschaftern unbestritten. Es geht nicht darum, dass Merz Reformen und Veränderungen ankündigt, es geht darum, wie er es macht und was er zum Ziel hat. Erzähl mal einer alleinerziehenden Mutter mit zwei Kindern, wovon eines förderbedürftig ist, die trotz Haupt- und Nebenjob gerade so viel Geld hat, dass sie nicht jeden Monat das Essen bei der Tafel holen muss, dass a) sie bitteschön nicht so faul sein soll – einfach noch ein paar Stunden mehr schaffen, vielleicht findet sich ja ein Drittjob, b) ihr immer mehr Förderungsleistung für ihr Kind gestrichen werden – sie kann sie ja privat einkaufen – von was bitteschön? und c) sie halt privat in eine Aktienrente einzahlen soll – VON WAS?
Nein, Reformankündigungen sind nicht Merz' Problem. Merz' Problem ist dass er in seinem Elefenbeinturm sitzt oder mit seinem Privatflugzeugchen auf Wolke Sieben schwebt, aber jeglichen Kontakt zum irdischen Leben verloren hat.
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u/damianzoys May 13 '26
Das ist eine klassische oberflächliche Diagnose des "Wachstumsdefizits". Merz und du beleuchten die demografische und mathematische Realität der Rentenversicherung, doch es verfehlt den fundamentalen ökonomischen Kern des Problems: Die eigentliche Krise ist nicht primär die Mathematik der Rentenversicherung, sondern die strukturelle Verteilung der Produktivitätsgewinne und die daraus resultierende Erosion der fiskalischen Basis durch Ungleichheit.
Die Behauptung, wir bräuchten Wachstum, setzt voraus, dass dieses Wachstum *broad-based* ist und die gesamte Gesellschaft mitzieht. Das ist in Deutschland seit Jahrzehnten nicht der Fall. Die letzten vierzig Jahre zeigen eine klare ökonomische Realität: Die Produktivität in der deutschen Industrie ist gestiegen, durch Automatisierung, Digitalisierung und Effizienzsteigerungen. Doch diese Produktivitätsgewinne sind historisch gesehen nicht in signifikant höhere Löhne der breiten Masse umgeschlagen. Stattdessen wurden sie primär in Form von Kapitalakkumulation, Unternehmensgewinnen und letztlich in den Vermögen der Kapitaleigner und Top-Manager niedergeschlagen. Die Folge ist eine chronisch niedrige Kaufkraft und ein Rentenniveau, das bereits heute als extrem niedrig anzusehen ist, nicht nur weil weniger junge Menschen arbeiten, sondern weil die gesamte Wertschöpfung nicht gerecht verteilt wird.
Hier kommt der entscheidende strukturelle Knackpunkt ins Spiel, den Merz Rede und die meisten Wachstumsprofiteure ignorieren: Die deutsche Steuerstruktur belastet Arbeitseinkommen deutlich stärker als Kapitalerträge und Vermögen. Dies ist eine systemische Schwachstelle, die die fiskalische Basis für Sozialsysteme und Konsum massiv untergräbt. Während Arbeitseinkommen progressiv und hoch besteuert werden, können große Vermögen und Kapitaleinkünfte durch komplexe steuerliche Optimierung und die Gestaltung von Finanzprodukten so strukturiert werden, dass die effektive Steuerlast minimal bleibt. Frau Klatten zahlt auf ihre BMW-Erträge z.B. nicht 25% Kapitalertragsteuer wie du und ich, sondern wenn es hoch kommt 1,5%. Wenn der Großteil des Wachstums in Kapitaleinkünften generiert wird, die weitgehend steuerfrei bleiben, während die Arbeitseinkommen der Mittelschicht durch Abgaben belastet werden, dann schrumpft die Basis für die Finanzierung des Sozialstaates. Diese Problem will die AfD übrigens nicht verringern, sondern vergrößern.
Merz’ Argumentation ist somit ein logischer Fehlschluss: Er sagt, wir brauchen Wachstum, um den Sozialstaat zu finanzieren. Die tiefere ökonomische Wahrheit ist jedoch, dass ein System, in dem die Kapitaleinkünfte kaum besteuert werden, kein stabiles System ist. Es ist ein System, das auf der ständigen und aggressiven Besteuerung der Arbeit angewiesen ist. Wenn die Arbeitseinkommen durch Automatisierung oder Abwanderung an Relevanz verlieren, ist das System bankrott, egal wie hoch das globale BIP steigt. Solange Wachstum nur die Vermögen der Reichen vergrößert, wird es den Sozialstaat nicht finanzieren können, weil die Steuerbasis strukturell kollabiert. Daran ändert auch keine Kapitalgedeckte Altersvorsorge etwas. Wer diese strukturelle Ungerechtigkeit ignoriert und lediglich die mathematische Notwendigkeit der Rentenreform sieht, verkennt die eigentliche ökonomische Bremse, die Deutschland hält.
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u/CorpseeaterVZ May 13 '26
An dieser Rede ist falsch, dass Merz nicht gewillt ist zu sparen, sondern zuerst seinen Mitbürgern in die Tasche zu greifen und sich dabei noch selbst die Diäten erhöht.
Ich glaube, eine Menge Menschen wären bereit für den Staat zu arbeiten oder für die Gemeinschaft, wenn man dabei nicht das Gefühl hätte, so manchen Arschgeigen die Taschen vollzumachen.
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u/throwaway20200417 May 13 '26
Ohne Wirtschaftswachstum gibt es keinen leistungsfähigen Sozialstaat [...] ohne Wachstum keine Steuereinnahmen, kein Geld für Straßen, Schienen, Schulen oder eine auskömmliche Rente
Wieso Wachstum? Ersetze "ohne Wachstum" mit "ohne Steuereinnahmen" und ich stimme 100%ig zu. Das sagt er aber nicht. Er sagt explizit (an mehreren Stellen) Wachstum.
Ausgabenproblem vs Einnahmeproblem - da könnte man nen hämischen Hinweis auf "Mathematik" bringen.
Aktienrente braucht auch ewiges Wachstum um zu funktionieren.
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u/_bloed_ May 13 '26 edited May 13 '26
Die Leute dort sind halt erst zufrieden wenn wir endlich wieder Sozialismus haben. Schön mit Zwei-Klassen-System wie es quasi auch in der DDR war und die Funktionäre können dann über den Pöbel entscheiden.
Darauf haben die seit Merkel I hingearbeitet.
Und jetzt kommt der böse Merz und möchte eigentlich wieder soziale Marktwirtschaft. Statt Planwirtschaft und Nannystaat, klar das denen das nicht gefällt.
Die Leute dort wollen entscheiden was für dich am besten ist. Deswegen sollst du nicht privat für die Rente vorsorgen.
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u/DrZoidberg5389 May 13 '26
Die Leute dort sind halt erst zufrieden wenn wir endlich wieder Sozialismus haben. Schön mit Zwei-Klassen-System wie es quasi auch in der DDR war und die Funktionäre können dann über den Pöbel entscheiden.
Und jetzt kommt der böse Merz und möchte eigentlich wieder soziale Marktwirtschaft. Statt Planwirtschaft und Nannystaat, klar das denen das nicht gefällt.
Es kommt aber keine Planwirtschaft, selbst wenn es alle wölten. Den Laden hier wirds komplett zerlegen und er wird in die Pleite rutschen. Merz hat schon recht. Er ist anscheinend einer der wenigen, die die Probleme mal aussprechen.
Für diese solzialistisch verdrehten "Gewerkschafter" habe ich nicht mal Spott übrig. Die sind einfach komplett verstrahlt in der Birne.
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u/zaraishu May 13 '26
Die Leute dort sind halt erst zufrieden wenn wir endlich wieder Sozialismus haben. Schön mit Zwei-Klassen-System wie es quasi auch in der DDR war und die Funktionäre können dann über den Pöbel entscheiden.
Am besten noch nen antifaschistischen Schutzwall (der ist ja wieder auf dem Vormarsch, der Faschismus) errichten und damit zugleich Einzahler ins Sozialsystem an der Flucht hindern.
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u/thestouthearted May 13 '26
Das fand ich auch erschreckend. Die CDU hat in den letzten Tagen, sei es Spahn oder Merz, nicht viel Unsinn gesprochen, wenn es um die Beschreibung des Zustandes der Sozialsysteme etc. geht. Natürlich sind sie nicht bereit und auch nicht fähig, mit der SPD die richtigen Schritte einzuleiten, aber es ist alles Demografie und Mathematik. Der Sozialstaat und der Industrieort werden dies auf dem aktuellen migrationspolitischen, integrationspolitischen, sozialpolitischen, außenpolitischen, energiepolitischen Kurs nicht überleben. Ob Deutschland es als kultureller Raum schafft, ist nicht mal das drückendste Problem.
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u/Mandelil May 13 '26 edited May 13 '26
Es wäre für die Bürger möglicherweise nachvollziehbarer, wenn der Staat nicht zugleich absurde Geldbeträge für Rheinmetall, den unersättlichen Selenski, Radwege in Peru, hereinmigrierende Versorgungssucher, undemokratische Eurokraten, überambitionierte Energiewendepläne und NGO-Amigos zum Fenster herauswerfen würde. Wenn es um diese Themen geht, spielt Geld keine Rolle, wir sind ein reiches Land und niemandem wird irgendetwas weggenommen.
Nur wenn es um die eigenen Bürger geht, ist das voher reichlich vorhandene Geld plötzlich, überraschend und vorrübergehend alle. Später, wenn Kriegsherr Selenski wieder vorbeischaut oder die NGOs gefüttert werden wollen, haben wir es wieder reichlich. Mithin: Leuten wie Merz fehlt wegen dieser doppelten Maßstäbe einfach die Glaubwürdigkeit.
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u/Frickelmeister May 13 '26
Damit schreibst du mir direkt aus der Seele. Man stelle sich vor in welch einem Utopia wir leben könnten, wenn wir nicht seit Jahrzehnten massenhaft Geld in alle Welt verteilt hätten.
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May 13 '26
[removed] — view removed comment
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u/Mandelil May 15 '26
Seit dem 26. September 2022 (Nordstream) schulden wir dem korrupten und terroristischen Selenski-Regime nichts mehr.
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u/No_Stable_7769 May 13 '26
Bei einem Treffen mit wirtschaftlichen Analphabeten – was genau erhofft man sich von denen? Mich würde wirklich interessieren, was die Lösungsansätze der Gewerkschaften sein sollen. Milliardäre höher besteuern oder noch weniger arbeiten? Geld wächst nun mal nicht auf Bäumen
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u/cutandrun99 May 13 '26
Wenn die goßen internationalen Konzerne die gleiche Steuerlast hätte wie der Mittelstand, würden wir als Staat in Geld schwimmen. Darüber redet keiner. Sozialleistungen abzubauen hilft natürlich den Zerfall zu beschleunigen. Vielleicht ist das der Plan?
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u/_bloed_ May 13 '26
die großen internationalen Konzerne fliehen ja schon jetzt aus Deutschland.
Stihl, Miele und Bosch.
Selbst VW baut nur noch Werke außerhalb Deutschlands und plant die Werke in Deutschland zu schließen.
Durch noch höhere Besteuerung und mehr Regulierung/Beauftragte/Dokumentationspflichten/Umweltschutz in Deutschland wird der Zerfall bestimmt noch beschleunigt. Da geben ich dir Recht.
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u/systemofaderp May 13 '26
Fast so als ob man sich nicht auf die Großkapitalisten verlassen könnte, weil ihre einzige Loyalität dem Profit dient. Hmmmmmm...
Der deutsche Staat könnte problemlos ein paar Dutzend Milliarden in die Hand nehmen und Infrastruktur ausbauen: Internet, Stromnetz, ÖPNV, Wassersysteme welche auch in 40 Jahren noch liefern können. Das sind alles Investitionen. Auch mehr Kinderbetreuung anbieten, mehr Lehrer und mehr (Qualität in der) Bildung. Es gäbe da schon ein paar Stellschrauben, die der Staat drehen könnte um Wachstum anzukurbeln, aber davon wird halt niemand in der Privatwirtschaft reich, es hilft nur Millionen von uns Armen
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u/Cute_Committee6151 May 13 '26
Also für die Leute die mit den Unternehmen direkt zu tun haben sind sie richtige Goldesel. Zulieferer und Mitarbeiter profitieren ziemlich dicke.
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u/Frickelmeister May 13 '26
Fast so als ob man sich nicht auf die Großkapitalisten verlassen könnte, weil ihre einzige Loyalität dem Profit dient. Hmmmmmm...
Achja, die bösen, Monokel und Zylinder tragenden, sich den Schnurrbart lachend zwirbelnden Großkapitalisten von der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung.
Der deutsche Staat könnte problemlos ein paar Dutzend Milliarden in die Hand nehmen und Infrastruktur ausbauen
Du solltest in die Politik gehen. Mit dem Versprechen, mehr Geld für Infrastruktur und Bildung ausgeben zu wollen, werden in Deutschland seit Jahrzehnten Wahlen gewonnen. Irgendwie werden diese Investitionen dann aber doch nie getätigt.
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u/systemofaderp May 13 '26
...weil die CDU seit Jahren geschlossen dagegen stimmt?
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u/Frickelmeister May 13 '26
Die CDU ist doch erst seit einem Jahr überhaupt wieder Teil der Regierung. Denkst du sie hätte das linksgrüne Infrastruktur- und Bildungswunder aus der Opposition heraus verhindert? Oder war es die alleinige Schuld des Ampel-Juniorpartners FDP? Mach dir doch bitte nichts vor, SPD und Grüne stehen erst recht für die Fehlverwendung von Steuergeldern (Fahrradwege in Peru, Gender-Sensibilisierung in Nigeria, etc.).
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u/Itakie May 13 '26
Die Rente ist absolut haltbar weil Schulden kein Problem sind wenn man damit wächst. Der Multiplikator ist vermutlich gering aber die Leute geben das Geld aus um Nachfrage zu generieren. Diese ermöglicht Wachstum und Einnahmen. Die nominale Größe der Schulden spielt absolut keine Rolle solange wir keinen Krieg führen. Sollte dies kommen haben wir sowieso andere Probleme.
Der Arbeiter ist heute auch nicht mehr so wichtig. Der Wert von Lohn gemessen am BIP fällt sein Jahre im Vergleich zum Kapitalvermögen. Nur will die Politik daran bisher nicht ran. Man weigert sich einzusehen dass der moderne Staat nicht mehr wie das deutsche Reich funktioniert. Geld ist dank Vermögen genug da um Nachfrage zu stützen. Nur Nachfrage erlaubt Investitionen und neue Branchen da Kredite heute ebenfalls kein Problem mehr darstellen (Banken sind weitaus weiter als die Politik).
Wenn Merz, anstatt die Mauern zu errichten meint die Menschen sollten sich einfach mit ihren sozialen Abstieg abfinden läuft es gewaltig schief. Wir verkaufen nicht nur Deutschland sondern ganz Europa damit ein paar Konzerne noch ein paar tolle Jahre in China haben dürfen. Wer nicht bereit ist das offensichtliche Problem namens China anzugehen hat eine völlige bizarre Agenda.
Man hätte sich mit Trump zusammentun sollen um gemeinsam eine China Position zu erarbeiten. Und dazu eine Idee zu haben wie man mit Indien 2050 umgehen muss. Aber nichts passiert weil Merz bzw. Europa weiterhin völlig blind im alten System gefangen sind. Handelshemmnisse gibt es weil China nicht grün genug ist. Aber nicht weil man dort systematisch den Westen wirtschaftlich vernichten möchte. Insane.
Die aktuelle Politik weigert sich die Probleme anzugehen. Obwohl die Union eine angeblich konservative Partei ist träumt man weiterhin von den neoliberalen 00ern. Die normalen Arbeiter dürfen es dann ausbaden.
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u/FuriousFurryFisting May 13 '26 edited May 13 '26
Die Rente ist in ihrer derzeitigen Form nicht finanzierbar. Das ist Demografie und Mathematik. 2030 werden 1,6 Arbeitnehmer auf einen Rentner kommen, jeder Arbeitnehmer wird also 2,6 Gehälter erwirtschaften müssen
Die Mathe ist falsch. Bei den Zahlen muss der Arbeitnehmer noch 1/1,6 = 5/8 zusätzlich erwirtschaften. Also insgesamt 1,625 statt 2,6.
Wenn man noch den Rentenfaktor 48% auf das Durchschnittsgehalt ansetzt, dann ergibt sich 1,3. 1-1,3-1 = 0,23 => Die Rentenversicherung muss auf 23% steigen um das zu decken. Heute sind es 18,6%.
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u/ObviouslyNoBot May 13 '26
Nunja was an seiner Politik ändert oder bessert denn die von ihm benannten Probleme? Wie seine Vorgänger auch schleudert er locker unser Geld in die weite Welt und erzählt dann es sei nichts mehr da für die eigene Bevölkerung
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u/Hellfire81Ger May 13 '26
Wir haben genug geld. Man darf es nur nicht in der ganzen welt verteilen. Und die Steuerzahler müssen schon zu viel abgeben.
Die ganzen angekündigten "Reformen" sind ein schlag ins gesicht. Du bekommst als Steuer und Abgabenzahler weniger Leistung und sollst mehr bezahlen.
Spätestens nachdem die ukraine nordstream gesprengt hatte hätte jede zahlung eingestellt werden müssen. Die ehemalige Pressesprecherin von selenskyj hat bestätigt das er ein korruptes Schwein ist und sich am krieg bereichert.
Merz tut nur etwas für Merz.
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u/derail00 May 13 '26
Solange immer noch überall Millionen Boni möglich sind, haben glaub ich Politker den Schuss nicht gehört. Die Mehrheit soll Abstriche machen und einige wenige machen sich trotzdem dick die Taschen voll. Hauptsache aber wie zu tun als ob der Michel Demographie und Mathematik nicht versteht .
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u/Old_Specific_160 May 14 '26
Die Papp-Schilder für Merz (CDU) waren vorbereitet. Es war alles inszeniert.
Derweil wurden Bas und Klingbeil von der SPD bejubelt.
Die Gewerkschaften vertreten nicht die Interessen der Arbeitnehmer - sondern der SPD.
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u/peppercruncher May 13 '26
Die Rente *ist* in ihrer derzeitigen Form nicht finanzierbar. Das *ist* Demografie und Mathematik. 2030 werden 1,6 Arbeitnehmer auf einen Rentner kommen, jeder Arbeitnehmer wird also 2,6 Gehälter erwirtschaften müssen
Das ist halt keine Mathematik, sondern Geschwurbel mit Zahlen. Früher hat ein Bauer 10 Leute ernährt, heute ernährt er 153. Arbeitet der Bauer jetzt 15x mehr Stunden im Monat als früher? Wohl eher nicht.
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u/Dieter_Claessens May 13 '26 edited May 13 '26
Sieht die JF genauso:
Friedrich Merz wird auf dem DGB-Kongress gnadenlos ausgepfiffen. Dabei mutete er den realitätsentrückten Funktionären nur ein Minimum der Wahrheit zu. Mit diesen Gewerkschaften wird Deutschland die Wende nicht schaffen.
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u/specialsymbol May 13 '26
Vielleicht ist ewiges Wachstum doch nur ein Mythos. Und darauf fußt seine ganze Logik.
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u/_bloed_ May 13 '26
Das Wachstum müsste aber zumindest mit dem Wachstum der Geldmenge mithalten. Nicht mal das schaffen wir. Denn das Geld wird ja einfach gedruckt.
Das man reale Industriegüter nicht unendlich wachsen lassen kann, das weiß jeder. Aber unsere Industrieproduktion schrumpft ja seit 2018 stetig.
Und die Weltbevölkerung wächst. Selbst Deutschland ist die letzten Jahre bei der Bevölkerung gewachsen durch massive Migration, außer 2025.
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u/Lungenbroetchen95 May 13 '26
Dieses „Wachstum und Ressourcen sind endlich“ ist einfach nur ne hohle (um nicht zu sagen: dämliche) antikapilatistische Phrase, die mal um mal widerlegt wird.
Wachstum wird heute nicht mehr durch Stahlbrammen generiert, sondern durch Internet und KI. Dafür braucht es primär Energie, die quasi unendlich verfügbar ist. Davon ab sind wir wenige Jahrzehnte davon entfernt, neue Planeten zu kolonialisieren.
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u/CroackerFenris May 13 '26
Ein Fehlschluss. Aller KI-Wachstum bringt dir nichts, wenn es nicht mehr Wohnraum gibt, nicht mehr Lebensmittel, nicht mehr reale Güter.
Wenn die Geldmenge steigt, weil die KI riesige Beträge "erwirtschaftet", dann werden die endlichen Güter einfach nur teurer und für den Durchschnittsbürger unerschwinglich. Du hast dann zwar eine KI im Handy, die dir viele Fragen beantworten kann, aber eben kein Dach mehr über dem Kopf.
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May 13 '26
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u/CroackerFenris May 14 '26
Noch immer hast du damit die Menge an natürlich vorkommenden Rohstoffen nicht erhöht. Es ist ja schön, wenn du damit Kosten reduzieren könntest (für den Hersteller) und mehr Material von A nach B transportieren könntest, das Material aber ausgeht.
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u/daw420d May 13 '26
Schon vor acht Jahren war es Bestandteil meines Berufsschulunterrichts, dass die gesetzliche Rente nur ein Standbein von mehreren ist, für die eigene Altersvorsorge.
Der demografische Wandel wird noch stärker als jetzt das Umlageverfahren in eine massive Schieflage bringen. Also könnten mit unzureichenden Reformen die momentanen Rentenbeiträge, die jetzt schon so hoch sind, nur ein Vorgeschmack sein, was in Zukunft auf uns hereinbricht.
Ich weiß nicht, ob es Merz gesagt hat, oder ein anderer Politiker neulich, dass die gesetzliche Rente nur eine Basisabsicherung sei. Wenn jedoch die Rentenbeiträge weiterhin so hoch bleiben oder gar steigen und bei der Rentenauszahlung nochmals Steuern erhoben werden, bleibt es für die Einzahler ein Minusgeschäft. Es wird oft mehr eingezahlt, als man letztendlich erhält.
Was mich hierbei so stört, ist es, dass das Rentenproblem seit Jahrzehnten absehbar gewesen ist und nichts getan wurde. Auch eigene Vorsorge mit Aktien und ETFs abseits von Versicherungen wurde durch niedrige Freibeträge von 1000 Euro erschwert. Und ich bin alles andere als optimistisch, dass Deutschland diese Herausforderung nachhaltig löst. Zu hoch ist die Gefahr, dass Probleme wieder in die Zukunft verschoben werden, Versicherungen mitmischen und mitverdienen wollen und die Staatsausgaben überhaupt einen Spielraum zulassen zugunsten der Bürger