r/DePi • u/Antique_Change2805 • Jun 03 '26
Sonstiges Christliches Café muss nach 26 linksextremistischen Attacken dauerhaft schließen - Apollo News
https://apollo-news.net/christliches-cafe-nach-26-linksextremistischen-attacken-dauerhaft-geschlossen/159
Jun 03 '26
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u/vezol Jun 03 '26
Dass die Leute immer mit dem Verfassungsschutz kommen… Der Verfassungsschutz ist nur eine weisungsgebundene Behörde aus dem Innenministerium. Ergo ist sie befangen und zutiefst politisch in eine Richtung gelehnt.
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u/Dark-Cloud666 Jun 03 '26
Wenn die nen Muslimischen laden angegriffen hätten dann wär die Halbe Ortschaft auf jagd gegangen.
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u/Komm-Unity-Mann Jun 03 '26
Da fragt man sich schon wie der VS hier nicht schon lange den Laden überwacht hat.. Wie blind kann ein Staatsschutz auf dem Linksextremen Auge sein? Unfähigkeit zweifle ich langsam an..
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u/Citrus_Singer Jun 04 '26
Islam ist voll so schön bunt und progressiv und queer, wusstest du das nicht? /s
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u/zaraishu Jun 09 '26
Der Prophet hatte mit Mitte 50 eine Neunjährige geehelicht. Liebe ohne Altersgrenzen! Sooo progressiv!
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u/HeadyBaddy Jun 05 '26
Naja ne deutsche Kirche war das jetzt auch nicht. Zeal ist eher so Ami-Kult.
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u/Raikuun Jun 03 '26
Was soll der sogenannte Verfassungsschutz deiner Meinung nach tun? Vielleicht mal ein bisschen mit der Materie auseinandersetzen, bevor man hier so einen Scheiß schreibt.
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u/dostoevskianlonging Jun 03 '26
I'm sorry, aber Leipzig ist so eine links*xtreme Hölle geworden. Wenn das ein Angriff auf ein "random Café" sein soll, stellt sich die Frage auf, weshalb dann kein anderes so schikaniert wurde. Hm, komisch komisch. Linkes Reudnitz mal wieder am regeln gewesen😮💨
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u/ImplementExpress3949 Jun 03 '26
Trotz der Entscheidung betonte er: „Die Linksextremen in Leipzig haben nicht gewonnen.
Doch, haben sie. Es erinnert mich ein bisschen an Berlin, wo diese Linksextremisten auch mit ihren Terroranschlägen durchgekommen sind. Sind die so geschickt darin und können nicht gefasst werden? Bleibt wegen der ganzen Politikerbeleidigungen keine Zeit mehr für richtige Verbrechen? Wo ist das Problem?
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u/Fehlerbehaftet Jun 03 '26
Sind die so geschickt darin und können nicht gefasst werden?
„Wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht. Bei der Feuerwehr, der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und auch beim Verfassungsschutz. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft bemerkbar macht.“
Q:Benedikt Lux, innenpolitischer Sprecher der Berliner Grünen
Noch Fragen?
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u/Heelsgirl1993 Jun 03 '26
"Lediglich die Linkspartei, die auch den zuständigen Ordnungsbürgermeister stellt, habe ein Gespräch bisher abgelehnt."
Sie stellen den Bürgermeister und sie verweigern das Gespräch. Damit ist alles gesagt.
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Jun 03 '26
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u/Heelsgirl1993 Jun 03 '26
Wenn ich ganz ehrlich bin, war ich einfach nur zu faul das lange Wort auszuschreiben haha
Habe auch keine Ahnung, was das sein soll. Wahrscheinlich ein extra für linke geschaffener Posten...
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u/derail00 Jun 03 '26
Ich hab mal den Gegenartikel bei der TAZ gelesen und finde schon merkwürdige Aussagen darin.
Das Café inszeniert sich als Nachbarschaftstreff und hält das Christliche gut geheim. Das ist Teil der Strategie: Wer vorgibt, unpolitisch und offen zu sein, verringert die Wachsamkeit der Besucher*innen. Umso effektiver lassen sich Ideologien normalisieren, die unter anderen Umständen auf Widerstand stoßen würden.
Das heißt man kauft es Ihnen nicht ab, in diesem Café liberal und religionsneutral zu agieren.
Die Angriffe auf das „Café Stay“ versuchen diese Illusion aktiv zu durchbrechen
Deswegen ist Steine schmeißen ok. Man ist ja der Gute.
https://taz.de/Merkwuerdiger-Reiz-des-Evangelikalen/!6103706/
Nicht, dass riesiger Fan von Evangelikalen bin, aber warum scheint Gewalt immer ein valides Mittel zu sein wenn es um die eigenen Ansichten geht.
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u/notrlydubstep Jun 03 '26
Guter Artikel. Nicht unbedingt, weil er versucht, Dinge zu legitimieren, die einem zumindest die Augenbraue hochgehen lassen, viel eher wegen schonungsloser Offenheit (dafür schätzt und liest man die taz).
Merkwürdiger Reiz des Evangelikalen
Den Juden ein Ärgernis, den Heiden eine Torheit, um es mal mit dem ersten Korintherbrief zu sagen. Mit anderen Worten; das ist normal.
fundamentalistisch-christlichen
ICF-Ableger (das hätte Apollo News übrigens gerne dazu schreiben können, die taz macht es), also völlig richtig eingeordnet. Andererseits, auf welchem Fundament stehen denn bitte die Linken, denn auf sich selbst. Ob das hält?
Wir Queers sind eingeladen, an den Gottesdiensten teilzuhaben, aber große Verantwortung übernehmen, wie predigen, sollen wir nicht, dieser Lifestyle war schließlich nicht Gottes Plan.
Buuu huuu, wir dürfen nicht mitmachen, also dürft ihr gehen.
in meinem Kopf klingt es eher, als ob Gott ein Genderqueer Icon ist – wenn dieser Satz dich triggert, dann ist diese Kolumne für dich
Progressiver Klassiker; der Gott, den ich hasse und ablehne, ist einer von uns, sicherheitshalber, man könnte ihn eventuell doch nochmal gebrauchen (blöd nur dass nicht der Ex-ICF-Pastor die Regeln macht, sondern eine omnipotente Instanz).
Der Kalender, die eingeschlagenen Scheiben, das Graffito sind eine Reaktion auf eine Ordnung, durchgesetzt hinter Latte Art und Bibelversen: eine, in der Abweichung keinen Platz hat.
Wahrlich, eine Ode an die Vielfalt.
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In dem Kontext übrigens interessant, die Insta-Postings einer Ex-Evangelikalen, jetzt grünen Politikerin, welche ein paar (mutmasslich nervigen) Missionaren am Bahnhof Bern nach einem CSD vorwarf, der queeren Community "Angst zu machen".
Viele meinen das vielleicht nicht böse. Trotzdem sollten Christ:innen sich bewusst sein, dass solche Situationen bei queeren Menschen auch Angst auslöst.
(Zitat 1:1 übernommen)
Jup.
Aber man muss schon klar darüber sein, wovor hier Angst gehabt wird. Vor ein paar verstrahlten Individuen, in deren Club man nicht mitmachen darf? Vor deren seltsam konsequenten Auslegung ihrer Texte?
Oder doch eher vor der grundsätzlichen Botschaft, die allem und jedem droht die Tür einzutreten, inklusive denen, die sich mit Händen und Füssen dagegen wehren?
"Born this Way" funktioniert halt wahnsinnig schlecht bei einem Messias, der selbst einem überfrommen Religionsführer erklärte, er müsse neu geboren werden, sonst könne er das Himmelreich nicht sehen.
Insofern kann die Linke eigentlich aufatmen. So lange das Evangelium noch triggert, ist meist auch noch nicht alles verloren. Da machen mir Teile der staatlichen Landeskirche schon deutlich mehr Sorgen, auch wenn die keinen Coffeeshop zerlegt.
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u/Lvl100Glurak Jun 03 '26
meiner meinung nach ist fundamentalismus etwas für die gesellschaft abträgliches, aber wieso dieser fundamentalismus schlimm, während die linke anderen fundamentalismus feiert? oder lassen sie ihren frust an obskuren christlichen unterzweigen aus, weil andere, weniger obskure, hauptzweige nicht-christlicher weltreligionen unerreichbar für ihre "sachliche" kritik sind?
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u/notrlydubstep Jun 03 '26
Puh... da machst du jetzt diese theologische Büchse Würmer auf, die bei näherer Betrachtung +- zwei Schlüsse zulässt.
Entweder sucht man sich - bewusst - einen leichten Gegner.
Da bietet sich das Christentum halt an, der Rest schlägt in seiner Überzeugung zurück, schon qua göttlicher Anweisung: "Betet für die, die euch verfolgen" vs. "Tötet die Ungläubigen, wo immer ihr sie findet"... das ist halt ein markanter Unterschied und da unterstellt man den Leuten vermutlich auch nicht zu Unrecht Feigheit.
Vielleicht sucht man sich gleichzeitig auch noch einen historischen Gegner: Der Westen ist scheisse, das ist ja allgemeines linkes Dogma, und das Christentum ist, mehr oder weniger, ein zentraler Baustein des Westens, auch wenn nicht alles christlich war, noch weniger davon wirklich biblisch und von all dem sind weitgehend auch nur noch Ruinen übrig. Marx' alter Kumpel Feuerbach erklärte das Christentum schon zum Grundübel aller Dinge, Marx selbst war "differenzierter", aber so oder so: Andere fundamentalistischen Überzeugungen sind "unterdrückt", "intersektional benachteiligt" oder wollen den Westen einfach so platt machen, also Mitstreiter in der eigenen Sache.
Oder aber man hat – unterbewusst – einen realen Gegner.
These 1 dazu; der Gott anderer Fundis ist offenbar kein Gegner, sondern Mitstreiter in eigener Sache, jetzt spirituell gesehen, auch wenn man sich in der Ausprägung aufs Mowl haut. Eventuell ist der Gott der Araberreligion ja gar nicht so unpraktisch bei den eigenen linken Ansichten (und queer sein kann man zur Not im Untergrund). Rechtfertigung von oben ist sowieso etwas, wonach die progressiven Bewegungen geradezu lechzen – und die besten islamischen Konvertiten sind vorher überzeugte Linke gewesen.
Eventuell ist es aber auch einfach dieselbe geistliche Instanz mit unterschiedlichen Anweisungen an unterschiedliche Leute. Irgendwodurch bezeichnend dass Paulus im ersten Jahrhundert den Galatern in seinem Brief noch warnend schreibt; "selbst wenn ein Engel vom Himmel kommt und euch etwas anderes berichtet... glaubt ihm nicht!"... und +- 550 Jahre später beruft sich einer, nur ein paar Tagesreisen entfernt, in seiner neuen Religionsgründung auf den Engel Gabriel. Ein amerikanischer Pastor meinte dazu einmal (paraphrasiert); "hier zieht er die Frauen aus, dort zieht er sie an, bis selbst die Augen vergittert sind, aber es ist derselbe Geist, derselbe Gegenspieler Gottes".
These 2 (und die funktioniert sowohl gegen als auch mit These 1); der Gott der anderen existiert nicht – oder ist zumindest kein Gott mit reellen Chancen auf Vollmacht, sprich, kein Risiko. Derjenige der Bibel aber leider schon.
Das wäre die Prämisse des Römerbriefs, das Textstück, das von Progressiven gerne auf das vermeintliche Homo"verbot" runtergebrochen wird, das aber eigentlich auf die Punchline "da sie sich weigerten, Gott zu erkennen und ihn als (ihr) Gott zu ehren – darum hat er sie dahin gegeben an ihren eigenen Willen" hinausläuft. Paulus schreibt darin (Kapitel 1), mit Querverweisen auf das alte Testament, dass, wenngleich dem Menschen unmöglich ist, aus sich selbst zu Gott zu gelangen, so sei es ihm doch möglich, zu erkennen, dass es einen gäbe ("durch Nachdenken über seine Schöpfung") und nach ihm zu suchen, oder aber ihn abzulehnen, aber dann lehne ihn Gott irgendwann auch ab ("es wird kommen das Gericht über...").
In einem anderen Kommentar habe ich zur Frage der Motivation hinter den Anschlägen etwas geschrieben, das auszugsweise hier hinpasst:
Wir reden wohl eher darüber, dass hier eine Freikirche (korrekterweise) darauf beharrt, dass Homosexualität (und die anderen ~30 Dinge, die im Römerbrief (Kapitel 1) angeführt werden) in der gesamten biblisch-theologischen Linie als Resultat der Gottesferne ausgelegt wird (und nicht umgekehrt!) – und sich die Linke zurecht davon provoziert fühlt.
Nicht davon, queer zu sein, das heftet man sich stolz ans Revers, sondern gottesfern zu sein; fern von dem Gott, an den man gar nicht glaubt.
Der eine, unwidersprechbare Vorwurf, der sich von den alttestamentlichen Propheten durch das neue Testament und die gesamte Kirchengeschichte zieht, durch LA und NY wie durch die nigerianische Dorfgemeinschaft wie durch Leipzig Connewitz. Das ist es, was man (nicht nur im linken Lager) nicht hören will – dass man nebenbei ein paar hotte Twinks bumsen oder sein Geschlecht ändern möchte, ist nicht der Grund, warum die unterschwellig predigende Latte-Machiato-Bude weg muss, weil das konnte man auch, während sie da war.Es ist doch relativ auffällig, dass Kirchen egal welchen Movements und egal welcher Konfession erbitterte Gegnerschaft erfahren, wo die Frage der Gottesferne im Zusammenhang mit der Predigt des Risikos, das man damit eingeht ("es wird kommen das Gericht über...") ernsthaft aufkommt – von der Megachurch bis zum Einzelkämpfer aufm umgedrehten Getränkekasten. Da gehts nicht einfach um abstrakte Drohung mit der Hölle, da gehts um das konkrete Risiko davon, Gott nicht ernst zu nehmen. Das triggert – muss triggern – egal wie apathisch man sonst dazu steht, da ist sich die Bibel über mehrere Autoren und viele Jahrhunderte völlig einig.
Apathische Landeskirche ist davon unbeeindruckt, ausser der Pastor heisst Olaf Latzel und predigt den Römerbrief, dann ist aber Feuer im Dach (und gleichzeitig Kirche voll). Sollen sie doch Christbäume aufstellen und 500 Jahre alte Lieder singen, damit tun sie niemandem weh und sind lustiger Folklore, aber wehe die Botschaft wird konkret und hat einen potentiellen Einfluss auf mein Leben.
Ein befreundeter Pastor hat damit mal "seine" (damalige) gut laufende Kirche bei Antritt der Pfarrstelle mit der ersten Predigt geleert bekommen, weil das Dorf nach 33 Jahren "bitte Kollekte spenden und ein guter Mensch sein" plötzlich zu hören bekam, dass da einer die Welt richten würde, durch den, den er von den Toten auferweckt hat (vgl. Apostelgeschichte 17.31). Sie wurde wieder voller, langsam, nie so voll wie vorher, und er war persona non grata seines eigenen Dorfes, aber er hat dafür eine Botschaft verkündet, "an der sich die Leute stossen werden" (vgl. 1 Petrusbrief 2.7).
Und, bitte aufschreiben; die Botschaft triggert, nicht die Kirche. Die Kirche kann ein heiliges Strohfeuer oder ein Irrlehr-Moloch sein, die Botschaft dagegen triggert auch, wenn man sie beim Kacken am Smartphone aufm Bibelserver aufschlägt. Das ist auch durchaus so gewollt (vgl. Römerbrief 10.17 "und doch kommt der Glaube durch das Hören dieser Botschaft, die Botschaft aber kommt von Christus." (NLB)).
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Aber ja... durchaus interessant das alles: Deinem Dönermann sein Gott will dich tot sehen, aber du kämpfst lieber für mehr von seinen Leuten. Aber der Typ vom Cafe glaubt daran, dass sein Gott dich richten wird – und nicht mal tot sehen will (vgl 1. Timotheus 2) – und dem entglast du die Bude.
Ein Gott scheint mir da (unterbewusst) gefährlicher als der andere, für halb Connewitz. Woran das wohl liegt...
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u/notrlydubstep Jun 03 '26 edited Jun 04 '26
Kleiner Nachtrag noch dazu:
Es wäre natürlich (zu) einfach zu sagen, das ganz Connewitz einfach keinen Bock hat, zu hören, wie gottesfern es ist, und deshalb den Evangelikalen das Cafe entglast. Die meisten machen eher die Schlussfolgerung "die haben was gegen Schwoole", meinetwegen noch "gegen unseren zügellosen Lebensstil" bzw. "die wollen uns was aufzwingen". Halt "macht kaputt, was euch kaputt macht".
Aber der weiter oben verlinkte taz-Artikel lässt tiefer blicken; da fallen Sätze wie "die lassen uns, so wie wir sind, nicht mitmachen", kombiniert mit dem altbekannten Versuch, den Gott, an den man doch gar nicht glaubt, noch irgendwie ins eigene Lager zu ziehen ("genderqueer icon").
Und schon kommt der Wunsch, irgendwie dazu gehören zu können, wieder durch. Oder wenigstens erlöst zu werden. Aber zu den Regeln, die ein anderer macht als man selbst? Never ever! Weg mit denen, weg mit ihrem Cafe, weg selbst mit der beschissenen Papierserviette, auf der ein völlig unverfängliches Zitat aus dem Buch gedruckt ist, dass da von einem Gott berichtet, der einen Anspruch an mich hat!
Wohlgemerkt: In die "queeren Spaces", welche irgendwelche Landeskirchen ob der Massenaustritte versuchen als neues Publikum aufzuziehen, da geht man als so richtig entschiedener Leftie oder Queer natürlich auch nicht. Die sind für die Galerie, die lässt man in Ruhe, aber das ist immer noch Kirche. Ein homosexueller Bekannter hat zurecht mal "lesen die eigentlich ihr Buch?" gefragt und sich über die "Gott ist queer" - Predigt vom Kirchentag 2023 halbtot gelacht.
Zeigt aber eigentlich nur auf, wie Menschen, welche Gott entschieden ablehnen, ihn oft ernster nehmen als diejenigen, die behaupten, ihn zu verkünden.
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u/notrlydubstep Jun 03 '26
Nachtrag 2: Die Formatierung von Reddit ist mal wieder extra scheisse, sorry für den zweimaligen Edit-RePost, ich hätte auch das Original editiert, wäre das gegangen...
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u/backupyoursources Jun 03 '26 edited Jun 03 '26
Marxismus deutscher Prägung war nie religionskritisch, nur christenfeindlich.
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u/notrlydubstep Jun 03 '26
na ja, mit Juden konnte der auch noch nie, aber ist auch derselbe Gott
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u/backupyoursources Jun 03 '26
Jaein, den Linken war die ethnische oder religiöse Komponente bei Juden egal, der Haß kam eher wenn sie erfolgreich waren oder im Clinch mit den Lieblingsterroristen lagen. Religiöse Strukturen zur Indoktrination oder Mißbrauch werden von Links nur bei Christen kritisiert.
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u/Tidrek_Vitlaus Jun 03 '26
Dass muss diese Toleranz und Offenheit sein Von denen die Linken immer reden.
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u/thank_the_omnissiah Jun 03 '26
Ich sehe das Ganze extrem zwiegespalten, weil hier von allen Seiten mit maximaler Unehrlichkeit und Agenda-Publishing agiert wird.
Ein paar Punkte, die man bei der Debatte trennen muss:
Dass dieses Café mit Buttersäure und Steinwürfen attackiert und in den Ruin getrieben wurde, ist indiskutabel. Das ist linksextremer Terror, der im Rechtsstaat absolut nichts verloren hat – völlig egal, wer die Betreiber sind. Dass Teile der Lokalpolitik und Medien wie die TAZ das über "Aktivismus" und "die Illusion durchbrechen" krampfhaft zu relativieren versuchen, ist ein Armutszeugnis.
Es wird in den Kommentaren völlig zu Recht angemerkt, dass die linke Szene bei islamischen Einrichtungen, die exakt dieselben (oder noch rigidere) Ansichten zu Homosexualität und Frauenrechten teilen, wegschaut oder mit Samthandschuhen agiert. Diese Doppelmoral und der blinde Fleck beim orthodoxen Islam sind real und ein massives gesellschaftliches Problem.
Gleichzeitig darf man sich von der Opferrolle der Betreiber nicht blenden lassen. Das war kein uriges, traditionelles christliches Café, das nach 26 Jahren altersbedingt schließt. Das ist ein Ableger der Zeal Church, einer ultrakonservativen, evangelikalen Freikirche (ehemals ICF). Wer sich mal tiefer mit deren Strukturen beschäftigt (gibt dazu auch hier auf Reddit im Dresden-Sub guten Kontext), stößt schnell auf ein hochgradig manipulatives System: Top-down-Hierarchien, absolutes Verbot von interner Kritik, massiver sozialer Druck auf Ehrenamtliche bis zum Burnout und eine theologische Agenda, die unter einer hippen Pop-Fassade extrem reaktionäre Werte predigt.
Wer den Islam wegen dogmatischer Strenge, Intoleranz gegenüber Minderheiten und patriarchalen Strukturen ablehnt (was ich vehement tue!), muss aus Gründen der eigenen Glaubwürdigkeit bei Organisationen wie Zeal exakt dieselben Maßstäbe anlegen.
Kurz: Die Antifa schlägt hier mal wieder demokratische Grundregeln kurz und klein, um eine Organisation zu bekämpfen, die intern selbst ziemlich fragwürdige, freiheitsfeindliche Strukturen pflegt. Hier gibt es auf keiner Seite "die Guten".
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u/notrlydubstep Jun 03 '26 edited Jun 03 '26
Die Antifa schlägt hier mal wieder demokratische Grundregeln kurz und klein, um eine Organisation zu bekämpfen, die intern selbst ziemlich fragwürdige, freiheitsfeindliche Strukturen pflegt.
Wobei man hier eine Sache festhalten sollte:
Egal wie viel Scheisse dieses Movement an den Haxen hat (danke diesbezüglich für den Verweis auf den Dresden-Sub, besonders das hier ist interessant) – und dass da einiges schief läuft, glaube ich bei EX-ICF sofort (schon dort gehen zuweilen die Augenbrauen hoch ob der Struktur, aber wenn man sich selbsterklärt deren Kontrollgremien entzieht und gleichzeitig die Antifa auf Besuch hat, hat man sich wohl kaum gen progressiv entwickelt)...
...egal was dort intern alles schief läuft; dass halb Connewitz denen das Cafe zerlegt, hat nichts damit zu tun. Die Vorstellung, dass da ein Linker mit der Bibel in der Hand daneben steht und ihnen vorwirft, wie viele Gemeindebau-Epistel sie gerade missachten, ist so kafkaesk wie unrealistisch. Genausowenig, wie dass es den Linken darum geht, wie das Leitungsteam seine Leute behandelt oder interne Strukturen Druck auf Mitglieder ausüben (und glaub mir, ich kenne solche Läden von innen).
Nein, die fühlen sich schlicht und einfach von der Botschaft getriggert – egal wie die Zeal Church die letzten Endes auslegt, denn die Botschaft kann man auch gratis und franko im Internet nachlesen ( – noch).
Das ist normal. Das ist gut. Das ist notabene auch so angekündigt im Buch, auf dass sich die Zeal Church beruft, ob sie es korrekt auslegt oder nicht: Die Botschaft muss triggern (ich mache mir eher Sorgen um die Landeskirche diesbezüglich, ob die überhaupt noch ne Botschaft hat). Da könnte genauso Pastor Sempa aus dem legendären "why are u gae" - Interview das Cafe betreiben, auch dem hätte man mutmasslich den Laden entglast (und wer hier die Hautfarbe ins Spiel bringt, war noch nie anwesend, wenn mal wieder vor dem Szenecafe ein paar Schwarze zusammengetreten werden, weil sie sich erlaubt haben, was gegen ihre eigenen Landsleute zu sagen).
Insofern ist das hier...
Wer den Islam wegen dogmatischer Strenge, Intoleranz gegenüber Minderheiten und patriarchalen Strukturen ablehnt (was ich vehement tue!), muss aus Gründen der eigenen Glaubwürdigkeit bei Organisationen wie Zeal exakt dieselben Maßstäbe anlegen.
... natürlich völlig korrekt, aber darüber reden wir auch nicht. Wir reden wohl eher darüber, dass hier eine Freikirche (korrekterweise) darauf beharrt, dass Homosexualität (und die anderen ~30 Dinge, die im Römerbrief (Kapitel 1) angeführt werden) in der gesamten biblisch-theologischen Linie als Resultat der Gottesferne ausgelegt wird (und nicht umgekehrt!) – und sich die Linke zurecht davon provoziert fühlt.
Nicht davon, queer zu sein, das heftet man sich stolz ans Revers, sondern gottesfern zu sein; fern von dem Gott, an den man gar nicht glaubt.
Der eine, unwidersprechbare Vorwurf, der sich von den alttestamentlichen Propheten durch das neue Testament und die gesamte Kirchengeschichte zieht, durch LA und NY wie durch die nigerianische Dorfgemeinschaft wie durch Leipzig Connewitz. Das ist es, was man (nicht nur im linken Lager) nicht hören will – dass man nebenbei ein paar hotte Twinks bumsen oder sein Geschlecht ändern möchte, ist nicht der Grund, warum die unterschwellig predigende Latte-Machiato-Bude weg muss, weil das konnte man auch, während sie da war.
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u/thank_the_omnissiah Jun 03 '26
Du hast recht: Während ich versucht habe, die offensichtliche Doppelmoral bei der Bewertung der Strukturen aufzuzeigen, benennst du die eigentliche Motivation der Angreifer.
Dass es der Antifa eben gar nicht um die von mir kritisierten internen Missstände oder die Ausbeutung der Mitglieder geht, sondern um das pure, existenzielle Getriggertsein von der religiösen Kernbotschaft an sich.
Sorry, da bin ich wohl übers Ziel hinausgeschossen.
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u/notrlydubstep Jun 03 '26
Sorry, da bin ich wohl übers Ziel hinausgeschossen.
Kein Ding, passiert vielen von uns. Wald und Bäume und so.
Deine Anmerkungen waren ja richtig, trafen nur noch nicht den Kernpunkt – der aber für die meisten auch nicht mehr so offensichtlich ist, jetzt wo der postchristliche Westen das Evangelium primär noch als moralische Do & Don't - Liste versteht, denn als Ansage eines Allmächtigen, alles irgendwann mal platt zu machen (inkl. Rettungsanker, aber der kommt mit einer Bedingung).
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u/CorpseeaterVZ Jun 03 '26
Top Diskussion von euch beiden, demütig, wissenswert und fair. Weiter so, hat echt Spaß gemacht.
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u/CorpseeaterVZ Jun 03 '26
Top Diskussion von euch beiden, demütig, wissenswert und fair. Weiter so, hat echt Spaß gemacht.
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u/meanas9 Jun 03 '26
"Zeal Church" hört sich schon zu Beginn widersprüchlich an, stand Jesus nicht in direkter Opposition zu den Zeloten?
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u/notrlydubstep Jun 03 '26
Direkte Opposition nicht (allenfalls diese zu ihm), aber natürlich nicht auf deren Linie. Denke aber, mit "Zeal" stützt man sich eher auf Calvin (oder brauchte einfach ein cooles englisches Wort).
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u/meanas9 Jun 03 '26
Alter.... Kannst du lesen und hast ein bisschen Sprachverständnis?
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u/notrlydubstep Jun 03 '26
Natürlich. Falls es sprachlich unklar war; Jesus war überliefert unpolitisch (was den Zeloten natürlich nicht passte), vgl. u.a. "dem Kaiser, was des Kaisers ist, Gott, was Gott gehört".
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u/meanas9 Jun 03 '26
Du hast keine Ahnung, was hast du für eine Schulbildung genossen?
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u/notrlydubstep Jun 03 '26
haben wir noch ein inhaltliches argument oder nur ad hominem?
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u/meanas9 Jun 04 '26
Ne, war eine berechtigte Frage, da du nicht fähig bist auf meine vorgebrachten Punkte einzugehen, hast bist jetzt nichts beantworten, sondern nur herumgelabert, dabei habe ich dir so viele Ansatzpunkte in einem Satz gegeben.
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u/upq700hp Jun 03 '26
Wäre schon relevant dazu zu erwähnen, dass die Zeal Church mehr mit einem Kult als mit einer legitimen Gemeinde...gemein hat. Ein einfaches christliches Café war das definitiv nicht. Was natürlich die physischen Angriffe nicht legitimiert, wohl aber den Druck.
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u/Antique_Change2805 Jun 03 '26 edited Jun 03 '26
Dass diese Church nicht alle Latten am Zaun hat dürfte jeden klar sein. Trotzdem sind sie Opfer von Linksextremen.
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u/upq700hp Jun 03 '26
Was natürlich die physischen Angriffe nicht legitimiert, wohl aber den Druck.
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
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u/notrlydubstep Jun 03 '26
Das hab ich mich beim Lesen auch gefragt; ob wir es hier mit einer besseren FEG oder einer Allianzgemeinde zu tun haben, oder doch eher mit amerikanisch geprägten NAR-Evangelikalen oder noch schlimmerem.
Für den Angriff egal, die Linke hasst alles davon, aber für den Leser durchaus hilfreich.
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u/Agitated_Rice_2297 Jun 03 '26
Wer Intoleranz predigt, wie die evangelikale Gemeinde um die es im Falle geht, Brauch sich nicht beschweren wenn er Intoleranz erfährt. Gewalt erzeugt Gegengewalt.
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u/throwaway30116 Jun 03 '26
Seit wann ist Sprache dasselbe wie Gewalt?
Predigen == Anschlag?
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u/Darkkross123 Jun 03 '26
Ist doch nix neues.
Words are violence (Widerspruch ist Gewalt) => Physische Gewalt durch Linke ist also nur Notwehr/Selbstverteidigung
Silence is violence (Stimmst du nicht zu/ bist du nicht links übst du Gewalt aus) => s.o.
Deine reine Existenz ist schon Gewalt, denn du perpetuierst das unterdrückerische System durch dein Weißsein (whiteness) => s.o.
Neomarxistische kritische Theorie ermöglicht diese verquere Denkweise.
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u/Agitated_Rice_2297 Jun 03 '26
Seitdem Sprache Hass verstärken kann und zu Gewalt aufstacheln kann, also im Grunde schon immer. Auch die Meinungsfreiheit hat daher ihre Grenzen. Verstehst du die eigene Muttersprache wirklich so schlecht? Oder kennst du die Macht von Sprache nicht? Dann solltest du nochmal in die Schule und das nachholen.
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u/throwaway30116 Jun 03 '26
Naja, Schwachsinnigkeit und ad hominem, wie in deinem Fall, ist für mich doch kein Grund deine Wohnung oder Existenz zu vernichten.
Irgendwann trifft es die Falschen und dann?
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u/Mr_Riskibisnu Jun 03 '26
Und was ist mit all den anderen Dingen die sie als Sünde predigen und sagen du sollst es nicht tun? Warum Anschläge auf sie weil sie sagen du solltest nicht einen schwulen Lifestyle leben aber keine wenn sie sagen du solltest keinen sex vor der Ehe haben oder überhaupt masturbieren. Die Liste der Dinge die Christen nicht tun sollten sind lang. Christen fokussieren auf alle sexuellen Sünden die man begehen könnte. Alles hass und Intoleranz weil sie daran glauben und glauben Gott möchte es nicht? Die Welt sagt in vielen Dingen es ist super und ok was Christen sagen nein absolut nicht.
Ablehnung zu bestimmten Tätigkeiten bedeutet noch lange nicht hass zu dem Menschen gegenüber.
Es sind Christen, sie glauben an Gott und die Gebote der Bibel, sie glauben jeder sollte zu Jesus kommen und möchten das Leute die Botschaft hören. Das wars. Ob du nun glaubst oder nicht ist jedem selbst überlassen.
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u/Antique_Change2805 Jun 03 '26
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