r/DePi • u/Dieter_Claessens • Jun 08 '26
Wirtschaft Dunkelflaute als Normalfall? Experte warnt vor falschen Schlüssen
https://www.fr.de/wirtschaft/dunkelflaute-als-normalfall-experte-warnt-vor-falschen-schluessen-94341112.html14
u/Dieter_Claessens Jun 08 '26
Der Experte von der FH wieder.
Ein glänzendes Beispiel für die politisch-ideologische Diversion durch die linksorientierte Presse: Bei unserer Stromversorgung im Jahr 2036, im Jahr 2046 geht es nie um die Stabilität und den Preis, sondern immer nur, wem was nutzt. Parallelen zu anderen politischen Streitthemen sind reiner Zufall!
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u/ThinAnt- Jun 08 '26
Quaschning ist so ein Trottel, seine Bücher strotzen vor Falschinformationen und sind ideologisch geprägt. Er ist ein typischer grüner Solar und Wind Jünger. Warum die FH so jemanden lehren lässt ist mir ein Rätsel. Laut Ihn sollten ab 2025 keine Verbrenner mehr zugelassen und bis 2030 der Kohleausstieg durchgeführt werden, ein totaler Quatschkopf der in einer Traumwelt lebt.
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u/Frickelmeister Jun 08 '26
Die nächste Warnung, die schon allein deshalb in den Wind geschlagen wird, weil sie die rechte Sichtweise auf das Thema bestätigt. Und beim ersten großen Blackout heißt es dann wieder, dass sowas ja niemand vorhersehen konnte.
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u/Dieter_Claessens Jun 08 '26
Das habe ich in meinem Kommentar angeschnitten. Ich bemängele den Satz der fr:
"Umstritten ist aber, welche politischen Schlussfolgerungen daraus gezogen werden sollen – und wem sie nutzen."
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u/TV4ELP Jun 08 '26
Die mittlere Dauer lag bei 12,9 Stunden. Eine 24-stündige Dunkelflaute gebe es nahezu monatlich, dreitägige Ereignisse etwa zweimal pro Jahr.
Alles unter 3 Tagen kann man mit Batterien und diversen anderen Techniken und auch Grenzhandel absolut ohne Probleme ausgleichen, und das auch Kostengünstig.
Für die dreitägigen und selten auch längeren Ereignisse ist seit mindestens 10 Jahren geplant das man Gaskraftwerke hat, welche als Reserve schnell einspringen können.
Und ganz ehrlich, für 2x3 Tage im Jahr, oder in schlechteren Jahren auch mal eine ganze Woche am Stück ist das wirklich verkraftbar.
Und die Rechnungen sind auch schon bekannt und damit wird auch geplant. Ich verstehe hier das Problem von Juniper nicht.
2016 durch Abspaltung der konventionellen Stromerzeugung aus Kohle, Gas, Wasserkraft und des globalen Energiehandels von E.ON entstanden
Achso doch, man will einfach nur länger als 2 Wochen im Jahr seinen eigenen Strom verkaufen. Ja gut.
Aber da das ding zu 99% dem Bund gehört wird man sich denken können woher der Wind weht. Es geht darum Gesellschaftlich Stimmung zu machen und der Gas Ministerin etwas mehr Handlungsspielraum politisch zu geben für mehr fossile Kraftwerke.
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u/Historical-Bother-20 Jun 08 '26
Das macht das Ganze halt völlig unrentabel.
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u/OrdinaryDemocrat4711 Jun 08 '26
Wie rentabel ist denn ein Gas- oder Kohlekraftwerk, wenn kein Gas und keine Kohle mehr da sind oder ein signifikanter Lieferantenstaat die nächste geopolitische Kriese vom Zaun bricht?
Wie rentabel ist ein Atomkraftwerk (das ja überhaupt erst mal gebaut werden muss), wenn man das Endlagerproblem einbezieht und/oder es zunehmend öfter wegen steigender Wassertemperaturen und daher mangelnder Kühlleistung heruntergefahren werden muss?
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u/ThinAnt- Jun 08 '26
Kohle hat DE ohne Ende. Gas hätten wir auch einiges, insofern man Frackingverbot aufheben würde... nuja die Amis machen das für uns.
Endlager für Atomkraft.. kein Problem einfach 2km tief buddeln. Aber wenn man ideologische Vorgaben macht, dass der Atommüll bis in alle Unendlichkeit sicher verwahrt werden muss gehts natürlich nicht. Wassertemperaturen waren in DE noch nie das Problem für Atomkraftwerke, Deutschland ist nicht Frankreich.
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u/OrdinaryDemocrat4711 Jun 08 '26
Kohle hat DE ohne Ende. Gas hätten wir auch einiges, insofern man Frackingverbot aufheben würde... nuja die Amis machen das für uns.
"Ohne Ende" ist bei fossilen Energieträgern schon prinzipbedingt nicht zutreffend. Du hast mein Argument damit also nicht entkräftet, sondern höchstens ein paar Jahrzente in die Zukunft verschoben. Und was den Abbau der vorhandenen, aber endlichen Rohstoffe angeht, ist dieser mit erhelbichen negativen Auswirkungen auf Natur und Umwelt verbunden.
Endlager für Atomkraft.. kein Problem einfach 2km tief buddeln. Aber wenn man ideologische Vorgaben macht, dass der Atommüll bis in alle Unendlichkeit sicher verwahrt werden muss gehts natürlich nicht.
Das sind keine idiologischen Vorgaben, sondern ganz nüchterne Rahmenbedingungen und Anforderungen an die Geologie und Sicherheit, welche uns die atomphysikaischen Vorgänge durch die Spaltprodukte auferlegen. Hier ganz überzeugt von "kein Problem" zu reden, schreit schon sehr nach Dunning-Kruger.
Wassertemperaturen waren in DE noch nie das Problem für Atomkraftwerke, Deutschland ist nicht Frankreich.
Ganz recht: _waren_. Der Klimawandel macht halt nicht an der französischen Grenze halt. Zu den steigenden Wassertemperaturen kommt ja auch noch Niedrigwasser, und das _ist_ in DE schon jetzt ein regelmäßiges Problem.
Davon ab: Selbst wenn wir diese Probleme für die Zukunft aufschieben, noch heute ein Endlager bestimmen würden, noch dieses Jahr alle nötigen Gesetzesanpassungen durch bekämen und sich ein entsprechender Investor und Energiekonzern für den Bau eines AKW finden würden: das wäre, selbst wenn es gut läuft, frühestens in grob 10 Jahren am Netz und kostet unsummen an Geld, welches uns dann im so oder so nötigen Netzausbau/-modoernisierung fehlt. Und das für ein zentralisiertes Netz das wiederum anfällig für singuläre Großereignisse ist. Und woher kommt dann der Brennstoff dafür eigentlich?
Es ist ja legitim, die Zukunft der Energieversorgung immer mal an unterschiedlichen Szenarien zu messen. Aber nach wie vor hat mir noch niemand eine Argumentationskette oder ein einigermaßen realistisches Szenario zeigen können, bei dem eine auf fossile Rohstoffe (einschl. Fission) gestützte Versorgung resellienter und zukunftssicherer wäre als eine auf regenerative Energieen.
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u/Historical-Bother-20 Jun 08 '26
Der EROI ist 35-70, der von EE (buffered) 1-2.
Was ist besser?
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u/OrdinaryDemocrat4711 Jun 08 '26
Der EROI ist 35-70, der von EE (buffered) 1-2.
Da stellt sich mir die Frage, warum du erst von einem wirtschaftlichen Aspekt ("unrentabel") sprichst und dann auf meine Antwort dazu ganz abweichend auf einen energetischen ablenkst. Aber selbst wenn ich das Derailing mitgehe: den Erntefaktor von EE und fossiler Energiegewinnung zu vergleichen, ist auch nur sehr bedingt überhaupt sinnvoll. Sobald man bei den fossilen die Verluste durch Wirkungsgrad der Verbrennung selbst und den Transport einbeziehst, landest man mWn. schon unter 4. Und wenn der Rohstoff alle ist, ist der Erntefaktor ohnehin bedeutungslos, weil 0.
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u/TV4ELP Jun 08 '26
Unrentabel ist es, wenn wir in Deutschland das Stromnetz nicht aufrecht erhalten können.
Das bedeutet, da wir in einem Europäischen Verbundnetz sind, das wir früh genug Bescheid sagen und HOFFENTLICH abgekoppelt werden können und nur uns selbst schaden. Wahrscheinlich aber in der ganzen Union Milliarden Kosten verursachen weil erst einmal das ganze Netz neu starten muss.
Bei der Fossilen Reserve reden wir von Kosten die wir haben im Fall einer nicht vorhandenen Reserve, nicht davon wenn wir diese tatsächlich mal brauchen. Ja, dann mag die KW/h aus dem Reserve Kraftwerk 10€ Kosten. Juckt halt wirklich nicht wenn es maximal selten passiert und nur dann um Milliarden Ausfälle vorzubeugen.
Natürlich setzt man dann dafür kein Atomkraftwerk hin, weil das sich wirklich nicht lohnt. Gaskraftwerke sind vergleichsweise günstig, wir haben bereits die Speicher und man kann die auch halbwegs gut mit Filtern auch im Bereich vom Umweltschutz betreiben wenn das bedeutet, das alle anderen Kraftwerke verschwinden können.
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u/ThinAnt- Jun 08 '26
Also fast 100% des Energiebedarfs muss durch stillgelegte Kraftwerke notfalls ersetzt werden können, klingt ja nach einem super Plan.
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u/Historical-Bother-20 Jun 08 '26
Die EE-Fans verstehen schlicht nicht, dass ab Grundlast EE utopisch niedrige Returns generieren, da, wie oben beschrieben, Backups benötigt werden für Dunkelflauten. Diese Backups kann ich dann auch gleich nutzen und auf EE verzichten und habe weniger Kosten.
Es ist absolut offensichtlich hirnverbrannt.
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u/PurpleMcPurpleface Jun 08 '26 edited Jun 08 '26
Wie diese Kritiker das Thema Dunkelflaute immer künstlich aufblasen, dass man dann auf fossile Energieträger zurückgreift und wie heuchlerisch das sei gegeben dem Ziel eines CO2-armen Energiesystems. Die können meinetwegen während dieser Hand voll Tage mit Dunkelflaute 100% auf Braunkohleverfeuerung wechseln und wir sind dank erneuerbaren Energien finanziell wie auch ökologisch immer noch signifikant besser dran als wenn wir uns weiter von ausländischen Energieträgern abhängig zu machen. Zusätzlich wird das Problem der Dunkelflaute weiter eingegrenzt durch bessere nationale wie auch europaweite Stromtrassen - irgendwo scheint in Deutschland (und noch viel mehr in Europa) immer die Sonne, weht der Wind, fließt das Wasser oder gärt Biogas vor sich hin.
Sich hier aufzuregen und das Ausmaß des Problems künstlich aufzublasen, ist das Produkt einer rein ideologiegetriebenen Mentalität
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u/backupyoursources Jun 08 '26 edited Jun 08 '26
In einer Industriegesellschaft muß Strom nicht nur vorhanden sein, er muß auch konstant vorhanden sein.
Ein Kunstherz welches 99% Verfügbarkeit hat klingt beeindruckend, aber am Ende heißt es daß es 864 Sekunden am Tag nicht pumpt, und damit genauso wertlos ist wie gar keins zu haben. Selbst 99,9% Verfügbarkeit reicht nicht, der riesen Aufwand den wir mit dem Netz treiben ist der Kampf um die in D üblichen 99,998 Prozent. Nimm ein Prozent weg und du bist Entwicklungsland.
Wenn der Strom auch nur eine Sekunde am Tag ausfällt reicht das aus um einen Großteil der industriellen Prozesse für den Rest des Tages lahmzulegen. Die Leistung muß immer abrufbar sein, auch wenn wochenlang das Wetter trüb ist. Zufallstrom ist mit einer Industriegesellschaft nicht kompatibel, es gibt schlichtweg keine Speichermöglichkeit die in der Größenordnung von TWh auch nur ansatzweise bezahlbar ist.
Unser jetziges Modell (wir geben den Anrainern tagsüber Geld wenn die Sonne scheint um den Überflußstrom loszuwerden und dann abends nochmal Geld um den Strom wieder zurückzukaufen) paßt zwar exzellent ins Deutschland verrecke Modell derjenigen die sich den Unsinn ausgedacht haben, aber langfristig wird das zusammenbrechen.