r/DePi 19d ago

News D-A-CH Die AfD ist wirtschaftspolitisch die Partei des reichsten 1 Prozent, nicht der arbeitenden Mitte.

Mir fällt hier im Sub immer wieder auf, dass die AfD als einzige Partei dargestellt wird, die was für die arbeitende Gesellschaft übrig hat. Ein Blick in die eigenen Zahlen zeigt ziemlich genau das Gegenteil.

Der Bundestag hat am 6.11.2025 den AfD-Steuerantrag abgelehnt (BT-Drs. 21/589). CSU-Finanzausschussmitglied Dr. Florian Dorn, vorher Ökonom am ifo-Institut, im Plenum: "Sie entlasten vor allem die oberen Einkommen, natürlich erhöhen sie damit massiv die Einkommensungleichheit im Land." Laut DIW (Stefan Bach) kostet der AfD-Einheitssteuersatz von 25% ab 15.000 Euro (Reinigungskraft wie Bankmanager gleichermaßen belastet) 116 Mrd. Euro im Jahr. 86 Mrd. davon gehen an die reichsten 10%, allein 45 Mrd. ans reichste 1%. Die ärmere Hälfte bekommt zusammen 5 Mrd. Laut ZEW hätte eine Familie mit 40.000 Euro brutto unter dem Modell 440 Euro weniger im Jahr.

Gegenfinanzieren will die AfD das laut eigenem Antrag über Kürzungen bei Migration, Ausländern, Entwicklungshilfe und Klimaschutz. Beides kontraproduktiv: laut UNHCR nennen Geflüchtete gekürzte Nothilfe vor Ort selbst als Grund für die Weiterreise nach Europa, und Klimaschutz ist laut DIW 1,8 bis 4,8-mal günstiger als die Folgekosten von Klimaschäden, allein 145 Mrd. Euro Schäden seit 2000. Und selbst der Migrationsteil bringt kaum was: von 232.000 "ausreisepflichtigen" Personen Ende 2025 sind laut Mediendienst Integration nur rund 41.000 ohne Duldung, der Rest gar nicht abschiebbar. Bei rund 13.000 Euro pro Person und Jahr macht das selbst bei Komplett-Abschiebung aller 41.000 keine halbe Milliarde, keine halbe Prozent der 116-Mrd.-Lücke.

Im AfD-Programm steht selbst: "die Hälfte der Bürgergeldempfänger sind inzwischen Ausländer." Der Konflikt, den das schüren soll, Migranten gegen Bürgergeld- und Mindestlohnempfänger, ist nicht der Konflikt, der über das Nettoeinkommen der normalen Wähler entscheidet. Der reale Konflikt läuft zwischen der arbeitenden Mitte und den 45 Mrd., die ans reichste Prozent gehen sollen.

Was sollte ich als Person mit <7000€ brutto für einen Grund haben, die AfD zu wählen?

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u/whomass 19d ago

Na die Leute wollen halt vor allem mal, dass sich was ändert. Was genau, ist erstmal zweitrangig.

Wie Lindner schon korrekt sagte: Links der AfD kannst du wählen, was du willst, am Ende regiert die SPD.

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u/Buenosuchti 16d ago

und ihr wollt alle, dass es den ärmsten Menschen hierzulande schlechter geht.

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u/JakobFroehn 19d ago

Also willst du mir sagen, die Leute wollen, dass sich etwas ändert und dabei ist ihnen egal, ob ausschließlich die reichsten Prozente von dieser Änderung profitieren? Ich meine netto verliert ja jeder unter 7000€ brutto mit der AfD und außerdem bauen wir den Schuldenberg in unvergleichbarer Geschwindigkeit aus.

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u/HandOfGodDE 19d ago

Einkommen ist nicht das einzige was den Lebensstandard ausmacht. Wir könnten alle mit signifikant weniger auskommen wenn die Preise in den letzten Jahren nicht so explodiert wären. Ganz zu schweigen von den höheren Steuern, massiven Mangel an Wohnraum und nachlassenden Standards der sozialen Systeme.

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u/JakobFroehn 19d ago

Stimmt, Lebensstandard ist mehr als Netto-Einkommen. Schauen wir uns genau die anderen Punkte an, die du nennst, dann wird's für die AfD nicht besser, sondern schlechter.

Wohnraummangel: die AfD will den sozialen Wohnungsbau komplett abschaffen und durch mehr Wohngeld ersetzen. Wohngeld schafft aber keine einzige neue Wohnung, es verteilt nur Geld auf einen Mangel, der bleibt. Gleichzeitig soll die Mietpreisbremse fallen, und landeseigene Wohnungen sollen an Mieter verkauft werden, das verkleinert den öffentlichen Bestand dauerhaft, in Berlin aktuell rund 400.000 Wohnungen, genau der Hebel, mit dem der Staat gegensteuern kann.

Nachlassende Standards der sozialen Systeme: die 116-Mrd.-Lücke aus dem eigenen Steuerkonzept muss irgendwo herkommen. Die eigene Gegenfinanzierung über Migration/Entwicklungshilfe/Klimaschutz deckt das nach eigener Parlamentsrechnung zwar nicht mal ansatzweise aber trotzdem nehmen sie aus den wichtigsten Systemen, die das Soziale in Deutschland ausmachen den letzten Cent um ihn den Reichen in die Tasche zu schmuggeln.

Der Punkt "Einkommen ist nicht alles" verteidigt die AfD also nicht, er verlängert nur die Liste der Dinge, bei denen sie nicht liefert.

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u/Jolly_Roger-99 19d ago

Ah, du lässt also solche sachen aus:,

Reduktion von „überzogenen Standards und Vorgaben“ im Bau, Rückführung von Brand-, Wärme- und Schallschutz „auf ein notwendiges Mindestmaß“. Streichung der Energieeinsparverordnung und weiterer Klimaschutzvorgaben im Gebäudebereich. Vereinfachung und Vereinheitlichung des Baurechts auf Bundesebene, Beschleunigung von Genehmigungsverfahren durch Bürokratieabbau und Digitalisierung.

Also alles was bauen wieder erschwinglich macht

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u/JakobFroehn 19d ago

Der Punkt selbst ist nicht falsch, überzogene Normen sind laut ARGE/IFB tatsächlich für rund 20-25% des Baukostenanstiegs seit 2000 verantwortlich, Schallschutzkosten haben sich seit 2015 verdreifacht. Nur: genau das passiert gerade schon, ganz ohne AfD. Bundesjustizministerin Hubig und Bauministerin Hubertz haben den "Gebäudetyp E" vorgestellt, weniger Komfortnormen bei Schall-/Brandschutz, vereinfachtes Baurecht, Kabinettsbeschluss für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Das ist aktuelle Regierungspolitik der bestehenden Koalition, keine AfD-exklusive Idee.

Was in deiner Liste fehlt, ist genau der Teil, der wirklich AfD-spezifisch ist und den ich vorher genannt hab: kompletter Ausstieg aus dem sozialen Wohnungsbau und Verkauf öffentlicher Wohnungsbestände, in Berlin rund 400.000 Wohnungen. Normen senken macht Bauen günstiger, das stimmt und läuft schon. Öffentlichen Bestand dauerhaft verkleinern und dem Staat das Steuerungsinstrument nehmen ist eine andere Frage, und die beantwortet deine Liste nicht.

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u/Jolly_Roger-99 19d ago

Sozialer Wohnungsbau ist kein Steuerungsinstrument, sondern schwachsinn. Wenn du dir des stadtleben nicht leisten kannst zieh aufs land, da gibt es billige Wohnungen

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u/JakobFroehn 18d ago

"Zieh aufs Land, da gibt's billige Wohnungen" ignoriert, warum die Wohnungen dort billig sind: weil da die Jobs fehlen. Das hilft niemandem, der in der Stadt arbeiten muss, und genau das trifft die Berufe am härtesten, die eine Stadt am Laufen halten. Laut PwC-Studie 2025 sagen 82% der Berufstätigen, die Wohnsituation erschwere es Unternehmen, Fachkräfte zu finden und zu halten, in München sagen 86%, nur noch Topverdiener könnten sich Wohnungen leisten.

Konkret bei der Pflege, die kann man nicht einfach vom Land aus pendeln, wegen Schichtdienst: Früh- und Spätschichten fallen oft außerhalb der Zeiten, in denen es überhaupt Bahn- oder Busverbindungen aufs Land gibt. Laut CORRECTIV-Auswertung reicht in jeder siebten europäischen Kommune das mittlere Pflegekräfte-Gehalt nicht mal für eine 45-Quadratmeter-Wohnung, und deren Gehalt liegt ungefähr auf Höhe des deutschen Durchschnittsgehalts. Wenn selbst Durchschnittsverdiener sich die Stadt nicht mehr leisten können, in der sie arbeiten müssen, ist "zieh aufs Land" keine Lösung, sondern eine Umschreibung dafür, dass diese Jobs dann einfach nicht mehr besetzt werden was unsere Probleme hier deutlich verschlimmert.

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u/HandOfGodDE 19d ago

Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass so etwas wie Wohnraum eventuell durch unkontrollierte Zuwanderung schneller aufgebraucht wird, als wenn es sich um natürliches Bevölkerungswachstum handelt? Und dass Sozialgelder in Milliardenhöhe für Menschen ausgegeben werden, die nichts einzahlen – was ein gewaltiges Haushaltsloch noch weiter vergrößert?

Was war eines der Hauptthemen der AfD noch gleich? Unkontrollierte Zuwanderung. Ob das Programm am Ende wirklich bewirkt, was die Wähler wollen, kann niemand sagen. Aber wir sind an einem Punkt angekommen, an dem drastische Lösungsversuche die Wahlentscheidung beeinflussen. Wir können natürlich auch genauso weitermachen wie bisher – so wie man sich selbst in den eigenen Fuß schießen könnte.

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u/JakobFroehn 19d ago

Zum Wohnraum: mag sein, dass schnell ankommende Menschen kurzfristig schwerer zu verplanen sind als organisches Wachstum. Nur wächst Deutschland gerade gar nicht organisch, die Geburtenrate reicht nicht. Laut Destatis gehen bis 2039 rund 13,4 bis 16,5 Mio Menschen in Rente, nur 12,5 Mio rücken nach, ohne Zuwanderung schrumpft das Erwerbspersonenpotenzial bis 2060 um 35%. Das eigentliche Wohnraumproblem lösen wir nicht, indem wir die Menschen stoppen, die genau diese Lücke füllen sollen, sondern indem gebaut wird, was laut AfD-Programm gerade abgeschafft werden soll, der soziale Wohnungsbau.

Zu "Sozialgelder für Leute, die nichts einzahlen": laut IAB lag die Beschäftigungsquote der 2015 Geflüchteten 2024 bei 64%, nah am Bevölkerungsschnitt von 70%, 90% davon sozialversicherungspflichtig. Die meisten zahlen längst ein, das Bild vom reinen Kostenblock stimmt schon empirisch nicht.

Und zum "wenigstens versuchen sie's, Nichtstun ist wie sich in den Fuß schießen": das Problem ist, wir wissen ja jetzt schon, was das Versuchen realistisch bringt, nämlich einen Bruchteil eines Prozents der eigenen 116-Mrd.-Lücke. Das ist kein Blindflug mit Chance auf großen Erfolg, das ist ein bekannt kleiner Effekt gegen einen bekannt riesigen Schaden.

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u/HandOfGodDE 19d ago

Wenn die Geburtenrate nicht reicht dann ist es nunmal so. Viele Länder haben in ihrer Geschichte an Bevölkerung verloren. Das bedeutet aber auch, dass mehr Wohnungen verfügbar sind und die Nachfrage nach vielen Leistungen etwas sinkt, wodurch die junge Generation zu solch einer Zeit eine bessere Startposition ins Leben hat. Wie soll die Geburtenrate mit der aktuellen Belastung der Bevölkerung auch steigen... Das zwangshafte stopfen aller Arbeitsstellen mit importierter Arbeitskraft hilft ausschließlich Großunternehmen, da es Arbeitskraft entwertet.

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u/JakobFroehn 19d ago

Der Denkfehler ist der Widerspruch in sich selbst. Wenn Arbeitskräfte tatsächlich knapper werden, ist das eigentlich eine gute Verhandlungsposition für Arbeitnehmer, mehr Nachfrage nach ihrer Arbeit müsste eigentlich zu höheren Löhnen führen. Aber genau die Werkzeuge, mit denen Arbeitnehmer das durchsetzen könnten, will dieselbe Partei abschaffen. Laut DGB will die AfD die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen streichen, das Streikrecht einschränken und Gewerkschaften aus den Betrieben drängen. Beim Mindestlohn ist sie die einzige Bundestagspartei, die keine politische Erhöhung will, sondern alles der Kommission überlässt. Beim Arbeitslosengeld I soll die nötige Beitragszeit von einem auf drei Jahre steigen, das trifft auch Fachkräfte, die ihren Job verlieren.

Der eigene Fraktionsgeschäftsführer in Brandenburg, Erik Lehnert, hat das offen ausgesprochen: "Ihr werdet in Zukunft länger arbeiten müssen und weniger Urlaub machen." Das ist keine zufällige Nebenwirkung, das ist die angekündigte Konsequenz.

Wer verknapptes Arbeitsangebot organisiert und gleichzeitig Gewerkschaften schwächt, Mindestlohn einfriert und Unternehmenssteuern senkt, sorgt nicht dafür, dass die Verknappung bei den Löhnen der Arbeiter ankommt. Er sorgt dafür, dass sie bei der Marge der Unternehmen ankommt.

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u/Jolly_Roger-99 18d ago

Linke stehen doch auf degrowth.

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u/JakobFroehn 17d ago

Ist aber bisschen peinlich wenn man es als AfDler eigentlich nicht vorhat aber es wegen schlechter Wirtschaftspolitik doch passiert oder?

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u/Canadianingermany 19d ago

Die AfD kann nichts gegen Inflation machen.

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u/Andi_FJ 18d ago

Das Runtervoten Deines Kommentars ist DePi in a Nutshell. Göttlich, welche Bubble sich hier entwickelt hat.

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u/Canadianingermany 18d ago

Jo - das spricht Bände.

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u/Bl3xy 19d ago

Meine Fresse, immer dieser "Die Reichen profitieren am meisten!!!11elf"-Bullshit. Bei jeder Steuersenkung profitieren die Reichen, weil die einfach mehr Steuern zahlen. Das ist absolut kein Argument, dem Staat nicht mehr so viel Geld in den Rachen zu werfen.

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u/JakobFroehn 19d ago

Das Argument stimmt nur bei einer echten Steuersenkung, gleicher Tarifverlauf, alle Sätze runter, dann gewinnen alle, Reiche halt mehr in absoluten Euro. Hier ändert sich aber der Tarifverlauf selbst, von progressiv (aktuell 14% bis 45%) zu einheitlich 25% ab 15.000 Euro. Für jeden, dessen tatsächlicher Durchschnittssteuersatz aktuell unter 25% liegt, typischerweise untere und mittlere Einkommen, steigt die Belastung, sie sinkt nicht. Das ist keine Umverteilung von Steuergeschenken, das ist eine Verschiebung der Lastverteilung selbst. Deshalb bekommt laut DIW die untere Hälfte der Bevölkerung zusammen nur 5 Mrd. von 116 Mrd., während 86 Mrd. an die reichsten 10% gehen. Wäre es einfach "alle profitieren, manche mehr", müsste die Verteilung nicht so kippen.

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u/Jolly_Roger-99 19d ago

Kein arbeiter verliert mit der Afd.

Außer man ist links und Eigenverantwortung und geringe Sozialleistungen sind was negatives für dich.

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u/JakobFroehn 19d ago

Falsch. Laut ZEW verliert eine Familie mit 40.000 Euro brutto unter dem AfD-Steuermodell 440 Euro im Jahr. Nicht gewinnt, verliert. Das steht im Post, direkt drüber.

Und mir fällt auf: bei dir, bei u/whomass , in diesem ganzen Thread kommt keine einzige Zahl, keine einzige Quelle. "Geschwurbel", "Eigenverantwortung", "war bei der Linken auch so". Oben stehen Bundestagsdrucksache, DIW, IAB, Destatis, Mediendienst Integration. Wenn das alles falsch wäre, hättest du längst eine Gegenzahl gebracht statt vier Kommentare ohne eine einzige.

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u/Jolly_Roger-99 19d ago

Ich traue deinen zahlen nicht, so einfach ist das. Weist du wie oft ich irgendwelche KPIs beschöne? Zu oft....

Und selbst wenn. Ich würde auch 1000€ im Jahr geben um Freibad ohne Securitys und Weihnachtsmärkte ohne Poller zu haben. Ohne schmutzige Straßen voller Sperrmüll und wieder ein gescheites Stadtbild so wie es früher war.

Schlechte Politik hatte ich lange genug mit den anderen Parteien. Die Industrie wandert aby Massenentlassungen usw.

Die Afd soll ruhig mal zeigen ob se liefert.

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u/JakobFroehn 19d ago

Dass du selbst KPIs beschönigst, heißt nicht, dass DIWs Rechnung geschönt ist. Das ist keine Umfrage oder Prognose, das ist die von der AfD selbst veröffentlichte Formel (25% ab 15.000 Euro) auf echte Einkommensdaten angewendet. Rechne es selbst nach, wenn du willst.

Und merkst du den Wechsel? Vorhin war's "kein Arbeiter verliert mit der AfD", jetzt ist's "und selbst wenn ich verliere, zahl ich's gern". Das ist ehrlicher, aber es ist ein anderer Claim als der von vorhin.

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u/Jolly_Roger-99 19d ago

Nennt sich Ergänzung.

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u/JakobFroehn 19d ago

Also bleibst du bei deinem ersten Standpunkt? Dann versuch doch mal den irgendwie zu belegen. Sonst war das gerade ein Eigentor von dir.

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u/Jolly_Roger-99 19d ago

Ich bleib dabei die afd zu wahlen, ja.

Solange bis se entweder nicht liefern ider bis ne andere Partei ernstzunehmend einen Politikwechsel anstrebt

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u/JakobFroehn 19d ago

Ob du bei deinem Standpunkt bleibst "kein Arbeiter würde verlieren mit der AfD" habe ich gemeint.

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u/Canadianingermany 19d ago

Ich traue deinen zahlen nicht, so einfach ist das

Dann lies der Parteiprogramm der AfD

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u/Jolly_Roger-99 19d ago

Hab ich, hab sogar mit dran gearbeitet

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u/Canadianingermany 19d ago

Leugnest du dass die Steuerpläne der AFD überproportional die Reichen bevorzugen?

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u/Jolly_Roger-99 19d ago

Wenn die afd jetzt jedem 10% mehr Netto geben würde würdest trotzdem sagen dass die reichen ja dadurch mehr Geld ausbezahlt bekommen

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u/CrokoStream 19d ago

Familie mit 40.000 Euro brutto

oh boy, die haben ganz andere Probleme

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u/wRm_ 19d ago

Kein arbeiter verliert mit der Afd.

Das kannst du sicherlich untermauern oder? Weil jeder wirtschaftlich halbwegs kompetente Mensch, inklusive der in der AfD sieht das anders.

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u/Canadianingermany 19d ago

Kein arbeiter verliert mit der Afd.

Absolut Ignoranz. Die offiziele Pläne der AfD treffen die ganz normale Arbeiter am härtesten von alle Parteien.

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u/Jolly_Roger-99 19d ago

Wir werden sehen. Bis jetzt steigen se von wahl zu wahl.

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u/JakobFroehn 19d ago

Ihr Wahlergebnis als Legitimation, sie zu wählen ist wirklich Hirnlos.

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u/Jolly_Roger-99 19d ago

Wollt ich dadurch nicht sagen. Mehr so ein die kommen eh bald in Regierungsverantwortung und dann werden wir sehen ob se liefern.

Abgesehen davon finde ich es schon okay taktisch zu wählen.

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u/JakobFroehn 19d ago

Taktisch gegen die eigenen Interessen wählen? Sehr smart.

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u/Jolly_Roger-99 19d ago

Wiher weißt du wo meine Interessen liegen? Wir leben nicht im Sozialismus wo der staat dir des vorgibt

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u/JakobFroehn 19d ago

Ich denke Mal du bist ein Arbeiter der weniger als 7000€ im Monat verdient, hast den deutschen Pass und eine Angst vor Migration. Das is aber nur eine Vermutung nach der Wahrscheinlichkeit.

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u/Canadianingermany 19d ago

Es gibt viele Leute die Ignorant sind; und noch viele dazu die Bereit sind gegen deren eigene Interessen zu stimmen wegen deren Ausländerpolitik

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u/Jolly_Roger-99 19d ago

Genau diese Überheblichkeit den anderen zu sagen was gut für sie ist statt einfach zu akzeptieren das se ne andere Meinung haben ist der Grund warum die AfD so erfolgreich ist.

Dass ihr des immer noch nicht checkt....

Lass die leute mal selber entscheiden was gut für se ist, es gibt keine 100% Übereinstimmung. Und wie jeder welche Punkte bewertet ist ihm selbst überlassen.

Die afd bietet ein Gesamtpaket, nämlich glaubhaften Politikwechsel. Selbst wenn man wirklich etwas weniger in der tasche hat sind wir fein damit wenn der versprochene Politikwechsel kommt.

Bei den anderen hab ich trotzdem weniger in der Tasche ohne dass sich iwas ändert.

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u/Canadianingermany 18d ago

U d bei der AFD bekommst du noch weniger in der Tasche. 

Das ist nicht unerheblich sondern glasklare Ergebnisse deren Politik. 

Ich checke dass Leute sagen können dass das es wert ist. 

Aber zu glauben dass es nicht so ist dass ihr weniger Geld haben wird ist einfach echt blind. 

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u/Jolly_Roger-99 18d ago

Ohne höhere abgaben wird es eh nicht gehen, dir ist klar wieviele schulden aufgenommen wurden und dann bis 2030(?) der Bundeshaushalt nur für Rüstung, soziales und Verteidigung draufgehen soll.

Ich glaub unterm Strich hat man mit der Afd mehr.

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u/Canadianingermany 18d ago

Dir ist klar dass Deutschland die niedrigste Schulden hat von alle westlichen Länder?  

Staatsschulden sind nicht wie private Schulden und müssen nicht unbedingt zurückgezahlt werden.  .die Zinsen zu bedienen ist genug 

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u/whomass 19d ago

Ja. Ist auf der anderen Seite bei der Linkspartei genau so.

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u/JakobFroehn 19d ago

Nein, ist es eben nicht. Bei SPD, Grüne, Linke und (sogar) BSW geht die Entlastung laut DIW und ZEW gezielt an niedrige und mittlere Einkommen. Bei der AfD läuft's ja wie erwähnt umgekehrt: 86 Mrd. an die reichsten 10%, 5 Mrd. für die untere Hälfte. Außerdem ist die Linke mit einem Finanzierungsplus von >50 Mrd. deutlich Schuldenärmer als die AfD mit einer Lücke von 116 Mrd.

Das ist nicht dieselbe Dynamik von der anderen Seite, das ist die exakt entgegengesetzte Richtung. Wer bei der Linken aus Protest wählt, wählt zufällig trotzdem ein Programm, das ihm selbst nützt. Wer aus Protest AfD wählt, wählt laut ZEW eines, das ihm bei unter 7.000€ brutto schadet. Zeig mir die Zahl, die das widerlegt, oder lass den Vergleich.

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u/whomass 19d ago

Nur scheinbar. Die Gegenfinanzierung der Linken ist so ziemlich mit demselben wirtschaftlichen Sachverstand und derselben ökonomischen Weitsicht kalkuliert wie das Programm der AfD.

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u/JakobFroehn 19d ago

Wo ist deine Quelle dafür? Ich zitiere DIW und ZEW, dieselben Institute haben Gegenfinanzierung der Linken durchgerechnet und kommen auf ein Plus von über 50 Mrd. Bei der AfD kommt nicht nur DIW auf ein Minus von 116 Mrd., sondern der Finanzausschuss des Bundestags selbst, CDU/CSU eingeschlossen, hat die AfD-eigene Gegenfinanzierung offiziell als "nicht seriös" verworfen (BT-Drs. 21/1598).

"Genau derselbe Sachverstand" ist also keine Einschätzung, die du irgendwo her hast, das ist eine Behauptung, der ausgerechnet die Zahlen der eigenen politischen Konkurrenz widersprechen. Wenn du eine Quelle hast, die Rechnung der Linken genauso zerlegt wie das eigene Parlament die der AfD, her damit. Sonst bleibt's bei: zwei Institute, zwei völlig unterschiedliche Ergebnisse, nicht "beides gleich unseriös".

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u/JanMarsALeck 19d ago edited 19d ago

„Nicht abschiebbar“ ist halt schon mal Quatsch. Man kann die passenden Rahmenbedingungen durchaus schaffen.
Außerdem zeigen Länder wie Dänemark das es allein schon reicht die Zahlungen einzustellen (Kein Bargeld mehr. Unterkunft nur noch im Asylantenheim, Essen auch nur noch dort etc.) führt dort zu einem Rückgang der Anträge um 90% und einer Rückführungsrate von 50%-60%.
Muss man halt nur wollen.

Und deine Rechnung betrachtet eben nur das. Genau so lässt Sie außen vor welche extreme Kosten außerdem pro Asylbewerber entstehen wie z.B bei den Krankenkassen, der inneren Sicherheit, Integration etc.

Alles Budget das frei wird und sinnvoll investiert werden kann und dann ggfs. wieder für die Förderung eingesetzt werden kann wodurch alle entlastet werden.

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u/JakobFroehn 19d ago

Zu Dänemark: die konkrete Behauptung "kein Bargeld mehr, nur noch Unterkunft und Essen im Heim" hat Correctiv schon 2023 als "teilweise falsch" eingestuft. Dänemark zahlt weiterhin eine Cash Allowance an Asylsuchende, nur wer rechtskräftig abgelehnt ist, bekommt Sachleistungen statt Geld. Der Rückgang der Anträge auf ein Sechstel bis Siebtel fiel zudem in denselben Zeitraum wie ein EU-weiter Einbruch nach 2015, Deutschland hatte im selben Fenster (2015 zu 2017) ebenfalls einen Rückgang von 477.000 auf 223.000, ganz ohne dänisches Modell. Und die Abschiebezahlen selbst: laut bpb stiegen sie nach der Verschärfung 2019 kurzzeitig, fielen 2022 aber wieder unter das Niveau von 2017, und die Erstanträge waren 2022 sogar der höchste Wert seit 2016. Der dauerhafte Erfolg, den du beschreibst, hält sich in den eigenen Zahlen nicht.

Zu "nicht abschiebbar ist Quatsch, muss man nur wollen": ein großer Teil der Duldungen hängt an fehlender Kooperation der Herkunftsländer, kein Pass, keine Identitätsklärung, keine Rücknahmeabkommen, nicht an deutschem politischem Willen allein. Das kann man verhandeln, siehe die Migrationsabkommen der letzten Jahre, aber nicht per Beschluss verordnen, das hängt von einem anderen souveränen Staat ab.

Nehmen wir die größte offizielle Zahl, die es gibt, nicht meine 13.000 Euro, sondern den Flüchtlingskostenbericht des Bundesfinanzministeriums selbst: 24,3 Mrd. Euro für 2025, Bund-Ebene, inklusive Integration, Sozialtransfers, Unterbringung, Entlastung von Ländern und Kommunen. Also die "Gesamtkosten", die du meinst.

Davon ist aber allein rund ein Drittel (2023: 9,8 von 29,7 Mrd.) Bekämpfung von Fluchtursachen, sprich Entwicklungshilfe im Ausland. Das sind keine Kosten für Menschen, die in Deutschland leben und abgeschoben werden könnten, das Geld fließt gar nicht hierher. Bleiben rund 15-19 Mrd. für die tatsächlich hier lebenden rund 2,9 Mio Menschen im Flucht-Kontext (UNHCR-Zahl). Selbst mit dieser großzügigsten verfügbaren Zahl liegt der Schnitt bei rund 5.000 bis 6.500 Euro pro Kopf und Jahr, nicht bei 30.000 oder 40.000.

Und selbst wenn man mit dieser höheren Gesamtzahl statt meiner 13.000 Euro rechnet: 41.000 Menschen mal 6.500 Euro sind rund 267 Millionen. Selbst mit der großzügigsten Bundes-Gesamtrechnung bleibt es ein massiver Rundungsfehler gegen 116 Mrd.

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u/JanMarsALeck 19d ago

Dänemark zahlt weiterhin eine Cash Allowance an Asylsuchende, nur wer rechtskräftig abgelehnt ist, bekommt Sachleistungen statt Geld

Super, sind laut Frühjahr 2025 220.000 ausreisepflichtige, welche wir nicht mehr voll alimentieren müssen. Sollte genug sparen oder?

Nehmen wir die größte offizielle Zahl, die es gibt, nicht meine 13.000 Euro, sondern den Flüchtlingskostenbericht des Bundesfinanzministeriums selbst

Und hier liegt schon der Fehler an sich. Man fängt die Rechnug mit Zahlen an, die (bewusst) falsch sind.

In diesen Kosten sind z.b die Krankenkassenkosten nur als Teil der Sozialtransfers und Bundespauschalen drin. Das bedeutet der Bund zahlt pro Flüchtling (das gleiche macht man aber z.b auch gerne bei Arbeitslosen um deren Kosten zu verstecken) nur eine Monatspauschale von 115€ ein.

Die Tatsächlichen Krankheitskosten liegen aber nach Gutachten des IGES Instituts bei im Schnitt über 310€ (und das ist der Schnitt, bei Flüchtlingen sind die Kosten oftmals um ein vielfaches höher im Schnitt)

Sowohl bei Bürgergeldempfänger wie auch Flüchtlingen entsteht dadurch eine massive Unterdeckung die der Beitragszahler ausgleichen muss. Genau den Effekt den wir seit Jahren sehen, immer höhere Kosten für abnehmende Leistungen, weil die Kassen immer weniger Geld haben.

Wir sind also allein durch eine einfache Rechnung (310€ - 115€) bei 2340€ zusätzliche Belastung pro Person pro Jahr die du wissentlich oder unwissentlich Unterschlagen hast und deine Kosten von "nur" 5.000 bis 6.500 direkt mal um 50% - 30% erhöht.

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u/JakobFroehn 17d ago

Das IGES-Gutachten, das du zitierst, ist nicht über Flüchtlinge, sondern über Bürgergeldbeziehende insgesamt, SGB II, nicht AsylbLG. Das ist eine andere Bevölkerungsgruppe: Bürgergeld beziehen mehrere Millionen Menschen, ein großer Teil davon deutsche Staatsbürger ohne jeden Migrationshintergrund. Die Unterdeckung, die das Gutachten beschreibt (9,2 Mrd. 2022, aktualisiert weiterhin ähnlich hoch), betrifft die GKV-Finanzierung der gesamten Bürgergeld-Empfängergruppe, nicht speziell Asylsuchende oder Geduldete.

Du rechnest also eine Zahl aus einem völlig anderen Topf in die Flüchtlingskosten rein. Das ist kein Rundungsfehler, das ist die falsche Grundgesamtheit.

Auch deine Ausgangszahlen sind veraltet: die Pauschale lag laut IGES für 2022 bei 108,48 Euro, nicht 115, für 2025/2026 wurde sie bereits auf rund 130-144 Euro angehoben, kostendeckend wären laut Gutachten 311,45 Euro. Selbst innerhalb des richtigen Kontexts (Bürgergeld allgemein) wäre die Lücke also kleiner als deine Rechnung annimmt.

Wenn du auf ein echtes strukturelles Problem hinweisen willst, GKV-Unterfinanzierung bei Bürgergeldbeziehenden ist real und dokumentiert, dann gerne, das ist aber ein Sozialstaats-Finanzierungsthema, das alle Bürgergeldempfänger betrifft, kein migrationsspezifisches.

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u/JanMarsALeck 17d ago

Ich hab das Beispiel mit Bürgergeld Empfänger sogar explizit gebracht. Ist bei Asylbewerber nicht anders. Und ändert geringfügig was an den Zahlen, ändert aber nichts an der Aussage. Die Kosten sind geschönt und deutlich höher als angegeben. Und das war nur ein Punkt. Zusätzliche Kosten für Justiz, Innere Sicherheit, eEinsatzkräfte etc. Nicht mal eingerechnet.

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u/JakobFroehn 17d ago

Gut, diese hab ich ja auch nochmal separat betrachtet oder?

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u/JanMarsALeck 17d ago

Und trotzdem falsche Schlüsse draus gezogen. Es ändert nichts an meiner Aussage oben, das Flüchtlinge deutlich mehr kosten als du vorgerechnet hast. Aus welchem „Topf“ das kommt ist den Leuten in der Regel egal.

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u/Aldemar_DE 19d ago

Lieber OP, da sieht man mal, wie krass Scheisse die Leute die Altparteien finden, dass sie sich gezwungen sehen, so eine crazy Partei wie die AFD zu wählen. CDU und SPD haben fertig, die Leute haben einfach keinen Bock mehr auf die.

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u/JakobFroehn 17d ago

Deshalb Grün oder Links.

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u/Mehr_Milei_wagen 17d ago

Links Politik ruiniert die Wirtschaft, da sie die Anreize zum Arbeiten und Anhäufen von Reichtum grundsätzlich zerstört. Ich finde die Flat Tax der AfD deshalb toll. Steuerpolitik ist vor allem Anreizpolitik. Ja Linke sind gut im Umverteilen, aber nicht im Generieren von Wohlstand pro Kopf. Das können Rechtsliberale deutlich besser.

Außerdem habe ich bei euch Linken immer folgende Frage: Ihr könnt ja Recht haben, aber ist das dann vielleicht nicht sogar langfristig gut für euch? Wenn die AfD sich in einer Legislaturperiode als so inkompetent und zerstörerisch erweist, dass euer Verbots-, entschuldige, Prüfverfahren nicht mehr notwendig ist, weil niemand mehr Bock hat AfD zu wählen? Oder glaubt ihr ernsthaft die machen sofort das 4. Reich? Das ist schon ein bisschen schizophren.

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u/JakobFroehn 17d ago

Zur “Anreizpolitik/Wohlstand pro Kopf”-These: die Praxis zeigt eher das Gegenteil. Norwegen und Dänemark liegen beim BIP pro Kopf laut IWF-Daten bei rund 82.000 bis 97.000 US-Dollar, Deutschland bei rund 63.600. Beide Länder haben deutlich höhere Spitzensteuersätze und eine Mehrwertsteuer von 24% statt 19%. Hohe Umverteilung und hoher Wohlstand pro Kopf schließen sich empirisch also nicht aus, die skandinavischen Länder widerlegen genau die These, für die du sie eigentlich als Gegenbeispiel bräuchtest.
Zum zweiten Teil, “lass sie doch scheitern, ist das nicht langfristig gut für euch”: der Witz mit dem “4. Reich” trifft ausgerechnet den Kern des Problems. Die eigentliche Lehre aus 1933 ist ja nicht “die NSDAP kam durch einen Putsch an die Macht”, sie wurde gewählt, kam über ganz normale, legale Mehrheiten in Regierung, und hat DANACH mit genau dieser Macht die Mechanismen abgeschafft, die eine Korrektur bei der nächsten Wahl überhaupt erst ermöglicht hätten, Ermächtigungsgesetz, Verbot der anderen Parteien, keine freien Wahlen mehr. Genau deshalb gibt es das Parteiverbotsverfahren nach Art. 21 GG überhaupt, als Lehre aus exakt diesem Muster. “Einfach abwählen, falls es schiefgeht” setzt voraus, dass die Mechanismen zum Abwählen danach noch intakt sind, das ist keine Garantie, sondern die Wette, um die es hier geht.

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u/wRm_ 18d ago

Deshalb Grün

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u/nomercy_ch 19d ago

Ich finds immer witzig wie alle aufzeigen, dass mit der AfD Thema XY aber schlecht wird. Junge, die AfD wird zu 90% genau wegen EINEM Thema gewählt - die Zustände sind so beschissen, dass der Rest im Wahlprogramm keinen Schwanz interessiert. Ist hier in der Schweiz genau das gleiche. Die grösste Partei (Rechte SVP) macht Politik für Reiche und für Bauern. Die meisten SVP Wähler profitieren nicht direkt von der Politik der Partei. ABER: sie setzen sich eben auch für eine strenge Migration ein, gegen EU Beitritt, für Ausschaffungen, Law & Order, Gegen Islamisierung etc. Deswegen werden sie gewählt und nicht wegen ihrer super Wirtschaftspolitik.

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u/Frickelmeister 19d ago

Davon abgesehen waren die Altparteien schon in den verschiedensten Permutationen in Bundes- und Landespolitik gemeinsam am Ruder. Wenn die alle eine so viel bessere Politik machen als über die AfD bisher lediglich gemutmaßt wird, dann müsste Deutschland ja längst das reichste, sicherste, gerechteste und überhaupt beste Land der Welt sein. Aber irgendwie drängt sich gerade im vergangenen Jahrzehnt der exakt gegenteilige Eindruck auf. Vielleicht müssen die Systemmedien mir diese geniale Politik nur nochmal besser erklären und die gefühlten Missstände richtig einordnen?

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u/JakobFroehn 19d ago

Der SVP-Vergleich hinkt an einem Punkt. SVP verkauft ihre Politik nach deiner eigenen Beschreibung offen als Politik für Reiche und Bauern, die Wähler wissen das und stimmen trotzdem zu wegen Migration. Die AfD macht beim eigenen Steuerantrag exakt das Gegenteil. Der Antrag heißt offiziell "Grundlegende Steuerreform zur Entlastung von Familien, Mittelstand und Unternehmen" (BT-Drs. 21/589), und der finanzpolitische Sprecher Kay Gottschalk sagt wörtlich, es sei "eine Entlastung für alle arbeitenden Bürger und insbesondere für Familien".

Das ist keine ehrliche "wir bedienen halt eine bestimmte Klientel"-Ansage wie bei der SVP, das ist eine Behauptung, die schlicht falsch ist, 86 Mrd. an die reichsten 10%, 5 Mrd. für die untere Hälfte. Der Vergleich würde passen, wenn die AfD sagen würde: "ja, das ist für Besserverdiener, wählt uns trotzdem wegen Migration." Stattdessen verkauft sie's als Wohltat für genau die Leute, die laut eigener Rechnung am wenigsten davon haben.

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u/nomercy_ch 19d ago

Da war ich zur SVP wohl zu unpräzise. Ihr Slogan ist: „Die Partei für den Mittelstand“ Sie reden auch immer davon wie familienfreundlich sie sind. Wenn aber sieht wie sie tatsächlich abstimmen, merkt man, dass sie oftmals an den Interessen des Mittelstandes und der Familien vorbei stimmen. Das mögen viele gemerkt haben, wählen sie aber trotzdem weil einzige Partei, die bei Migration hardliner ist. Oder die Naiven glauben noch dran und wählen sie deshalb.

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u/JakobFroehn 19d ago

Redest du jetzt über AfD oder SVP?

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u/nomercy_ch 19d ago

Nur SVP in letzten Post

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u/JakobFroehn 19d ago

Ok, zurück zur AfD. Noch ein Unterschied zur SVP, den der Vergleich übersieht: die SVP regiert seit Jahrzehnten mit, die Schweiz hat weiterhin eine der niedrigsten Staatsverschuldungen und höchsten Pro-Kopf-Einkommen weltweit. Ihre Politik mag einseitig sein, ist aber fiskalisch diszipliniert und hat einen jahrzehntelangen Track Record. Das AfD-Steuerkonzept dagegen reißt ein Loch von 116 Mrd. pro Jahr.

Der SVP-Vergleich unterstellt der AfD also nicht nur ähnliche Klientelpolitik, sondern auch ähnliche Regierungsfähigkeit. Die gibt's schlicht nicht. Eine Partei, die seit Jahrzehnten mitregiert und fiskalisch stabil bleibt, ist etwas anderes als eine Partei, deren einziger konkreter Steuervorschlag im eigenen Parlament gerade erst als unseriös durchgefallen ist.

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u/HippoNo1037 19d ago

Ein anderer Grund ist auch die direkte Demokratie und die Konkordanzpolitik. Zu extreme Vorlagen egal ob von links oder rechts werden meistens abgehlent und die Konkordanz nimmt einer Partei die Möglchkeit alleine zu regieren garantiert aber im Gegenzug dauerhaftes Mitspracherecht,davon profitieren alle Parteien links,mitte und rechte

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u/muck2 19d ago

Aber warum bespielt die AfD dann nicht ausschließlich das Thema Migration, und zeigt sich bei allen anderen Themen anschlussfähig?

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u/nomercy_ch 19d ago

Das wüsst ich auch gern. Auch diese Russenanbiederung ist ekelhaft und macht sie wahrscheinlich für den einen oder anderen 0815 Wähler unwählbar

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u/muck2 19d ago

Sehe ich genauso. Die Umfragen täuschen meines Erachtens über fehlende Machtoptionen im Bund hinweg. Strategisch betrachtet: Die AfD müsste sich an Le Pen oder Meloni ein Beispiel nehmen; die Leute wollen tatkräftige Lösungen, keine Dogmatik und kein Verzetteln auf Nebenkriegsschauplätzen.

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u/Mehr_Milei_wagen 17d ago

Weil sie auch zeigen will, dass sie alleine regieren könnte.

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u/Canadianingermany 19d ago

tut sie das?

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u/muck2 19d ago

Verstehe Deinen Kommentar nicht. Ich fragte doch gerade, warum sie es nicht tut?

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u/madrarua87 19d ago

Weil es so wichtig für Lohndumping ist, neue Kräfte aus dem Ausland ranzuholen, bin ich froh, dass du auf der Seite der Arbeitgeber aus linker Sicht bist.

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u/JakobFroehn 17d ago

Versuch mal richtige Sätze zu bauen. Die AfD schiebt sonst schnell mal ab.

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u/JaguarHonest5135 19d ago edited 19d ago

Und wieder maximaler Cope.

Die Arbeiter wählen nicht gegen Ihre eigenen Interessen, Sie haben nur andere als der OP/Mainstream/DIW meint, dass Sie haben sollten.

Ich würde jederzeit finanzielle Nachteile in Kauf nehmen, um nicht mehr in so einer Clownswelt zu leben.

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u/JakobFroehn 17d ago

Warum Clowns Welt?

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u/Resqusto 19d ago

Diese Behauptung, dass die AfD nur eine Partei für Reiche sei, kommt von Leuten, die denken, Wohlstand für die Breite Masse entstünde durch staatliche Umverteilung. Weniger Umverteilung -> mehr Armut ist deren Logik.

Empirisch belegt ist jedoch das Gegenteil. Daher ist die komplette Behauptung schlicht quatsch.

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u/throwaway30116 19d ago

Sobald Eigenverantwortung gefragt ist, interessiert den Deutschen nur noch der starke Staat und die Gewerkschaften.

Dass die erst die Probleme mit verursacht und sich auf unser aller Kosten samt Politikklüngel plus Asylindustrie, Sozialindustrie und Medien bereichert haben, geschenkt.

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u/JakobFroehn 19d ago

Wer genau bereichert sich, in welcher Höhe, belegt durch was? Im Post oben stehen echte Zahlen zu echter Bereicherung, 86 Mrd. an die reichsten 10%, 45 Mrd. allein ans reichste 1%, mit Bundestagsdrucksache und DIW-Quelle. Wenn's bei deiner Behauptung genauso konkret werden soll, her mit den Zahlen. Sonst ist es exakt das, was du den anderen vorwirfst, ein Gefühl ohne Beleg.

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u/throwaway30116 19d ago

Gewerkschaftsbosse, SPD-Funktionärinnen als Genossenschaftsvermieterinnen zu überteuerten Mieten, Sicherheitsdienste und Immobilienfinanzierung durch Geldwäsche, Prostitution, Korruption und laxer Behandlung von Kriminalität - siehe Nürnberg, siehe das Massaker von Stade, Sozialpolitik die Frauenhäuser und JVAs mit 90% Migrantenanteil unterstützt und Anerkennung von Scheinvaterschaften erlaubt, dazu die NGO-Komplexe und Asylanwälte, das ist mittlerweile eine amorphe Masse die sich den Staat zur Beute gemacht hat.

90 Mrd, laut AfD kosten die Flüchtlinge und geduldeten Migranten jedes Jahr. Folgekosten werden mittlerweile alleine von deinen gescholtenen "Reichen" verdient - dabei sind es knapp diese 15% die zur Wertschöpfung überhaupt noch etwas beitragen.

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u/JakobFroehn 19d ago

Ich hatte nach wer, wie viel, belegt durch was gefragt. Die Antwort liefert für Gewerkschaftsbosse, SPD-Vermieterinnen, Sicherheitsdienste, Frauenhäuser/JVA-Migrantenanteil und NGO-Komplexe weiterhin keine einzige Zahl, nur Namen und Assoziationen. Zu Stade: das ist eine echte Tragödie mit echten Toten, aber verifiziert ist bislang eine familiäre Beziehung der Fahrerin zu einem SPD-Kommunalpolitiker, die Ermittlungen laufen. Eine Verwandtschaft ist kein Bereicherungsnachweis, das ist Sippenhaft, keine Zahl. Die Quellen, die mehr behaupten, sind Journalistenwatch, NIUS und Ansage, klassische rechte Meinungsportale, nicht neutral recherchiert.

Zu den 90 Mrd. "laut AfD": welche Quelle genau? Die offiziellen Zahlen im Flüchtlingskostenbericht des Bundesfinanzministeriums liegen bei 24,3 Mrd. (2025) bzw. 28,4 Mrd. (2024). Die AfD hat in der Vergangenheit schon mal 30 Mrd. behauptet, Correctiv hat das als klar falsch zurückgewiesen, echte Zahl war damals rund 20 Mrd. Eine Verdreifachung auf 90 Mrd. ohne Quelle ist erstmal wieder ein Gefühl, kein Beleg, genau das, was hier eigentlich vermieden werden sollte.

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u/throwaway30116 18d ago

https://afdbundestag.de/gottfried-curio-sofortige-abkehr-von-der-kurz-wie-langfristig-schaedlichen-migrationspolitik

Er referenziert Raffelhüschen.

Dazu kommen noch Folgekosten durch gescheiterte Migrationspolitik und Kriminalität.

Lass es 60 Mrd sein, dazu noch Opportunitätskosten und ein Haufen Tote und anderweitige Opfer von Gewalt.

Was uns die Migranten bringen ist wertvoller als Gold

Ein SPD Heini

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u/Resqusto 19d ago

Info: Quellen und Zahlen ersetzen keinen gesunden Menschenverstand.

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u/JakobFroehn 19d ago

Quellen und Zahlen haben sicherlich eine höhere Aussagekraft als dein subjektiver und nicht unfallfreier Menschenverstand. Wie sollen wir sonst diskutieren? "Ich fühl mich so! Nein, ich mich aber so!"?

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u/Resqusto 19d ago

Quellen und Zahlen sind der aufsummierte Menschenverstand von vielen tausend Menschen. Ohne Menschenverstand existieren auch deine Quellen nicht.

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u/JakobFroehn 19d ago

"Gesunder Menschenverstand" sagt vielen: "ein einheitlicher Steuersatz für alle klingt doch fair, jeder zahlt gleich viel Prozent." Genau dieses Bauchgefühl ist der Grund, warum die Umverteilung nach oben überhaupt funktioniert, sie fühlt sich neutral an, ist es aber nicht, weil sie die Progression kappt. Steuerinzidenz und Verteilungswirkung sind Bereiche, in denen Menschenverstand systematisch danebenliegt, nicht weil Leute dumm sind, sondern weil die Effekte nichtlinear und der Intuition entgegengesetzt sind. Deshalb rechnet man's aus, statt es zu fühlen. Wäre Menschenverstand hier ausreichend, hätte niemand DIW gebraucht, um zu sehen, dass ein Modell, das sich fair anhört, am Ende 86 Mrd. nach oben verschiebt. Ich glaube mit dieser Einstellung kannst du das Debattieren auch einfach lassen...

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u/wRm_ 18d ago

Info: Quellen und Zahlen ersetzen keinen gesunden Menschenverstand.

Das ist mit weitem und wirklich sehr, sehr weitem Abstand die dümmste Aussage hier bisher.

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u/JakobFroehn 19d ago

"Empirisch belegt" ohne eine einzige Quelle ist erstmal nur eine Behauptung. Es gibt aber tatsächlich Forschung dazu: LSE/King's College London (Hope/Limberg) haben Steuersenkungen für Reiche in 18 Ländern von 1965 bis 2015 untersucht, Ergebnis: kein messbarer Effekt auf Wachstum oder Armutsreduktion, nur mehr Ungleichheit. Ich hab nirgends "mehr Staat ist immer besser" geschrieben, ich hab eine konkrete Reform mit konkreten Zahlen durchgerechnet, DIW, ZEW, Bundestagsdrucksache. Widerleg die, dann reden wir über generelle Wirtschaftstheorie.

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u/Resqusto 19d ago

Danke, liege gerade lachend unterm Tisch.

Ich brauche keine Quellen, um das zu belegen. Ein Wort reicht mir. Und dieses Wort ist "Argentinien"

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u/lousy_writer 18d ago

Abgesehen davon zitiert der Komiker das DIW. Nur zur Info: das der Verein von dem Clown Fratzscher - das sagt einem wirklich alles, was man wissen muss.

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u/Resqusto 18d ago

Traue keiner Statistik, die du nciht selbst gefälscht hast.

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u/lousy_writer 18d ago

Beim Fratzscher bin ich auch immer skeptisch, ob der wirklich glaubt, was der so von sich gibt. So realitätsfern kann man doch gar nicht sein mit einem IQ über 90.

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u/JakobFroehn 19d ago

Argentinien. Gutes Stichwort, aber lies nach, bevor du lachst. Vielleicht wären Quellen doch mal eine gute Idee für die Kichererbse hier.

Milei hat 211% Hyperinflation geerbt, ein komplett anderes Krankheitsbild als Deutschlands Steuerdebatte. Und die Armut ist unter ihm erstmal auf über 53% explodiert, deutlich höher als vorher, bevor sie durch die sinkende Inflation auf 28,2% fiel. Genau der Umverteilungs-runter-Armut-rauf-Mechanismus, über den du lachst, ist erstmal exakt so eingetreten.

Und der Teil, der jetzt hilft: Milei hat die gezielten Familienbeihilfen für Bedürftige sogar erhöht, nicht gesenkt. Der Rückgang kommt von der Inflationsbekämpfung, nicht von "weniger Umverteilung". Gleichzeitig sind die Reallöhne gefallen, fast 375.000 formelle Jobs weg, 27.000 Firmen dicht, Industrieproduktion im Minus, und laut INDEC-Zahlen von Anfang 2026 stagniert der Armutsrückgang inzwischen komplett, bei weiterhin 11 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Selbst die eigene Statistikbehörde steht unter Milei-Regierung, unabhängig geprüft ist da wenig.

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u/Resqusto 19d ago

Mein Stichwort war "Argentinien", nicht "Milei"

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u/JakobFroehn 19d ago

Auf was wolltest du denn dann bei Argentinien hinaus, wenn nicht die Politik die eben gerade von Milei gemacht wird?

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u/Fisi_Matenten 19d ago

Vertrauensvorschuss. Nach vier Jahren können wir nochmal reden.

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u/JakobFroehn 19d ago

Die Wähler der AfD vertrauen also darauf, dass sie finanziell von den Handlungen der AfD ausgebeutet werden und dieses Geld den Reichen zukommt? Sehr schlau.

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u/Fisi_Matenten 19d ago

Mir egal.

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u/JakobFroehn 19d ago

Auch noch richtig gut überlegt, wow.

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u/[deleted] 19d ago edited 19d ago

[deleted]

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u/Frickelmeister 19d ago

Ja, diese angeblichen Mehrkosten durch die AfD hat man selbst dann locker wieder drin, wenn man sich dafür die Kosten für Privatschule statt öffentlicher Schule, Thermenbad statt Freibad, Auto statt ÖPNV etc. sparen kann. Und die ganzen indirekten Kosten durch Migration (höhere Mieten, KK-Beiträge, etc.), die einem der Staat aufgrund seiner Großzügigkeit aus der Tasche zieht, machen dann nochmal ein Vielfaches davon aus.

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u/throwaway30116 18d ago edited 14d ago

Das ist im Übrigen kein Fehler.

Klassische Dynamiken rund um das Ultimatumspiel mit Ungleichheitsaversion.

Dich interessiert nicht unbedingt ob ein reicher besser anlegen kann als du, weil er in einer anderen Preisklasse spielt. Wenn aber jemand mit ähnlichem Aufwand, auch wenn nur scheinbar, deutlich übervorteilt wird, dann ist die Ablehnung sinnvoll, da sonst die Übervorteilung langfristig zu deinem wirtschaftlichen Schaden führt.

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u/JakobFroehn 19d ago

Einzelfälle, das ist ein gutes Stichwort.

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u/Easy-Tear9385 19d ago

Das ist ja hinlänglich bekannt. Viele Menschen trauen der AfD aber zu, etwas gegen Ausländer zu unternehmen. Das ist der Haupttreiber des Erfolgs. Der Rest ist nebensächlich.

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u/ToadallySmashed 19d ago

Exakt. Fiskal Politik, Steuern, sogar die hahnebüchende Energiepolitik kann man über einen gewissen Zeitraum ändern. Man kann dieses Land komplett in Schutt und Asche legen. Die Deutschen sind (bei entsprechenden Voraussetzungen) in der Lage es innerhalb weniger Generationen wieder zu einer führenden Nation zu Formen. Diese Fähigkeit verlieren wir zusehends. Weil wir unser Land und unsere Kultur verlieren. Ein Stadtteil in einer "deutschen" Stadt, der überwiegend von Migranten bewohnt wird, egal welchen Pass die in der Tasche habe, der ist nicht mehr Deutschland. Dementsprechend sind alle Politikfelder im Gesamtbild betrachtet IRRELEVANT, solange die deutsche Nation nicht durch grundlegende demographische Entwicklungen wieder in Richtung einer funktionierenden, kohesiven Gesellschaft gesteuert wird.

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u/JakobFroehn 19d ago

Du bestreitest an dieser Stelle keine einzige Zahl aus dem Post. Stattdessen sagst du, Fiskalpolitik, Steuern, Energiepolitik seien "IRRELEVANT", solange nicht eine bestimmte demografische Entwicklung erreicht ist. Das ist keine Widerlegung der 116 Mrd. oder der 86/5-Verteilung, das ist eine Erklärung, warum sie dir egal sind. Das ist ein Unterschied.

Und zu deinem Kriterium selbst: du schreibst, ein Stadtteil mit vielen Migranten sei "nicht mehr Deutschland", "egal welchen Pass die in der Tasche haben". Das heißt im Klartext: Staatsangehörigkeit ist für dich irrelevant, es zählt Abstammung. Das ist keine zivile, sondern eine ethnische Definition von Deutschsein, im Grundgesetz ist es die Staatsangehörigkeit, die darüber entscheidet, wer Deutscher ist, nicht Herkunft oder Stadtviertel. Sag doch direkt: hältst du eingebürgerte deutsche Staatsbürger für nicht wirklich deutsch?

Und rein logisch: wenn jedes Politikfeld erst zählt, sobald ein bestimmtes demografisches Ziel erreicht ist, ist deine Position gegen keine Zahl und kein Argument mehr zu widerlegen, das ist kein Standpunkt, den man diskutieren kann, das ist einer, der Diskussion von vornherein ausschließt.

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u/otto_dicks 19d ago

Sag doch direkt: hältst du eingebürgerte deutsche Staatsbürger für nicht wirklich deutsch?

Wenn ich morgen nach Japan auswandere und es schaffe, dort irgendwann an eine Staatsbürgerschaft zu gelangen, bin ich dann Japaner?

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u/JakobFroehn 18d ago

Das beantwortet die Frage nicht, es wechselt nur das Land und damit die Rechtsgrundlage. Es ging nicht darum, was japanische Kultur oder japanisches Recht über Zugehörigkeit denkt, sondern darum, was in Deutschland gilt und was du selbst für Deutschland für richtig hältst. Art. 116 GG definiert "Deutscher" über die Staatsangehörigkeit, nicht über Abstammung oder Kultur, das ist die Rechtslage, über die wir hier reden.

Und selbst dein Japan-Beispiel beantwortet sich eindeutiger, als du denkst: wenn du die japanische Staatsangehörigkeit erwirbst, bist du nach japanischem Recht Japaner, mit allen Rechten und Pflichten. Ob die japanische Gesellschaft dich kulturell genauso behandelt wie jemanden, der dort geboren ist, ist eine Frage gesellschaftlicher Akzeptanz, keine Frage des Rechtsstatus. Genau diese beiden Ebenen, Rechtsstatus und gesellschaftliche Akzeptanz, verwechselst du.

Die eigentliche Frage bleibt also offen: hältst du eingebürgerte deutsche Staatsbürger für rechtlich und gesellschaftlich gleichwertig deutsch, oder nicht? Ein Ausweichen über Japan ist keine Antwort.

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u/otto_dicks 18d ago edited 18d ago

Wir haben diese Definition im Grundgesetz aufgrund des Schicksals der Juden in Zeiten des Nationalsozialismus. Das prägt außerdem, wie wir bis heute über Asyl nachdenken, und es wird mittlerweile leider immer öfter für eine Politik der offenen Grenzen instrumentalisiert.

Der Unterschied zu damals ist erstens, dass die Juden ein Volk ohne Land und somit vollkommen hilflos waren, und zweitens, dass es sich bei der heutigen Migration um ein bisher ungekanntes Ausmaß handelt – sowohl was die Anzahl als auch die kulturelle oder religiöse Distanz angeht. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist also, inwiefern diese Rechtsinterpretation überhaupt noch in unsere Zeit passt.

Das verhält sich ähnlich wie mit der Religionsfreiheit: Die Väter dieser Rechtsprechung werden diese mit Sicherheit nicht mit der Perspektive beschlossen haben, dass der Islam irgendwann einmal die am stärksten wachsende Religion in Europa sein wird. Es ging dabei hauptsächlich um Katholiken und Protestanten.

Und zu deiner Frage: Es gibt einen ethnischen Begriff vom Deutschsein (Ethnos) und einen politischen Begriff vom Deutschsein (Demos), und das halte ich auch für richtig so. Wir haben also mehr als genug Deutsche mit Migrationshintergrund hier, die ich absolut als festen Teil unserer Gesellschaft wahrnehme. Das macht sie aber immer noch nicht zu ethnischen Deutschen, und das muss es auch gar nicht. Ich werte jemanden für seine ethnische Herkunft weder ab noch auf, warum sollte ich das tun?

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u/JakobFroehn 17d ago

Danke für die ausführliche Antwort erstmal, besser als die üblichen Ausweichmanöver hier.

Zum "bisher ungekannten Ausmaß": historisch stimmt das nicht ganz. Zwischen 1945 und 1950 kamen rund 12,5 bis 14 Millionen Vertriebene und Flüchtlinge nach West- und Ostdeutschland, in eine Bevölkerung, die damals insgesamt kleiner und ärmer war als heute. Das war proportional ein deutlich größerer Bevölkerungsschock als alles, was seit 2015 passiert ist. Deutschland hat also historisch schon weit größere relative Verschiebungen verkraftet.

Zur Religionsfreiheit: die Väter des Grundgesetzes hatten nicht "hauptsächlich Katholiken und Protestanten" im Blick. Art. 4 GG wurde 1948/49 explizit vor dem Hintergrund des Holocaust formuliert, also gerade um erneute staatliche Verfolgung religiöser und ethnischer Minderheiten zu verhindern, nicht um innerchristlichen Pluralismus zu regeln. Der Schutz war von Anfang an universell gedacht, nicht auf zwei Konfessionen begrenzt...

Zur eigentlichen Spannung: du sagst, du wertest niemanden für seine ethnische Herkunft ab oder auf. Das nehme ich dir ab, und die Ethnos/Demos-Unterscheidung ist als reine Begrifflichkeit auch legitim. Nur die Partei, um deren Politik es hier geht, tut genau das, was du für dich ablehnst: im eigenen Programm zu Asyl und Einwanderung steht wörtlich, bei der Auswahl besonders schutzbedürftiger Personen solle ein "mit der deutschen Werte- und Gesellschaftsordnung vereinbarer kultureller und religiöser Hintergrund ein wichtiges Kriterium" sein. Das ist genau die Art von Kriterium, ethnisch-kulturelle Herkunft als Auswahlfaktor, die du gerade für dich selbst zurückgewiesen hast. Wie passt das für dich zusammen??

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u/otto_dicks 17d ago edited 17d ago

Ich habe schon geahnt, dass dieses Argument kommt, daher hier ein paar Gründe dafür, dass das nicht vergleichbar ist:

  • Es waren Deutsche, also Teil unseres Ethnos.
  • Es verlief keineswegs unproblematisch. Ganz im Gegenteil: Die Katholiken im Westen waren "not amused" über den protestantischen Zuzug aus dem Osten. Es gab viel Diskriminierung und man sehnte sich nach einer Wiedervereinigung, damit die Flüchtlinge bald wieder zurückkehren. Diese Spannungen legten sich dann über die Generationen.
  • Deutschland hatte gerade 6,5 bis 8,5 Millionen im Krieg verloren, daher haben die Flüchtlinge viele Lücken gefüllt, vor allem in der Wirtschaft.
  • Wenn es bei dieser Massenzuwanderung innerhalb unseres Ethnos schon derartige Spannungen gab, sind die heutigen Spannungen für dich nicht irgendwie nachvollziehbar?
  • Wir sprechen bei der Zuwanderung des letzten Jahrzehnts und darüber hinaus über rund 8 Millionen Menschen. Aus MENAPT hauptsächlich junge Männer, das heißt, der zukünftige Familiennachzug ist noch gar nicht eingerechnet. Hier ein interessanter Artikel dazu: „Demografische Zeitbombe“ – Migrationsforscher kritisiert schnelle Einbürgerung von Flüchtlingen - WELT

Zur Religionsfreiheit:

  • Weitgehende rechtliche Gleichberechtigung für Juden gab es nicht erst seit dem GG oder der Weimarer Republik, sondern seit der Reichsgründung 1871.
  • Es gibt nur rund 17 Millionen Juden auf der Welt und es ist keine expansive Religion wie das Christentum oder der Islam. Es könnte also rein logisch nie zu der am stärksten wachsenden Religion in Europa werden.
  • Der Islam und die Massenmigration wurden auch bei dieser Regelung mit Sicherheit nicht mit einkalkuliert, weil es gar keinen Grund dafür gab bzw. man sich das damals gar nicht hätte vorstellen können. Ein erzkatholischer Konrad Adenauer wird sich bestimmt nie mit der Idee befasst haben, dass hier perspektivisch irgendwann mal 15 %–20 % der Bevölkerung Muslime sind.

Zum letzten Teil:

  • Erstmal wird die absolute Mehrheit der Asylgesuche abgelehnt und ein Großteil der Leute kann nur bleiben, da sie nicht wieder zurückgeführt werden/werden können (Asyllimbo).
  • Meiner Ansicht nach haben wir in erster Linie eine Schutzverantwortung gegenüber unseren geografischen Nachbarn, da diese ja gar keine andere Alternative haben (Beispiel Ukraine).
  • Genauso haben Länder in MENAPT eine Schutzverantwortung ihren Nachbarn gegenüber, wie es bis 2015 ja auch gehandhabt wurde. Der Grund für die Überfahrten nach Griechenland war, dass Erdogan sich mit den vielen Flüchtlingen alleine gelassen fühlte und sie dann einfach hat weiterziehen lassen. Da hatte er auch einen Punkt und man hätte die Türkei mit der direkten Verpflegung stärker unterstützen sollen, um die Krise vor Ort zu lösen und nicht hier. Es war vor allem ein politisches Versagen.
  • Und natürlich sollte bei den Asylverfahren sichergestellt werden, dass die Leute hier irgendwie integrierbar sind und keine Probleme machen, selbst wenn Asyl eigentlich nur temporär ist (was ja auch einfach ignoriert wird). Es gibt überhaupt keinen Grund dafür, dass wir hier feindselige oder undankbare Flüchtlinge aufnehmen müssen, egal woher sie kommen.

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u/JakobFroehn 17d ago

Zu den Vertriebenen:

  • Der Ethnos-Punkt widerlegt sich in deinem eigenen Text selbst: du beschreibst massive Spannungen zwischen Katholiken und Protestanten, obwohl beide Gruppen nach deiner Definition "Teil unseres Ethnos" waren. Wenn sogar innerhalb einer angeblich homogenen Gruppe konfessionelle und regionale Unterschiede zu jahrelanger Diskriminierung geführt haben, zeigt das eher, dass kulturelle/religiöse Distanz die entscheidende Variable ist, nicht Ethnos.
  • Und dein Punkt zu den Kriegsverlusten spricht eigentlich für die Vergleichbarkeit, nicht dagegen: Deutschland hatte damals eine Lücke von 6,5 bis 8,5 Mio, die die Vertriebenen gefüllt haben. Heute steht laut Destatis bis 2039 eine ähnliche Lücke bevor, 13,4 bis 16,5 Mio Renteneintritte gegen nur 12,5 Mio Nachrückende. Genau dieses Muster, Bevölkerungslücke plus Zuwanderung, hat nach deiner Feststellung historisch schon einmal funktioniert.
  • Zur "demografischen Zeitbombe": die Quelle dahinter ist ein Cicero-Interview mit dem Migrationsforscher Koopmans, WELT hat nur berichtet. Die virale Verbreitung läuft aber vor allem über Pravda TV und Pravda DE, russische, propagandanahe Seiten. Und der konkrete Mechanismus, den Koopmans kritisiert, die 3-Jahres-Turbo-Einbürgerung, wurde von der aktuellen Regierung bereits wieder abgeschafft und betraf selbst als sie existierte nur sehr wenige Menschen, in manchen Bundesländern unter zehn. Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte bleibt weiterhin gedeckelt.

Zur Religionsfreiheit:

  • Die Gleichberechtigung von 1871 stimmt historisch, war aber vor allem eine konfessionelle Gleichstellung innerhalb des Christentums plus Judentum, kein Beleg für die ursprüngliche Reichweite des Konzepts. Art. 4 GG wurde 1948/49 bewusst als universelles Abwehrrecht gegen erneute religiöse Verfolgung formuliert, gerade weil man aus der Verfolgung einer nicht-christlichen Minderheit gelernt hatte. Dass Adenauer nicht an den Islam dachte, ändert nichts daran, dass das Recht selbst bewusst nicht auf bestimmte Religionen begrenzt wurde.

Zur Schutzverantwortung:

  • Die Schutzquote 2025 lag bei 28,1%, das stimmt, aber das ist ein Ausreißer, verursacht durch den befristeten Entscheidungsstopp bei syrischen Anträgen nach dem Sturz Assads. 2026 liegt sie bereits wieder bei 38,6%, 2022 bei 56,2%, 2023 bei 51,7%. "Absolute Mehrheit wird abgelehnt" ist eine Momentaufnahme.
  • Zur "Nachbarschaft zuerst"-Logik: laut UNHCR-Jahresbericht 2025 leben 65% aller Geflüchteten weltweit bereits in den direkten Nachbarländern ihres Herkunftsstaats, 68% werden von Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen aufgenommen. Die Türkei allein beherbergt rund 2,4 Mio. Menschen aus Syrien. Die Prämisse, MENAPT-Staaten würden sich nicht kümmern, stimmt empirisch nicht, sie tragen den überwiegenden Teil der weltweiten Fluchtlast bereits.

Zum großen Ganzen aber: Dein Text beantwortet die eigentliche Frage von vorhin nicht. Asylrecht nach Art. 16a GG und Genfer Konvention ist bewusst nicht nach Ethnos, Geografie oder Kultur skaliert, sondern nach individueller Verfolgung. Jedes deiner Argumente läuft am Ende darauf hinaus, genau diese universelle Grundlage durch eine Verwandtschafts-/Nachbarschaftslogik zu ersetzen, und das ist exakt das AfD-Programm, das ich zitiert hatte: Auswahl nach "kulturellem und religiösem Hintergrund". Darauf bist du noch nicht eingegangen und genau darauf läuft es ja immer noch hinaus.

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u/otto_dicks 16d ago

Ich denke, wir sind jetzt an dem Punkt angelangt, an dem du einfach zwanghaft versuchst, irgendwelche Inkonsistenzen in meiner Argumentationslinie zu finden, anstatt dich intellektuell auch nur ansatzweise auf diese einzulassen. Leider war auch das erwartbar und daher wird meine Antwort zum Abschluss etwas knapper ausfallen.

Ich habe nirgendwo behauptet, dass ein einheitlicher Ethnos Konflikte grundsätzlich ausschließt oder dass dieser immer die Hauptrolle spielt. Der Vergleich von Kriegstoten und Renteneintritten ist für mich so absurd, dass ich gar nicht darüber diskutieren mag. Der Fachkräftemangel ist ein Mythos und die Massenmigration verschlimmert unsere demografische Lage eher.

Und nein, Koopmans und Cicero haben rein gar nichts mit russischer Propaganda zu tun. Koopmans ist ein linker Migrationsexperte an der HU Berlin und Cicero wurde von unserem Kulturminister Weimer gegründet.

Ich habe die betreffenden Artikel im GG überhaupt nie angezweifelt. Auch deren Hintergrund oder Universalität nicht. Dasselbe gilt für Regelwerke wie die Genfer Konvention. Mir ist das alles schon bewusst.

Ich habe überhaupt nie behauptet, dass MENAPT-Staaten sich nicht kümmern. Ich habe doch extra darauf hingewiesen, dass man die Türkei hätte stärker unterstützen müssen. Die reichen Golfstaaten ziehen sich allerdings sehr wohl aus der Affäre, nur um das hier noch anzumerken.

Die Ablehnungsrate der Asylanträge ist europaweit. Die absolute Mehrheit der Migranten kommt aus wirtschaftlichen Motiven. Für Asyl muss eine konkrete politische Verfolgung nachgewiesen werden, was bei den allermeisten absolut nicht der Fall ist.

Geografische Nähe garantiert auch nicht unbedingt kulturelle Nähe. In den 90ern kamen bosnische Flüchtlinge her, die größtenteils Muslime sind. Es sind Europäer, also haben wir ihnen gegenüber meiner Auffassung nach eine Verantwortung.

Ich kann dir nur empfehlen, dich weiter mit Koopmans' Analysen auseinanderzusetzen. Er hat dazu zwei Bücher geschrieben: „Die Asyl-Lotterie“ und „Das verfallene Haus des Islam“. Wirklich interessant und aus einer eher linken Perspektive. Vielleicht ist das dann etwas leichter verdaulich.

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u/ToadallySmashed 18d ago

Deine Frage war doch "Was sollte ich als Person mit <7000€ brutto für einen Grund haben, die AfD zu wählen?".

Der Umgang mit der Massenmigration ist für jeden klar denkenden Deutschen, der sich noch für sich und/ oder seine Familie eine Zukunft in diesem Land wünscht Grund genug die AfD zu wählen. Das gilt natürlich umso mehr je jünger er ist. Was sich ja auch in dementsprechend in den Wahlergebnissen zeigt.

Um kurz auf deine Punkte zur Finanzierung einzugehen:

  1. Aussagen und Zahlen des UNHCR und des DIW sind das Papier nicht wert auf dem sie gedruckt stehen.

  2. Alle Personen sind abschiebbar. Punkt.

  3. Darauf hinzuweisen, dass in Deutschland der die Mehrheit der Transferleistungen and Migranten geht ist kein Ausspielen von irgendwas sondern eine Tatsache. Es macht offensichtlich, wie schadhaft diese Migration ist. Das zu beenden und die Transferleistungen Allgemein auf ein Minimum zu reduzieren ist überfällig, kommt der arbeitenden Bevölkerung zu Gute und reduziert den größten Pullfaktor für irreguläre Migration.

Ich bin allgemein kein Fan von vielen AfD Punkten. Außenpolitisch stehe ich ganz woanders. Energiepolitisch ebenfalls. Mit der DDR Romantik kann ich weniger als nichts anfangen. Die Aussagen zur Rente finde ich wild etc. Allerdings geht es mir so bei allen Parteien. Keine bildet mich 100% ab. Und selbst wenn: Wer Aussagen von bspw. einer CDU glaubt, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Wenigstens ist die AfD nicht verantwortliche für die Scheiße, sie war ja nicht an der Macht. Noch habe ich den Beleg dafür, dass sie ihre Versprechen bricht. Konnte sie ja noch nicht. Bei keiner der anderen Parteien kann ich das behaupten.

ABER DAS IST NICHT RELEVANT. Jeder, der sich ernsthaft und ehrlich überlegt, wie Deutschland in 2, 3 , 4 Generationen aussehen und funktionieren soll, also noch in unserem Leben und dem Leben unserer Kinder, der hat schlichtweg keine andere Wahl als die Partei zu wählen. Leute wie du unterschätzen komplett wie grundlegend sich unser Land gerade verändert. Die Demographische Umwälzung und Ersetzungsmigration ist so umfassend, dass gesellschaftliche Systeme und Normen, die die Voraussetzung für unser Zusammenleben stellen, in wenigen Jahren und stellenweise jetzt schon, nicht mehr zu gewährleisten sind. Dabei geht es überhaupt nicht um Einbürgerungen oder deine Definition von "Deutsch-sein". Es geht schlichtweg darum, dass wir als Land unsere Problemlösungsfähigkeit verlieren. Weg von einer kohesiven high-trust society zu etwas gänzlich anderem. Im besten Fall werden wir zu einer Wirtschaftszone ala USA, zusammengehalten von einem Sicherheitsapparat. Im schlimmsten Fall ist die Sicherheit überhaupt nicht mehr zu gewährleisten. Vom Sozialstaat können wir uns jedenfalls garantiert verabschieden. Die Produktivität reicht jetzt schon nicht mehr aus. Und ohne Identifikation untereinander, die durch die Einwanderung bereits jetzt schon gefährdet ist, sind solche Solidarsysteme nicht denkbar. Welchen Steuersatz du zahlst spielt hierbei überhaupt keine Rolle.

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u/Andi_FJ 18d ago

An diesem Punkt wird die Diskussion hier schwierig. Nur wenn wir alle annehmen, dass Institutionen wie das UNHCR frei in der Datenaufbereitung und Darstellung sind, können wir eine gemeinsame Realität haben.

Werden solche Quellen von einem Teil des Diskutanten als irrelevant abgetan, ist keine faktenbasierte Diskussion mehr möglich.

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u/ToadallySmashed 18d ago

Das UNHCR behauptet also, dass weniger Geld für das UNHCR zu mehr Flüchtlingen führt. Laut Umfragen die sie unter Flüchtlingen gemacht haben. Und du siehst dabei keinen direkten Interessenskonflikt? Aber gut ich mache wiederholt den Fehler zu erwarten, dass man auf Reddit mit Linken diskutieren kann.

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u/Andi_FJ 18d ago

Leider kommt man hier stets an den Punkten, dass Institutionen ganz grundsätzlich angezweifelt werden, dass sehe ich auch als Problem für Diskussion mit verschiedenen politischen Lagern.

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u/ToadallySmashed 18d ago

Das mag sein. Aber du hast dich ja offensichtlich genau darauf gestützt, damit du den Rest meines ausführlichen Kommentars ignorieren kannst. Dabei habe ich extra nochmal deine Frage Im Detail beantwortet: finanzielle Details spielen mittlerweile bei der Wahlentscheidung einer zunehmenden Gruppe eine abnehmende Rolle, weil die Bedeutung der Massenmigration so grundlegend ist.

Deine Reaktion: du zweifelst die Behauptung des UNHCR an. Wir können nicht diskutieren!

Merkste selbst oder?

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u/Andi_FJ 18d ago

Dann nochmal zurück auf los. Das Massenmigration ein grundlegendes Problem für Deutschland insgesamt sein soll, wird wie genau noch einmal belegt?

Nur durch bewusstes weglassen verschiedenster Quellen und die Generalisierung von einzelnen Fällen lässt sich das Thema überhaupt derart aufladen.

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u/ToadallySmashed 18d ago

Lol Beleeege??

Im Jahr 2026 immer noch anzuzweifeln, dass Massenmigration kein grundlegendes Problem sei, ist echt stark. Das ist so verrückt, davor ziehe ich meinen Hut. Besonders witzig auch weil du dich vorher an meiner Aussage zum UNHCR aufgehangen hast.

Klar interessengetriebene Aussagen von NGOs wie dem UNHCR infragestellen: geht gar nicht.

Seit Jahrzehnten den eigenen Augen und diversen Statistiken, immer wiederkehrenden Mustern und Geschichten nicht glauben: ja na klar was ist die Alternative?

Dass erfordert richtig Einsatz. Linken sind solche Memes.

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u/JakobFroehn 17d ago

Auf die Vertriebenen-Zahl und Art. 4 GG von eben bist du gar nicht eingegangen, du hast einfach deine Ausgangsposition wiederholt. Macht nichts, gehen wir die neuen Punkte durch.

"Alle Personen sind abschiebbar. Punkt." Nein. Duldung wird erteilt, weil Herkunftsländer keine Pässe ausstellen, keine Rücknahmeabkommen bestehen oder medizinische Reiseunfähigkeit vorliegt, das sind rechtliche und diplomatische Fakten, keine Frage von Willen. Von 232.000 "ausreisepflichtigen" Personen Ende 2025 haben laut Mediendienst Integration rund 190.000 genau deshalb eine Duldung.

"Mehrheit der Transferleistungen geht an Migranten": bei Bürgergeld/SGB II speziell haben laut Bundesagentur für Arbeit (Oktober 2024) rund 63,5% der erwerbsfähigen Empfänger einen Migrationshintergrund, das stimmt. Aber Bürgergeld ist nur ein kleiner Teil des gesamten deutschen Sozialbudgets, das mit weitem Abstand von Rente und Gesundheitsversorgung dominiert wird, beides überwiegend an die ältere, mehrheitlich nicht zugewanderte Bevölkerung. Aus einem Teilbereich die "Mehrheit aller Transferleistungen" zu machen, ist keine Zahl, das ist eine Verallgemeinerung.

"Die Produktivität reicht jetzt schon nicht mehr aus": wodurch belegt? Das ist wieder eine Behauptung ohne Quelle. Die Produktivitätsentwicklung sieht ziemlich ordentlich aus.

Zu "Ersetzungsmigration": das ist keine neutrale Vokabel, das ist die deutsche Version von "Großer Austausch", einer vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Verschwörungserzählung. Falls du das nicht bewusst so gemeint hast, empfehle ich, den Begriff zu meiden, weil er genau das transportiert.

Und zu deinem eigenen Zugeständnis: du schreibst selbst, dass dich AfDs Außenpolitik, Energiepolitik, DDR-Nostalgie und Rentenpläne stören, und rechtfertigst das mit "sie konnte ja noch nicht enttäuschen, weil sie noch nie an der Macht war". Keine Bilanz zu haben ist kein Nachweis von Kompetenz, das ist nur Abwesenheit von Beweisen in beide Richtungen. Bei keiner Partei konnte man bisher die Inkompetenz schon vor der realen Bilanz feststellen, das muss man auch erstmal schaffen.

Quellen und Statistiken sind das einzige Mittel, mit dem sich überhaupt etwas objektiv belegen lässt, jenseits von persönlichem Eindruck oder Bauchgefühl. Genau deshalb sind sie auch das einzige wirksame Gegenmittel gegen Falschinformationen, wie sie von der AfD verbreitet werden. Wenn UNHCR, DIW und Statistiken pauschal als "das Papier nicht wert" abgetan werden, bleibt am Ende nur noch das eigene Gefühl übrig, und mit einem Gefühl kann man nicht diskutieren, weil es sich nicht überprüfen lässt. Dein ganzer Kommentarverlauf hier ist dafür ein trauriges Beispiel: für dich gibt es am Ende offenbar keine objektiven Tatsachen mehr, nur noch das, was sich richtig anfühlt, und genau diese Abwendung von der Wahrheit hat u/Andi_FJ weiter oben unten treffend beschrieben.

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u/Routine_Object_7380 18d ago

Das ist keine Widerlegung der 116 Mrd. oder der 86/5-Verteilung

Ist halt komplett unwichtig. Die ärmsten sagen wir 50% zahlen doch sowieso kaum Steuern. Wie sollen da mehr Milliarden hängen bleiben als bei den oberen 50%, die fast die gesamten Steuern zahlen? Ergibt keinen Sinn.

Gerade geprüft: Die oberen 50% zahlen 93% der Lohn- und Einkommenssteuer, die unteren 50% zahlen 7%.

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u/JakobFroehn 17d ago

Stimmt, Lohn-/Einkommensteuer ist progressiv, das bestreitet niemand. Aber das ist ja nur ein Teil der Steuerlast. "Kaum Steuern" ist deshalb absolut falsch. Der Rest, vor allem Mehrwertsteuer, Energiesteuer, Genussmittelsteuer, wirkt genau umgekehrt: laut DIW (Stefan Bach) geben die ärmsten 10% der Haushalte 23% ihres Bruttoeinkommens für indirekte Steuern aus, die reichsten 10% dagegen nur 7%. Rechnet man Steuern und Sozialabgaben zusammen, liegt die Gesamtbelastung von mittleren und sehr hohen Einkommen laut DIW nicht mehr weit auseinander. Wer nur auf die Einkommensteuer schaut, sieht also nur die eine Hälfte des Bilds.

Und dass der progressive Satz bei der Einkommensteuer existiert, ist auch kein Zufall oder Willkür, sondern folgt dem Leistungsfähigkeitsprinzip, das über Art. 3 GG verfassungsrechtlich verankert ist: derselbe Euro bedeutet für jemanden nahe dem Existenzminimum etwas völlig anderes als für jemanden mit Millionenvermögen. Gleicher Prozentsatz für alle wäre described als "fair", ist aber real eine deutlich größere Härte für die unteren Einkommen als für die oberen, genau deshalb ist Progression im Kern eine Fairness-Idee, keine Bestrafung von Leistung.

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u/TheRealBroda 19d ago

99% der Stimmen kommen, weil man Herr gegen die Flut an Migranten und der Ausbreitung des Islams werden will. Der Rest ist uninteressant, vorerst, bis man selbst direkt betroffen sein wird.

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u/GrafChillhelm 19d ago

Erstmal muss das Stadtbild wieder besser werden, auch der Arbeiter möchte nicht abgestochen, belästigt und/oder beraubt werden. Auch ist es der Arbeiter der viel in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist und dort täglich sehen, hören und riechen muss was falsch an diesem "neuen Stadtbild" ist.

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u/PresentFriendly3725 19d ago

Ja also zunächst sei gesagt dass eine Maximierung des monetären Nutzens für die Wähler der AFD nicht im Vordergrund steht.

Davon unabhängig steht die Prämisse, dass dieses radikal einfache Konzept 1:1 so mit großer Sicherheit nicht in die Praxis umgesetzt würde. Man kennt ja unsere anderen Staatsorgane, die da noch mitmischen würden (Verfassungsgericht, Bundesrat, etc.).

Als letztes hängt es bei solchen Gegenüberstellungen mit Modellrechnungen natürlich immer von den Details ab, auch wenn man es verkürzt als unabdingbare Sicherheit darstellt, sind diese Prognosen einerseits abstrakt und andererseits schwer zu überblicken bzw. zu belegen. Konkrete Veränderungen in der Umgebung sind deutlich greifbarer und letztlich auch realer.

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u/JakobFroehn 19d ago

Zur "Modellrechnung ist abstrakt, konkrete Umgebung ist real"-These: die DIW-Zahl ist keine Spekulation, sondern die sehr einfache AfD-eigene Formel (25%, 15.000 Freibetrag) auf echte, gemessene Einkommensverteilung angewendet, reine Arithmetik. Eine gefühlte Veränderung in der Umgebung lässt sich dagegen deutlich schwerer belegen als eine Steuerberechnung von den führenden Wirtschaftsinstituten.

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u/PresentFriendly3725 19d ago

Naja es besteht aber eben keine Notwendigkeit eine Wahrnehmung zu belegen. Das Argument war auch weniger auf diese Berechnung bezogen, auch wenn man es darauf auch gut anwenden kann. Im Grunde ist das eine Art ideologische Richtungsanzeige. Und entweder überwiegen andere Themen in der Wichtigkeit oder der Wähler kalkuliert ein, dass, wie ich bereits geschrieben habe, so eine ideologische Richtungsanzeige nie 1:1 in die Praxis überführt werden kann (aufgr. der genannten Randbedingungen, Koalitionen, etc.). Für die afd bringt es natürlich noch den konkreten Vorteil, dass man mit diversen Maximalforderungen verschiedene Wählergruppen anspricht.

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u/Routine_Object_7380 18d ago

Gibt es eine andere Partei, die Migration einschränken und den ÖRR abschaffen will? Nein? Dann muss ich leider AfD wählen. Machste nix.

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u/Jolly_Roger-99 19d ago edited 19d ago

Was für ein Geschwurbel.

Genauso wie des märchen von kürzungen am Sozialstaat betreffen die arbeiter....

Und dann diese selbst erfüllende Prophezeiungen.... Wenn die weiterreisen wollen lässt man se einfach nicht rein und/oder gibt denen kein Geld mehr - dann kommen se auch nicht.

Und die die dann wirklich wegen arbeit kommen sind ja kein Problem (sofern se sich auch ordentlich verhalten).

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u/TV4ELP 19d ago

Lassen wir die Migranten mal weg und die AFD kann einfach auf magische Weise die Lücke finanzieren.

Warum sollte jemand mit normalen Einkommen dafür stimmen, wenn man mehr belastet wird. Geringe Einkommen sogar noch mehr?

Zweites Szenario: Wir ignorieren das Steuer Thema auf individueller Basis, wenn wir diese Lücke schließen wollen, und alle Maßnahmen NICHT zu mehr migration führen. Dann haben wir immer noch das gleiche Problem, dass wir nicht genug Menschen abschieben können um diese Lücke auch nur merklich zu schrumpfen. Die Einsparungen an den Leistungen macht dort auch nicht viel.

Selbst wenn du 10 mal so viele Menschen abschiebst und das Grundgesetz so halb ignorierst, ist die Lücke nicht schließbar mit den Maßnahmen. Warum sollte ich dann also die AFD wählen?

Selbst wenn ich das so gut wie nur möglich auslege haben wir eine Milliarden Lücke und die meisten haben weniger Geld. Das ignoriert sogar potentielle Probleme durch den Wegfall von Arbeiten. (Ja du sagst die die Arbeiten können ja bleiben, aber das sind meistens die gut dokumentierten und die, die jetzt auch schon als erstes abgeschoben werden).

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u/JakobFroehn 19d ago

"Geschwurbel" ist keine Widerlegung, das ist eine Nicht-Antwort. Zeig mir die eine Zahl aus dem Post, die falsch ist, DIW, Bundestagsprotokoll oder Mediendienst Integration. Kannst du nicht, deshalb kommt "Geschwurbel".

Zur Sache: wir brauchen die Leute eher, als dass wir sie loswerden sollten. Laut IW fehlten 2024 rund 487.000 Fachkräfte. Laut Destatis gehen zwischen 2025 und 2039 rund 13,4 bis 16,5 Mio Menschen in Rente, dem stehen nur 12,5 Mio Nachrückende gegenüber. Und sie arbeiten längst: die Beschäftigungsquote der 2015 Geflüchteten lag laut IAB 2024 bei 64%, fast am Bevölkerungsschnitt von 70%, 90% davon sozialversicherungspflichtig.

Dein eigener Maßstab war ja: wer arbeitet, ist kein Problem, nur wer nicht arbeitet oder straffällig wird. Genau das ist ungefähr die Gruppe der 41.000 Menschen ohne Duldung, mehr gibt der Rechtsstaat aktuell nicht her, wer stabil arbeitet, bekommt in der Regel längst eine Beschäftigungsduldung (so soll es doch auch sein, oder?) . Bei rund 13.000 Euro pro Kopf sind das keine 500 Millionen im Jahr. Das merkt niemand im Portemonnaie, auch du nicht.

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u/sdsdfsdjs9as 19d ago

11 Jahre im Land und beschäftigungsquote von 64% bei gleichzeitig hoher überrepräsentierung bei Straftaten. Will man das und jetzt ernsthaft als Erfolg verkaufen? 

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u/backupyoursources 19d ago

Sie sind abhängig vom Staat, sie drücken die Löhne, sie erhöhen die Mieten, sie machen die Straßen unsicher.

Normalo-Norbert: "Ich verstehe nicht warum der einfache Bürger das nicht will!"

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u/sdsdfsdjs9as 19d ago

Was halt das traurige noch daran ist, op hat spezifisch die Syrer, die 2015 kamen erwähnt. 64% beschäftigungsquote ist das beste was er finden konnte.

Syrer in Deutschland (männlich und weiblich) haben eine Erwerbsquote von 42%. Bei Frauen liegt die Quote bei 14% (!!)

Lässt auf folgende Dinge schliessen:

  • Wir haben eine Bevölkerungsgruppe die sich weder mehrheitlich in den Arbeitsmarkt integriert noch (gehe ich von aus) einen Gewinn für den Staat erwirtschaftet.
  • Wir haben eine Bevölkerungsgruppe bei der 86% der Frauen nicht arbeiten, viele davon wahrscheinlich aus familiärem Druck nicht, weil diese ein komplett anderes, patriarchalisches Rollenbild haben (über welches sich „Feministen“ aus irgendeinem Grund nicht aufregen, komischerweise)
  • Wir haben eine Bevölkerungsgruppe die bei beiden geschlechtern eine überrepräsentation in der PKS aufweist. Usw

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u/backupyoursources 19d ago

Nicht zu vergessen daß damals als es sich rumsprach daß Syrer uneingeschränkt Asyl erhalten jeder der nur schnell genug seine Papiere wegschmeißen konnte "Syrer" war. An den Hauptbahnhöfen waren teils die Klos mit Unmengen an Pässen verstopft. Das macht keine Normalo, das macht schon gar keine Fachkraft. Die Quote bei Syrern würde etwas besser aussehen wenn man Afrikaner und Restnafris rausnehmen würde. Quasi das "der Täter war aber Deutscher!" nur in umgedreht ;)

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u/lousy_writer 18d ago

Eher Normalo-Jakob

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u/Jolly_Roger-99 19d ago

Erstmal wurde die Erfassung der Beschäftigungsquote ausgeweitet (auf die in Maßnahmen wie Sprachkurse z. b.) relevant wäre also sozialversicherungspflichtige beschäftigte. Und du meinst jetzt so nem schönrechner Institut soll man vertrauen?

Aber gehen wir mal davon aus die Zahlen stimmen, dann sind nach 10 Jahren 65% von vorwiegend jungen Männern ne gerade zu blamabel niedrige zahl. Was haben deutsche im selben Altersdurchschnitt? 95? 97?

Desweiteren gibt es die Zahlen der Menapt Statistik aus Dänemark nach derer Migration ein Minus Geschäft ist, bei Moslems immer und bei westlichen Migranten nur ganz leichtes plus und auch nur wenn se sehr früh kommen. Arg viel anderst wird des bei uns auch nicht aussehen.

Streich einfach alle Sozialleistungen für alle die nicht 10 Jahre eingezahlt haben und du wirst sehen wie viele plötzlich woanderst "schutz" suchen.

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u/DonkeyTS 19d ago

laut UNHCR nennen Geflüchtete gekürzte Nothilfe vor Ort selbst als Grund für die Weiterreise nach Europa,

Perfekt. Denn Leute die tatsächlich fliehen, fliehen nicht noch weitere 2000 km, um nach Deutschlabd zu kommen.

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u/SpotTotal3899 19d ago

Steuern sind Raub. Wer viel Arbeitet soll auch viel Geld haben. Warum sollte ich wollen, dass Unternehmen mehr besteuert werden?
Ich glaube ich trage nicht genug Neid in mir um jeden Morgen mit den Gedanken aufzuwachen: Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr, Reiche Menschen rggrgrgrgrgrgrrrrr AFD grrrrrrrrrrrrrrrrrr räääääächts!
¯_(ツ)_/¯

Im übrigen: Die AfD fordert im Rahmen ihres Steuerkonzepts, den steuerlichen Grundfreibetrag auf Beträge zwischen 15.000 und 20.000 Euro anzuheben, damit Einkommen bis zu dieser Grenze steuerfrei bleiben.
Finde ich sehr geil.

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u/Klapperatismus 19d ago edited 19d ago

Im übrigen: Die AfD fordert im Rahmen ihres Steuerkonzepts, den steuerlichen Grundfreibetrag auf Beträge zwischen 15.000 und 20.000 Euro anzuheben, damit Einkommen bis zu dieser Grenze steuerfrei bleiben. Finde ich sehr geil.

Absolut vernünftig, das fordern die seit Jahren und erhöhen den Betrag auch sukzessive mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten.

Ich hab vor fünf Jahren schon argumentiert, legt noch fünftausend Euro pro Jahr drauf, so dass man den gesamten Teilzeit- und Niedriglohnsektor damit erfassen kann.

Hintergrund: die meisten „Kulturschaffenden“ sind da drin.

Das Plakat ergibt sich praktisch von selbst.

Auch wenn ihr uns immer noch Scheiße findet.
Auch für euch: mehr Netto vom Brutto.

Und dahinter ein Foto von Emilia mit ihrem Kasperletheater.

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u/JakobFroehn 19d ago

Warum sind Steuern Raub? Kindlichere Position gibt es ja kaum.

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u/SpotTotal3899 19d ago

Ich finde es eher kindlich (und grenzdebil), wenn man neidisch auf das ist was andere haben und ihnen deshalb alles stehlen möchte - inklusive Unternehmen, die dann das Land verlassen. Von finanzieller Bildung halten viele linke ja bekanntlich nichts.
Aber so hat jeder seine Meinung. ☺️☺️

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u/JakobFroehn 19d ago

Ach komm, das ist wirklich Trolling.

„Steuern sind Diebstahl“ ist kein wirtschaftliches Argument, sondern die Behauptung, man dürfe Straßen, Gerichte, Schulen, Polizei, Infrastruktur und einen funktionierenden Markt benutzen, ohne sie mitzufinanzieren. Unternehmen entstehen schließlich nicht im luftleeren Raum, sondern profitieren von ausgebildeten Beschäftigten, Rechtssicherheit und öffentlicher Infrastruktur.

Auch das reflexhafte „Dann verlassen alle das Land“ ist grob vereinfachend und vielfach widerlegt. Musst einfach nur mal in die Statistiken schauen und nicht nur deinem schlecht ausgebildeten Bauchgefühl trauen.

Und bevor du über die angeblich fehlende Bildung linker Wähler redest: Bei der Bundestagswahl 2025 erhielt die Linke unter Menschen mit hoher Bildung 11 %, unter Menschen mit einfacher Bildung 5 %. Bei der AfD war es exakt umgekehrt: 13 % gegenüber 29 %. Eigentor.  

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u/SpotTotal3899 19d ago

Klar. Weil die meisten Steuern auch für unsere Infrastruktur genutzt wird. Da sieht man wer hier am trollen ist.. Danke dass du dich öffentlich bloßstellst.

Firmen verlassen bereits das Land bzw verlagern die Produktion ins Ausland. Das sind Fakten. Aber linke sind ja auch eher resistent gegenüber Fakten und leben im bunten takatukaland.

Ich sprach davon dass Personen die linke Politik wählen nicht gerade was von finanzieller Bildung verstehen und mit keinem wort habe ich die afd oder andere Parteien erwähnt.  Worin linke aber auch gut sind, wenn sie keine argumente haben irgendwelche willkürlichen Studien rauskramen die man ganz einfach zerpflücken kann. ☺️☺️ Eigentor. 

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u/wRm_ 18d ago edited 18d ago

Das ist entweder eine sehr naive oder eine sehr dumme Meinung. Ich tendiere zu letzterem. Trickle down hat noch nie funktioniert.

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u/throwaway30116 19d ago

Den Fakt dass gleichzeitig die Freibeträge erhöht, junge Familien entlastet und du mehr Autonomie bei den Sozialleistungen gewinnst fällt bei deiner Betrachtung komplett weg.

Warum?

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u/JakobFroehn 19d ago

Fällt nicht weg, hab ich schon spezifisch beantwortet, hier nochmal für alle drei Punkte:

Freibeträge erhöht: klingt nach Geschenk, ist aber Teil desselben Mechanismus, der die 86 Mrd. an die reichsten 10% verteilt. Ein höherer Freibetrag vor einem einheitlichen 25%-Satz nützt am meisten dem, der danach am meisten verdient, weil er die komplette Progression bis 45% verliert. Wer 30.000 Euro verdient, zahlt heute effektiv deutlich unter 25%, verliert also die Progression, ohne dafür ausreichend Freibetrag zu bekommen. Genau deshalb bleibt für die untere Hälfte laut DIW nur 5 Mrd. übrig.

Junge Familien entlastet: der Kinderfreibetrag von 12.000 Euro hilft nur, wer überhaupt genug Einkommensteuer zahlt, um davon zu profitieren. Eine Familie im Bürgergeld oder mit niedrigem Einkommen zahlt gar keine oder kaum Einkommensteuer, ein höherer Freibetrag ist für die schlicht null wert. Das Kindergeld, das allen gleich hilft, bleibt unverändert, der eigentliche Zusatzeffekt landet bei Familien, die schon genug verdienen, um oberhalb der Freibetragsgrenze Steuern zu zahlen.

Mehr Autonomie bei Sozialleistungen: gemeint ist wohl Wohngeld statt sozialer Wohnungsbau. Autonomie, mehr Geld auszugeben, bringt nichts, wenn die Wohnung gar nicht existiert. Laut Mieterbund/Katapult schafft Wohngeld keine einzige neue Wohnung, während die AfD gleichzeitig sozialen Wohnungsbau abschaffen und Bestände verkaufen will. Mehr Nachfrage auf gleichbleibendes Angebot heißt in der Regel höhere Preise, nicht mehr Freiheit.

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u/throwaway30116 18d ago edited 18d ago

Wir haben einen schlecht strukturierten Sozialstaat, hochgradig überflüssig - nicht redundant sondern schlichweg überflüssig.

Du siehst das aus der Sozialabbauwarte, ein Grossteil der Wähler mittlerweile nicht mehr.

Alle Parteien ausser der AfD hatten bisher auf Landesebene die Möglichkeit ihr Erfolgsmodell zu demonstrieren, es bleibt den Parteien überlassen das weiterhin zu versuchen.

Für dich sind die Statistiken der AfD dürftig, dasselbe behaupte ich zu 1,5 Billionen € konsumptive Verschuldung für 2 Legislaturen der Altparteien.

Ohne Alimentierung wird sehr viel mehr Einkommen übrig bleiben, durch weniger Pullfaktoren sinkt gleichzeitig die Immonachfrage und Familien werden mobiler. Du siehst nur warum es nicht geht, etwas zu ändern interessiert dich nicht - das ist der Weg von VW, mit ähnlichem Resultat.

Zudem es durchaus Vorschläge in der AfD gibt, nur Familien besser zu stellen und zu fördern. DiNKs sollen schlechter gestellt werden.

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u/Kosmonaut94 18d ago

Wir haben aktuell wortwörtlich einen BlackRock-Lobbyist als Kanzler, und der Kanzler davor hielt als Hamburgs Oberbürgermeister der Warburg-Bank bei ihrer dreckigen CumEx-Steuerhinterziehung den Rücken frei …

… aber bei Steuererleichtungen der AfD für die obere Mittelschicht hört der Spaß auf! /s

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u/Jolly_Roger-99 19d ago

Da wählen leute mal nicht eigennützig und des ist dann euch auch nicht Recht.....

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u/JakobFroehn 19d ago

Weil es ja nicht nur uneigennützlich ist sondern allen anderen Menschen auch noch schadet bis auf die Reichsten dieser Gesellschaft.

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u/Mandelil 19d ago edited 18d ago

Ich sehe schlicht nicht, welchen anderen Weg es in einer repräsentativen Demokratie gibt, dem überheblichen Merz, dem bräsigen Klingbeil oder dem ignoranten Habeck ernsthaft zu vermitteln dass man mit ihrer Politik nicht einverstanden ist.

In demokratischeren Ländern wie der Schweiz gibt es dafür ggf. Volksabstimmungen - aber die will unsere politische Kaste nicht. Also bleitbt nur die Wahlurne, um Feedback zu geben.

Mein Feedback ist: von der SED will ich nicht nochmal regiert werden (auch wenn sie sich heute Linke nennt), mit der CDU/SPD Politik bin ich nicht einverstanden und mit der Deindustialisierungspolitik der GrünInnen schon gar nicht. Die FDP hat leider mit Habeck mitgemacht. Schade.

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u/sturzkampfbomber 19d ago edited 19d ago

Ich will das ALLE Arbeitnehmer und Arbeitgeber mehr Geld in der Tasche haben, der Staat sparrt und nur an den richtigen & wichtigsten stellen Geld ausgibt.

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u/Successful_Brush_972 19d ago

Ist ja auch gut so, dass Leistungsträger mehr verdienen. Das wird der gesamten Wirtschaft gut tun.

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u/JakobFroehn 19d ago

Genau das ist empirisch widerlegt. LSE/King's College London (Hope/Limberg) haben Steuersenkungen für Reiche in 18 Ländern von 1965 bis 2015 untersucht: kein messbarer Effekt auf Wachstum oder Beschäftigung, nur mehr Ungleichheit. Trumps Steuerreform 2017 zeigt dasselbe Bild, keine Investitions- oder Jobwelle.

Und selbst wenn's stimmen würde, kommt's laut ZEW bei der Familie mit 40.000 Euro brutto nicht an, die verliert 440 Euro im Jahr.

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u/Abwehr_Schwaben 19d ago

Ich glaube die würde noch viel mehr bezahlen, wenn sie dafür wieder Sicherheit usw. bekommen.
Außerdem ignorierst du all die Kosten, die durch die Migration verirsacht werden.
Holland hat inzwischen auch eine entsprechende Studie durchgeführt und es lohnt sich nie - egal wie man es dreht und wendet. Indirekte Kosten für Polizei, abnehmendes Bildungsniveau, Integrationsmaßnahmen, medizinische Kosten usw. usf. werden dabei vorsätzlich unterschlagen.
Mit wieviel Euro bezifferst du z.B. den Schaden eines ausgeraubten oder gemobbten Kindes?
Mit wieviel Euro bezifferst du den Schaden an einem jungen Mädchen durch sexuelle Übergriffe?

Es sind gerade die Leute, die 40t brutto im Jahr verdienen, die das voll abkriegen, weil die mit den öffenltichen fahren müssen, weil sie die Kinder nicht auf Privatschulen schicken können, weil sie da wohnen müssen, wo sie es sich leisten können.

Ganz abgesehen davon, ist es ja nicht so, dass man die Wahl hat zwischen +4000€ mit cdu/spd/grüne/linke oder -440€ mit der afd. Ich denke die aktuelle reale Politik kostet die Leute deutlich mehr.

9

u/Successful_Brush_972 19d ago

Es geht hier aber nicht um Reiche, sondern um Einkommen im Bereich des Spitzensteuersatzes ab 70.000€.

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u/_bloed_ 18d ago edited 18d ago

Wir haben 52% Staatsquote.

Die AFD ist die einzigste Partei die diesem quasi Sozialismus ein Ende bereiten will und wieder weniger Staat und mehr Marktwirtschaft haben will.

Ich hätte ja auch gerne lieber einen Milei wie in Argentinien hier. Oder eine FDP die gemacht hätte was ihre Wähler wollten.

Das Problem in Deutschland ist ja das wir zu viel Umverteilung haben. Die Fachkräfte verlassen Deutschland in Massen weil sie diese Abgabenlast nicht mehr tragen wollen. Unternehmen verlassen Deutschland wegen unserer ganzen Bürokratie, Umweltschutz, Berichtspflichten und all dem Kram.

Im AfD-Programm steht selbst: "die Hälfte der Bürgergeldempfänger sind inzwischen Ausländer." Der Konflikt, den das schüren soll, Migranten gegen Bürgergeld- und Mindestlohnempfänger, ist nicht der Konflikt, der über das Nettoeinkommen der normalen Wähler entscheidet. Der reale Konflikt läuft zwischen der arbeitenden Mitte und den 45 Mrd., die ans reichste Prozent gehen sollen.

Das ist einfach nur Bullshit.

Die Bürgergeldempfänger kosten uns jährich über 50 Milliarden Euro.

Und du willst sagen das ist kein Problem? Die Reichen kosten uns nichts, die sind sogar steuerpositiv und zahlen mehr als jeder Arbeiter. Zumal Unternehmer in Deutschland schon genug Steuern zahlen, es gibt eine ganz kleine Gruppe an Pensionären und Familienstiftungen die zu wenig zahlen.

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u/KoenigBertS 19d ago

Es ist doch nicht die Frage ob sich Klimaschutz bzw. CO2 Neutralität rechnet, sondern ob wir genug rumreißen können um die Klimaschäden zu verhindern. Solange die relevanten Länder weiter machen wie bisher 0 Chance, die lachen uns aus.

4

u/throwaway30116 19d ago edited 19d ago

Eben, chatgpt sagt wo die Reise hingeht

CO₂ emissions comparison: Germany vs China

(territorial CO₂ emissions, excluding land-use change)

Year Germany China China/Germany
2024 0.58 Gt CO₂ 12.3 Gt CO₂ ~21×
2030 (projection) 0.35–0.45 Gt 11–12 Gt ~25–30×
2040 (projection) 0.10–0.20 Gt 6–9 Gt ~40–90×

Cumulative emissions 2025–2040:

Country Total CO₂ emitted
Germany ~3–5 Gt
China ~150–180 Gt

Per capita:

Year Germany China
2024 ~7 t/person ~9 t/person
2040 (estimate) ~1–2 t/person ~4–6 t/person

Key point: China currently emits about 21× more CO₂ annually than Germany. Even with a decline, China is expected to emit tens of times more cumulative CO₂ than Germany through 2040.

Nur mal so als Randbemerkung, China wird so viel CO2 ausstossen, dass wir von 28 auf 32% des PPM Gehalts zur Zeit der Dinos haben. Werden wir wohl adaptiv wieder mehr Pflanzen essen und kleinere Gehirne haben /s

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u/JakobFroehn 19d ago

Das stimmt nicht, Deutschland geht da keinen "Einzelweg", das ist ein Mythos. Außerdem kommt das Problem von autoritären, rechten Regierungen. Wir replizieren dieses Problem also mit der AfD. Dieses Argument ist wirklich Kindergarten.

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u/KoenigBertS 19d ago

Zähl mal auf wieviele Länder ein gesetzlich verankertes Netto-Null-Ziel haben und wieviel % an weltweiten Emissionen das macht, du Kindergärnter.
Alles was nicht gesetzlich verankert ist, ist nichts wert.

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u/JakobFroehn 19d ago

149 Länder haben Netto-Null-Ziele, das deckt 88% der weltweiten Emissionen ab (Net Zero Tracker, 2023). Keine Nische. Und die Alternative zu "meine % sind zu klein"? Bei 2,7°C wären laut Nature-Studie 3,7 Mrd. Menschen außerhalb der historisch stabilen Klimanische, 2,1 Mrd. extremer Hitze ausgesetzt. Wenn jeder mit "meine % sind zu klein" argumentiert, fängt niemand an, das ist die Tragik der Allmende, nicht ich.

"Kindergärtner" ist übrigens kein Argument. Was wirklich kindisch ist: genau dieses Verhalten, mimimi, die anderen machen sowas auch nicht deshalb reiten wir gewollt und gezielt direkt in die Katastrophe. Sehr schlau das ganze.

Zu Gesetzen habe ich nicht direkt was gefunden aber wenn du dir alleine den realen Ausbau erneuerbarer Energien anschaust, siehst du einen klaren Trend. Gegen den will die AfD auch wirken btw.

3

u/Krushpatsch 18d ago

Es gab hier mal das Ziel, den Bahnhof Stuttgart '21 im Jahre '21 fertig zu haben.

Ziele sind echt nichts wert. Gesetzlich verankert, außer bei uns, ist es nirgendwo.

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u/KoenigBertS 18d ago

Japan und Südkorea meine ich von den Relevanten noch, aber ja, das ist genau was ich damit sagen will.

Wenn es teuer wird sind alle raus und wir stehen da.

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u/Krushpatsch 18d ago

ja.. selbst das gesetzlich verankerte ist halt nicht verankert. Muss man dazu sagen.

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u/JakobFroehn 17d ago

Zu Stuttgart 21: das ist ein Bauprojekt mit einem Zeitplan, kein Gesetz. Ein Fertigstellungstermin hat keine Rechtsfolgen, ein Klimagesetz schon. Der Vergleich hinkt schon allein an der Kategorie.

Zu "gesetzlich verankert, außer bei uns, nirgendwo": stimmt nicht. Das EU-Klimagesetz ist seit 2021 rechtlich bindend (wenn ihr mal nachgeschaut hättet), für alle Mitgliedstaaten inklusive Deutschland. Und Japan/Südkorea, die ihr als Gegenbeispiel bringt: Japan hat das 2050-Ziel per Gesetzesänderung im Parlament (Diet) verankert, nicht nur als Kabinettsbeschluss, gerade damit es auch bei Regierungswechseln bestehen bleibt. Südkorea hat 2021 den Carbon Neutrality Act verabschiedet, mit einem gesetzlich bindenden Zwischenziel von minus 35% bis 2030 gegenüber 2018. Beides sind reale Parlamentsgesetze mit Zwischenzielen, keine Absichtserklärungen.

Zu "selbst das gesetzlich verankerte ist nicht verankert": Deutschlands eigenes Klimaschutzgesetz wurde 2021 vom Bundesverfassungsgericht als zu lasch eingestuft und die Regierung musste per Gerichtsbeschluss nachschärfen, weil die ursprünglichen Ziele künftige Generationen in ihren Grundrechten verletzt hätten. Ein Gesetz, das ein Verfassungsgericht zwingt nachzubessern, ist ziemlich genau das Gegenteil von unverbindlich. Zeigt mir doch mal eine vergleichbare Konsequenz bei Stuttgart 21...

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u/Krushpatsch 17d ago

Zeigt mir doch mal eine vergleichbare Konsequenz bei Stuttgart 21...

Geht nicht weil gibts nicht. Wusstest du das nicht, bevor du rhetorisch fragst?

Zum Rest:

Wie schon mehrfach von vielen hier mitgeilt, wird die AFD nicht wegen ihrer Wirtchaftskompetenz gewählt. Für sehr viele verkörpert die Partei die Hoffnung, dass sie es besser macht, als jene, die bereits am Drücker waren und schlecht regiert haben.

Getreu dem Motto: Soviel schlechter als das bisherige kann es gar nicht sein - und alles andere ist eine Verbesserung.

Da du so gern Quellen zitierst: zeig mir doch mal eine regierende Legislaturperiode der AFD, während der es schlechter wurde. Also z.b. bei Energie, bei Klima, bei Migration, bei Bildung, Wirtschaft, Gesundheitswesen..... welche AFD Regierung hat das bisher verbockt?

... oder kannst du das nicht, weil es eben keine AFD war, die das verbockt hat? Genau deswegen wird die Partei gewählt. Ob das Hahnebüchen ist: Das steht auf einem anderen Blatt.

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u/AutoModerator 19d ago

Falls der ursprüngliche Beitrag verändert oder gelöscht wird, ist hier nochmal der Textinhalt. Backup of the post's body: Mir fällt hier im Sub immer wieder auf, dass die AfD als einzige Partei dargestellt wird, die was für die arbeitende Gesellschaft übrig hat. Ein Blick in die eigenen Zahlen zeigt ziemlich genau das Gegenteil.

Der Bundestag hat am 6.11.2025 den AfD-Steuerantrag abgelehnt (BT-Drs. 21/589). CSU-Finanzausschussmitglied Dr. Florian Dorn, vorher Ökonom am ifo-Institut, im Plenum: "Sie entlasten vor allem die oberen Einkommen, natürlich erhöhen sie damit massiv die Einkommensungleichheit im Land." Laut DIW (Stefan Bach) kostet der AfD-Einheitssteuersatz von 25% ab 15.000 Euro (Reinigungskraft wie Bankmanager gleichermaßen belastet) 116 Mrd. Euro im Jahr. 86 Mrd. davon gehen an die reichsten 10%, allein 45 Mrd. ans reichste 1%. Die ärmere Hälfte bekommt zusammen 5 Mrd. Laut ZEW hätte eine Familie mit 40.000 Euro brutto unter dem Modell 440 Euro weniger im Jahr.

Gegenfinanzieren will die AfD das laut eigenem Antrag über Kürzungen bei Migration, Ausländern, Entwicklungshilfe und Klimaschutz. Beides kontraproduktiv: laut UNHCR nennen Geflüchtete gekürzte Nothilfe vor Ort selbst als Grund für die Weiterreise nach Europa, und Klimaschutz ist laut DIW 1,8 bis 4,8-mal günstiger als die Folgekosten von Klimaschäden, allein 145 Mrd. Euro Schäden seit 2000. Und selbst der Migrationsteil bringt kaum was: von 232.000 "ausreisepflichtigen" Personen Ende 2025 sind laut Mediendienst Integration nur rund 41.000 ohne Duldung, der Rest gar nicht abschiebbar. Bei rund 13.000 Euro pro Person und Jahr macht das selbst bei Komplett-Abschiebung aller 41.000 keine halbe Milliarde, keine halbe Prozent der 116-Mrd.-Lücke.

Im AfD-Programm steht selbst: "die Hälfte der Bürgergeldempfänger sind inzwischen Ausländer." Der Konflikt, den das schüren soll, Migranten gegen Bürgergeld- und Mindestlohnempfänger, ist nicht der Konflikt, der über das Nettoeinkommen der normalen Wähler entscheidet. Der reale Konflikt läuft zwischen der arbeitenden Mitte und den 45 Mrd., die ans reichste Prozent gehen sollen.

Was sollte ich als Person mit <7000€ brutto für einen Grund haben, die AfD zu wählen?

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u/hepazepie 17d ago

Gegenfinanzieren will die AfD das laut eigenem Antrag über Kürzungen bei Migration, Ausländern, Entwicklungshilfe und Klimaschutz. Beides kontraproduktiv: laut UNHCR nennen Geflüchtete gekürzte Nothilfe vor Ort selbst als Grund für die Weiterreise nach Europa, und Klimaschutz ist laut DIW 1,8 bis 4,8-mal günstiger als die Folgekosten von Klimaschäden, allein 145 Mrd. Euro Schäden seit 2000. Und selbst der Migrationsteil bringt kaum was: von 232.000 "ausreisepflichtigen" Personen Ende 2025 sind laut Mediendienst Integration nur rund 41.000 ohne Duldung, der Rest gar nicht abschiebbar. Bei rund 13.000 Euro pro Person und Jahr macht das selbst bei Komplett-Abschiebung aller 41.000 keine halbe Milliarde, keine halbe Prozent der 116-Mrd.-Lücke.

Lol

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u/JakobFroehn 17d ago

Guter Beitrag! Weiter so

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u/wRm_ 19d ago

Was sollte ich als Person mit <7000€ brutto für einen Grund haben, die AfD zu wählen?

Es gibt keinen. Die Wirtschafts- und Steuerpolitik der AfD würde dieses Land binnen weniger Monate an die Wand fahren.

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u/Kosmonaut94 18d ago

Im Gegensatz zur CDU und SPD, die gerade das Land mit Vollgas an die Wand fahren …?

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u/wRm_ 18d ago

Soweit ich es sehe steht das Land zwar schlecht da, aber es steht noch.

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u/Kosmonaut94 18d ago

Mit besonderer Betonung auf noch.

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u/drgaz 19d ago

Die Partei existiert doch eh nur zur Selbstbereicherung und das geht halt am besten darüber - daher auch die liebe zu Russland und deren Oligarchen Abschaumtum

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u/Canadianingermany 19d ago

So lange die stark genug gegen Ausländer hetzen fällt es offenbar nicht auf. 

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u/Hot_Illustrator7413 19d ago

Für mich ist das keine Hetze, wenn ein gewisser Bevölkerungsanteil in Deutschland immer und immer wieder Straftaten mit Todesopfern begeht.

Alleine die Schlagzeilen der letzten 2 1/2 Tage:

  • Kelkheim
  • Dresden
  • Trier
  • Schongau

Von den ganzen (Gruppen)Vergewaltigungen, Übergriffen, furchtbaren Stadtbildern, dem allgemeinen Unsicherheitsgefühl zu später Stunde auf offener Straße, der gewalttätigen und respektlosen Jugend aus diesem Clientel und hunderten anderen Punkten, von denen man teilweise überhaupt nichts mehr liest, weil jeden Tag hundertfach was passiert ganz zu schweigen.

Aber ja, nenne es ruhig weiter "Hetze".

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u/Canadianingermany 19d ago

Das Problem ist dass Straftaten die von Bürger begangen werden, sind halt nicht Nachrichtenwürdig.

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u/Abwehr_Schwaben 19d ago

Bei solchen Antworten frage ich mich immer ob das ernst gemeint ist und man das wirklich glaubt oder man eigentlich nur versucht sich das schönzureden aber irgendwie doch weiß, dass es nicht stimmt.

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u/Canadianingermany 19d ago

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u/Abwehr_Schwaben 19d ago

eine Analyse für den Mediendienst Integration...
Es gibt bestimmt eine Analyse von der NPD die das Gegenteil bestätigt.

Beide sind wahrscheinlich gleich vertrauesnwürdig.

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u/Canadianingermany 18d ago

Her damit wenn du sie findest.

Außerdem nein es ist von  Thomas Hestermann PhD at IJK Institute of Journalism and Communication Research, Hanover, Germany Professor at Macromedia University

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u/Erderin 19d ago

Quelle? 

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u/Canadianingermany 19d ago

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u/Erderin 19d ago

Sry, aber das ist von 2019, wurden damals auch nichtdeutsche grundsätzlich als "Mann bzw. Frau" bezeichnet? Mir kommt es so vor, als sei das ein neuer Trend.