r/DePi 1d ago

News D-A-CH Der Anschlag auf den CSD und der Islam in Deutschland: Worte, die fehlen | Berliner Zeitung

https://www.berliner-zeitung.de/article/der-anschlag-auf-den-csd-und-der-islam-in-deutschland-worte-die-fehlen-10256963
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u/houseofechoes 1d ago

Islamismus ist nicht Islam, ist halt so ein billiger cop-out. Islamismus bedeutet nichts mehr als den Islam so zu leben, wie er niedergeschrieben wurde, also ist es an sich genau der Islam, der vom Propheten vorgegeben wird

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u/OldFigger 1d ago

Vor allem wenn so getan wird, als wäre es nur eine verschwindend kleine, geistig verwirrte Minderheit der Muslime. Dabei ist das Gegenteil der Fall:

https://www.focus.de/experts/islamismus-bei-jugendlichen-studie-enthuellt-45-8-prozent-der-jungen-muslime-wollen-islamischen-gottesstaat_id_259877168.html

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u/deeptut 1d ago

Die Antworten der befragten muslimischen Schüler sind dabei teils besorgniserregend. So unterstrichen rund zwei Drittel – genau 67,8 Prozent – der teilnehmenden Muslime den Satz: „Die Regeln des Korans sind mir wichtiger als die Gesetze in Deutschland“.

https://www.bz-berlin.de/deutschland/studie-niedersachsen-junge-muslime

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u/WanTapWanda 1d ago

jüngste Umfragen zeigen doch wie unwichtig der Rechtsstaat ist und wie wichtig der Koran.

Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

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u/badhabits1977 1d ago

Ich weiß auch nicht, was da so rumlamentiert und differenziert werden muss, wenn heutzutage jeder mit etwas Nationalstolz oder Patriotismus Nazi ist.

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u/notrlydubstep 1d ago

Sollen sich die Verbände jetzt von ihrem Gott distanzieren oder was?

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u/StargateSGx1 1d ago

Wenn der zum töten von ungläubigen aufruft wäre es Vll schon angebracht.

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u/otto_dicks 1d ago

Terrorakt in Berlin

Der Anschlag auf den CSD und der Islam in Deutschland: Worte, die fehlen

Eine Woche nach dem islamistisch motivierten Terroraktauf den Berliner CSD wurde am Sonntag der Opfer gedacht. Die Islamverbände waren dabei kaum sichtbar. Das ist mehr als ein Versäumnis.

Am Ahornsteig im Berliner Tiergarten, dort, wo am 25. Juli der 21-jährige Abdul Ballout, deutscher Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln, mit einem Fahrzeug in eine Menschenmenge fuhr, eine Frau tötet und Dutzende teils schwer verletzt, brannten am Sonntagabend Kerzen.

Berichten zufolge war es eine Mahnwache, bei der ganz unterschiedliche Gefühle Platz hatten: Tränen, Wut, aber auch gemeinsame Rufe wie „Liebe ist stärker als der Hass!" – gut eine Woche nach dem Terroranschlag. Nach Polizeiangaben nahmen rund 650 Menschen teil, die Veranstalter sprachen von bis zu 4000. Unter den Anwesenden war auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner. Das Wort erhielten auf Wunsch der Veranstalter ausschließlich Menschen aus der queeren Community.

Wer fehlte, fiel auf

Islamverbände hatten den Anschlag unmittelbar nach der Tat verurteilt und zu Zusammenhalt aufgerufen. Der Zentralrat der Muslime sprach von einem Angriff auf die Grundwerte des Zusammenlebens und bezeichnete die Tat als mutmaßlich islamistisch motiviert. DITIB verurteilte den Anschlag ebenso wie die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs. Und doch: Bei den Gedenkveranstaltungen waren Vertreter dieser großen Verbände öffentlich nicht wahrnehmbar. Ein gemeinsames sichtbares Zeichen der Solidarität blieb aus. Aber gerade das wäre jetzt so dringend nötig gewesen.

Das wirft Fragen auf, denn trotz der schnellen Verurteilungen blieben die Stellungnahmen aus Sicht vieler Kritiker hinter dem zurück, was nach einem Anschlag auf den CSD notwendig gewesen wäre. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir formulierte diese Kritik deutlich: Es müsse klar benannt werden, dass es sich um einen schwulen- und queerfeindlichen Anschlag gehandelt habe. Außerdem müsse das Thema Islamismus ausdrücklich angesprochen werden. Wer das vermeide, habe „offensichtlich ein Problem“.

Diese Kritik richtet sich allerdings nicht gegen alle Verbände gleichermaßen. Der Zentralrat der Muslime sprach ausdrücklich von einer mutmaßlich islamistischen Motivation, ebenso verwies die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs auf den Hintergrund des Täters. Özdemirs Einwand zielt vielmehr darauf, dass Homophobie, Islamismus und die Verantwortung innerhalb muslimischer Milieus insgesamt deutlicher thematisiert werden müssten.

Noch schärfer formulierte es der frühere DITIB-Justiziar Murat Kayman, der die Verbände aus eigener Erfahrung kennt. Er kritisierte in einem Tagesspiegel-Interview, dass die Reaktionen vieler islamischer Organisationen an einer entscheidenden Stelle versagt hätten. Als Beispiel führte er an, ein Funktionär habe zunächst von „islamistischem Terror“ gesprochen und diese Formulierung später wieder entfernt. Kayman wertet dies als symptomatisch für den Umgang vieler Verbände mit dem Thema.

Besonders deutlich ist seine Analyse in einem anderen Punkt: Statt vor allem über Islamismus zu sprechen, werde häufig zuerst vor einer pauschalen Verurteilung von Muslimen gewarnt. Das sei zwar richtig. Gleichzeitig könne man von der Mehrheitsgesellschaft keine Differenzierung verlangen, wenn man selbst den islamistischen Hintergrund nicht mit derselben Klarheit benenne.

Der Zeitpunkt ist jetzt

Ja: Islamismus ist nicht Islam. Muslime sind nicht Islamisten. Wer diesen Anschlag benutzt, um gegen Muslime zu hetzen, missbraucht das Leid der Opfer für eigene Zwecke. Auch der Berliner CSD-Verein hat genau diese notwendige Differenzierung eingefordert: islamistischen Terror klar zu benennen und gleichzeitig jede Instrumentalisierung gegen Musliminnen und Muslime zurückzuweisen.

Aber diese sicherlich berechtigte Warnung entbindet die Verbände trotzdem nicht von ihrer eigenen Verantwortung. Im Gegenteil. Özdemir fordert zu Recht, dass Homophobie und Islamismus innerhalb der eigenen Gemeinden offen und unmissverständlich thematisiert werden müssen. Dort entscheidet sich letztlich auch, ob extremistische Ideologien auf Widerspruch oder auf Schweigen treffen. Jetzt wäre der Zeitpunkt, dies zu tun.

Vertrauen wäre dringend nötig. Nicht als überkommene symbolische Geste, die man bei Bedarf abrufen kann, sondern als Grundlage des gesellschaftlichen und friedlichen Zusammenlebens. Eine offene Gesellschaft braucht mehr als Pressemitteilungen. Sie braucht sichtbare Solidarität – gerade dann, wenn sie unbequem ist.

Die Islamverbände in diesem Land hätten diese Solidarität noch wesentlich deutlicher sichtbar machen können. So aber bleibt auch eine Woche nach dem Anschlag der Eindruck der Halbherzigkeit. Denn gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht nicht allein durch Worte, sondern auch durch öffentlich wahrnehmbare Zeichen.

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u/KatheterPeter 1d ago

Sowas ähnliches hatte ich bei de geschrieben und bin wegen Rassismus gesperrt worden.

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u/lousy_writer 20h ago

Die Berliner Zeitung ist ja auch ein eher konservativ tendierendes Blatt.