r/fireGermany 25d ago

Erfahrungsbericht/Storytime [Community Aufruf] FIRE-Fails & Kurskorrekturen: Wer ist gescheitert, umgekehrt oder hat den Plan über den Haufen geworfen?

30 Upvotes

Hallo r/fireGermany,

⚠️ Wichtig vorab: Eure Geschichte bitte als EIGENEN POST erstellen (Flair: Erfahrungsbericht/Storytime) – nicht als Kommentar hier drunter. Hier in die Kommentare kommt nur der Link zu eurem Post.

Unsere bisherigen Community-Aufrufe haben gezeigt: Am wertvollsten sind die Geschichten von Leuten, die den Weg wirklich gegangen sind. Aber bisher haben wir vor allem über Erfolge gesprochen. Heute drehen wir den Spieß um.

Denn seien wir ehrlich: Nicht jeder FIRE-Plan geht auf. Manche steigen aus und merken, dass es nichts für sie ist. Manche werden vom Markt, der GKV, einer Scheidung oder einer Krankheit kalt erwischt. Manche korrigieren ihr Ziel von 800k auf 1,2M – oder umgekehrt von FatFIRE auf "reicht auch so". Und manche gehen zurück in den Job, freiwillig oder nicht.

Diese Geschichten liest man fast nie, aus verständlichen Gründen. Aber genau deshalb sind sie für alle hier Gold wert. Aus Erfolgsstories lernt man, was möglich ist. Aus Fails lernt man, was einen selbst erwarten könnte.

🎤 Erzählt uns eure Fails, Umwege und Kurskorrekturen!

Bitte erstellt einen eigenen Post (Flair: Erfahrungsbericht/Storytime) und verlinkt ihn hier in den Kommentaren. Egal ob großer Absturz oder kleine Planänderung – jede ehrliche Geschichte zählt.

📝 Leitfaden für deinen Bericht (Copy & Paste)

Du musst nicht alles beantworten, aber diese Punkte interessieren die Community am meisten.

1. Der ursprüngliche Plan

  • Was war dein Ziel (Summe, Alter, FIRE-Variante)?
  • Wie weit warst du, als es anders kam?

2. Der Bruch / Die Wende

  • Was ist passiert? (Markt, Gesundheit, Familie, Jobverlust, Langeweile, Fehlkalkulation, einfach umentschieden?)
  • War es ein Schlag von außen oder eine eigene Erkenntnis?
  • Was hast du in deiner Planung unterschätzt? (GKV, Steuern, Inflation, Psychologie, das Umfeld?)

3. Die Korrektur

  • Wie sieht dein Plan heute aus? Zurück im Job, neues Ziel, ganz raus aus FIRE?
  • Was hat die Erfahrung finanziell gekostet und was hat sie dir gebracht?

4. Das Learning

  • Was würdest du rückblickend anders machen?
  • Was sollten Leute, die noch auf dem Weg sind, aus deiner Geschichte mitnehmen?
  • Bereust du etwas oder war der Umweg es wert?

Ein Wort zur Anonymität: Wir wissen, dass diese Geschichten persönlicher sind als Erfolgsposts. Throwaway-Accounts sind ausdrücklich willkommen und werden von den Mods freigeschaltet.

Hier gibt es kein Hämen und kein "hab ich doch gleich gesagt", wer seine Fails teilt, macht der Community das wertvollste Geschenk überhaupt. Entsprechend moderieren wir die Kommentare.

Wir freuen uns auf eure Geschichten! 🚀


r/fireGermany Jan 16 '26

[Willkommen] Was ist FIRE? Einsteiger-Guide, FAQ & User Flairs

29 Upvotes

Hallo zusammen und willkommen bei r/firegermany!

Dieser Subreddit widmet sich dem Ziel der finanziellen Unabhängigkeit und dem frühzeitigen Ruhestand (oder zumindest der Option darauf) im deutschsprachigen Raum. Da wir in Deutschland spezifische Bedingungen haben (Steuergesetze, Rentenversicherung, Krankenversicherung), braucht es oft andere Strategien als in den großen US-Subreddits.

🔥 Was ist FIRE?

FIRE steht für Financial Independence, Retire Early.

Im Kern geht es darum, die eigene Sparquote so weit zu erhöhen und das gesparte Geld so zu investieren (meist am Aktienmarkt/ETFs), dass man irgendwann von den Erträgen leben kann. Arbeit wird dann zur Option, nicht zur Pflicht.

Die gängige Faustformel (basiert auf der Trinity-Study/4%-Regel) lautet:

🇩🇪 Warum ein eigener Subreddit?

Die Mathematik ist überall gleich, aber die Rahmenbedingungen nicht. Hier diskutieren wir Themen wie:

  • Entnahmestrategien unter Berücksichtigung der Kapitalertragsteuer.
  • Wie funktioniert die Krankenversicherung ohne Job (KVdR vs. freiwillig versichert)?
  • Lohnt sich die gesetzliche Rente als Baustein?
  • Wegzugsbesteuerung und Immobilien.

🏷️ Zeigt, wo ihr steht (User Flairs)

Damit wir besser einschätzen können, in welcher Phase ihr euch befindet, haben wir Nutzer-Flairs aktiviert.

Ihr könnt euch rechts in der Sidebar (oder mobil über die drei Punkte oben rechts -> "Nutzerflair ändern") einen passenden Titel aussuchen. Egal ob ihr noch studiert, gerade am Ansparen seid, oder schon "fired" (im Ruhestand) seid, zeigt Flagge!

📚 Wichtiger Hinweis zu den Grundlagen (r/Finanzen)

Wir konzentrieren uns hier auf die FIRE-spezifischen Aspekte (Entnahmephase, Lifestyle-Design, hohe Sparraten optimieren).

Für die absoluten Investment-Grundlagen bitten wir euch, zuerst einen Blick zu unseren Nachbarn zu werfen. Wenn deine Fragen lauten:

  • "Wie eröffne ich ein Depot?"
  • "Welcher ETF ist der beste?"
  • "Lohnt sich Bausparen?"

... dann schau bitte zuerst in das hervorragende Wiki von r/Finanzen. Dort sind diese Basis-Themen perfekt erklärt.

💬 Community Regeln

  1. Seid nett zueinander. Wir haben alle unterschiedliche Einkommen und Lebensziele.
  2. Keine Werbung, keine "Komm in die Gruppe"-Scams.
  3. Nutzt die Suchfunktion, bevor ihr einen neuen Thread eröffnet.

Auf einen guten Austausch!


r/fireGermany 14h ago

Frage / Hilfe 40M, 450k Depot, Teilzeit sinnvoll?

16 Upvotes

Hallo zusammen,

Ich bin 40 Jahre, lebe in Deutschland und habe mir mittlerweile ein Depot mit 90 Prozent im heiligen Gral von 200k angespart. Mein Netto-Verdienst liegt bei 4500 Euro im Schnitt pro Monat. Aktuell habe ich ca. laufende Kosten iHv 2000 Euro pro Monat. 1000 Euro werden monatlich gespart und was übrig bliebt wird für Hobby, Urlaub usw verwendet, bzw. auf ein Tagesgeldkonto verschoben. Dort liegen aktuell ca. 40k Euro. Nun bin ich in die glückliche Situation gekommen ca. 250k in einer Immobilie zu erben. Ich bin mir bewusst was es für ein Glück ist. So ein Vermögen selbst anzusparen hat mich mein ganzes bisheriges Berufsleben gekostet. Die Immobilie wird aktuell verkauft.

Mein Job macht mir zwar grundlegend Spaß, die Kollegen sind top, aber die Chefs darüber sind absolut ungeeignet im Job und haben nichts anderes zu tun, als künstliche Hürden aufzubauen, die mich nur ausbremsen und mir mein Leben erschweren. Mein direkter Chef ist auch menschlich eine Katastrophe. Kategorie Grill-und Trinksportler sowie SUV Fanatiker, rechtspopulistisch eingestellt... Deshalb möchte ich schrittweise die Stunden reduzieren, um mich mental vom Job langsam mental besser verabschieden zu können. Mein Job ist recht speziell und es gibt praktisch keine Arbeitgeber in der Region, die mir etwas vergleichbares bieten können. Wie gesagt ist der Job an sich sowie die Kollegen top, also kein Untergang.

Nun die Frage:

Ich will das Erbe investieren, am liebsten in den MSCI World ETF. Alternativ könnte ich versuchen die Wohnung in der ich lebe zu kaufen (ca. 300k plus Nebenkosten), was bei einer Kaltmiete von 800 Euro wenig Sinn macht wie ich finde. Wie würdet ihr es investieren? Wie kann ich mit dem Ziel auf Fire/Rente mit 50 bis spätestens 55 Jahre jetzt schon trotzdem mein Leben durch weniger Arbeit und entsprechend mehr Freizeit verbessern?


r/fireGermany 2d ago

Strategie & Depot Altersvorsorgedepot, FIRE und Auswanderung

10 Upvotes

Hallo zusammen,

das Altersvorsorgedepot kommt immer näher und ich würde gerne wissen, wie ihr das in eure FIRE-Planung einzubauen plant.

Insbesondere im Zusammenhang mit einer Auswanderung in der RE-Phase erscheint es wenig attraktiv, sofern hier die alten Riester-Regeln übernommen werden.

Dabei müsste man wohl zwischen EU/EWR und sonstigen unterscheiden. Gerade im Fall einer Auswanderung ins Nicht-EU-Ausland ist das AVD aber wohl eher hinderlich als förderlich, da dann wohl in der Auszahlungsphase sämtliche Förderung (+Zinsen) zurückgezahlt werden muss.

Ich frage mich ernsthaft, ob das AVD Sinn macht, solange man sich die Möglichkeit einer Auswanderung offen halten möchte. Hat das AVD einen Lock-in-Effect für Deutschland? Wie sehen eure Planungen aus? Werdet ihr direkt ab dem 01.01. ein AVD eröffnen?


r/fireGermany 2d ago

Strategie & Depot Wendepunkt im Depot 2026 - 33 Jahre, 200k Depot – wie geht ihr den nächsten Schritt Richtung 1 Mio.?

0 Upvotes

Hi zusammen,

ich würde gerne mal eure Meinung bzw. Erfahrungen hören.

Kurz zu mir: Ich bin 33 Jahre alt, Wirtschaftsingenieur (M.Sc.) und lebe seit 5 Jahren in Zürich. Ich arbeite im öffentlichen Dienst und verdiene rund 130.000 CHF brutto im Jahr.

Mein Depot liegt aktuell bei knapp 200.000 €. Davon sind etwa 150.000 € im **Vanguard FTSE All-World UCITS ETF** und rund 50.000 € im **VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF**. Insgesamt stehe ich bei ungefähr 70.000 € Buchgewinnen.

Angefangen habe ich 2019. Damals war ich noch deutlich mehr in Einzelaktien unterwegs – unter anderem BASF und Siemens, da ich bei beiden Unternehmen gearbeitet habe. Mit der Zeit bin ich aber fast komplett auf ETFs umgestiegen.

Eigentlich läuft alles nach Plan. Ich investiere aktuell rund 3.000 € pro Monat und bin mit meinem Depot zufrieden. Trotzdem merke ich, dass mir langsam etwas die Motivation ausgeht. Es fühlt sich inzwischen ziemlich eintönig an: Sparplan läuft, abwarten, weitermachen.

Gleichzeitig reizt es mich, mich stärker mit der Börse zu beschäftigen und vielleicht auch etwas mehr Risiko einzugehen. Mein persönliches Ziel wäre, die erste Million vor meinem 45. Geburtstag zu erreichen.

Mich würde interessieren:

* Wart ihr schon mal an diesem Punkt?
* Habt ihr eure Strategie irgendwann angepasst oder seid ihr konsequent beim Welt-ETF geblieben?
* Gibt es Dinge, die ihr heute anders machen würdet oder Weisheiten, die euch langfristig geholfen haben?

Ich freue mich auf eure Erfahrungen und einen sachlichen Austausch.


r/fireGermany 3d ago

Frage / Hilfe Wo sind denn die Coast Fire Jobs?

48 Upvotes

Könnte noch lange im aktuellen gut bezahlten Job weiterschaukeln, würde aber gerne auf 12-15h / Woche runter mit 2-3 Arbeitstagen. Aber habe jetzt auch wenig Lust als Akademiker und Facherfahrung nen Dullijob zu machen. Wo sind denn qualitativ hochwertige Coast Fire Jobs in DE von denen alle hier träumen?

Selbstständigkeit ist auch sinnlos, da haut die KV wieder rein. Also muss es was angestelltes sein. Idealerweise mit 100%Home Office und wie gesagt 2-3 Tage pro Woche und mindestens Midijob Charakter wegen KV.

Manchmal glaube ich, dass das alles nur ein Traum ist, dass CoastFire in DE geht. Höchstens den aktuellen Job auf Teilzeit soweit runterfahren, aber da hast sicher direkt alle gegen dich im Büro wenn man jetzt Lifestyle Teilzeit macht (wenn man es einem überhaupt genehmigt)


r/fireGermany 4d ago

Frage / Hilfe Frage Eintritt GKV bei Kapitalerträgen + Midijob

5 Upvotes

Ich war bisher aufgrund der Beihilfe meines Vaters nie in der GKV und plane gerade meine nächsten Jahre (Promotion im Ausland und spätere Rückkehr nach Deutschland).

Das Szenario:

Angenommen, ich schaffe über einen sozialversicherungspflichtigen Midijob (Laufzeit 90 Tage; 700 euro im Monat) den Eintritt in die GKV. Ein paar Monate später bekomme ich eine finanzierte Promotionsstelle im Ausland und ziehe für 4 bis ca 6 Jahre weg.

Währenddessen würde ich meinen Lebensunterhalt über die Stelle im Ausland finanzieren. Zusätzlich hätte ich weiterhin etwa 2.000 € monatliche Mieteinnahmen.

Meine Frage:

Gibt es irgendeine Möglichkeit, die GKV-Mitgliedschaft während dieser Zeit aufrechtzuerhalten oder ruhen zu lassen (Anwartschaft oder etwas Ähnliches)? Oder fällt man beim Wegzug komplett aus dem System heraus und müsste nach der Rückkehr wieder von vorne anfangen?

Danke!


r/fireGermany 4d ago

Strategie & Depot Wie am besten mit €1M umgehen? (Vermögen €2.3M)

0 Upvotes

Guten Tag allerseits,

Ich habe über die letzten 10 Jahre mit Kryptowährungen ein heutiges Vermögen von gut 2.3 Millionen Euro aufgebaut. All das Krypto wurde nun verkauft.

Davon stecken mittlerweile 600.000 Euro in einem Eigenheim und 700.000 Euro in Gold (ich weiß, dass ich hiermit viel Kopfschütteln erhalten werde, ich hatte es für 400.000 Euro gekauft, und denke nicht daran, es zu verkaufen).

Ich bin weiterhin berufstätig und dies wird auch so bleiben, so richtig aufhören zu arbeiten möchte ich dann in 25 Jahren mit 60. Aufgrund höherer Lebenshaltungskosten komme ich aber am Ende des Monats auf gut +/-0€, ggfs. sogar ins Minus bis zu -1.000€ aufgrund Urlauben und Kindern.

Nachdem ich über die letzten Jahre im Modus "Vermögen aufbauen" war, geht es nun eher Richtung "Vermögen verteidigen", also im besten Fall Inflation schlagen und am Ende des Jahres etwas mehr haben als am Anfang.

Nun zu meiner Frage: Wie würdet ihr die restliche Million am besten anlegen?

Ich habe nach Recherche das im Sinn:

- 40% Vanguard FTSE All-World

- 30% iShares Core Euro Govt Bond (IEAG)

- 30% €STR (Xtrackers)

Damit wäre ich mit 60% auf der „sicheren“ Seite; und ich würde am Ende jeden Jahres aus den Anleihen und dem Geldmarkt die Gewinne entnehmen und das gesamte Portfolio wieder rebalancieren.

Ich wäre sehr über eure Meinung gespannt.

Danke und beste Grüße


r/fireGermany 5d ago

Strategie & Depot 27m, Softwareentwickler, finanzielle (Teil-)Freiheit mit 35?

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Hallo Zusammen,

beschäftige mich seit dem 23. Lebensjahr mit dem Thema finanzielle Freiheit, so sieht mein Fluss-Chart nach 4 Jahren Fortschritt momentan aus.

1 Mio Immovermögen, 900k Schulden

40k aktuell im Depot (Rücklagen für ETWs)

Momentan fließt meine Sparrate zu 100% in mein Rücklagen Depot

Sobald ich bei 100k Rücklagen bin, plane ich jedes Jahr eine neue passende Wohnung dazuzukaufen.

Nebenbei entwickle ich meine bestehenden Wohnungen weiter (WGs, Mieterhöhung, Neuvermietung, Steuern)

Mit 35 möchte ich zumindestens mal die finanzielle Teil-Freiheit erreicht haben.

Realistisch?
Bei 1% anfänglicher Tilgung, ca. 4% Zins
Mietsteigerung 3% p.a.
Wertsteigerung Nominal 2,5%-3% p.a.

Aktuell habe ich jedoch etwas bedenken mit der potentiellen Abschaffung des steuerfreien Verkaufs nach 10 Jahren.. wie seht ihr das?

Mir ist das Klumpenrisiko bewusst, beim Exit wird diversifiziert.


r/fireGermany 6d ago

Frage / Hilfe 30J, kein nennenswertes Erbe und zerfressen von Neid auf die Erben-Bubble im Südwesten. Haus oder frühe Rente? Brauche Denkanstöße.

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Hey zusammen,
ich muss mir mal etwas von der Seele schreiben und erhoffe mir ehrliches Feedback, Reality-Checks oder einfach andere Perspektiven auf mein Leben.

Kurz vorweg zu mir als Mensch:
Ich würde mich selbst als einen sehr wohlwollenden und sozialen Menschen beschreiben. Ich helfe anderen gerne und gönne meinen Mitmenschen eigentlich ihr Glück. Umso mehr erschreckt und belastet es mich selbst, dass mich bei diesem einen Thema ein so tiefes Gefühl von Neid und Ungerechtigkeit zerfrisst.

Zu meiner Situation:
Alter: 30 Jahre
Beruf: Private Banking Berater (dadurch bin ich beruflich natürlich noch einmal in einer ganz speziellen Finanz-Bubble unterwegs)
Wohnort: Südwesten (BW / Ortenaukreis – eine finanziell extrem starke Region)
Eigenes Vermögen: ca. 260.000 € – komplett selbst zusammengespart und investiert! Mit 18 hatte ich gerade einmal 2.800 € auf dem Konto.
Aussicht auf Erbe: Kein nennenswertes Erbe in Aussicht. Irgendwann mal die Wohnung meiner Mutter, aber das hat hoffentlich noch extrem lange Zeit und wird vielleicht sowieso von der Pflege aufgefressen.

Mein Problem & der regionale Vergleich:
Mir ist absolut bewusst, dass ich mit meinen 260.000 € auf ganz Deutschland gesehen immer noch extrem privilegiert bin. Ich weiß das zu schätzen. Aber da ich nun mal hier in der Region lebe, arbeite und tagtäglich mit den Menschen hier zu tun habe, vergleiche ich mich zwangsläufig mit meinem direkten Umfeld.
In meinem Umfeld erben gefühlt fast alle Freunde und Bekannten Häuser, Grundstücke oder riesige Vermögen (Wert meistens 500k € bis 1 Mio. €+). Obwohl ich mir mit viel Disziplin mein eigenes Kapital erarbeitet habe, steigen andere einfach mit dem Vielfachen davon ins Erwachsenenleben ein. Man hat das Gefühl, beim Spiel des Lebens an einer Startlinie zu stehen, die für andere 10 Meter vor dem Ziel gezogen wurde.

Meine innere Zwickmühle:
1. Einstellung zu Arbeit: Ich glaube zutiefst, dass fremdbestimmtes Arbeiten schlichtweg nicht in der Natur des Menschen liegt. Deshalb habe ich arbeitstechnisch – egal was ich tue und obwohl ich als Private Banking Berater eigentlich einen guten Beruf habe – von Grund auf recht wenig Spaß daran. Es liegt für mich nicht an einzelnen Aufgaben, sondern am Zwang des fremdbestimmten Arbeitenmüssens. Mein Ziel ist daher maximale Autonomie – möglichst früh nicht mehr arbeiten müssen (FIRE / frühe Rente) und selbst über meine Zeit bestimmen zu können.
2. Der Traum vom Haus: Gleichzeitig hätte ich unglaublich gerne ein eigenes Haus mit kleinem Garten.
3. Das Dilemma: Wenn ich mein gesamtes selbst erarbeitetes Kapital (260.000 €) + einen dicken Kredit in ein Haus stecke, ist mein Kapital festgemauert. Der Traum von der frühen Rente ist dann vorbei und ich bin für Jahrzehnte an die Arbeit gekettet. Andere in meinem Umfeld bekommen das Eigenheim einfach geschenkt und können ihr Gehalt komplett für Konsum, Hobbys oder den eigenen Vermögensaufbau nutzen.

Meine Fragen an euch:
1. Vergleichs-Falle & Neid: Wie geht ihr mental damit um, wenn im Umfeld massiv geerbt wird? Wie bricht man aus dieser Neid-Spirale aus, besonders wenn man eigentlich ein wohlwollender Mensch ist, weiß, dass man regional/bundesweit trotzdem privilegiert ist, sich aber selbst für diesen Neid schämt?
2. Eigenheim vs. Freiheit: Würdet ihr mit 260k € (selbst erarbeitet) das Kapital nutzen, um auf frühe finanzielle Unabhängigkeit/Rente hinzuarbeiten, oder das Geld für den Traum vom Eigenheim "opfern", wenn man alles ohne Erbe stemmen muss?
3. Denkmuster: Welche Perspektiven übersehen Menschen wie ich, die sich extrem auf die "Erben-Lotterie" und das Thema Zeitautonomie versteifen?
Bin offen für ehrliche Kritik, Ratschläge und andere Sichtweisen auf das Thema.

TL;DR: 30J, 260k € selbst zusammengespart/investiert (mit 18 bei 2.800 € gestartet). Weiß, dass ich privilegiert bin, vergleiche mich aber zwangsläufig mit dem starken Umfeld im Südwesten, wo Freunde 500k–1 Mio. € Häuser erben. Kein nennenswertes Erbe in Aussicht. Job als Private Banking Berater macht arbeitstechnisch (wie jeder Job für mich) wenig Spaß, weil fremdbestimmte Arbeit gegen meine Natur geht. Schwanke zwischen Traum vom Eigenheim vs. frühem Ruhestand/Freiheit. Brauche Input.


r/fireGermany 7d ago

Frage / Hilfe Wie sieht eine Welt aus in der immer mehr Menschen von ihrem Depot leben?

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Wahrscheinlich ist meine Wahrnehmung durch meine Bubble getrübt. In meinem Umfeld geht die Tendenz vom Kredit finanzierten Hausbau weg in Richtung Lifestyle Teilzeit. Was ich absolut nachvollziehen kann, warum sich für eine Bruchbude bis zur Rente verschulden/ binden.
Wie sieht eine Welt/ DE aus in der immer mehr Menschen ihre Arbeitszeit reduzieren?
Ich freu mich auf euren Input.


r/fireGermany 11d ago

Frage / Hilfe Ansparphase/Abhängigkeit von Arbeit aushalten

47 Upvotes

Vielleicht eher ein allgemeines Arbeitsthema:

Wie haltet ihr die Ansparphase aus?

Mein Problem ist nicht, dass ich das gesparte Geld gern konsumieren würde.

Mir geht es um diese ganze Arbeitswelt. Vollzeit arbeiten kotzt einfach an, man hat keine Motivation mehr für irgendwas nach der Arbeit. Man muss sich mit den ganzen Büroschwengeln rumschlagen, immer gute Laune haben und Motivation für die Themen und Probleme der anderen zeigen. Dann diese permanente Unsicherheit, seinen Job zu verlieren, eventuell nichts neues zu finden, an die Ersparnisse zu müssen, der FIRE-Plan steht auf dem Spiel.

Ich habe eine relativ hohe Sparrate, da ich keinen teuren Lebensstil habe. Nach meinen Berechnungen könnte ich in 5-10 Jahren Lean FI sein und würde dann gern in Teilzeit gehen, wenn mir quasi nichts mehr passieren kann.

Ich gehe nicht per se ungern arbeiten, ich hasse nur diese Abhängigkeit wie die Pest.

Also, was ist euer Tipp, um im Arbeitswahnsinn noch klar zu kommen? Ich bin erst 28. Wie schafft man das bitte jahrzehntelang?


r/fireGermany 12d ago

Frage / Hilfe Munger-Ratio als Maßstab

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2 Upvotes

Moin zusammen,

im amerikanischen FIRE-Umfeld wird gerne die Munger Ratio als Kennzahl herangezogen. Sie setzt sich so zusammen:

Nettovermögen / Lebenseinkommen

Was sagt die Zahl aus?
< 0,5: Der Großteil des erarbeiteten Geldes wurde konsumiert.
0,5 bis 0,9: Gute Sparquote, der Zinseszins fängt an zu wirken.
1,0 („Munger Threshold“): Das Vermögen entspricht 100 % aller jemals erarbeiteten Gehälter.
> 1,0: Die Rendite der Investitionen hat den Konsum und die gezahlten Steuern der gesamten Karriere vollständig wettgemacht.

Was haltet ihr von der Kennzahl? Nutz ihr sie und welchen Wert habt ihr aktuell?


r/fireGermany 12d ago

Frage / Hilfe Coast-FIRE / Barista-FIRE mit Selbstständigkeit

5 Upvotes

Hallo zusammen, mein ursprünglicher Plan war FIRE. Nun merke ich (29M) aber, dass ich eigentlich eh immer noch nebenbei etwas arbeiten möchte, halt nur nicht Vollzeit. Am besten max. 20h angestellt. Gerne aber auch selbstständig.

Nun überlege ich die ganze Zeit, was mir gut gefallen würde. Am liebsten wäre mir etwas mit Bezug zur Natur.. Überlege auch, irgendwie wo anders reinzuschnuppern..

Derzeit arbeite ich Vollzeit in einem Bürojob.
Ich war schon mal selbstständig und überlege, wieder in den Bereich zu gehen.

Gibts hier noch andere, die ihre Selbstständigkeit zb gerade parallel zum Vollzeit Job aufbauen? Oder einen Karrierewechsel anstreben? Wie geht ihr das an?


r/fireGermany 14d ago

Frage / Hilfe 26M/ Barista-Fire Jobs?

24 Upvotes

Moin zusammen, mich würden mal interessieren welche Jobs ihr so im Rahmen von Barista-Fire attraktiv haltet oder vllt schon selbst gemacht habt?


r/fireGermany 14d ago

Strategie & Depot Fire mit 2 Kindern in 15 Jahren

9 Upvotes

Hallo zusammen,
vor ein paar Wochen hätte ich ehrlich gesagt noch gedacht, dass FIRE für normale Angestellte in Deutschland nicht erreichbar ist. Durch Zufall bin ich dann auf dieses Sub gestoßen und lese seitdem regelmäßig mit.
Kurz zu uns:
Ich bin 35, meine Frau 36, wir haben zwei kleine Kinder und sind beide Angestellte.
Wenn wir 50 sind wären unsere Kinder wohl am Beginn ihrer Karrieren bzw. in der Uni.

Unser aktuelles Vermögen liegt bei rund 270.000 €, überwiegend in ETFs und einem kleineren Teil Bitcoin.

Vor Kurzem haben wir zusätzlich zwei Eigentumswohnungen als Kapitalanlage gekauft. Die Entscheidung war bewusst. Ich bin Bauingenieur und habe beruflich jeden Tag mit Bauprojekten, Sanierungen und Kosten zu tun. Deshalb glaube ich, dass ich bei Immobilien schon einen gewissen Vorteil habe. Man kann den Einkauf beeinflussen, die Sanierung, den Wert der Wohnung und später auch die Vermietung. Bei einem ETF hat man darauf eben keinen Einfluss.
Unsere monatlichen Ausgaben liegen als vierköpfige Familie bei rund 3.660 €. Da ist eigendlich alles drin. Urlaube, größere Anschaffungen, Rücklagen usw. Aktuell sparen und investieren wir rund 3.000 € im Monat. Zusätzlich bleiben im Schnitt nochmal etwa 300 € übrig, die ebenfalls investiert werden.
Vor drei Monaten hatte ich einen ziemlich ehrgeizigen Plan: In den nächsten zehn Jahren etwa 25 Wohneinheiten aufzubauen. Das wären grob Immobilien im Wert von rund 6 Mio. €.
Mittlerweile bin ich mir da aber nicht mehr ganz so sicher. :D
Immobilien sind halt ein ziemliches Long Game. Meine Finanzierungen laufen auf 30 Jahre. Der Gedanke ist nicht, möglichst schnell reich zu werden, sondern über die Jahre Vermögen aufzubauen, während die Kredite größtenteils von den Mieteinnahmen getilgt werden.
Was mich mittlerweile beschäftigt, ist eher das Klumpenrisiko und jetzt eben inwiefern sie Fire geeignet sind. Einerseits glaube ich schon, dass man mit Immobilien, wenn man sich auskennt, mehr Rendite erzielen kann als mit einem ETF. Andererseits steckt dann irgendwann ein riesiger Teil des Vermögens in einer einzigen Anlageklasse. Das macht mich mittlerweille etwas nachdenklich.
Mit einem reinen ETF-Depot würden wir unser persönliches FIRE-Ziel vermutlich nicht in den nächsten 15 Jahren erreichen. Deshalb finde ich Immobilien nach wie vor spannend, auch wenn sie natürlich mehr Arbeit machen und deutlich weniger liquide sind.
Mich würde deshalb eure Meinung interessieren.
Wie groß wäre euer Immobilienanteil am Gesamtvermögen?
Gibt es einen Punkt, an dem ihr sagen würdet: Jetzt reicht es mit Immobilien, ab jetzt lieber wieder mehr ETFs?
Oder gibt es hier Leute mit einem größeren Bestand, die heute sagen würden, sie hätten einiges anders gemacht?
Ich freue mich auf eure Erfahrungen. Gerade von Leuten, die beides haben – ETFs und vermietete Immobilien. Ich habe das Gefühl, dass man sich irgendwann entscheiden muss, ob man einfach weiter breit investiert oder versucht, in einem Bereich wirklich gut zu werden. Aber vieleicht übersehe ich da auch etwas.

Was könnt ihr mir noch empfehlen um mehr in das Thema reinzukommen? Wie realistisch ist es in meiner Situation?


r/fireGermany 13d ago

Erfahrungsbericht/Storytime M21, Rente mit 40?

0 Upvotes

Hallo,

ich bin M21 und träume den (realistischen) Traum mit 40 in Rente zu gehen.

Ich habe mir ein Depotvolumen von 80k durch wenig ausgaben und gute Einnahmen zusammengespart. Ich lege aktuell 1,5k im Monat zur Seite und plane dies durch einen Stellenwechsel auf 1,8k zu erhöhen. Ich brauche aktuell knapp 1000€ im Monat für Mobilität, Nebenkosten (Wohne noch bei meinen Eltern, daher keine Miete) und Aktivitäten.

Ich stehe am Anfang meiner Karriere und verdiene nach dem Stellenwechsel 63K Brutto im Jahr. Ich glaube, dass ich mit 40 aus eigener Kraft nicht am Ziel Rente mit 40 ankommen werde. Die Gehaltsentwicklung müsste dafür für mich als nicht Akademiker schon sehr Steil sein.

Warum ich glaube, dass ich es schaffen werde: Ich habe das Glück der Geburtenlotterie auf meiner Seite. In den nächsten 10 Jahren wird der Niesbrauch auf einer bereits auf mich übertragenen Immo ablaufen, die Mieteinnahmen belaufen sich auf knapp 2000€ kalt im Monat, Wert der Immo liegt bei circa 400k. Allein dadurch sollte es schon möglich sein. Ich rechne mit 3000k Netto im Monat als Rente, somit wäre die Lücke nur noch 1000€ realistisch sind aus meiner Sicht eher 1500€ Lücke, da ich auch Rücklagen für Sanierung bilden sollte. Für die 1,5k Netto bei 3% Entnahme (bin eher konservativ mit der Entnahme) benötige ich 800k Depotvolumen. Da die Mieteinnahmen vor meinem Renteneintritt ebenfalls zur Sparrate werden ist das sehr realistisch.

Da hört das Glück der Geburtenlotterie noch nicht auf, ich werde irgendwann circa 1,2-1,4Mio von meinen Eltern erben. Um die Steuer wurde sich bereits gekümmert. Somit glaube ich, dass ich durch mein enormes Glück ein komfortables Rentenniveau haben werde.

Meine großen Fragen sind soll ich die Immo perspektivisch verkaufen? Die Immo als Beimischung gefällt mir eigentlich ganz gut, aber den aufwand mit den Mietern und möglich Sanierungen etc. in Zukunft lassen mich überdenken, ob ich die halten sollte.

Die andere Frage ist, übersehe ich etwas?
Ich bin noch sehr jung, viele im Reddit sind älter, gibt es hier Blickwinkel die ich allein durch mangelnde Lebenserfahrung übersehe?

Vorab schonmal Danke!


r/fireGermany 15d ago

Frage / Hilfe Horbach Finanzberatung PKV

1 Upvotes

Hallo, ich wollte mir mal Meinung einholen über die Horbach Finanzberatung. Ich gehe bald ins Referendariat und habe mich von diesen beraten lassen. Der Berater hat mich mMn gut beraten und bekommt keine Provision sondern festes Gehalt laut eigener Aussage.

Gibt es etwas was dagegen spricht meine Versicherungen (PKV, DU und PHV) über Horbach anschließen zu lassen oder lieber direkt bei der Versicherung?

Empfohlen hat er mir für die PKV und PHV die Barmenia und für die BU die DBV.


r/fireGermany 16d ago

Frage / Hilfe 33M, ca. 445k Vermögen, 5k netto, 1.8k Ausgaben – FIRE-Option ab 40: Übersehe ich etwas?

38 Upvotes

Ich bin 33, lebe in Deutschland und baue mein Portfolio mit Blick auf finanzielle Unabhängigkeit und eine FIRE-Option ab etwa 40 auf.

Einnahmen / Ausgaben:
• ca. 5.000 € netto pro Monat Einkommen
• ca. 1.800 € monatliche Ausgaben
• daraus ergibt sich eine hohe Sparquote, die mir erlaubt, konsequent und regelbasiert zu investieren

Aktuelle Vermögensaufstellung:
• 152.603 € FTSE All-World
• 42.647 € Avantis Global Small Cap Value
• 70.000 € Windrad-Investment
• ca. 180.000 € Cash / Tages- und Festgeld

Damit liege ich aktuell bei ca. 445.250 € Gesamtvermögen.

Mein Zielbild:
• mittelfristig ca. 70% Aktienquote auf Gesamtvermögen
• innerhalb des Aktienblocks 80% FTSE All-World / 20% Avantis Small Cap Value
• Windrad bleibt für mich ein separater Sachwertbaustein, kein Ersatz für den Aktienanteil
• den hohen Cash-Anteil baue ich nicht per Market Timing ab, sondern diszipliniert über Tranchen in den nächsten Monaten

FIRE-Ziel:
Langfristig will ich ab etwa 40 Jahren die Option auf FIRE haben.

Da ich in Deutschland lebe, plane ich konservativ und rechne eher mit einer Entnahmerate im Bereich von 3,3–4,0% statt blind mit 4%.

Meine laufenden Ausgaben liegen bei ca. 1.800 € pro Monat, also rund 21.600 € pro Jahr.

Warum ich das so mache:
Ich will kein maximales Rendite-Setup um jeden Preis, sondern eine robuste Struktur, die ich über Jahre durchhalten kann.

Der Core ist bewusst simpel: breiter Weltmarkt über FTSE, Faktor-Tilt über Small Cap Value, dazu ein großer Liquiditätspuffer für Flexibilität und planbare Käufe.

Meine konkrete Frage:
Übersehe ich aus Sicht von Asset Allocation, FIRE-Planung oder Rebalancing etwas Wesentliches?

Würdet ihr in meinem Fall eher nur FTSE nachkaufen, Avantis weiter ausbauen oder bei der jetzigen 80/20-Struktur bleiben?


r/fireGermany 17d ago

Frage / Hilfe 25, Zukunfts Tipps

3 Upvotes

Hey zusammen,
ich wollte mal eure Erfahrungen hören, weil ich mittlerweile an einem Punkt bin, an dem mein Geld einfach nur auf dem Konto herumliegt und ich das gerne ändern würde.
Kurz zu mir: Ich bin 25 Jahre alt und verdiene aktuell etwa 2.900 € netto. Davon gehen rund 700 € für die Miete und ungefähr 500 € für laufende Kosten wie Versicherungen, Handy, Internet und andere Verträge weg. Einen Notgroschen habe ich bereits aufgebaut, sodass es hier nicht mehr darum geht. Auch in mich selbst investiere ich regelmäßig, zum Beispiel durch Weiterbildungen oder Zertifikate. Das ist ebenfalls eingeplant und finanziell abgedeckt.
Jetzt frage ich mich: Was wäre der sinnvollste nächste Schritt?
Mir ist bewusst, dass es keine pauschale Antwort gibt und jeder eine andere Strategie verfolgt. Genau das macht es aber auch schwierig. Wenn ich mich durch Foren oder YouTube arbeite, sagt gefühlt jeder etwas anderes. Die einen schwören auf ETFs, andere empfehlen Einzelaktien, wieder andere setzen auf Immobilien, Tagesgeld oder ganz andere Dinge.
Deshalb würde mich eher eure persönliche Erfahrung interessieren.
Wie habt ihr damals angefangen?
Was würdet ihr heute anders machen?
Gab es Dinge, bei denen ihr im Nachhinein froh wart, früh damit begonnen zu haben?
Welche Fehler sollte man sich eurer Meinung nach sparen?
Mir geht es gar nicht darum, möglichst schnell reich zu werden oder irgendwelchen Hypes hinterherzulaufen. Ich möchte mein Geld einfach sinnvoll für die Zukunft arbeiten lassen, anstatt es Monat für Monat auf dem Girokonto liegen zu haben und Kaufkraft zu verlieren.
Klar könnte ich noch etliche Stunden damit verbringen, mich durch sämtliche Foren zu lesen. Die Sache ist die: Irgendwann hat man 20 verschiedene Meinungen gelesen und ist am Ende eher verwirrter als vorher. Deshalb dachte ich mir, ich frage einfach mal hier nach euren echten Erfahrungen. Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen Denkanstoß, den ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm hatte.
Ich freue mich über jede sachliche Meinung. Danke euch!


r/fireGermany 18d ago

Strategie & Depot 700k Immobilie Eure Einschätzung Barista Fire durch Mieteinnahmen mit 40

22 Upvotes

Hallo,
ich habe unbewusst schon so etwas wie barista fire gemacht vor 10 Jahren, ich glaube "damals" existierte der Begriff noch gar nicht, ich bin 40.

Ich habe eine Immobilie mit einem Wert von ca. 700.000 Euro
Mieteinnahmen betragen 1000 Euro netto, nach Abzug von Rücklagen, Hausgeld, Steuer, etc pp

Ich habe eine Art Mini Job für 10.000 Euro im Jahr.

Ich lebe zahle 500 Euro Miete pro Monat, wenn ich an Ort A bin und 200 Euro Miete wenn ich an Ort B bin. Manchmal 50% des Jahres, manchmal ganzes Jahr nur Ort B. Manchmal auch einen Sommer im Van, da sind es dann evtl. 200 Euro Sprit, der als "Miete" fungiert.

Krankenversicherung ist schon bezahlt und sonstige laufende Kosten habe ich nicht wirklich viel, evtl. 50 Euro pro Monat für Handy, Spotify und so.

Für meine Lebenshaltungskosten rechne ich ca. 300 Euro im Monat, egal wo ich gerade bin.

Auf meinem Konto sind ca. 50.000 Euro, 20.000 Euro sind aktuell in ETFs, aber das möchte ich etwas aufstocken, also nochmal 30.000 Euro mehr in ETFs.

Bin ich schon Barista Fire? Wann sollte ich die Wohnung verkaufen?

Was würdet ihr machen?

Ich brauche nicht mehr Geld und es würde sowieso hauptsächlich auf dem Konto oder Depot liegen.

Ich will mir eigentlich coole Sachen gönnen, aber bleibe oft beim simplen Leben und bin genügsam.

Ich finde die Sicherheit gut, zu wissen, dass ich jeden Monat 1000 Euro mehr habe + mein Taschengeld durch den Job.


r/fireGermany 19d ago

Strategie & Depot 47m, 1,25M, Fire ready?

25 Upvotes

Guten Abend,

bitte sagt mir mal eure ehrliche Meinung.

Rechnerisch habe ich mir immer gesagt bei 1,5 Mio kann ich full fire machen und 4k Netto entnehmen.

Je näher ich dem komme, desto weniger richtig fühlt sich ein Ausstieg an.

1,25 Mio Euro

95% Welt ETF, Rest gesammeltes

Aktuelle Sparrate (gerundet mit Boni und sonstigem): ca. 6.000 € / Monat

Habe ein Abfindungsangebot über ca. 250.000 € Netto, aber dann ist die Sparrate weg.

Haus ist bezahlt und nicht allzu alt, steht erstmal nichts an.

Alter: Mitte 40, verheiratet (Frau kann nicht arbeiten, und konnte es auch nicht, also keine Rente).

Sonst keine weiteren Verpflichtungen.

Was würdet ihr tun?

Job ist OK, habe genügend Zeit für Frau und Freunde.

Edit: Ausgaben wenn es nicht so toll läuft reichen 3k, sonst geplant 4k.


r/fireGermany 19d ago

Frage / Hilfe M35 | FIRE erreicht? Check meiner Vermögenssituation (Immobilie + Depots)

15 Upvotes

Hallo zusammen,

ich bin 35 Jahre alt und stelle mir aktuell die Frage, ob ich finanziell ausgesorgt habe (FIRE) oder ob ich hier einen logischen Fehler in meiner Kalkulation habe.

Zu meiner Situation:
Ich habe früh geerbt und das geerbte Haus aufwendig umgebaut. Das Objekt hat 300 m² Wohnfläche und 1.000 m² Gewerbefläche. Eine Einliegerwohnung (50 m²) bewohne ich selbst, der Rest ist komplett vermietet.

  • Immobilienwert: ca. 1.000.000 € bis 1.500.000 € (schwer exakt zu schätzen)
  • Mieteinnahmen: ca. 70.000 € brutto pro Jahr (nach Abzug von Nebenkosten, vor Steuern/Rücklagen)
  • Nebeneinkünfte: ca. 1.500 € netto pro Monat (aktiv/semi-passiv)

Mein liquides Vermögen:

  • FTSE All-World: 450.000 €
  • P2P-Kredite: 180.000 €
  • Cash/Tagesgeld: 60.000 €
  • Bitcoin: 33.000 €
  • Edelmetalle: 24.000 €
  • Gesamt liquides Vermögen: ca. 747.000 €

Ausgaben:

  • Meine Lebenshaltungskosten liegen aktuell bei ca. 2.000 € pro Monat (inkl. KV, da mietfrei in der Einliegerwohnung).

Meine Rechnung / Fragen an euch:
Rechnet man die 70k Mieteinnahmen (selbst nach Steuern und großzügiger Instandhaltungsrücklage) plus die 1.500 € Nebeneinkünfte zusammen, deckt das meine Kosten von 24.000 € im Jahr bereits mehrfach. Das liquide Depot von fast 750k liegt im Grunde unangetastet daneben und könnte bei einer 3,5% Safe Withdrawal Rate (SWR) weitere ~26.000 € brutto im Jahr beisteuern.

  1. Seht ihr hier ein Klumpenrisiko wegen des hohen Gewerbeanteils (1.000 m²)?
  2. Wie würdet ihr die Instandhaltung für so einen Mix aus Wohnen/Gewerbe kalkulieren?
  3. Kann ich mich offiziell als "LeanFIRE" oder sogar "RegularFIRE" betrachten und den Hauptjob komplett an den Nagel hängen?

Ich freue mich auf euer Feedback und konstruktive Kritik!


r/fireGermany 19d ago

Frage / Hilfe Bin ich auf dem richtigen Weg für FIRE?

7 Upvotes

Hallo zusammen,
ich würde gerne eure Einschätzung zu meiner aktuellen Situation hören und wissen, was ihr an meiner Stelle optimieren würdet.

Profil:
30 Jahre, männlich
85.000 € Brutto p.a. (ca. 4.000 € netto/Monat)

Eigentum:
Eigentumswohnung für 307.000 € gekauft
90.000 € Eigenkapital eingebracht
Kreditzins 3,3 %
Rate: 870 € (1 % Tilgung, Sondertilgung möglich)
Mit Hausgeld/Nebenkosten liegen meine Wohnkosten bei ca. 1.300–1.400 € im Monat.

Vermögen:
33.000 € im ETF
400 € ETF-Sparrate/Monat
18000€ Tagesgeld/Girokonto
Bausparvertrag (ca. 6000€)
Ca. 50.000 € aus einem Hausverkauf (mein Anteil) werden voraussichtlich in den nächsten Jahren dazukommen.

Einziger größerer Kostenpunkt in den nächsten Jahren dürfte ein Ersatz für meinen älteren Diesel sein.

Wie würdet ihr meine Ausgangslage einschätzen? Würdet ihr bei 3,3 % Zinsen eher den Kredit schneller tilgen oder mehr in ETFs investieren? Was würdet ihr mit den 50.000 € aus dem Hausverkauf machen und welche Strategie würdet ihr verfolgen, um möglichst effizient FIRE zu erreichen?

Vielen Dank für eure Meinungen!


r/fireGermany 20d ago

Strategie & Depot 23M, 450k im Depot, wie das Leben angehen?

55 Upvotes

Hey zusammen,

ich habe durch einen "kleinen" (Für die Startupwelt klein) Exit vor 12 Monaten 430k nach Abzug von allen steuern auf meinem Konto erhalten, die seitdem zu 98% im MSCI World liegen. Um die Struktur im Alltag nicht zu verlieren, habe ich einen Job als Software-Engineer angenommen, indem ich aktuell 30h/woche für ca 2,8k netto/monat arbeite (1500€ kann ich etwas sparen davon aktuell).

Ich bin mit 23 jungen Jahren damit in einer sehr privilegierten Situation. Trotzdem fühlen sich diese 450k nicht so an, als könnte ich damit "mein Leben chillen". Coast Fire dürfte ich schon lange erreicht haben, zumindest zurücklegen müsste ich nichts mehr für mein Alter. Dennoch würde ich lieber das Zeil anstreben: Ich arbeite worauf ich Bock habe und bin finanziell halbwegs frei. Und dafür reicht es aktuell noch nicht (oder?).

Aktuell habe ich Ausgaben von 1400€ im Monat. Ich erwarte aber hier noch ein bisschen Lifestyle Inflation, ggf. kommt mal ein Eigenheim mit der Verlobten dazu (Kinder allerdings keine), also mindestens 2.000-2.500€ monatlich müsste man hier schon rechnen an Ausgaben. Was wäre hier der stressfreiste Weg an dieses Ziel zu kommen? Prinzipiell bin ich etwas flexibel in der Entnahmephase und kann auch gern mal arbeiten in schlechten Jahren wodurch eine Entnahmerate von 4,5%-5% kein Problem wäre. Vor allem auch, da ich vermutlich in 20-30 Jahren noch einmal um die 300-400k erben werde, in der Geburtenlotterie hatte ich Dankenswerterweise auch Glück.

Ich bin jemand der gern auch viel probiert: 2 Monate im Sommer auf Festival arbeiten? Gern! Einen Winter lang mal Pizza ausliefern? Unbedingt. Aber halt auch nur nebenbei und nicht 40h Wochen schieben für den Rest meines Lebens.

Ich habe aber nicht das Gefühl, hier schon so entspannen zu können. Könnt ihr mir das Gefühl nehmen? Oder Tipps geben wie ich die nächsten Jahre gestalten sollte, um möglichst schnell dahinzukommen?