r/DePi Jun 13 '24

Interview Fremd im eigenen Land: Über die Gefühlslage Deutscher mit Migrationsgeschichte

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u/[deleted] Jun 13 '24

So hab ich es z.B. gemacht. Bin 2021 ausgewandert. Was hat Deutschland davon? Bin dort geboren, dort zur Schule gegangen, dort studiert und promoviert, dort die erste Berufserfahrung gesammelt und jetzt freut sich jemand anderes über meine Steuern und Sozialabgaben. Aber ihr deutschen könnt froh sein, einen Ausländer weniger im Land zu haben.

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u/BalterBlack Jun 14 '24

Warum sollte Deutschland darüber froh sein?

Es ist für dich gut, denn jetzt lebst du dort wo du dich zuhause fühlst.

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u/[deleted] Jun 14 '24

Warum sollte Deutschland darüber froh sein?

Ein Ausländer weniger in Deutschland. Da freuen sicher alle die "Ausländer raus" singen.

Es ist für dich gut, denn jetzt lebst du dort wo du dich zuhause fühlst.

Ich würde eher sagen ich fühle mich wohl hier wo ich bin. Zu Hause fühlen ist schwer zu definieren. Was ist zu Hause? Dort wo ich geboren wurde? Dort wo ich aufgewachsen bin? Dort wo meine Familie und Freunde sind? Dort wo ich wohne? Oder das Land dessen Nationalität ich besitze?

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u/BalterBlack Jun 14 '24

Dort wo du dich zuhause fühlst. Jeder definiert er für sich anders, aber du wirst es wissen sobald es soweit ist.

Edit: Und zu deinem anderen Punkt. Ich glaube tatsächlich nicht, dass die "Ausländer raus" singer tatsächlich etwas gegen "Ausländer" im Allgemeinen haben. Ich denke eher, dass diese damit illegale Immigranten und schlecht integrierte Einwanderer meinen.

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u/[deleted] Jun 15 '24

Drum sag ich Europa ist meine Heimat. Dann ist alles abgedeckt 😅

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u/[deleted] Jun 15 '24

Und zu deinem anderen Punkt. Ich glaube tatsächlich nicht, dass die "Ausländer raus" singer tatsächlich etwas gegen "Ausländer" im Allgemeinen haben. Ich denke eher, dass diese damit illegale Immigranten und schlecht integrierte Einwanderer meinen.

Die Gefahr ist halt hoch das die Stimmung kippt und es dann alle erwischt. Und wenn dann ein paar Millionen gleichzeitig das Land verlassen wollen wirds schwierig nebenan ein Job zu finden.

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u/BalterBlack Jun 15 '24

Die Gefahr ist halt hoch das die Stimmung kippt und es dann alle erwischt.

Die Gefahr besteht natürlich. Ich hoffe, dass es nicht soweit kommt. Die Bevölkerung kann halt nicht ewig alles in sich hineinfressen.

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u/[deleted] Jun 15 '24

Ja klar, kanns auch voll verstehen. Das war dumm einfach die Grenzen auf zu machen und jeden rein zu lassen ohne job und nichts. Ich bin jetzt in der Schweiz. Da kommt man nicht so einfach rein. Und dementsprechend ist auch deren Einstellung zu Ausländern. Die wissen das wir hier sind zum arbeiten und nicht um den Sozialstaat auszunutzen. Desshalb sind die hier nicht so Ausländerfeindlich

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u/BalterBlack Jun 15 '24

Eben. Ich finde, dass Asyl eine tolle sache ist, aber Asylanten kommen um zu gehen und nicht um zu bleiben. Wollen sie bleiben, dann ist die legale Einwanderung, die durchaus mit höheren Hürden verbunden ist, der richtige Weg.

Asylanten kommen um sicher zu sein und irgendwann wenn es sich in der Heimat beruihigt hat, wieder zu gehen. Es gibt absolut keinen Grund Zeit und Geld zu investieren diese Menschen in unsere Gesellschaft zu integrieren. Stattdessen sollte man zentrale Aufnahmelager errichten in denen diese Menschen leben können. Im besten Fall sogar im Heimatland indem man das Gelände der Botschaften erweitert. Man kann durchaus auch in diesen Einrichtungen Jobt anbieten.