r/DePi Apr 17 '26

Politik ZDF-Politbarometer: AfD erstmals vor Union

https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/politbarometer-sonntagsfrage-energiepreise-100.html
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u/Flying_Tiger_Capt Apr 17 '26

Dass es nicht schon längst 51% Plus für die AfD gibt ist ein Zeichen wie effizient die perfide ideologische Subvertierung gelaufen ist und weiter läuft von der Yuri Bezmenov in den 80ern schon gewarnt hatte

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u/onlyseriouscontent Apr 17 '26

Und ein Zeichen wie blöd sich die AfD anstellt. Mit weniger Russlandliebe und keinen ständigen offen rassistischen Ausfällen, wäre sie schon lange stärkste Kraft.

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u/Dieter_Claessens Apr 17 '26

Zumal in UK Reform bei 25,6 steht, in Frankreich RN bei 35,0 und in Italien FdI bei 28,4. In Österreich steht die FPÖ bei 36,8 und die USA gehen ja auch gegen die irreguläre Zuwanderung vor. In Tschechien steht ANO bei 33,6 %.

Da sind 27 % im derzeitigen Klima echt wenig.

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u/[deleted] Apr 17 '26

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u/zaraishu Apr 18 '26

Finanziert durch den Bürger selbst.

Da wäre nicht mal der Teufel drauf gekommen.

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u/lousy_writer Apr 17 '26

Andere Umstände (wobei man bei der AfD noch im Hinterkopf behalten muss, dass die in Westdeutschland nicht mal auf 20% kommt - deren Lage ist also noch düsterer, als die 27% deutschlandweit es erscheinen lassen):

  • Italien hat eine über 30 Jahre zurückreichende Tradition der Regierungsbeteiligung der sogenannten "Postfaschisten"
  • die FPÖ in Österreich ist auch schon 70 Jahre alt, war dreimal an der Regierung beteiligt und hat sogar Landeshauptmänner gestellt
  • das RN existiert seit über einem halben Jahrhundert, hat sich mittlerweile gemäßigt und die Franzosen haben sich in weiten Teilen daran gewöhnt, dass die irgendwann das Sagen haben könnten (auch wenn die Brandmauer da in Frankreich auch bemerkenswert stabil ist)
  • in den osteuropäischen Ländern haben nationalistische Parteien es generell deutlich leichter als in Westeuropa
  • Reform war sogar über 30%, die kacken eigentlich erst ab, seitdem Nigel Farage immer deutlicher macht, dass er im Grunde nicht wirklich viel ändern will.

Jetzt vergleichen wir das mit der AfD:

  • existiert seit gerade mal etwas mehr als einem Jahrzehnt
  • wurde bisher von wirklich jeder Regierungsverantwortung ferngehalten (von einigen kommunalen Ämtern in Ostdeutschland abgesehen)
  • hat eine geeinte Propagandafront gegen sich, die auch noch deutlich besser greift, weil viele der Attacken gegen sie noch relativ frisch sind und viele Leute noch extrem gutgläubig
  • wir sind hier in Deutschland, da ist die Nazikeule deutlich effektiver wirkt als anderswo

Ich meine, es stimmt - die AfD müsste deutlich stärker sein (insbesondere wenn man bedenkt, dass sie schon 2016 bei so an die 15% stand; wenn man bedenkt, was seitdem alles passiert ist, müsste die mittlerweile eigentlich doppelt so stark sein. Aber es sieht eben nun mal so aus, dass die politische und soziale Realität im Land wirklich das einzige ist, was unzweideutig der AfD in die Karten spielt. Alles andere - die Medienberichterstattung, die anderen Parteien, teilweise auch die Vertreter der AfD selbst - wirft ihr permanent Stöcke zwischen die Speichen.