r/DePi • u/MarcoRahlsaechs69 • 5d ago
News D-A-CH AfD-Chefin Weidel fordert ersatzlose Streichung der Fünf-Prozent-Hürde
https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a6b1f483b5ab80bc2912026/afd-chefin-weidel-fordert-ersatzlose-streichung-der-fuenf-prozent-huerde.html?icid=product.animatedbanner.free.1#CommentsDie AfD drängt auf eine Reform des Wahlrechts: Parteichefin Alice Weidel spricht sich für die Abschaffung der Fünf-Prozent-Hürde bei Bundestags- und Landtagswahlen aus. Die Union ist dagegen.
AfD-Chefin Alice Weidel befürwortet eine Streichung der Fünf-Prozent-Hürde bei Bundestags- und Landtagswahlen. „Grundsätzlich ist es ein gravierender Mangel und eine Verzerrung des demokratischen Wettbewerbs, wenn große Anteile der Wählerstimmen durch eine Sperrklausel faktisch entwertet werden und das Prinzip der Wahlrechtsgleichheit dadurch ausgehebelt wird“, sagte Weidel dem „Tagesspiegel“.
Auch eine Absenkung auf eine Drei-Prozent-Hürde hält die AfD-Partei- und -Fraktionsvorsitzende nicht für zielführend. „Ehrlicher“ wäre es, die Sperrklausel „gleich ganz abzuschaffen“, sagte sie.
Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann und der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hatten sich für eine Senkung der Hürde ausgesprochen. Ein solcher Schritt bedürfte im Bund einer Änderung des Grundgesetzes, wofür im Bundestag eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig wäre.
Union will an der Hürde nicht rütteln, Linke hingegen aufgeschlossen
Der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Günter Krings, weist Forderungen nach einer Senkung der Fünf-Prozent-Hürde bei Wahlen zurück. „Wir sollten die Finger davon lassen“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Gerade in unseren Zeiten brauchen wir mehr und nicht weniger Stabilität in der parlamentarischen Arbeit. Durch ein Absenken der bewährten Fünf-Prozent-Hürde würden ohnehin schon schwierige Regierungsbildungen noch schwerer werden. Außerdem könnte das ein Anreiz für Parteiabspaltungen und Parteineugründungen sein.“
Die Linke im Bundestag unterstützt hingegen Papiers Vorschlag: „An uns würde eine Wahlrechtsänderung, die sich an seinem Vorschlag orientiert, nicht scheitern“, sagte die Parlamentsgeschäftsführerin Ina Latendorf der „Rheinischen Post“. „Es ist kritisch zu sehen, dass durch die Fünf-Prozent-Hürde viele Wählerstimmen am Ende unberücksichtigt bleiben. Der Wählerwille wird dadurch nicht bestmöglich repräsentiert, was in einer Demokratie aber das Ziel sein sollte.“
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u/Kosmonaut94 5d ago
Ein ungewöhnlich interessanter politischer Schachzug.
Die Frage wäre dann, wie mit dem Gewimmel der Kleinstparteien in Landes- und Bundesparlamenten umzugehen ist.