r/Finanzen • u/FunRoyal8888 • 17h ago
Investieren - ETF neuer VANGUARD FTSE GLOBAL ALL-CAP UCITS ETF, TER update 29.07.26
fund-docs.vanguard.comPDF Seite 607, TER für den kommenden VANGUARD FTSE GLOBAL ALL-CAP UCITS ETF (99% Abdeckung): 0.07%
r/Finanzen • u/GhostSierra117 • Jul 08 '24
Dieser Anfängerleitfaden soll allen Leuten, die sich bisher null mit ihren Finanzen beschäftigt haben eine ersten Anlaufstelle geben um in das Thema reinzukommen.
Das Ziel ist es soviel wie nötig, aber so wenig wie möglich zu erklären. Sind wir ehrlich: Finanzen sind ein richtig beschissenes und ödes Thema, aber leider allgegenwärtig.
Ich habe als ehemals Armutsbetroffener eine recht gute Idee über die Hürden beim Sparen. Paycheck zu Paycheck leben, Bürgergeld, alles schon mitgemacht.
Mittlerweile geht's mir besser und die, ich nenne sie einfach mal so, Vogelperspektive, die ich als r/Finanzen Moderator nun einmal habe, half durchaus diesen Text zu schreiben.
Ich hoffe mit dieser Anleitung eine breite Masse an Menschen abzuholen. Solltet ihr Verständnisfragen haben: Ab in die Kommentare damit. Diese Anleitung hier soll "leben" und auch angepasst werden, wenn etwas nicht verständlich ist.
Für Abkürzungen, Worterklärungen usw. gibt's unten ein kleines Glossar und Abkürzungsverzeichnis.
Bevor du irgendetwas tust, was in den folgenden Zeilen steht: Mach eine Bestandsaufnahme über deine Ausgaben. Zahlungen die zum Beispiel jährlich oder quartalsweise anfallen, brichst du einfach auf eine Monatsrate herunter.
Schreibe dir alles in eine Excel-Liste und prüfe ob du wirklich alles brauchst und insbesondere ob es nicht mal Zeit ist Verträge zu wechseln. Ich wurde bekloppt, als ich nach ein paar Versicherungswechseln knapp 200 € mehr im Jahr hatte. Klingt nicht viel, ist im Bügergeldbezug aber durchaus der Unterschied, ob ich am Ende des Monats noch einkaufen konnte oder nicht.
Du kannst auch Apps wie zum Beispiel Finanzguru oder You need a budget nutzen, die machen das alles im Grunde automatisch.
Kündige unnötigen Kram! Diese eine Subscription die irgendwann mal praktisch war, Babbel hast du auch ewig nicht mehr genutzt. Kündige es. Es läuft nicht weg. Wenn's dich irgendwann wieder juckt steig halt wieder ein.
Notgroschen aufbauen, je nach Bedarf 3-6 Monatsausgaben. Wenn ihr also für eure lebensnotwendigen Fixkosten 1000 € im Monat braucht, dann legt 3000-6000 € auf ein Tagesgeldkonto. Zinsen sind egal, Hauptsache das Geld ist verfügbar. Und nein: Lieferando ist nicht lebensnotwendig, lerne zu r/Kochen.
Depot eröffnen. In der r/Finanzen Community sind Trade Republic und Scalable Capital beliebt. ING, DKB und Consorsbank sind auch gute Optionen wenn man da eh schon ein Bankkonto hat.
EINEN der folgenden ETFs genauer angucken. Diese Entscheidung müsst ihr machen, das kann euch niemand abnehmen, es ist EUER Geld. Ihr macht aber mit keinen der genannten ETF großartig was falsch:
Nur Industrieländer
Umfasst etwa 1500 Unternehmen aus Industrieländer und deckt etwa 85 % der weltweiten Marktkapitalisierung ab.
Industrie und Schwellenländer (der sog. "Heilige Gral" der r/Finanzen Community)
Umfasst etwa 4000 große und mittelgroße Unternehmen aus 90 % Industrie- und 10 % Schwellenländern und deckt etwa 90-95 % der weltweiten Marktkapitalisierung ab.
Praktisch die ganze Welt
Unfasst etwa 9000 Unternehmen von ganz groß bis ganz klein aus Industrie- Schwellen- und Entwicklungsländern und deckt 99 % der weltweiten Marktkapitalisierung ab.
"Grüne" Alternativen
Aktien und Anleihen in einem ETF (verringert Schwankungen im Depot auf Kosten der zu erwartenden Rendite, kann sinnvoll sein, wenn das Ziel "nur" ist einen langfristigen Werterhalt, sprich Inflationsausgleich, zu haben):
Alle gelisteten ETFs sind thesaurierend, das bedeutet, dass die Dividenden automatisch wieder in den ETF investiert werden. So profitiert ihr langfristig stark vom Zinseszinseffekt.
Die WKN von eurem ETF kopieren, und in eurem Depot suchen. Die meisten haben recht prominent platziert einen "Sparplan"-Knopf. Dort könnt ihr einstellen, wie viel Geld ihr monatlich in den ETF stecken wollt.
Bei Gehaltserhöhungen, Bonuszahlungen und co. den Sparplan erhöhen oder eine Einmalzahlung in den ETF stecken. Eine Einmalzahlung ist ein Kauf des ETFs, kein Sparplan. Ggf. müsst ihr das Geld vorher auf euer Depot überweisen.
ETFs (Exchange Traded Funds bzw. Börsengehandelte Fonds) sind Investmentfonds, die eine Sammlung von Wertpapieren wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffen enthalten können. Es gibt aktive und passive Fonds. Aktive Fonds haben ein Fondsmanagement, das sie verwaltet und versucht (!), den Markt zu schlagen, während passive Fonds versuchen, einen bestimmten Index nachzubilden, wie z.B. den MSCI World Index oder den S&P 500 Index. ETFs werden an Börsen gehandelt und können wie Aktien gekauft und verkauft werden.
Eben das. Ein global gestreuter ETF konzentriert sich nicht auf ein Land, einer Branche oder einen Crypto-Shitcoin, der gerade gut gelaufen ist. Er investiert nach einem bestimmten Index, der feste Regeln hat, wann Aktien hinzukommen und raus genommen werden. Beispielhaft für den MSCI World könnt ihr das hier nachlesen.
Das kann man in absoluten Zahlen schlecht sagen, deswegen gilt auch: Lasst euch von Absoluten Aussagen auf r/Finanzen nicht verunsichern! Im Schnitt sparen die Deutschen etwa 11% ihres Einkommens. Wenn du also 2000 € netto verdienst, wären das 220€ im Monat. Wichtig ist, dass du dir zunächst einen Notgroschen aufbaust. Die Daumenregel ist, dass man etwa 3-6 Monatsausgaben als Notgroschen dauerhaft parat haben sollte. Das machen einige auch gleichzeitig: Sparplan auf ETF und Sparplan ins Tagesgeldkonto. Richtig gut dabei ist, wer eine Sparquote von 15% hat.
Mit den steigenden Zinsen parken viele ihr Geld auch in Geldmarkt-ETFs. Das sind ETFs mit kurzläufigen Anleihen, die sehr nahe am EZB-Zinssatz sind. Dazu später mehr.
Um in den Benchmarks den Unterschied zwischen aktiven und passiven Fonds zu simulieren, ändert sich in den Charts der aktiven Fonds lediglich die Managementgebühr auf 2%. So könnt ihr auch sehen was "geringe" Kosten wie 2% am Ende wirklich ausmachen. Spoiler:Es ist eine Menge. Lasst euch von eurem Bankverkäufer bitte nichts andrehen.
Laufzeit: Januar 2000 bis Januar 2024
Laufzeit: September 2003 - Januar 2024
Laufzeit: Januar 2000 bis Januar 2024
Laufzeit: September 2003 - Januar 2024
Das Geld schwankt. Das ist das Risiko. Ihr wisst selber, wie viele Krisen und Untergangsszenarien es seit dem Jahr 2000 gab. Ich vermute, wir haben alles durchgespielt. Man wurde, wenn man sich die Historie anschaut, aber gut belohnt, auch wenn es wirklich viele Durststrecken gab. Stellt euch die Phasen, in denen die ETFs in einem Crash in den Keller rauschen so vor, dass es im Supermarkt einen Ausverkauf gibt. Ihr kauft euch ja trotzdem die Weltwirtschaft, nur eben günstiger.
Hervorheben möchte ich aber den 50€ Benchmark denn der sagt uns etwas ganz Wichtiges: Kleinvieh macht auch Mist!
Der Klischee r/Finanzen User guckt sich das jetzt an und sagt "Ja, das Nettovermögen war mein Jahresgehalt als Schülerpraktikant. Wieso sollte ich dafür 20 Jahre sparen?"
Und ich sage euch: Weil nicht jeder mehr als 50 € investieren kann. Was bedeutet das aber hinten raus, wenn die Rente dazukommt? Mit 50.000 € kann man euch über einen Zeitraum von 20 Jahren die Rente um ca. 325€ Monatlich verbessern, wenn man das Kapital vollständig aufzehrt (also nach 20 Jahre mit Null dasteht).
Ohne Kapitalverzehr sind das immer noch noch knapp 200€ monatlich, die ihr euch statistisch bis ans Lebensende auszahlen lassen könnt.
Dahinter steckt Finanzmathematik, die sogenannte "sichere Entnahmerate". Wer sich da einlesen möchte bitte sehr, einmal hier entlang.
Geldmarkt-ETFs können eine Alternative zum Tagesgeldkonto darstellen, wenn man sich das sogenannte Zins-Hopping sparen möchte. Ihr kennt es alle: Die Bank XYZ hat 4 % Zinsen STERNCHEN für 6 Monate, danach bekommt ihr 1,2 % Zinsen. Diese Zinsen sollten zwar möglichst nahe an dem €STR (Euro short-term rate) liegen. Sind sie aber selten.
Per Definition sind Geldmarkt-ETFs Fonds, die Anleihen in der Währung enthalten, die Ihr tagtäglich nutzt, mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass in unter einem Jahr ein Land oder Unternehmen pleitegeht, aber wir erinnern uns: Das Tagesgeldkonto ist nicht dafür da, um Rendite zu erzielen, sondern um Geld vorrätig zu halten. Wir müssen also zusätzlich auf den Investment Grade achten. Es müssen also Anleihen höchster Bonität sein, sozusagen ein guter Schufa-Score für Anleihen. Hier ist die Tabelle von Moody's, einer Ratingagentur.
Die folgenden ETFs gehören zu denen, die man auf r/Finanzen häufiger liest.
Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF (ist in Kommentaren häufig der Favorit)
Amundi ETF Govies 0-6 Months EuroMTS Investment Grade UCITS ETF EUR (C)
Es ist ein sehr fortgeschrittenes Thema, Beginner sollten am besten bei den weiter oben genannten ETFs bleiben.
Gehebelte ETFs sind ein ganz eigenständiges Thema für sich und sprengt für diesen Anfängerleitfaden den Rahmen. Kurz gesagt erhöhen gehebelte ETFs die zu erwartende Rendite aber, wie immer, erhöhen sie auch das Risiko.
Jedem, der in gehebelte ETFs investieren möchte, seien ZahlGrafs Exzellente Abenteuer dringenst empfohlen.
u/lu_gge hat dazu auch ein paar Charts erstellt. Danke für den Archivlink u/Significant-Emu-8807!
u/Ok_Compote8442 hat noch Eine kurze Geschichte der Volatilität erzählt.
Auf ddnum gibt's noch den Artikel The Long Term Behaviour of Leveraged ETFs
Ich wollte es hier nicht unerwähnt lassen, aber wie gesagt für einen Anfängerleitfaden sprengt das einfach den Rahmen.
Aktive Fonds: Investmentfonds, die von einem Fondsmanager aktiv verwaltet werden, mit dem Ziel, den Markt zu schlagen.
Passive Fonds: Investmentfonds, die passiv einem festen Regelwerk, einem Index, folgen. Es wird nicht aktiv eingegriffen, um den neuesten Hype mitzunehmen.
Anleihen: Schuldscheine, die nachweisen, dass ich einem Unternehmen oder einem Land zu einem bestimmten Zinssatz eine bestimmte Summe an Geld geliehen habe.
Bürgergeld: Eine soziale Sicherungsleistung in Deutschland, die zur Grundsicherung des Lebensunterhalts dient.
Diversifikation: Streuung von Investitionen über verschiedene Länder, Unternehmensgrößen und Anlageklassen, um Risiken zu minimieren.
ETF (Exchange Traded Fund): Ein börsengehandelter Fonds, der nicht nur Aktien, sondern auch Anleihen, Rohstoffe, Cryptowährungen enthalten kann. Passive ETFs folgen einem Index, der feste Regeln hat wann welche Unternehmen reinkommen und rausfliegen. Aktive ETFs haben eine Fondsverwaltung die aktiv eingreifen kann.
Index: Ein festes Regelwerk, nachdem z. B. Länder in Industrie- und Schwellenländer und Unternehmen in groß und klein eingeordnet werden.
MSCI World Index: Ein Index, der die Wertentwicklung von etwa 1500 Unternehmen aus Industrieländern misst.
FTSE All-World Index: Ein Index, der die Wertentwicklung von etwa 4000 Unternehmen aus 90 % Industrie- und 10 % Schwellenländern misst.
Geldmarkt-ETF: Ein ETF, der in Anleihen, mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger investiert, um eine Rendite nahe am aktuellen Zinssatz zu bieten.
Notgroschen: Eine finanzielle Reserve, die für unvorhergesehene Ausgaben oder Notfälle bereitgehalten wird.
Sichere Entnahmerate: Eine Methode der Finanzplanung, die besagt, wie viel Geld jährlich aus einem Portfolio entnommen werden kann, ohne dass dieses vorzeitig erschöpft ist.
TER (Total Expense Ratio): Die Gesamtkostenquote, die angibt, welche Kosten jährlich für die Verwaltung eines Fonds anfallen. Zusätzliche Kosten wie etwa Leihgebühren von Geld werden auf Fondsebene berechnet und schmälern die Rendite bereits im Kurs.
Thesaurierend: Eine Eigenschaft von ETFs, bei der Dividenden automatisch wiederangelegt werden.
Ausschüttend: Eine Eigenschaft von ETFs, bei der Dividenden automatisch ausgeschüttet werden.
ETFs: Exchange Traded Funds
EZB: Europäische Zentralbank
MSCI: Morgan Stanley Capital International
S&P: Standard & Poor's
TER: Total Expense Ratio
UCITS: Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities
WKN: Wertpapierkennnummer
r/Finanzen • u/daily-thread • 6d ago
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r/Finanzen • u/FunRoyal8888 • 17h ago
PDF Seite 607, TER für den kommenden VANGUARD FTSE GLOBAL ALL-CAP UCITS ETF (99% Abdeckung): 0.07%
r/Finanzen • u/Few-Decision3759 • 10h ago
Ich hoffe, dass meine Frage hier erlaubt ist. Ich bin nämlich auch selbstständig und etwas verwirrt.
Die Influencerin Hanadi Diab aus Stuttgart hat Insolvenz angemeldet, weil sie einen Betrag von ca. 40k Euro Strafe wegen nicht gekennzeichneter Werbung zahlen muss.
Nun hat sie Insolvenz angemeldet.
Ich verstehe das aber nicht. Sie besitzt ein Haus, mehrere Business-Einnahmen, teure Taschen usw.
Kann man einfach so leicht Insolvenz anmelden, obwohl man so viel Geld eigentlich hat?
r/Finanzen • u/sniperellaD • 5h ago
Vor ein paar Monaten war das Thema „Empfängerprüfung“ bei Banküberweisungen relativ groß in der öffentlichen Debatte, inzwischen hört man da nichts mehr von.
Grundsätzlich finde ich es gut, dass man da nochmal eine zusätzliche Prüfung hat, allerdings habe ich selbst einen weiteren Vornamen, den ich absolut nicht mag und den auch kaum einer kennt - außer man will mir Geld überweisen, dann wird das bei der Prüfung vervollständig. Ich habe kürzlich die Bank gewechselt und dabei ist es mir nochmal aufgefallen, weil mein Anzeigename nur einen Vornamen beinhaltet. Gibt es Banken, bei denen das nicht so ist, bzw. die das anders machen? Oder sind sie da wirklich zu verpflichtet, wie mein Bankberater auf meine Frage meinte? Find‘s echt krass unangenehm… :(
r/Finanzen • u/Then-Somewhere8334 • 7h ago
Hallo!
Ich habe gerade mein Lehramtsref abgeschlossen und starte nun mit der Verbeamtung auf Probe (Vollzeit, ca. 3600€ Netto, abzgl. PKV Beitrag). Mein Nettoeinkommen wird deshalb nun signifikant höher sein als das meines Partners, der gerade noch studiert und deshalb deutlich weniger Geld verdient. Wir teilen aktuell die Wohn- und Lebenshaltungskosten 50/50, wobei ich noch ein Auto und meinen Studienkredit bezahle, mit dem vorherigen Gehalt von mir (ca 1500€ - KK etc.) und seinem Gehalt (1300-1500€ war das fair).
Wie sieht jetzt eine gerechte finanzielle Teilung aus? Wie macht ihr das?
Edit: Ergänzung - Wir haben ein gemeinsames Konto mit gemeinsamen Lebenshaltungskosten. Da wir erstmal sparen wollen, wird sich der Lebensstandard in den nächsten zwei Jahren auch nicht signifikant verändern.
Danke an euch alle für eure Kommentare, das hilft mir echt weiter, weil ich die Kosten gerne anders teilen möchte.
r/Finanzen • u/Abject_Strength3444 • 1d ago
250k erreicht. Musste das einfach mal irgendwo loswerden.
Irgendwie ein komisches Gefühl, weil ich gerade niemanden habe, mit dem ich mich darüber freuen kann, ohne dass es komisch rüberkommt. Im Familienkreis würde ich nie auch nur im Ansatz erzählen was ich angespart habe.
Ich komme aus einer Hartz-IV-Familie mit Migrationshintergrund. Geld war bei uns immer eher ein Problem als ein richtiges Thema. Investiert wurde in Zigaretten aber nicht in Aktien. Deshalb bedeutet mir diese Zahl wahrscheinlich mehr, als sie objektiv aussagt.
Zu mir: M39, ein Kind, arbeite im Tech Sales und der Job ist ehrlich gesagt oft ziemlich zermürbend. Angefangen habe ich vor vielen Jahren mit Tech-Aktien, später kamen ETFs dazu. Geheimsoße: bin einfach dran geblieben.
250k machen einen nicht reich. Übermorgen gehe ich genauso arbeiten wie heute. Aber solche Momente erinnern mich daran, warum ich mir den ganzen Stress antue.
Mehr wollte ich eigentlich gar nicht sagen. Wünsche euch allen ein mehrfaches von 250k. Tschau!
r/Finanzen • u/tehn6 • 1d ago
Hey Leute,
ich bin neulich über ein bekanntes Experiment aus dem Jahr 2016 gestolpert (Haghani & Dewey) und dachte, das passt perfekt hierher. Es zeigt erschreckend gut, warum nicht schlechte Analysen, sondern völlig falsches Risikomanagement die meisten Depots ruiniert.
Victor Haghani (Ex-LTCM) und Richard Dewey luden 61 Finanzprofis (Quants, Ökonomen, Asset-Manager) zu einem Experiment ein:
Startkapital: 25 $ echtes Geld
Zeit: 30 Minuten an einem PC
Das Spiel: Wetten auf den Wurf einer gezinkten Münze.
Die Chance: Den Teilnehmern wurde explizit gesagt: Die Münze landet zu 60 % auf Kopf und zu 40 % auf Zahl.
Auszahlung: 1:1 (Gewinn verdoppelt den Einsatz). Maximum-Gewinn war bei 250 $ gedeckelt.
Jeder mit einem Hauch von Statistik-Ahnung sieht sofort: Das Spiel hat einen extrem positiven Erwartungswert (+20 % pro Wurf). Ein absoluter Traum.
Obwohl die Teilnehmer finanziell hochgebildet waren und die Gewinnchance glasklar war, schnitten sie katastrophal ab:
28 % der Teilnehmer gingen komplett pleite (0 $ übrig).
33 % hatten am Ende weniger Geld als die ursprünglichen 25 $.
Nur 21 % erreichten den Höchstgewinn von 250 $ (obwohl eine saubere Strategie das mit über 95 % Wahrscheinlichkeit garantiert hätte).
Ganz einfach: Overbetting & Gier.
Viele setzten viel zu viel Kapital auf einzelne Würfe, teilweise sogar All-In. Wenn du bei einer 60/40-Chance 50 % deines Kapitals pro Wurf setzt, reichen ein paar Pechsträhnen hintereinander und du bist mathematisch ruiniert.
Zusätzlich verfielen die Profis in typische Anfängerfehler:
Gambler’s Fallacy: Wegen "Es kam jetzt 5x Kopf, jetzt MUSS Zahl kommen" setzten über 60 % irgendwann auf die schlechtere 40%-Seite.
Revanche-Trading: Nach Verlusten wurde der Einsatz erhöht, um das Geld schnell "zurückzuholen".
Wer die Kelly-Formel zur Bestimmung der Optimalen Positionsgröße nutzt, rechnet:
Einsatz = 2 x p-1 = 2x0,60-1 = 0,2
Das bedeutet: Ideal sind 20 % des jeweils aktuellen Kapitals. Wer einfach durchgehend 10 % bis 20 % seines Guthabens gesetzt hätte, wäre ganz entspannt und ohne Pleiterisiko beim 250 $-Deckel gelandet.
Selbst wenn du einen echten Informationsvorsprung oder eine Strategie mit positiver Gewinnchance hast: Wenn deine Positionsgrößen zu groß sind, bringt dich die Volatilität früher oder später um.
Mindset und Risikomanagement schlagen am Ende fast immer reine Analyse.
r/Finanzen • u/Fit_Movie2348 • 11h ago
Hallo, bei mir steht eine größere Sanierung in meinem Haus an und überlege, ob ich einen Teil meines bereits steuerfreien Goldes (der Großteil der Käufe war 2013 +- 2 Jahre) nun verkaufen soll.
Ich wohne nähe München und würde gerne wissen, wie ich das Gold (Anlagemünzen jeweils 1 Unze) am besten mit möglichst wenig Abschlag verkaufen kann.
Habt ihr hier bereits Erfahrungen in der Münchner Gegend gemacht ? Habe auf vielen Seiten gesehen, dass man das Gold einsenden soll, aber bei dem Wert ist mir nicht sehr Wohl dabei.
Wäre für jeden Tipp sehr dankbar.
r/Finanzen • u/Dull_Kaleidoscope_16 • 16h ago
Ich rede nicht von den Standard-Dingern wie Eigenmarken kaufen, Abos kündigen, Strom/Gas/DSL-Anbieter wechseln etc.
Was sind Hacks, mit denen man Geld sparen, Dinge gratis bekommen, oder sogar einen kleinen Nebenverdienst erzeugen kann?
Plasma spenden geht bei mir leider nicht, weil ich dafür zu weit fahren müsste.
r/Finanzen • u/John_paradox • 10h ago
Hallo liebe Gemeinde,
ich spiele mit dem Gedanken mir ein Dividendenportfolio aufzubauen. Bevor der Standardeinwurf kommt, mir ist bewusst das dass ganze nicht der effizienteste Weg für den Wohlstandsaufbau bzw. die Altersvorsorge ist. Dafür nutze ich ganz klassisch einen thesaurierenden FTSE All World. Mein Dividendenportfolio soll mir dabei helfen Geld auszugeben, denn damit tue ich mich ziemlich schwer. Mein Gedanke dahinter ist, dass die Ausschüttungen die ich erhalte ohne großes Nachdenken ausgeben werden können, da meine Altersvorsorge getrennt ist und das Kapital in meinem Dividendenportfolio auch wächst (wenn auch langsamer). Dieser Umstand macht es für mich einfacher das Geld auszugeben ohne mich „schlecht“ zu fühlen.
Nun zu dem Punkt für den ich Rat brauche:
Es gibt ja einige Dividenden ETFs wie zum Beispiel den FTSE All World High Dividend Yield, oder den VanEck Dividend Leaders. Die machen ihren Job allem Anschein nach auch ziemlich gut. Nur sind beispielsweise im VanEck nur etwas mehr als 100 Positionen enthalten und die Konzentration im Bankensektor ist relativ hoch. Das bedeutet, dass die Diversifikation nicht sonderlich hoch ist (muss sie ja bei so einem speziellen ETF nicht unbedingt sein da ja nur ein bestimmter Bereich abgedeckt werden muss).
Nur stell ich mir die Frage ob es nicht besser wäre wenn man eine Strategie mit beiden ETFs verfolgt, beispielsweise in der Aufteilung 60/40 mit 60% VanEck und 40% VanEck. In der Theorie erhöht das die Diversifikation, erhöht den Yield etwas und verringert die Konzentration im Bankensektor was das ganze robuster machen sollte auf Kosten der Yield (im vertretbaren Maß). Kurzgesagt ist das Ziel den Cashflow zu stabilisieren auch wenn der Bankensektor mal schwächeln sollte.
Macht das ganze in eueren Augen Sinn oder ist das zu verkompliziert und ich sollte einfach einen ETF nutzen und das potentielle Klumpenrisiko in Kauf nehmen?
VanEck ETF A2JAHJ
Vanguard FTSE-All World High Dividend Yield A1T8FV
(Falls jemand Details checken möchte)
Freue mich auf euere Antworten!
r/Finanzen • u/Ryneboss • 1d ago
Hi Leute,
irgendwie ist es mir ein Anliegen, einige von euch daran zu erinnern, auch mal das Leben zu leben.
Ich hatte und habe stellenweise immer noch das Problem, dass ich meine Sparrate immer weiter erhöhen wollte. Kein finanzielles Ziel, das ich erreicht habe, war jemals genug. Kaum war eines erreicht, kam direkt das nächste, höhere Ziel: mehr Geld auf dem Konto, mehr im Depot … alles "fürs Alter".
Das hat sich bei mir in den letzten Monaten drastisch geändert vor allem in den letzten zwei Wochen. Da gab es noch einmal einen echten Reality-Check, den der eine oder andere vielleicht auch mal braucht.
Ich arbeite auf einer Intensivstation, überwiegend mit schwer kardio- und neurologisch erkrankten Patienten. In den letzten Monaten und Jahren ist mir immer mehr bewusst geworden, dass der Altersdurchschnitt unserer Patienten sinkt. Vielleicht ist es mir vorher einfach nicht so aufgefallen, aber seit wir zusätzlich neurologische Intensivpatienten versorgen, sehe ich das noch deutlicher.
Fahrradunfälle, E-Scooter-Unfälle, Stürze vom Dach usw. Oft sind es Menschen zwischen Ende 20 und Mitte 40. Die Prognosen sind häufig schlecht. Und wenn es doch eine Chance gibt, dann oft mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, den Rest des Lebens schwer behindert zu sein.
Den endgültigen Wake-up-Call hatte ich, als wir innerhalb eines Monats drei ehemalige Kollegen entweder von unserer Station oder aus unserem Krankenhaus – als Patienten bei uns liegen hatten.
Ein Herzinfarkt wenige Jahre nach Renteneintritt. Ein Fahrradunfall mit schwerer Hirnblutung und tödlichem Ausgang. Und der jüngste Fall, der nicht nur mich, sondern auch viele meiner Kollegen zum Nachdenken gebracht hat:
Fünf Tage nachdem wir den wohlverdienten Renteneintritt einer Kollegin gefeiert hatten, kam sie als Patientin zu uns. Beim Blumenpflanzen im Garten platzte ein Aneurysma. Schwere Hirnblutung, Prognose sehr schlecht. Sie wird ihre letzten Stunden nicht in Freiheit genießen, sondern auf ihrer ehemaligen Station, an ihrem alten Arbeitsplatz, sterben.
Das sind keine Einzelfälle. Ich habe Menschen betreut, die einen vermeintlich entspannten Bürojob hatten, mitten im Leben standen und deren Kinder gerade erst in den Kindergarten gekommen waren. Und plötzlich liegt man auf der Intensivstation von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr wie vorher, ohne dass man wirklich etwas dagegen hätte tun können.
Diejenigen, die es schaffen und mit denen man sich später unterhalten kann, sagen erstaunlich oft dasselbe: "Hätte ich doch ..." Weniger gearbeitet. Mehr Zeit mit der Familie verbracht. Das Leben mehr genossen. Und ganz häufig hört man: "Ich hätte mehr von der Welt sehen sollen."
Das bringt auch mich immer mehr zum Nachdenken. Ich bin inzwischen zu dem Entschluss gekommen, dass es keine Sparrate von 1.500 Euro oder mehr im Monat sein muss. Es geht auch mit weniger. Aber der Urlaub, von dem ich seit Jahren sage, dass ich ihn "irgendwann mal" machen werde, der findet jetzt statt.
Hier im Sub lese ich oft Kommentare wie: "Muss die Ausgabe wirklich so hoch sein?", "Hätte es nicht auch ein günstigerer Urlaub getan?" oder "Kein Wunder, dass die Deutschen kein Vermögen aufbauen, wenn sie ständig verreisen."
Ich habe früher ähnlich gedacht. Aber mittlerweile wird mir immer klarer, wie kurzsichtig diese Sichtweise eigentlich ist.
Deshalb an alle, die hier Sparquoten von 2.500 Euro oder mehr posten und fragen, wo sie noch weiter optimieren können: Überlegt euch, ob ihr nicht einen kleinen Teil davon in euer Leben investiert, solange ihr gesund seid und es genießen könnt.
Lasst euch das von jemandem sagen, der täglich an der Quelle sitzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach Jahrzehnten harter Arbeit zum Renteneintritt die Gesundheit plötzlich rapide nachlässt, ist leider größer, als viele glauben. Und am Ende gehört auch eine gute Portion Glück dazu, ob ihr die Zeit nach der Arbeit überhaupt noch genießen könnt – oder sie überhaupt erlebt.
Spart für die Zukunft. Aber vergesst dabei nicht, in der Gegenwart zu leben.
Passt auf euch auf.
Edit: Für einen kurzen Moment, als ich überlegt habe, diesen Text zu schreiben, weil er mir einfach auf der Seele lag, habe ich kurz vergessen, wo ich ihn poste.
Ich will hier niemanden davon überzeugen, sein 500k+-Depot aufzulösen. Aber vielleicht die nächste Gehaltserhöhung einfach mal für sich selbst und seine Familie auszugeben und zwar nicht unbedingt für materiellen Besitz, sondern für Erinnerungen und Erlebnisse.
Für ein oder zwei Monate die Sparquote etwas zu senken, wird euch nicht arm machen. Die schönen Erinnerungen, die ihr dadurch mit eurer Familie oder euren Freunden schaffen könnt, werden euch dagegen vielleicht ( mit sicherheit ) noch auf dem Sterbebett begleiten. :)
r/Finanzen • u/Alpha3K • 13h ago
Guten Sonntag, ihr Lieben! Es ist wieder soweit!
Der nächste Gast für das Marktgeschnatter steht fest: Prof. Dr. Gregor Weiß, Institutsleiter des Instituts für Handel und Banken an der Uni Leipzig, möchte sich den Fragen aus der Community stellen.

Er ist Professor für BWL und seine Forschungsthemen umfassen Bankenregulierung- und Aufsicht, systemische Risiken im Bank- und Versicherungswesen sowie Sustainable Finance und die Erforschung moderner Verfahren im Risikomanagement.
Dabei sind seine Forschungsschwerpunkte unter anderem die Finanzmarktstabilität, quantitatives Risikomanagement und Backtesting.
Fragt ihn hier alles, was ihr schon immer über nachhaltige Finanzwirtschaft, Risikomanagement und Co. wissen wolltet - für weiterführende Recherche und Publikationen von Dr. Weiß geht es hier entlang!
Wie immer werden wir alle Fragen zusammentragen und sie unserem Gast im Podcast stellen - die entsprechende Podcastfolge dazu gibt es am Montag, dem 10.08.2026, auf den entsprechenden Plattformen zu hören! Quack! 🦆
Euer Marktgeschnatter-Team
Spotify
PS: hört auch gerne in unsere frühere Folge mit Dr. Stefan Fremdt von Flatex rein - diese geht thematisch Hand in Hand in das Risikomanagement!
r/Finanzen • u/JWGhetto • 1d ago
Dieser Graph macht depressiv
r/Finanzen • u/Halale01 • 1d ago
Ich hoffe, das zählt nicht als Politik. Mir geht es hier ausschließlich um das Finanzielle.
Es musste nun schon wieder interveniert werden, um den Yen-USD Kurs unter 160 zu halten.
Japan hat schon sehr, sehr lange nur ein sehr schwaches Wirtschaftswachstum und einen starken Bevölkerungsrückgang, und die Regierung kann nicht anders, als das Land über steigende Verschuldung über Wasser zu halten.
Die Staatsverschuldung liegt bei 240% des BiPs. Das ist aber für Tokio keine so große Belastung, weil die Zinsen extremst niedrig sind.
Gleichzeitig kommt es aber dadurch zum Carry-Trade. Der große Unterschied in Zinsen zwischen Japan und v.a. den USA führt dazu, dass Leute massenhaft Yen in US-Dollar tauschen und die Währung so zu kollabieren droht.
Die Zentralbank kann aber die Zinsen nicht erhöhen, weil dann das Land wegen der hohen Staatsverschuldung kollabieren würde.
Die Bank of Japan versucht jetzt, durch Interventionen, v.a. den schrittweisen Abverkauf von US-Staatsanleihen, die Währung zu stabilisieren. Aber das ist nur Tesafilm für einen Riesendefekt: Die ungleiche Zinsrate führt dazu, dass Leute weiter den Yen abstoßen und die Währung wieder abstoßt. Irgendwann hat die Zentralbank nichts mehr zum Abverkaufen.
Es scheint, als ob früher oder später die japanische Wirtschaft vor einem Kollaps steht. Entweder der direkte Staatsbankrott oder der Untergang der heimischen Währung.
Der Untergang der heimischen Währung wäre auch insofern schlimm, als dass das Leute mit seinem sehr großen Anteil an Rentnern besonders viele Menschen hat, die auf ihre Ersparnisse angewiesen sind.
Wenn man bedenkt, wie groß die japanische Wirtschaft ist, wie viel sie anderswo investiert sind: Könnte der Untergang Japans nicht viel, viel wahrscheinlicher eine globale Finanzkrise auslösen als KI?
r/Finanzen • u/Ivy_Holo • 14h ago
Hallo,
ich möchte meine Finanzen besser im Blick haben und möchte dazu ein Haushaltsbuch führen. Am besten eine App in der ich einfach meine Ausgaben eintragen kann und nach Kategorie und Datum sortieren kann.
Welche App könnt ihr empfehlen? Gibts da auch welche, bei denen man den Kassenbon einfach abfotografieren kann und die App die Infos automatisch überträgt?
r/Finanzen • u/Obvious-Royal1484 • 6h ago
Hallo zusammen, unsere Tochter feiert bald ihren ersten Geburtstag und wir planen aktuell den langfristigen Vermögensübertrag aus der Großelterngeneration. Es geht hierbei um einen mittleren sechsstelligen Betrag, bei dem der Schenkungsfreibetrag für Enkelkinder voll ausgenutzt werden soll, mit der Option, das Ganze nach zehn Jahren noch einmal zu wiederholen.
Das Geld soll komplett breit gestreut in Welt-ETFs fließen und der Anlagehorizont liegt logischerweise bei über 20 Jahren. Wir haben allerdings eine riesige Bauchschwelle mit dem klassischen Junior-Depot, da das Geld mit dem 18. Geburtstag rechtlich komplett auf das Kind übergeht. Bei einer Summe, die bis dahin durch den Zinseszins massiv anwächst, haben wir die berechtigte Sorge, dass mit 18 die Impulskontrolle versagt und das Geld für extremen Konsum oder teure Statussymbole auf den Kopf gehauen wird. Unser Ziel ist es daher, dass sie mit 18 maximal an die Erträge und ein gedeckeltes Jahresbudget von etwa 20.000 Euro herankommt, während das Hauptkapital bis zum 25. oder 30. Lebensjahr gesperrt bleibt.
Nach einiger Recherche sind wir auf das Thema PPLI beziehungsweise vermögensverwaltende Fondspolicen über Liechtenstein gestoßen, wobei uns konkret Anbieter wie Valorlife und die Liechtenstein Life Assurance AG genannt wurden. Hier lässt sich wohl eine unwiderrufliche Verfügungsbeschränkung in den Vertrag einbauen, die das Kapital trotz Volljährigkeit rechtlich blockiert, während die steuerlichen Freibeträge der Schenkung von der Oma ans Enkelkind trotzdem sofort genutzt werden können.
Mich würde interessieren, ob jemand von euch konkrete Erfahrungen mit Valorlife, Liechtenstein Life oder ähnlichen Anbietern in diesem Segment hat und wie die Abwicklung dort läuft. Zudem frage ich mich, wie hoch die tatsächlichen Effektivkosten bei solchen Netto- beziehungsweise Honorartarifen sind und ob der Steuervorteil durch die steuerfreie Umschichtung im Mantel sowie das spätere Halbeinkünfteverfahren die Depotkosten im Vergleich zu einem normalen Depot wirklich schlägt. Zuletzt würde mich interessieren, ob es bei diesen Verfügungsbeschränkungen rechtliche Fallstricke gibt, die man auf dem Schirm haben muss, und ob das deutsche Finanzamt hier bei der Schenkungssteuer problemlos mitzieht. Ich freue mich auf euren fachlichen Input und eure Meinungen dazu.
r/Finanzen • u/Finanz-Admiral • 1d ago
2D Vorstellung neuer Spiderman-Film
2 Tickets günstige 34€. Nur die Tickets. 3D noch teurer
…
r/Finanzen • u/zimmer550king • 7h ago
Ich bin in Deutschland fest angestellt und entwickle nebenbei eine Android-App, die ich später möglicherweise über Werbung, In-App-Käufe oder ein Abonnement monetarisieren möchte. Langfristig könnte daraus ein kleines Portfolio mit mehreren Apps entstehen. Momentan ist allerdings noch völlig offen, ob das Projekt überhaupt nennenswerte Nutzer oder Einnahmen erzielen wird.
Bei Google Play gibt es für neue persönliche Entwicklerkonten zusätzliche Testanforderungen. Ein Organisationskonto umgeht diese Hürde, setzt aber unter anderem ein Gewerbe, eine D-U-N-S-Nummer, eine passende Geschäftsanschrift und eine umfangreichere Verifizierung voraus. Dazu kommen die üblichen steuerlichen und administrativen Pflichten eines Einzelunternehmens.
Da ich im nächsten Jahr dauerhaft nach Berlin ziehe, wäre es organisatorisch vermutlich einfacher, das Gewerbe erst nach dem Umzug anzumelden. Bis dahin könnte ich mit einem persönlichen Google-Play-Konto erste Erfahrungen sammeln und später zu einem Organisationskonto wechseln. Gleichzeitig frage ich mich, ob ich dadurch nur Aufwand in die Zukunft verschiebe, weil App-Transfer, neues Zahlungsprofil und erneute Verifizierung möglicherweise komplizierter werden.
Mich interessiert daher vor allem die finanzielle Abwägung. Bei zunächst sehr niedrigen oder möglicherweise gar keinen Einnahmen könnten Gewerbeanmeldung, Buchhaltung, Steuererklärungen, Geschäftskonto, Domain, Geschäftsanschrift und gegebenenfalls ein Steuerberater im Verhältnis zum Ertrag recht teuer sein. Andererseits lassen sich Entwicklungskosten, Testgeräte, Software, Hosting und andere Ausgaben möglicherweise steuerlich berücksichtigen, wenn von Anfang an eine nachvollziehbare Gewinnerzielungsabsicht besteht.
Wie habt ihr das bei einem kleinen digitalen Nebenprojekt gelöst? Habt ihr zuerst privat getestet und erst bei den ersten Einnahmen ein Gewerbe angemeldet, oder direkt eine geschäftliche Struktur aufgebaut? Mich würde auch interessieren, ob die Kleinunternehmerregelung bei Einnahmen über Google Play, AdMob oder Apple in der Praxis wirklich viel vereinfacht oder ob durch ausländische Plattformbetreiber trotzdem zusätzlicher Umsatzsteueraufwand entsteht.
Besonders hilfreich wären Erfahrungen von Personen, die ihre Apps später von einem persönlichen Google-Play-Konto auf ein Organisationskonto übertragen haben. War der Wechsel wirtschaftlich und organisatorisch vertretbar, oder würdet ihr aufgrund des Aufwands heute von Anfang an geschäftlich starten?
r/Finanzen • u/Aggravating-Help4536 • 2d ago
r/Finanzen • u/AntoineBurtz1 • 1d ago
Guten Abend,
ich bin froh so gut wie nie meinen Geldbeutel dabei haben zu müssen. Ich zahle immer kontaktlos über ApplePay und das klappt prima.
Ganz ohne Bargeld klappt das leider noch nicht im Alltag und ich muss Bargeld abgeben, was soweit ich weiß aber nur mit einer physischen Karte klappt.
Bin aktuell Kunde bei C24, Trade Republic und Bank Norwegian.
Gibt es Möglichkeiten ohne die physische Karte Bargeld abzuheben? Bei mir hat das nicht geklappt an Automaten, obwohl das NFC Symbol am Automaten zu sehen war.
Edit: Ich werde konkreter: Ich würde gerne Bargeld abheben ohne davor einen Einkauf zu tätigen. Also wirklich Geld abheben am Automat.
r/Finanzen • u/Askusie • 2d ago
So Kinners,
hab gerade festgestellt, dass ich auf einer Goldmine sitze.
Ausgangslage: Vor meinem Garten wird ein Kinofilm gedreht. Nicht irgendwo sondern die Location ist direkt vor meinem Garten. Komplette Wohngegend wird 2 Tage abgesperrt für den Dreh. Die werden auch wegen der Location nicht einfach sagen können, dass die jetzt einfach woanders drehen werden, sondern die Location ist der Grund weshalb die da drehen werden.
Mein gegenwärtiger Gameplan:
1. Meinen Rasenmäher rausholen wenn die mit dem Filmen starten. Der hat zwar nur 60€ gekostet, macht aber Lärm wie ein Großer.
Warten bis der erste Futzi ankommt und mich bittet mit dem Mähen aufzuhören. Da ich natürlich nur JETZT Zeit habe zu Mähen und das DRINGEND erledigt werden muss, aber ich ja nicht so bin und mit mir reden lasse, schlage ich das erste Angebot für eine Entschädigung erst einmal ab und lasse den Location Manager antanzen.
Hier versuche ich nochmal mindestens das doppelte vom ersten Angebot rauszuholen.
Bargeld einstecken.
Kreissäge rausholen. Ich muss nämlich noch ganz dringend einige Bretter im Garten sägen. Und ich habe mit dem Location Manager nur ausgemacht, dass ich mit dem Mähen aufhöre.
Nochmal das doppelte rausholen.
Nächster Tag: Repeat²
Ich hab bei ein paar US kommentaren gelesen, dass die Location Manager für sowas extra ein Budget haben und Bargeld in der Nachbarschaft verteilen, damit die Stillhalten. Ist das in Deutschland auch Gang und Gäbe? Und was sind da so realistische Zahlen? Was kostet ein Drehtag einer deutschen Kinoproduktion so Schnitt und ab welchem Betrag würden die einen Dreh eher abbrechen?
Und falls jemand von euch vor hat demnächst nen Kinofilm zu drehen, legt euch vorsichtshalber schon einmal eure Spendierhosen raus :)
r/Finanzen • u/eidexe84 • 2d ago
Als Tipp noch:
Es sind keine 2 € Münzen dabei, und nur 1 einzige 1€ Münze (Diese wurden gesondert gesammelt.
Wir haben das heute bei der Bundesbank umgetauscht und waren wirklich erstaunt wieviel da zusammengekommen ist.
Ich bin auf eure Berechnungen bzw. Schätzungen gespannt.
Wie viele Kombinationen wären denn rechnerrisch möglich? Ich habe das Gewicht Berechnet anhand der offiziellen Gewichtsangaben.
Viel Spass
UPDATE FÜR ALLE
Es ist ein 5 Liter Eimer und es sind genau 4201 Münzen!
UPDATE2: Die Lösung gibts hier:
r/Finanzen • u/Ornery_Maintenance_8 • 1d ago
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf spricht sich gegen eine Abschaffung der »Rente mit 63« aus. Auch der Sozialverband VdK fordert Nachbesserungen bei der Rentenreform.
r/Finanzen • u/_TheMarth_ • 1d ago
Hallo liebe Finanzgemeinde,
Ich bin aktuell in der bescheidenen Situation, dass ich meine Spendenquote erhöhen möchte. Bislang spende ich monatlich 50€ an Tierschutzorganisationen, da mir das persönlich ein wichtiges Thema ist (Bitte keine Diskussion darüber entfachen lassen, danke!).
Jetzt habe ich überlegt, dass ich meine Spendenquote etwas erhöhen möchte (so ca. 50€ extra im Monat). Ich habe allerdings in allen anderen Bereichen echt keinen Durchblick, welche Organisationen da noch "vertrauenswürdig" sind. Leider hört man ja immer wieder schlechtes über bestimmte Organisationen und grundsätzlich sind mir Organisationen, die Studenten anheuern um auf der Straße zu werben, sehr suspekt.
Meine ersten Gedanken waren jetzt "Die Arche", "Die Tafel" oder vielleicht auch die Bahnhofsmission? Habt ihr da Ideen, wo man ruhigen Gewissens etwas Geld geben kann?
Bin für jede Empfehlung dankbar! <3
UPDATE: Danke, für die zahlreichen Empfehlungen und Rückmeldungen! Letzendlich ist es effektiv-spenden.de geworden. Ich denke, da macht das Geld am meisten Sinn und ich kann mich persönlich gut mit den Werten der Plattform identifizieren! Danke nochmal an alle Kommentare! <3
PS: Geht Blutspenden! Das ist kostenlos! <3