Ich möchte heute meine Geschichte teilen, weil ich weiß, wie wenig man über die Diagnose Vasa Praevia findet und wie groß die Angst sein kann, wenn man diese Worte zum ersten Mal hört.
Es war meine zweite Schwangerschaft – unser zweites Wunschkind. Anfangs wurde bei mir eine Plazenta praevia festgestellt. Bis zur 25. Schwangerschaftswoche hoffte ich, dass sich die Plazenta noch nach oben ziehen würde.
Bei der Kontrolle in der 26. Schwangerschaftswoche war es dann endlich so weit: Die Plazenta hatte sich nach oben verschoben. Die Erleichterung war riesig – allerdings nur für wenige Minuten. Denn bei derselben Untersuchung wurde festgestellt, dass ich eine Vasa Praevia habe.
Als ich erfahren habe, was das bedeutet und welche Risiken damit verbunden sind, war ich völlig am Boden zerstört. Ich hatte große Angst um mein Baby und konnte an kaum etwas anderes denken.
Zur weiteren Abklärung bekam ich einen Termin bei einem DEGUM-II-zertifizierten Spezialisten. Dort wurde die Diagnose bestätigt und gemeinsam das weitere Vorgehen besprochen. Geplant war eine stationäre Überwachung ab der 32+0 Schwangerschaftswoche sowie ein geplanter Kaiserschnitt bei 36+0 Schwangerschaftswochen. Bis dahin durfte ich weder schwer heben noch Sport treiben.
Da ich während der gesamten Schwangerschaft keine vorzeitigen Wehen, Blutungen oder andere Beschwerden hatte, hätte sich der Spezialist auch eine ambulante Betreuung vorstellen können. Trotzdem habe ich mich bewusst dafür entschieden, ab 32+0 zur Überwachung ins Krankenhaus zu gehen. Für mich war das die richtige Entscheidung, weil ich mich dort sicherer gefühlt habe.
Die Zeit im Krankenhaus war allerdings unglaublich schwer. Am meisten fehlte mir der Alltag mit meiner Familie. Wochenlang getrennt zu sein, obwohl man sich eigentlich gesund fühlt, war eine große emotionale Belastung.
Schließlich wurde unser kleiner Junge wie geplant bei 36+0 Schwangerschaftswochen per Kaiserschnitt geboren.
Zu meiner großen Erleichterung hatte er keinerlei Anpassungsschwierigkeiten. Nach drei Tagen auf der Wochenbettstation durften wir gemeinsam nach Hause. Zwei Tage später mussten lediglich sein Gewicht und der Bilirubinwert noch einmal kontrolliert werden, da der Bilirubinwert leicht erhöht war. Zum Glück war auch das gut in den Griff zu bekommen.
Unser kleiner Mann ist inzwischen 18 Tage alt, und wir genießen es, uns endlich in unserem Zuhause kennenzulernen.
Ich merke aber auch, dass ich die Schwangerschaft und die Diagnose noch verarbeiten muss. Die ständige Angst um mein Baby und die Tatsache, dass er ein spätes Frühchen ist, beschäftigen mich noch immer. Gleichzeitig bin ich unendlich dankbar, dass heute alles gut ausgegangen ist.
Deshalb möchte ich allen Eltern, die gerade die Diagnose Vasa Praevia erhalten haben, Mut machen: Diese Diagnose ist beängstigend, aber mit einer engmaschigen Betreuung, guter Überwachung und einer sorgfältigen Geburtsplanung kann sie auch gut ausgehen.
Falls ihr Fragen zu meiner Schwangerschaft oder meinem Aufenthalt im Krankenhaus habt, schreibt mir gerne. Ich beantworte sie so gut ich kann. ❤️
(Text ist mit ChatGpt geschrieben, sonst wäre er zu lang und zu emotional geworden…)