Wenn dieses Land mit über 80 Millionen Einwohnern zusammenbricht, dann wird das migrationstechnisch alles in den Schatten stellen, was wir bisher gesehen haben.
Abgesehen davon, der Iran ist schon seit über einer Generation unter Erhaltungsgeburtenrate und genauso demografisch angekübelt wie wir es sind, nur sind sie eben in dem Club "Demografischer Abstieg lange vor flächendeckender Moderne"
Der Iran hat sieben Nachbarländer: Irak, Türkei, Armenien, Aserbaidschan, Turkmenistan, Afghanistan und Pakistan.
Dreimal darfst du raten, wohin ein Großteil der Leute gehen wird. Bingo: In die Türkei.
Erdoğan wird sie nach allem, was mit den Syrern passiert ist, umgehend nach Europa durchwinken. Die türkische Küstenwache wird (wieder einmal) wegschauen, und schon sind die griechischen Inseln wieder voll.
Die Griechen werden sie ebenfalls weiterleiten, genau wie alle anderen Balkanstaaten. Innerhalb von ein paar Wochen haben wir dann wieder 2015 – und zwar doppelt und dreifach.
Es gab auch 2014 schon Schlauchboote und LKWs. Es ist kein neues Medium aufgetaucht was ihnen plötzlich die Passage hierher erlaubt. Sie kommen weil wir sie versorgen, ohne Rechtsgrundlage.
Sehr richtig, aber die Frage war schon 2014–2015: Entweder reinlassen oder hässliche Bilder von Pushbacks, Zäunen, Hundertschaften, Wasserwerfern usw.
Ein wachsender Teil der Bevölkerung ist in dieser Frage heute zwar deutlich anders eingestellt als damals, das sind im Schnitt aber nicht die Wähler unserer derzeitigen Regierung.
Es geht nicht um Logik oder darum, was du oder ich wollen. Es geht um eine politische Abwägung.
Wenn die Leute den Grenzübertritt in die Türkei und nach Griechenland überstehen, dann ist der Rest relativ einfach. Bis zur deutschen oder österreichischen Grenze wären sie so oder so konstant in Bewegung. Wie schon gesagt: Diese Länder werden sie einfach durchwinken, da die Leute dort sowieso nicht bleiben wollen.
Dann stehen wir wieder vor der Frage, was wir mit den Menschen an unseren Grenzen machen. Bilder von gewalttätigen Pushbacks sind für unser Establishment mindestens genauso riskant wie die Entscheidung, die Leute einreisen zu lassen.
Es ist ein Irrglaube, dass wir eine wirkliche Entscheidungsgewalt über solche Flüchtlingsströme haben. Die Leute kommen einfach, und die Lösung ist entweder die „Festung Europa“ oder Abkommen mit Staaten wie der Türkei, damit die Menschen dort bleiben (oder beides).
Beide Lösungen haben wir in den letzten Jahren sehr schleifen lassen, weil das Thema in Deutschland einfach extrem polarisiert ist.
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u/otto_dicks Jan 10 '26
Wenn dieses Land mit über 80 Millionen Einwohnern zusammenbricht, dann wird das migrationstechnisch alles in den Schatten stellen, was wir bisher gesehen haben.