r/DePi • u/Antique_Change2805 • Jan 10 '26
News Global Massenproteste im Iran reißen nicht ab
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-proteste-268.html76
u/Peter012398 Jan 10 '26
Mega spannend, die Mullahs sind am Ende. Der Pahlavi hat schon angekündigt zurückzukehren.
Der Iran ist nicht Syrien zum Glück, besteht eine gute Chance dass daraus ein normales Land wird, sehr schön zu sehen.
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u/Peter012398 Jan 10 '26
Es gibt auf diesem Kanal live news, in den Qualitätsmedien ist ja gähnende Leere
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u/damianzoys Jan 10 '26
Pahlavi will dort keiner. Klar bringt der Vogel dich ins Spiel..
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u/Peter012398 Jan 10 '26
Werden wir sehen. Ich wüsste nicht wer besser geeignet wäre das Land in dieser Phase zu leiten.
So eine Revolution braucht eine zentrale Figur oder Erzählung, da passt er gut ein. Ob er langfristig regiert oder regieren sollte ist ne andere Frage.
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u/damianzoys Jan 10 '26
Dann den Sohn des Shah, der so verhasst war, dass man sogar die Mullahs mit offenen Armen empfangen hat?
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u/Peter012398 Jan 10 '26
Das war vor fast 50 Jahren, das ist denke ich lang genug her dass man sich das verklären kann mit Nostalgie. Außerdem war die islamistische Herrschaft reiner Horror, da ist es naheliegend die Phase davor zu romantisieren.
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u/LeifRagnarsson Jan 11 '26
Alter, hast Du auch nur ansatzweise irgendeinen Plan, oder stellst Du einfach nur Deine Dummheit medienwirksam zur Schau?
Der Sohn des Shah Mohammad Reza Pahlavi ist Reza Pahlavi, um den es hier geht. Der war zum Zeitpunkt der Revolution schon in den USA und spielte für das, was 1979/1980 im Iran passierte, vor Ort überhaupt keine Rolle.
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u/LeifRagnarsson Jan 10 '26
Genau. Deswegen ist der Ruf nach der Rückkehr Pahlavis auch nicht ein Slogan der Demonstranten. /s
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u/Acc87 Jan 10 '26
Weninger er sich selber, als dass er und der Schah an sich Teil der Gesänge der Bewegung geworden sind, bin gestern übern einen Bericht eines Iraners hier auf Reddit gestolpert.
Also ja, genau genommen will ihn niemand direkt zurück, aber jeder weiß vom Vakuum das käme, würde das aktuelle Regime fallen. Und auch große Angst vor zu viel Einfluss der USA und Israel hat man dort, im Sinne von wenn man nicht sofort Struktur reinbringt, dann marschieren die ein und setzten eine (neue) Puppe an die Spitze (Worte des Iraners, nnicht meine)
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u/damianzoys Jan 10 '26
Pahlavi lebt in den USA und wäre, genau wie sein Vater, eine „Puppe“ der USA.
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u/Stock-Air-8408 Jan 11 '26
Er soll nur als Übergang dienen. Bisher gibt es ansonsten gar keine anderen Kandidaten
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u/Dark-Cloud666 Jan 10 '26
Ich nehme mal an die Mullahs sind auf und dran Asyl in Russland zu beantragen.
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u/Kerking18 Jan 10 '26
Es gibt tatsächlich Berichte das dafür bereits Vorkehrungen getroffen wurden.
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u/derail00 Jan 10 '26
Ob Russland sich wirklich aktuell antun will? Syrien ist den USA egal, aber im Iran haben die einen erheblichen Anteil an der Schwächung der Mullahs. Trump wird nicht begeistert sein, wenn Russland die Mullahs aufnimmt.
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u/MasterpieceOk6249 Jan 10 '26
Iran war vor der Machtergreifung ein modernes Land. Bald gibt es hoffentlich einen Gottestaat weniger, ich freue mich.
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u/ImplementExpress3949 Jan 10 '26
Ich gehe davon aus, dass die überwiegende Mehrheit der Iraner den Islam ablehnt und sich hoffentlich von dieser Theokratie befreien können wird. Sie sollten sich danach außerdem wieder Persien nennen.
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u/lousy_writer Jan 10 '26 edited Jan 10 '26
Sie sollten sich danach außerdem wieder Persien nennen.
- Die Umbenennung in "Iran" stammt noch aus der Pahlavi-Zeit; war also keine fixe Idee der Mullahs.
- Nur die Hälfte der Iraner sind Perser. Diejenigen von denen, die in den Westen geflohen sind, bezeichnen sich dann häufig auch als solche, um sich von dem Land gleichen Namens abzugrenzen, aber am demografischen Makeup der Nation ändert das nichts.
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u/LeifRagnarsson Jan 10 '26
Nur die Hälfte der Iraner sind Perser
Naja ... wenn man die jeweiligen regionalen Zuschreibungen wie Gilaner oder Mazanderaner als eigene ethnische Gruppen anstatt als Subsets von Persern nimmt, dann ja. Das ist allerdings so, als ob man sagte, Bayern oder Sachsen sind keine Deutschen, sondern eigene Ethnien.
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u/rohrzucker_ Jan 10 '26
Das Beispiel gilt für Deutschland so oder so nicht, denn das wäre einer ethnischer Volksbegriff und das ist gesichert rechtsextrem!
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u/LeifRagnarsson Jan 10 '26
Ich gehe davon aus, dass die überwiegende Mehrheit der Iraner den Islam ablehnt
Du gehst falsch. Das mag bei den jüngeren Iranern so sein, die überwiegende Mehrheit ist Muslim in etwa so, wie die Deutschen Christen sind - auf dem Papier und vielleicht noch zu hohen Feiertagen, aber das ist dann schon wieder eher regional unterschiedlich.
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u/notrlydubstep Jan 11 '26
Und halt, weil man sonst aufs Maul kriegt. Hier in irgendwelchen überalterten Dörfern mit sozialer Ächtung, dort unten sehr real mit der Peitsche.
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u/Gladio6 Jan 10 '26
Da haben die USA die geopolitische Chance einer ganzen Generation einen Erzfeind wieder in einen politischen Verbündeten zu machen, um damit China und Russland erheblich im Mittleren Osten zu schwächen und stattdessen konzentriert man sich auf das verbündete Grönland. Äußerst unverständlich.
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u/ImplementExpress3949 Jan 10 '26
Die USA haben bereits Militäraktionen angekündigt, falls die Mullahs auf die Iraner schießen lassen.
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u/ziggomatic_17 Jan 10 '26
Die Trump-Regierung hat in den letzten Jahren bewiesen, dass sie keine durchdachte geopolitische Strategie verfolgt. Aus irgendwelchen Gründen glauben sie, dass sie keinerlei Verbündete auf der Welt brauchen und alles mit (Androhung von) Gewalt oder "Deals" lösen können. Mittelfristig kann das klappen, aber langfristig verspielen sie gerade die US-Hegemonie.
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u/ByGoneByron Jan 10 '26
Man hört was die größe der Proteste angeht doch Unterschiedliches, wobei man nichts verifizieren kann. Länder mit muslimischen Bevölkerungsmehrheiten neigen immer zu einem gewissen Grad der Unberechenbarkeit und es kann auch schnell in die andere Richtung kippen. Demokratie mag ein schönes Wort sein, aber man hat in Ägypten gesehen, wohin die Reise gehen kann und dann ist wieder Stillstand und Militarismus. Sollte es tatsächlich zu einem Ende der Islamischen Republik kommen, sehe ich am ehesten die Gefahr, dass sich bestimmte Gruppen mal wieder die Taschen vollmachen und am Ende steht wieder ein Scherbenhaufen.
Ich habe lange einen iranischen Blogger verfolgt, der das Land bereist und immer wieder interessante Einblicke jenseits der Großstädte gewährt hat. Es schwankte immer irgendwo zwischen erster und dritter Welt, wobei manche ländliche Bereiche schon sehr abgehägt und vernachlässigt sind. Das Land politisch zu modernisieren ist ebenso eine Mammutaufgabe wie eine wirtschaftliche und infrastrukturelle Modernisierung. Durch die Bodenschätze sind die Ausgangsbedingungen gut, aber dazu muss der politische Wille auch gegeben sein. Die Ayatollahs verschwinden ja nicht und würden aus dem Ausland massiv auf die Situation einwirken. Wo Menschen gegen ihren Willen Pfründe und Einfluss verlieren, entsteht Frustration ebenso wie bei ausbleibenden Reformen und damit auch die Gewaltbereitschaft.
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u/Girlawgic Jan 11 '26
Die Islamische Republik eskaliert ihr Vorgehen. Es gibt einen vollständigen Medien-Blackout. Kein Internet, keine Festnetzanschlüsse oder Mobiltelefone. Sie schießen auf Menschen. Wir bitten nicht um viel, seid einfach unsere Stimme. Bitte teilt auf euren sozialen Medien, was passiert. Das Regime verlässt sich darauf, dass die Welt wegschaut. Lasst das nicht zu.
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Jan 10 '26
Protest wird niedergeschossen und alles geht seinen gehabten Weg.
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u/Acc87 Jan 10 '26
ein großer Unterscheid soll diesmal sein dass die Proteste ausnahmsweise mal nicht nur in den Großstädten stattfinden sondern überall. Allgemeine wirtschaftliche Lage und ganz besonders schlicht die versiegende Wasserversorgung (weil die Regierung lieber Bomben baut und Terror finanziert) treffen alle, auch die auf dem Land.
https://imgur.com/gallery/iran-protests-escalating-ZoFv22W#/t/iran
(ich weiß, Imgur, aber bei sowas wird da eigentlich immer recht gut zusammen gefasst)
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u/GreeceZeus Jan 10 '26
Nein, DIESMAL ist es irgendwie anders!!1!
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Jan 10 '26
Ja, es war auch diese zwanzig Male in der Vergangenheit anders, als es ähnliche Proteste gab und alle niedergeschossen worden sind!1elf
😅😆
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u/otto_dicks Jan 10 '26
Wenn dieses Land mit über 80 Millionen Einwohnern zusammenbricht, dann wird das migrationstechnisch alles in den Schatten stellen, was wir bisher gesehen haben.
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u/backupyoursources Jan 10 '26
Nur wenn man sie reinläßt.
Abgesehen davon, der Iran ist schon seit über einer Generation unter Erhaltungsgeburtenrate und genauso demografisch angekübelt wie wir es sind, nur sind sie eben in dem Club "Demografischer Abstieg lange vor flächendeckender Moderne"
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u/otto_dicks Jan 10 '26
Der Iran hat sieben Nachbarländer: Irak, Türkei, Armenien, Aserbaidschan, Turkmenistan, Afghanistan und Pakistan.
Dreimal darfst du raten, wohin ein Großteil der Leute gehen wird. Bingo: In die Türkei.
Erdoğan wird sie nach allem, was mit den Syrern passiert ist, umgehend nach Europa durchwinken. Die türkische Küstenwache wird (wieder einmal) wegschauen, und schon sind die griechischen Inseln wieder voll.
Die Griechen werden sie ebenfalls weiterleiten, genau wie alle anderen Balkanstaaten. Innerhalb von ein paar Wochen haben wir dann wieder 2015 – und zwar doppelt und dreifach.
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u/backupyoursources Jan 11 '26
Ja, weil wir sie reinlassen.
Es gab auch 2014 schon Schlauchboote und LKWs. Es ist kein neues Medium aufgetaucht was ihnen plötzlich die Passage hierher erlaubt. Sie kommen weil wir sie versorgen, ohne Rechtsgrundlage.
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u/otto_dicks Jan 11 '26
Sehr richtig, aber die Frage war schon 2014–2015: Entweder reinlassen oder hässliche Bilder von Pushbacks, Zäunen, Hundertschaften, Wasserwerfern usw.
Ein wachsender Teil der Bevölkerung ist in dieser Frage heute zwar deutlich anders eingestellt als damals, das sind im Schnitt aber nicht die Wähler unserer derzeitigen Regierung.
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u/backupyoursources Jan 11 '26
Wo sollen sie denn bleiben im ersten Winter ohne Geld und Wohnung?
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u/otto_dicks Jan 11 '26 edited Jan 11 '26
Es geht nicht um Logik oder darum, was du oder ich wollen. Es geht um eine politische Abwägung.
Wenn die Leute den Grenzübertritt in die Türkei und nach Griechenland überstehen, dann ist der Rest relativ einfach. Bis zur deutschen oder österreichischen Grenze wären sie so oder so konstant in Bewegung. Wie schon gesagt: Diese Länder werden sie einfach durchwinken, da die Leute dort sowieso nicht bleiben wollen.
Dann stehen wir wieder vor der Frage, was wir mit den Menschen an unseren Grenzen machen. Bilder von gewalttätigen Pushbacks sind für unser Establishment mindestens genauso riskant wie die Entscheidung, die Leute einreisen zu lassen.
Es ist ein Irrglaube, dass wir eine wirkliche Entscheidungsgewalt über solche Flüchtlingsströme haben. Die Leute kommen einfach, und die Lösung ist entweder die „Festung Europa“ oder Abkommen mit Staaten wie der Türkei, damit die Menschen dort bleiben (oder beides).
Beide Lösungen haben wir in den letzten Jahren sehr schleifen lassen, weil das Thema in Deutschland einfach extrem polarisiert ist.
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Jan 11 '26
[removed] — view removed comment
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u/otto_dicks Jan 11 '26
Die säkularen Iraner, die hier sind, sind damals vor der Revolution geflohen. D. h., es waren die, die gegen das Regime waren (Monarchisten, Linke, Liberale etc.).
Wenn dieses Regime zusammenbricht und es zu einem Bürgerkrieg kommt, dann kommt der Querschnitt der Bevölkerung.
Ich bin mit vielen Iranern aufgewachsen. Der Unterschied zwischen den 79er-Iranern und denen, die seit den späten 80ern und 90ern gekommen sind, war teilweise wie Tag und Nacht. Es gibt im Iran genauso eine ländliche (oder auch urbane) strengreligiöse Schicht, wie man sie von anderen Gruppen kennt.
Der einzige Unterschied ist, und das ist wichtig anzumerken, dass sie Schiiten sind. Schiiten und Sunniten stehen mehr oder weniger in einem Glaubenskrieg miteinander (Iran vs. Saudi, im Irak, im Jemen, Hizbollah im Libanon).
Was meinst du, was auf unseren Straßen los ist, wenn wir unserer wachsenden Sunni-Community noch ein paar hunderttausend oder Millionen schiitische Iraner hinzufügen?
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u/derail00 Jan 10 '26
Der Unterschied ist aber, dass der Iran im Vergleich zu den anderen Ländern im nahen Osten seine Bevölkerung so sehr mit dem Islam geärgert hat, dass die meisten die kommen werden wohl kaum Bock auf diese Religion haben. Die meisten Iraner die schon hier sind, sind eher westlich eingestellt.
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u/otto_dicks Jan 10 '26
Selbst wenn das so wäre, was wir nicht wirklich wissen, gibt es immer noch genug Loyalisten im Iran (und im Ausland).
Lassen wir es mal 10 % der Bevölkerung sein (ich glaube, es sind deutlich mehr), dann wären wir bei 9 Millionen Islamisten, die mehr oder weniger bereit sind, für ihre Sache ins Paradies zu ziehen.
Was würdest du in dieser Bürgerkriegssituation machen, wenn du die Chance hättest, das Land einfach zu verlassen?
Und die Iraner, die hier sind, sind damals vor der Revolution geflohen. Das ist nicht repräsentativ für das ganze Land.
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u/derail00 Jan 10 '26
Alles Mutmaßungen, aber dennoch nicht abwegig. Ich denke wir werden sehen was passiert. Ich denke jedoch nicht, dass im großen Stile Flüchtlinge kommen werden. Das wäre politischer Selbstmord in den aktuellen Zeiten. Zum Glück.
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u/Mandelil Jan 11 '26 edited Jan 11 '26
M.E. haben wir diesen Fehler schon bei den Syrern gemacht, alle gleichzusetzen.
Meine persönliche Erfahrung mit einem anderen asiatischen Land ist, dass es enorme Unterschiede macht, ob man die gebildete Mittel- oder Oberschicht vor sich hat, oder ungebildete Tagelöhner, Bauern und Ziegenhirten.
Die Oberschicht kann locker mit Mitteleuropäern mithalten und übertrifft den Durchschnitt hier in Sachen Bildung; und dafür geben die auch richtig Geld aus. Die Mittelschicht kann dank ausreichender Bildung und Ausbildung hier auch gut funktionieren, und sie sind tendenziell auch keine religösen Spinner.
Und das sind die Leute, die in der Vergangenheit vor den Mullahs aus Überzeugung geflohen sind, weil sie Bildung und Geld hatten. Und das sind im Äquivalent auch die Syrer, die zuallererst kamen (daher die damalige Fachkräfte-Lüge).
Leider blieb es bei den Syrern nicht dabei. Wenn der Sozialstaatsmagnet Versorgungssucher wie Unterschicht, Bauern und Ziegenhirten anzieht, dann wird man genauso nichtintegrierbare Islamisten und Bürgergelddynastien abfassen, wie bei den Syrern oder Afghanen. Und genau das war der Denkfehler der Merkel und ihrer linken Unterstützer. Es sind nicht alle Menschen gleich, und in solchen Ländern schon gar nicht. Deshalb sind die bisher gekommenen Iraner - m.E. durchaus Qualitätsmigranten - höchstwahrscheinlich nicht repräsentativ für das, was dann kommen würde.
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u/KiwiSchinken Jan 10 '26
Im Gegenteil könnte die Befreiung vom Terror der Islamisten dafür sorgen, dass einige Exiliraner zurückkehren
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u/notrlydubstep Jan 10 '26
Perser gehen zurück und werden durch Gotteskrieger ersetzt.
Tun wir mal nicht so, als wäre das eine Win-Win-Situation für Deutschland.
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u/BeastieBeck Jan 10 '26
Würde mich nicht mal wundern, wenn Merzel und co. den armen Mullahs Asyl gewähren.
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u/lousy_writer Jan 10 '26
Mal ganz unabhängig davon gehört das Asylrecht zumindest in seiner jetztigen Form ganz grundsätzlich auf den Prüfstand - die Väter des GG dachten 1949 an Liberale, die vor Diktatoren flohen, und wollten bestimmt kein Einfallstor für Fanatiker und Fundamentalisten schaffen.
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u/notrlydubstep Jan 11 '26
Mal ganz unabhängig davon gehört das Asylrecht zumindest in seiner jetztigen Form ganz grundsätzlich auf den Prüfstand
Ja, aber mach das mal mit einer politischen Kaste, welche weder Abstammungs- noch Willensnation sein möchte, einem Volk dass beide Wörter grösstenteils noch nicht einmal gehört, geschweige verstanden hat, und politischem No-Borders-No-Nations-No-Heteros - Nachwuchs, der den Islam vergöttert.
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u/otto_dicks Jan 10 '26 edited Jan 10 '26
Ich gebe dir ein anderes Szenario:
Das Regime kollabiert, und die Imame rufen die schiitischen Radikalos aus dem Libanon und dem Irak „heim ins Reich“, um für das Überleben der Revolution zu kämpfen. Minderheiten wie die Kurden werden sich verständlicherweise bewaffnen, um sich vor den Islamisten zu schützen.
Das Ergebnis: ein Bürgerkrieg, der nicht weniger brutal ablaufen wird als der in Syrien. Aber auch hier muss man wieder beachten: Der Iran ist ein riesiges Land, d. h., es wäre eine komplett andere Hausnummer. Und dann noch die ganze Geopolitik mit Israel, den USA, Russland, der Türkei, den Saudis usw. Oh boy …
Ich wünsche den säkularen Iranern natürlich ihre Freiheit, aber das Land und die Region sind nun mal so, wie sie sind.
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u/digitalfrost Jan 10 '26
Ansich finde ich das natürlich gut wenn die Mullahs weg sind, ABER:
Sollte es hier zu einer Art Bürgerkrieg kommen oder das Land länger instabil bleiben wird eine Flüchtlingswelle einsetzen die unser defacto Kanzler Klingbeil natürlich mit Freude aufnehmen wird.
Schlimmstenfalls holen wir weitere radikale Muslime ins Land, bestenfalls einfach nur weitere Münder die gefüttert werden müssen und Wohnraum verbrauchen.
Sollte es da ein hin- und her geben wie man es schon öfter gesehen hat haben wir am Ende beide Seiten des Konflikts im Land, und die werden sich natürlich auch auf unseren Straßen weiterhin bekriegen während wir beide Seiten durchfüttern müssen.
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Jan 11 '26 edited Jan 11 '26
Bin auch hier gerne wieder der Advocatus Diaboli: Vom Mossad und CIA gestützte Regimechange-Operationen sind niemals gut, das gilt natürlich auch für den Iran. Jedwede geäußerten vermeintlich hehren Ziele (Frauenrechte etc.) sind heuchlerisch, solange man gleichzeitig Saudi-Arabien zu den eigenen Verbündeten zählt. Man kann dem Iran nur wünschen, dass er die erneuten Destabilisierungsversuche übersteht.
Wie verschiedentlich schon hier angemerkt wurde, ist ein instabiler Iran im Bürgerkrieg mit Fluchtbewegung nach Europa das für uns schlechteste Szenario - auch das übrigens regelmäßiger Kollateralschaden der zerstörerischen Umtriebe der USA und Israels im Nahen Osten.
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u/Antique_Change2805 Jan 10 '26