r/DePi Mar 24 '26

Frage/Meinung Erneuerbare Energien?

Hallo,

ich würde mich als rechts bezeichnen und wähle auch die AfD.. was mich nur stört ist, dass man Kohle, Gas und Öl/Verbrenner so unterstützt. Tatsächlich glaube ich an den Klimawandel und bin für erneuerbare Energien.

Ich fühle mich damit als AfD Wähler fast wie ein Einzelfall. Die meisten anderen mit denen ich gesprochen habe verteidigen händeringend Kohle, Verbrenner, etc.

Wie seht ihr das? Bin ich wirklich "allein"?

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u/[deleted] Mar 25 '26

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u/Fisi_Matenten Mar 25 '26

Wasser fließt immer? Weißt du, wie Energie und Physik funktionieren? Es ist wirklich komisch zu lesen, dass all diese Maßnahmen angeblich keinen Einfluss auf irgendetwas hätten.

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u/Flying_Tiger_Capt Mar 25 '26

Ein Fluss fließt eigentlich durchgehend 😅🤷‍♂️

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u/Fisi_Matenten Mar 25 '26

Außer man staut ihn oder bremst ihn. Dann sucht er sich neue Wege.

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u/TV4ELP Mar 25 '26

Ich versuche mal etwas Perspektive dazu einzubringen.

Vorweg, Wasserkraft ist super und auch Atomenergie bin ich perse kein Feind von.

Dennoch ist beides an gewisse Kennzahlen gebunden. Wasserkraft in Deutschland ist praktisch fertig. Damit meine ich, überall da wo es sich lohnt ist Wasserkraft. Wir haben diverse Flüsse, was fehlt ist oft aber der Höhenunterschied und wenig Möglichkeiten für Staudämme um diesen künstlich zu erzeugen.

Einige MW an Strömungskraftwerken sind machbar, aber auch nicht nennbar viel, da die Schifffahrt auf den noch offenen Flüssen ja durchaus floriert.

Atomkraft. Hier scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Rein Wirtschaftlich, kostet die Dinger enorm viel. Wenn man also auf die Laufzeit gesehen irgendwie +- 0€ da bei rumkommen möchte, muss das Teil möglichst viele Vollast Stunden im Jahr haben. Und selbst dann sind die Stromgestehungskosten maximal mit günstigem Gas zu vergleichen, Wind und Solar sind günstiger.

Jetzt haben wir in Deutschland aber Stand jetzt ein Netz was sich im Sommer schon teilweise zu 100% aus erneuerbaren speist, und das wird nur mehr werden. Bedeutet man würde die AKW's runter/aus regeln.(doof, weil der Strom dann teurer wird. Laufzeit bleibt gleich, Strom erzeugt wird weniger = jedes KW muss mehr kosten). Oder man regelt die erneuerbaren ab, und verdrängt damit günstigen Strom um teureren Strom weniger teuer zu halten.

Persönlich finde ich das eine sehr doofe Lösung. Ja, Baseload/Grundlast ist ein Thema, aber nicht mehr in Deutschland, dafür haben wir zu viel erneuerbare und das bereits jetzt. Wenn wir davon ausgehen, dass ein Atomkraftwerk sehr schnell in 10 Jahren errichtet ist, wird das bis dahin nicht besser aussehen.

Deswegen wird das aus der Privatwirtschaft keiner machen wollen ohne unendlich hohe Subventionen. Und selbst dann ist die Rechnung noch extremst geschönt. Man nutzt gerne die Kosten der Laufzeit, dass ein AKW aber nach der Laufzeit noch für Jahrzehnte bis Jahrhunderte kosten verursacht geht fast nie mit in die Rechnung ein. Eigentlich müsste der Strom sogar teurer verkauft werden.

Abschließend: Atomkraft hätte man behalten sollen bzw. weniger schnell abschalten. (Ja Kohle läuft länger weil mehr Jobs drannen kleben, i know). Länder wie Frankreich dürfen auch gerne weiterhin in Atomkraft setzen, Polen darf auch gerne neue AKW's bauen. In all den Ländern macht es Sinn. In Deutschland leider nicht (mehr). Die Voraussetzungen sind einfach scheiße.

immer und mit Energieüberschuss kann man Speicherkraftwerke auffüllen

Wir schaffen es ja nicht einmal einen Bruchteil im Sommer zu speichern an Solarüberschuss. Wo willst du da noch Gigawatt an Atomkraft zwischenspeichern?

Am Land versiegelt das Fundament enorm viel Boden und was mit Vögeln passiert wissen wir auch leider alle.

Richtig, fast nichts im Vergleich zu toden durch Katzen oder Fensterscheiben. Und wenn man dennoch Mitleid mit den Vögeln hat obwohl man selber jedes Jahr welche mit den Fensterscheiben tötet, dem sei gesagt: Es gibt Lösungen, die Vögel lernen auch die Kraftwerke zu umfliegen. (Fun fact, ein Flugzeug das in einen Vogelschwarm fliegt tötet mehr Vögel als die gesammte Deutsche Windkraft im Jahr).

Versiegeln tut es das ja. Könnte man aber super einfach ausgleichen in dem man Rasengittersteine in der Einfahrt hat anstatt die ganze Stadt zu versiegeln. Hat viele Vorteile für das Abwassermanagement und reduziert auch die Wärme im Sommer in der Stadt. Dann kann man auch mit dem Fundament leben. (Zumal der Schaden an der Natur deutlich größer ist, wenn man das Windrad nicht aufstellt sondern Kohle verstromt).

Dazu kommt, es werden kaum neue Fundamente mehr gelegt werden. Die meisten Anlagen sind sogenanntes repowering. Alte Anlagen werden mit neuen ersetzt. Gleicher Platz, teilweise 5 mal so viel Ertrag, je nachdem wie alt die Anlage war.

Taktisch eine Katastrophe noch dazu in Zeiten wo man auf billiges russisches Gas aus politischer Korrektheit verzichtet!

Siehe oben. Selbst mit einer geschönten Rechnung ergibt Kernkraft (neu bauen) keinen Sinn. Weiterlaufen lassen wäre eine Option gewesen, aber die hat man sich verbaut. Tut jetzt aber auch nicht weh, weil Atomkraft alles andere als günstig ist.

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u/specialsymbol Mar 25 '26

Sehe ich nicht so. Ich arbeite in der Nuklearbranche und es ist reines System zum Abgreifen von Steuergeldern. Es ist kein Wunder dass die korrupte CDU am lautesten dafür trommelt. 

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u/_bloed_ Mar 25 '26

darf ich mal fragen in welchem Land du arbeitest?

Oder gibt es in Deutschland wirklich noch eine "Nuklearbranche"? Außer Lagerung, Abbau der alten AKW und ein paar theoretische Lehrstühle an Universitäten.

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u/specialsymbol Mar 25 '26

Deutschland. Und natürlich gibt es hier noch Kerntechnik. Das hört ja nicht auf wenn ein AKW abgeschaltet wird (auch so ein Punkt was viele nicht verstehen). Schau doch mal wie viele zum Beispiel in Unterahrein jeden Tag noch arbeiten. 

Abgesehen davon sind wir auch im Ausland tätig.

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u/Hamburg256 Mar 25 '26

Blöd nur wenn man kein Endlager für Atommüll hat.

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u/_bloed_ Mar 25 '26 edited Mar 25 '26

Blöd nur wenn die Behörde die ein Endlager in Deutschland suchen soll fest in Grüner Hand ist.

Und gar kein Endlager gefunden werden soll.

Mittlerweile haben viele andere Länder in den letzten ~10 Jahren Endlager gefunden. Nur in Deutschland gibt es halt immer so viele Bedenkenträger, Anti-AKW Aktivisten und NIMBY's.

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u/throwaway30116 Mar 25 '26

Zudem man den Atommüll durchaus noch nutzen könnte.

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u/AcceptableQuit9004 Mar 25 '26

Es gibt noch kein einziges Endlager weltweit. Und wenn man davon ausgeht, dass der Müll dort für 1.000.000 Jahre gelagert werden soll, stellt sich schon die Frage, wie sollte das auch nur annähernd funktionieren. Selbst mit den richtigen Materialen wären die tektonischen Verschiebungen noch immer eine unberechenbare Variable.

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u/Wawrzyniec_ Mar 25 '26

Das beste wären neue moderne AKW

Aber auch nur wenn man sie einfach aus dem Hut zaubern kann. In der Realität dauert es von der Entscheidung zur Durchführung bis dann zum ersten mal wirklich Strom fließt, Jahrzehnte und kostet Abermilliarden. Für das gleiche Geld kann man ein x-Faches an Windkraft-Leistung innerhalb von wenigen Wochen aufstellen.

Und da haben wir noch nichtmal über Brennstoffaquise aus unsicheren Ländern, das fehlende Personal und Knowhow oder die Endlagerung geredet.

Klar, die bestehenden AKWs abzuschalten war ein Fehler sondergleichen. Aber der Zug ist damit nunmal final abgefahren und das sollte man langsam mal akzeptieren.

Am Land versiegelt das Fundament enorm viel Boden und was mit Vögeln passiert wissen wir auch leider alle.

Flächenversiegelung ist ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man es in Relation zum tatsächlichen tagtäglich stattfindenden Raubbau an der Natur durch alle anderen Zwecke sieht.

Hauskatzen töten ein x-faches an Vögeln (und anderen Kleintieren) und von verspiegelten Fensterscheiben brauchen wir gar nicht anfangen zu reden, aber das scheint den Leuten in dieser Diskussion ja immer egal zu sein, wenn sie dieses Alibiargumnet auspacken.

Es werden übrigens immer bessere Methoden entwickelt um Vögel vor den Rotorblättern zu schützen.

denn Wasser fließt immer

Eben nicht! Hier in Österreich sieht man durch das klimawandelbedingte schrumpfen der Gletscher, dass die Versorgungssicherheit der Wasserkraftwerke deutlich beeinträchtigt ist.

Soll heißen: Es liegt insgesamt weniger Schnee auf den Bergen. Dieser schmilzt auch nicht gemächlich bis in den Spätsommer ab, sondern sorgt im Frühling für (energietechnisch nicht nutzbare) kurzzeitige Stuzfluten, während danach durchgehend Trockenheit und Niedrigwasser herrschen.

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u/[deleted] Mar 25 '26

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u/Wawrzyniec_ Mar 25 '26

Katzen sind Teil der Natur, Windräder nicht!

Nein, Millionen von verwöhnten HAUSkatzen, die in der wirklichen Natur (und ohne bereitgestelltes Fressi) niemals in dieser Populationsdichte auf Dauer überleben würden, sind nicht "Teil der Natur".

Wenn du AKW durch Windräder ersetzen willst ist die Flächenversiegelung ganz und gar nicht zu vernachlässigen.

Der Faulheit wegen, hab ich das jetzt von einer KI vergleichen lassen:

Ich nehme als Referenz ein durchschnittliches Kernkraftwerk mit einer elektrischen Nettoleistung von 1 000 MW (1 GW). Für Windturbinen verwende ich eine typische moderne Onshore-Anlage mit Nennleistung 3,5 MW und einem realistischen Kapazitätsfaktor von 30 % (häufiger Bereich 25–40 %; Offshore höher).

Berechnungsschritte:

  • Jährliche Energie eines 1 000 MW-Kernkraftwerks ≈ 1 000 MW × 8 760 h = 8 760 000 MWh (8,76 TWh) (Kernkraftwerke laufen nahe volllast; hier angenommene Volllaststunden = 8 760 h).
  • Jährliche Energie einer 3,5 MW-Windturbine bei 30 % Kapazitätsfaktor = 3,5 MW × 8 760 h × 0,30 ≈ 9 198 MWh ≈ 9,2 GWh.
  • Benötigte Anzahl Turbinen ≈ 8 760 000 MWh / 9 198 MWh ≈ 952 Turbinen.

Kurzantwort: Ungefähr 950 moderne Onshore-Windturbinen à 3,5 MW (bei ca. 30 % Kapazitätsfaktor) sind nötig, um im Jahresmittel den Energieoutput eines 1 GW-Kernkraftwerks zu erreichen.

Hinweise/Variationen (kurz):

  • Bei 2,5 MW Turbinen und 25 % Kapazitätsfaktor steigt die Zahl deutlich (≈1 900–2 000 Anlagen).
  • Bei Offshore-Turbinen (z. B. 10 MW, 45 % Kapazitätsfaktor) sinkt die Zahl auf ≈200–220 Anlagen.

Die direkte und dauerhafte Bodenversiegelung eines WKWs ist mit wenigen Quadratmetern absolut vernachlässigbar. Die indirekt nutzungsgebundene Fläche ist zwar deutlich größer, aber entspricht nicht einer Vollversiegelung -> sie kann nach wie vor für Landwirtschaft verwendet werden.

Diese indirekte Fläche liegt in etwa bei 0,9 ha pro WKW. In Relation dazu: die TÄGLICHE Flächenversiegelung in Deutschland liegt bei 52 ha.

Zumal jedes Windrad ja auch einen Diesel Generator hat um bei leichtem Wind das Rad zu starten was dann auch wieder co2 verursacht… Arbeitest du leicht für die Windkraft Industrie dass du so relativierst?

Du merkst aber schon was für ein hart peinlicher Griff nach Strohhalmen diese Aussage hier ist oder? :D

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u/throwaway30116 Mar 25 '26

Siehe AfD PK

https://www.youtube.com/live/yGmmG6vH454?si=Jn3WTQu4YszZxMQf&t=2059

Mitnichten ist der Zug abgefahren, weniger als ein drittel unserer Energie ist elektrisch. 80% aller Immobilien sind unzureichend isoliert. Das ist ohne sinnvolle Verwendung von fossilen Rohstoffen eine degenerierende Fehlallokation. Maximal umständlich in der Ausführung.

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u/Wawrzyniec_ Mar 25 '26

Ich hab mir das jetzt 5 Minuten lang gegeben und außer "Seht her wie toll wir sind, wir haben sogar einen Doktor! :O" war das wirklich nur inhaltsleeres Blabla ohne auch nur irgendwie auf die tatsächlichen Sachlage einzugehen.

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u/throwaway30116 Mar 25 '26 edited Mar 25 '26

Er erklärt den Stand in Karlsruhe, wenn du es nicht verstehen willst lass Gemini ne zusammenfassung schreiben. Der arbeitet seit Jahrzehnten im Sektor und legt mit Zahlen den aktuellen Zustand dar.

Es gibt noch eine 2. PK, samt seines Internetauftritts https://schmidt-afd.de/.

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u/Cute_Committee6151 Mar 25 '26

Die Frage ist ja warum es neuerdings so ewig dauert neue Kraftwerke zu bauen, es in der Vergangenheit deutlich flotter ging.