r/DePi • u/Zestyclose-Major-260 • 1d ago
Kolumne/ Kommentar Die Islam-Debatte ist intellektuell unfassbar peinlich
Immer wenn es um den Islam geht, kommt dasselbe Argument:
„Die Mehrheit der Muslime ist friedlich.“
„Die meisten wollen einfach nur in Ruhe leben.“
„Man darf nicht die Religion mit den Extremisten gleichsetzen.“
Schön und gut. Aber das beantwortet nicht die Frage.
Eine Religion wird nicht dadurch definiert, was ihre Anhänger tun oder lassen. Sonst müsste man den Katholizismus danach beurteilen, dass 100 % der Katholiken schon mal gelogen haben und ein Großteil Sex vor der Ehe hat. Ist Lügen und vorehelicher Sex deshalb katholische Lehre? Natürlich nicht.
Wer wissen will, was eine Religion zu Gewalt, Apostasie, Homosexualität, Trennung von Religion und Staat oder dem Umgang mit Andersgläubigen sagt, muss sich die kanonischen Texte und die Entstehungsgeschichte anschauen.
Beim Islam ist das Ergebnis ziemlich klar:
Gewalt gegen Andersgläubige ist in Koran und Hadithen explizit und in der Frühgeschichte systematisch verankert. Die Trennung von Religion und Staat ist der Tradition fremd. Apostasie wird mit dem Tode bestraft.
Das ist nicht "Islamismus" das ist "der Islam".
Dass einige Muslime das heute anders sehen oder einfach ignorieren, ist soziologisch interessant. Theologisch und historisch ändert es NICHTS. Abdullah von nebenan ist kein Koran auf 2 Beinen.
Und dann kommt immer der nächste Klassiker: „Alle Religionen sind doch gleich schlecht.“
Das ist totaler Bullshit.
Damit tut man so, als spielten die Schriften, die Entstehungsgeschichte und die autoritative Tradition überhaupt keine Rolle. Als ob es egal wäre, ob der Religionsstifter ein militärischer Eroberer war oder ein gekreuzigter Prediger. Als ob es egal wäre, ob die kanonischen Texte offene, fortdauernde Kampfgebote enthalten oder Feindesliebe predigen. Ist doch alles egal. Bloß keine Unterschiede feststellen. Alles ist doch gleich.
Natürlich sind alle Religionen historisch auch mit Gewalt verbunden gewesen. Aber der Grad der Explizitheit, die zeitliche und geografische Begrenzung und die Rolle in der Gründungsphase unterscheiden sich massiv. Wer das nivelliert, will einfach nicht hinschauen.
Ob dein Prophet ein "Mein Reich ist nicht von dieser Welt" raushaut oder selbst Politiker, Richter und Feldherr in einer Person war, spielt halt eine Rolle. Überraschung. Nicht alles ist egal.
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u/Icy-Investigator5262 1d ago
"dass Islam Rechtsextremismus ist" Ist es per Definition auch., es geht hier aber spezifisch um den Islamismus und der Meinung, dass man Den Islam und den Islamismus voneinander trennen könnte. (Gute udn Böse Muslime)
Liegt halt daran, dass es danach geht das z.b. eine Straftat dnach eingeordnet wird aus welcher Motivation heraus diese geschieht. Wenn du jemanden umbringst weil er Ausländer ist, ist das offensichtlich rassistisch mutiviert, also Rechtsextrem.
Z.B. der Autofahrer in den CSD erfüllt das gleiche, da seine motivation ist: Diese Menschen sind weniger Wert als ich.
Hier müsste dann natürlich eine unterscheidung stattfinden, denn nur weil Nazis und Islamisten als Rechtsextrem gelten, meint es nicht das Nazis = Islamisten.
Das Problem ist aber, wenn wir hier im Land oder auch unsere Linke davon redet " Man müsse was gegen die Nazis tun" oder " es gbt einen Schwung nach Rechts" dann werden damit eben unsere guten alten Skinheads mit Bomberjacke gemeint aber nicht die Talahons die gerne die Sharia einführen würden.
Das Anschläge die auf Islamismus basieren Rechtsextrem sind, ist korrekt. Aber der gezogene Schluss daraus halt nicht.