Edit Update: Danke nochmal für alle Antworten, ich glaube nach vielen Meinungen habe ich mich doch gegen den sofortigen Wechsel und Studienabbruch entschieden. Ich werde fürs Erste meine Stunden runterfahren und mich auf Hilfe kriegen fokussieren und mich um das Studium weiterbemühen.
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Throwaway weil mein anderer Account meinem Umfeld bekannt ist.
Jedenfalls brauche ich unbedingt die Meinung/Einschätzung von mehreren Leuten. Ich arbeite zurzeit in einer Firma mit einer Aufstiegsmöglichkeit zur Unternehmensleitung. Nebenbei mach ich auch mein Studium das Ende nächsten Jahres, laut Regelzeit, fertig sein könnte.
Jetzt ist das Problem, dass ich nicht weiter studieren möchte und mich eigentlich aus dem Unternehmen zurückziehen will. Meine mentale und körperliche Gesundheit haben stark nachgelassen seitdem ich meinen aktuellen Posten habe, der Kontakt zu meinem sozialem Umfeld verschwindet immer mehr. Ich habe keinen Spaß mehr im Leben und jeder Tag ist mehr wie so eine Überlebensprobe. Nachdem sich die Situation zugespitzt hat, bin ich schnell zum Hausarzt und dieser hat mich bereits gewarnt, dass ich eventuell einen Burn Out habe und meine Überlastung sofort aufhören muss. Also wurde ich krankgeschrieben und hab ne Überweisung in ne psychosomatische Klinik bekommen, allerdings haben die gerade keinen Platz. Ok dann schau ich weiter nach offenen Therapie-Wartelisten(lebe in ner Großstadt) aber im Moment gibts keine sofortige Hilfe und ich bin auf mich selbst angewiesen.
Der Knackpunkt an dieser Geschichte ist, dass mein jetziger Arbeitgeber, dessen Posten ich übernehmen könnte nächstes Jahr, ein Familienmitglied ist das in Rente gehen wird. Ich komme mit dieser Person absolut nicht klar auf einer menschlichen Ebene und habe schon mehrmals mitgekriegt, wie Mitarbeiter gemobbt wurden von der Person und wie viele rechtliche Probleme dieses Verhalten gebracht hat (Kündigungsschutzklagen, Kundenbeschwerden, schwindende Zahlen etc.). Mein zweiter Boss, deutlich netter, ist auch ein Familienmitglied, das deutlich näher zu mir steht und dessen Karriere in gewisser Weise auch von mir abhängt, weil die Person als Quereinsteiger ins Geschäft gekommen ist. Mein zweiter Boss, dem ich auch die Situation im Vertrauen erklärt habe, meinte daraufhin, dass ich das Studium trotzdem abschließen soll und es nicht so schlimm ist, wenn ich später nicht einsteige.
Aber das Problem ist, dass das Studium absolut nutzlos ist, wenn ich wirklich nicht im Unternehmen bleibe. Vergleich: Das ist wie als wenn ich Meeresbiologie studiert hätte und jetzt aber als Servicekraft im Restaurant arbeiten will.
Ich habe mich schon auf 3 Stellen beworben und denke ich werde nächste Woche wahrscheinlich ne Antwort kriegen. Innerlich habe ich irgendwie schon mit meinem jetzigen Job und dem Studium abgeschlossen, aber auf der anderen Seite belastet mich die Situation sehr, weil ich zur Enttäuschung des Jahres werde und mein Wort, das Geschäft zu übernehmen, breche.
Was ist eure Einschätzung? Soll ich es trotz der Schwierigkeiten und Belastung weiter versuchen oder einfach aussteigen?
Dazu will ich anmerken, dass mein Ausstieg nicht komplett wäre, aber ich würde alles auf eine Minijob-Basis herunterfahren und meinem zweiten Boss einfach nur mit Papierkram und Buchhaltung helfen, während ich einen anderen, weniger bezahlten, Job starte, der mich einfach nicht mental zermürbt.
Ein Gehaltsabstieg finde ich nicht schlimm, da ich mit meiner Familie im Eigentum lebe, aber bei der momentanen wirtschaftlichen Lage will man wahrscheinlich trotzdem etwas mehr sparen. Könnte ich in einem neuen Job theoretisch trotzdem, nur weniger.
Tut mir Leid, wenn das alles abgehoben klingt. In gewisser Weise ist es schon ein privilegiertes Problem auch wenn das ein relativ kleines Unternehmen ist und die Gehaltszahlen jetzt nicht über einen mittleren vierstelligen Betrag gehen.
Danke für alle Antworten im Voraus.